Kousés

Kousés liegt zwischen Sívas und Pómbia am Rande der Messará-Ebene, nur wenige Kilometer von den Zentren Mátala, Pítsidia, Kamilári, Kalamáki und Vóri entfernt, also ideal für jeden, der in Mittel-Südkreta Urlaub macht. Der Ort Kousés hat übrigens ein eigenes „Wahrzeichen“, auf das seine Bewohner sehr stolz sind: einen Turm, der in der Zeit der Türkenherrschaft und der Befreiung davon eine wichtige Rolle spielte.
Der Archäologe Antonis Vassilakis schreibt dazu: „Aus dem Dorf Kousés der Messará kamen die Kourmoulides , heimliche Christen, und der aus ihren Reihen stammende Hussein Michalis wurde zu einem der Anführer…“
Auf dem Platz vor der Kirche steht die Büste des Hussein Michalis.

Es gibt hier in Kousés aber auch zwei andere ausgesprochen besuchenswerte Dinge, wegen derer ich das Dorf hier aufgenommen habe.

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1.  Den Kräuterladen „Vótano“: Vor einigen Jahren eröffnete Iánnis Iannoútsos seinen Laden. Er pflückt viele seiner Kräuter selbst, doch in Iánnis‘ Laden stapeln sich in deckenhohen Regalen in großen Gläsern auch ausgefallene Tees, Gewürze aus aller Herren Länder sowie duftende Blätter und Blüten. Und an der Decke hängen farbenprächtige Pfefferschoten zum Trocknen.

Wenn Iánnis seine Besucher und Kunden berät, tut er dies mit liebevoller Ruhe und Sorgfalt. Nicht nur Touristen finden inzwischen den Weg in das Dorf, auch bei den Einheimischen hat sich herumgesprochen, dass Iánnis sehr viel davon versteht, Krankheiten mit Naturheilmitteln zu heilen. Und nebenbei ist der kleine Laden auch eine Oase der Ruhe und Gastlichkeit, die hier im immer hektischer werdenden Kreta erhalten geblieben ist.
Ganz mag sich sich aber auch Iánnis dem Fortschritt nicht verweigern: Online Shop.

PicturesOG/kouses-olakala.JPG2. Nur zwei Häuser daneben liegt das erste Bio-Kafeníon in Südkreta: „Óla kalá“. Es ist eigentlich inzwischen viel mehr als ein Kafenío, denn Sabine Maria Fragkioudákis bietet außer biologischem Kaffee, Fruchtsäften, Bier, Wein und Raki auch täglich frische Mahlzeiten (verschiedene Vorspeisen, kleine Gerichte, Fleisch vom Grill und sogar ein Tagesgericht) an.

Alles ist wirklich ausgesprochen schmackhaft und offensichtlich nicht nur mit Olivenöl aus dem eigenen biologischen Anbau, sondern auch mit viel Liebe zubereitet.
Ganz nach dem Motto: „Man ist, was man isst!“

Das Lokal hat täglich außer sonntags von 8:30 bis 20:30 Uhr geöffnet.
Auch hier kann ich eine Webadresse verraten: Biokafeníon Kousés.

Öffentliche Verkehrsmittel
sind mir nicht bekannt

Restaurant „Kostas“ in Agía Galíni

PicturesKJ/kostas_taverne.jpgGeht man von Agía Galíni aus den Strand entlang, ist das „Kostas“ das letzte Lokal vor dem Fluss. Kostas, ein schnauzbärtiger herzlicher Kreter, hält sich meistens ein wenig im Hintergrund und überwacht die gute Küche, während seine deutsche Frau Ute das Lokal charmant managt. In den etwas ruhigeren Vormittagsstunden setzt sie sich gerne auch mal für einen kurzen Plausch zu den Gästen.

Der quirlige Kellner Nikos hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen … und auch wenn Ute es gerne dementiert *g, wird der Rakí auch schon mal mit einem Schnitz Erdbeere darin serviert.

Und man trifft hier oft andere Leute aus dem Kreta-Forum, wenn man möchte. Einer von ihnen hat sogar ein lustiges Lied über das Lokal geschrieben … und auch mein Romanheld Jak verkehrt häufig und gerne hier, denn hier kann man sich wirklich wohlfühlen.

Ierápetra: Die „Cretan Villa“

Ich bin ja mit Superlativen sonst lieber vorsichtig. Und wenn ich hier die „Cretan Villa“ als eines der schönsten Hotels Kretas bezeichne, dann will das auch sorgfältig begründet sein.

PicturesOG/cretan_villa.jpgDas Hotel liegt mitten in der Stadt, ist aber trotzdem ruhig, da es in einer Nebenstraße liegt. Ein liebevoll (!) renoviertes altes Haus, z.T. Bruchsteinwände in den Zimmern, ein grün überwachsener Innenhof, trotz aller Zugeständnisse an den erwünschten Komfort wie Klimaanlage, Fernseher, Kühlschrank ein echtes Stück altes Kreta.

Der noch recht junge (im Verhältnis zu mir!) Chef Manolis, optisch ein gutaussehender Späthippie, führt dieses Haus getreu seiner eigenen Philosophie: Es soll alles schön, aber ursprünglich sein. Und es gelingt ihm, dass der Gast sich hier wirklich gut aufgehoben fühlt. Frühstück gibt es nicht (dafür geht man dann eben beispielsweise in’s „California“).

Wenn ich mich mit Manolis über seine Heimatinsel unterhalte, dann spüre ich jedes Mal, wie sehr er unter manchen Entwicklungen leidet, wie sehr er die Insel und ihre Natur liebt und wieviel ihm wirklich daran gelegen ist, dass sich nicht nur immer alles verändert. Er gehört tatsächlich zu der Spezies von Idealisten, die ich längst ausgestorben wähnte. Und das, obwohl er von seinem Hotel lebt und leben muss. Und übrigens ist er der Einzige, der nicht über die ausbleibenden Touristen jammert. Er sagt höchstens: „Die guten Jahre waren früher!“

Unsere große Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit, denn er sagte mir einmal, ich sei ein besserer Botschafter für Kreta, als all die Leute, die dafür bezahlt würden.
Und jedes Mal, wenn ich mich von ihm und seiner Freundin Despina verabschiede, tue ich das ganz schnell, denn ich hasse Abschiede von Freunden …

Cretan Villa

Restaurant „Romantika“ in Agía Galíni

PicturesKJ/agheidi3kl.jpgKyriákos Petrakákis und seine österreichische Frau Heidi haben hier eine kleine idyllische Oase geschaffen. Eigentlich war das überhaupt nicht ihre Absicht, denn sie betrieben vorher viele Jahre lang ein Lokal in Kókkinos Pýrgos und hatten davon die Nase voll. Eigentlich wollten sie nur noch leben, Kyriákos, sich seiner Liebhaberei, dem Malen, widmen (er malte übrigens exzellent!) und vielleicht noch für den Lebensunterhalt zum Fischen fahren.

Irgendwann war das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, und so besannen sie sich auf ihre anderen Talente: Sie begannen mit einem kleinen „Kiosk“, von dem aus sie kleine Speisen „über den Strand“ verkauften. Nach und nach wurde angebaut, und zwar mit viel Liebe und Sorgfalt, gepflanzt etc.
Nach Kyriakos‘ Tod hat Chefin Heidi alles im Griff, mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Söhne, vor allen Dingen des Älteren, Jannis, der ein charmanter Filou ist.

PicturesKJ/agheidi6kl.jpgÜber den Süßwasserfluß nebenan führt eine Fußgängerbrücke, die häufig durch Unwetter zerstört wurde, aber inzwischen sehr massiv aufgebaut wurde, am Strand gibt es Liegen und Sonnenschirme und vor allen Dingen immer hervorragendes Essen.
Ein paar schöne Zimmer vermieten sie auch. Ab Sommer 2003 sind sechs funkelnagelneue Appartements dazu gekommen, richtig edel (und zu Recht auch ein bisschen teurer). Telefon 0030-28320-91014.

Das Lokal liegt in der Nähe des Campingplatzes und ist mit dem Auto von der Zufahrtsstraße nach Agía Galíni zu erreichen. Wenn man den Berg hinunter gekommen ist, liegt rechts eine Tankstelle, ein paar Meter weiter biegt links das Sträßchen zum Campingplatz und zum „Romántika“ ab. (KK)