Die letzte Nacht der Gummibärchen – ein Trýptychon

1. Bild
Evthymios ist ein schlanker Mann von 38 Jahren. Sein buschiger Schnurrbart ist sorgfältig gestutzt. Im Moment lehnt er lässig an der großen Eistruhe neben der Tür zum Inneren der Taverne und beobachtet wohlgefällig die gut gefüllte Terrasse. Die Kellner haben reichlich zu tun und so tritt Evthymios seine Zigarette auf dem Zementboden aus und schickt sich an, wieder mit zu helfen. Er ist wie die anderen Kellner gekleidet, schwarze Hose, weißes Hemd.
Er geht zur Küche und nimmt dort zwei große Teller mit dampfenden Souvlaki entgegen.
„Pou páne?“
„Sto dódeka!“

Er eilt zwischen den Tischen hindurch zur Nummer 12. Dort sitzen zwei junge Damen, Touristinnen. Sie streiten sich gerade lachend um die letzte Olive des fast aufgegessenen Bauernsalates. Sie sprechen Deutsch miteinander. Als Evthymios an den Tisch tritt, schauen sie erwartungsvoll zu ihm auf. Ein blaues Augenpaar unter einem kurzen blonden Schopf, ein braunes unter langen rotbraunen Haaren.
„Bitte sehr, die Damen, zwei mal Souvlaki nach Art des Hauses. Passen Sie aber auf, die Metallspieße sind sehr heiß. Oder darf ich Ihnen helfen?“
Geschickt schützt er seine Hand mit einer Papierserviette und streift routiniert die Fleischstücke von den Spießen.
„Voilá, guten Appetit!“
„Das ist aber ein toller Service,“ lacht die Blonde ihn an. „Machen Sie das immer?“ „Die letzte Nacht der Gummibärchen – ein Trýptychon“ weiterlesen

In einer Silvesternacht

Es ging auf Mitternacht zu. Bei den Familien im Dorf wurde der Neujahrskuchen angeschnitten und die Fenster geöffnet, damit das alte Jahr aus den Häusern hinaus und das Neue hinein konnte.

Der Köhler Nikos lebte alleine. Er hatte es sich mit einer Flasche Raki vor dem Kamin, der sein kleines Haus heizte, gemütlich gemacht. Schon seit Jahren fühlte er sich an solchen Tagen ein wenig einsam. Der Neujahrskuchen, den ihm die Nachbarin vorbei gebracht hatte, stand unangeschnitten auf dem Tisch.
„Wenn Sie schon alleine leben, Herr Nikos, dann sollen Sie wenigstens eine Vassilópitta bekommen. Und wenn Sie sie alleine essen, werden Sie auch das Geldstück finden … und dann haben Sie im nächsten Jahr Glück! Ich würde Sie ja gerne zu uns einladen, aber wir fahren zu unseren Verwandten nach Chania.“ „In einer Silvesternacht“ weiterlesen

Eine Begegnung

Es war später Nachmittag, die Hitze hatte aber bisher nur wenig nachgelassen.
Stefan hatte das Ziel seiner Wanderung fast erreicht. Mit dem Bus war er am Morgen in die Berge gefahren, um durch ein wasserreiches enges Tal wieder zurück nach Norden zum Meer zu gelangen. Er hatte die Ruhe genossen, denn er war niemandem begegnet. Unten am Meer sah es schon ein wenig anders aus.

Das letzte Stück des Weges zurück ins Dorf musste er zu seinem Missfallen auf der Straße zurücklegen, die sich oberhalb der Buchten in die abfallenden Hänge gefressen hatte. Zum Glück war hier kaum Verkehr, da die meisten die ein Stück weiter im Landesinneren verlaufende neuere Nationalstraße benutzten.
Von der alten Straße aus hatte man einen guten Blick hinunter in die Badebuchten, die um diese Zeit ziemlich bevölkert waren. „Eine Begegnung“ weiterlesen

Fahrtrouten über die Insel

Alle Routen in der Übersicht
Route:

1. Von Iráklion nach Westen bis Réthymnon über die „New Road“

2. Von Iráklion nach Westen bis Réthymnon über die alte Straße

3. Von Iráklion nach Westen durch das Ida-Gebirge über Áxos und Anógia bis Pérama

4. Von Iráklion nach Süden in die Messará-Ebene überÁgii Déka, Górtys, Míres, Festós,
Agía Triáda bis Agía Galini

5. Von Agía Varvára nach Westen am Südhang des Ida-Gebirges entlang über
Zarós, Kamáres und verschiedene Klöster bis Agía Galíni

6. Von Górtys nach Lentas und von dort an der Südküste nach Westen über Kalí Liménes,
Ágio Fárango, Kloster Odigítrias und Vathý Iremía bis Sívas

7. In der Messará-Ebene nach Pitsídia, Komó und Mátala, Kamilári und Kalamáki
sowie über Festós und Agía Triáda nach Agía Galíni

8. Aus dem Süden der Insel über die alte Straße nach Réthymnon

9. Parallel zur alten Straße nach Réthymnon: Die Alternativstrecke an den Hängen des
Kédros-Massivs entlang über Agía Paraskeví und Áno Méros

10. Tagesausflug von Agía Galíni nach Ágios Georgios, Mélambes, Ágios Pávlos
und zurück

11. Aus dem Süden auf der neuen Straße über Spíli nach Réthymnon

12. Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon
sowie von dort aus nach Norden bis Vrýsses und Georgioúpolis

13. Von Réthymnon nach Chaniá (über die „New Road“ oder die alte Straße)

14. Von Chaniá aus rund um die Halbinsel Akrotíri zu „Alexis Sorbas“,
Klöstern, Wanderungen und Badestränden

15. Von Chaniá ins Landesinnere: Maláxa und Mourniés sowie Thérissos,
Zourva und Mesklá

16. Von Chaniá an der Nordküste entlang nach Westen bis Kastélli Kissámou

17. Von Kastélli Kissámou zum Kloster Chryssoskalítissa und nach Elafonísi

18. Von Tavronítis (an der Nordküste) nach Paleochóra

19. Von Chaniá nach Soúgia

20. Von Chaniá zur Omalós-Hochebene und Samariá-Schlucht

21. Von Iráklion nach Osten bis Mália

22. Von Mália nach Osten bis Ágios Nikólaos

23. Abstecher von der Nordküstenstrecke zur Lassíthi-Hochebene

24. Von Ágios Nikólaos ins Umland: Kritsá, Láto, Katharó-Hochebene,
Eloúnda, Pláka und Spinalónga/Kalýdon

25. Von Ágios Nikólaos nach Sitía

26. Alternative Strecke: Ab Pachiá Ámmós nach Ierápetra und über Férma etc. nach Sitía

27. Der äußerste Osten: Von Sitía zum Kloster Tóplou, nach Vái, Palékastro,
Áno und Káto Zákros, Xerókambos und Ierápetra

28. An der Südküste nach Westen: Mýrtos, Sarakinás-Schlucht, Árvi,
Keratókambos/Kastrí, Mártha, Tsoútsouros und Pýrgos (und weiter nach Westen
bis Ágii Déka)

29. Von Mártha über Archánes nach Iráklion

30. Ein Abstecher nach Santoríni/Thýra und Anáfi (nur bedingt als Tagesausflug
empfohlen und natürlich nicht mit dem Auto)

Leseprobe aus „Der Teufel aus den Weißen Bergen“

Es dauerte nicht lange, bis der Mann wieder hereinkam. Er schien es jedenfalls zu sein, denn so richtig konnte man die Männer des Kommandos in ihrer Montur nicht unterscheiden. Im inzwischen beleuchteten Bus nahm er nun Maske und Brille ab und winkte mich zu sich nach vorne. Er hatte ein kantiges Gesicht mit markanten Backenknochen und Kinn. Ich schätzte ihn auf Mitte dreißig.
„Ich darf mich kurz vorstellen, ich bin der Leiter dieser Einsatzgruppe. Mein Name spielt keine Rolle. Es sieht so aus, als wären Sie wirklich eine Hilfe gewesen. Zwei haben wir erwischt. Der eine ist tot, der andere nur angeschossen. Aber der Mann hat eine sagenhafte Konstitution. Drei Kugeln im Körper und er kämpft noch weiter. Inzwischen haben wir ihn aber ruhiggestellt.“
„Ein sehr großer kräftiger Dicker?“
„Genau. Der Tote ist eher klein und schmächtig.“
„Dann fehlt Ihnen ausgerechnet der Anführer. Auch von großem Wuchs, Bart und wilde Haare!“
Mein Blick glitt an ihm vorbei.
„Und ich habe auch eine Theorie, wie er entkommen konnte. Die Fahrertür steht offen, vermutlich ist er dort raus. Er hat vermutlich auf dem Fahrersitz gesessen, denn die automatische Tür wurde in Sekundenbruchteilen geöffnet, und ist auf der Fahrerseite entwischt, während Ihre Männer durch die beiden anderen abgelenkt waren.“
Der Mann folgte meinem Hinweis mit den Augen und nickte.
„So könnte es gewesen sein, gut beobachtet.“
Blitzschnell fuhr er zu seinen Männern herum. „Leseprobe aus „Der Teufel aus den Weißen Bergen““ weiterlesen

Ich über mich

Eigentlich hatte ich vor, die geplante Seite „Ich über mich“ unauffällig zu vergessen. Es gab so viel Interessanteres, das ich auf dieser Homepage unterbringen wollte, als ausgerechnet etwas über meine Biographie.
Allerdings hat es einige Reaktionen von Leuten gegeben, die sich tatsächlich für die eine oder andere Information über mich interessieren. Das verstehe ich zwar nur bedingt, aber da darf und will ich sie natürlich nicht enttäuschen. Und andererseits kann ich hier vielleicht auch ein paar persönliche Aussagen machen, die woanders nicht hingehören.

PicturesKK/klaus.jpgIch bin Jahrgang 1949 (angeblich war das ein guter Jahrgang), habe zwei Söhne von 26 und 24 Jahren (und eine Frau natürlich auch – sie ist blond, langhaarig und attraktiv, was anderes hätte ich auch nicht verdient *ggg). Und einen Hund … der auch langhaarig und attraktiv ist. Bilder gibt es in Merles Tagebuch.

Ich bin ein echter Rheinländer (in Bonn geboren), habe meine Jugendjahre in der nordhessischen „Diaspora“ in Witzenhausen verbracht (kann ich nix für!) und bin dann frohen Herzens zum Studium wieder ins absolute Herz des Rheinlands, nach Köln, zurückgekehrt, wo ich heute noch lebe. Im folgenden einfach im Telegrammstil ein paar Features aus meinem Leben, meiner Geschichte, meiner Tätigkeit … ach, was auch immer an mir möglicherweise interessant sein könnte. „Ich über mich“ weiterlesen