Leseprobe aus „Der Teufel aus den Weißen Bergen“

Es dauerte nicht lange, bis der Mann wieder hereinkam. Er schien es jedenfalls zu sein, denn so richtig konnte man die Männer des Kommandos in ihrer Montur nicht unterscheiden. Im inzwischen beleuchteten Bus nahm er nun Maske und Brille ab und winkte mich zu sich nach vorne. Er hatte ein kantiges Gesicht mit markanten Backenknochen und Kinn. Ich schätzte ihn auf Mitte dreißig.
„Ich darf mich kurz vorstellen, ich bin der Leiter dieser Einsatzgruppe. Mein Name spielt keine Rolle. Es sieht so aus, als wären Sie wirklich eine Hilfe gewesen. Zwei haben wir erwischt. Der eine ist tot, der andere nur angeschossen. Aber der Mann hat eine sagenhafte Konstitution. Drei Kugeln im Körper und er kämpft noch weiter. Inzwischen haben wir ihn aber ruhiggestellt.“
„Ein sehr großer kräftiger Dicker?“
„Genau. Der Tote ist eher klein und schmächtig.“
„Dann fehlt Ihnen ausgerechnet der Anführer. Auch von großem Wuchs, Bart und wilde Haare!“
Mein Blick glitt an ihm vorbei.
„Und ich habe auch eine Theorie, wie er entkommen konnte. Die Fahrertür steht offen, vermutlich ist er dort raus. Er hat vermutlich auf dem Fahrersitz gesessen, denn die automatische Tür wurde in Sekundenbruchteilen geöffnet, und ist auf der Fahrerseite entwischt, während Ihre Männer durch die beiden anderen abgelenkt waren.“
Der Mann folgte meinem Hinweis mit den Augen und nickte.
„So könnte es gewesen sein, gut beobachtet.“
Blitzschnell fuhr er zu seinen Männern herum. Leseprobe aus „Der Teufel aus den Weißen Bergen“ weiterlesen