Týlissos

Im Dorf Týlissos an der Straße von Iráklion nach Anógia (etwa 15 Kilometer von Iráklion, etwa 19 Kilometer von Anógia) sind Ausgrabungen minoischer Häuser zu besichtigen (am Ortseingang von Iráklion aus der Beschilderung links zu Fuß folgen). Sie wurden Anfang dieses Jahrhunderts gefunden und ausgegraben, die meisten Funde von hier sind heute im Archäologischen Museum in Iráklion im Saal VII ausgestellt, weil sie hier wahrscheinlich geklaut würden.

Es handelt sich um drei Feudalvillen (ca. 1600 v. Chr.), die zwar zusammenhängen, aber getrennte Wohnungen darstellen. Im Parterre befanden sich Magazine und Kulträume, die Wohnungen darüber. Man vermutet, dass hier früher eine größere Siedlung gelegen hat, die wohl eine der ältesten der Insel war. Týlissos weiterlesen

Thrápsano

Das Töpferdorf Thrápsano liegt im Inselinneren südlich von Iráklion (6 Kilometer nordöstlich des Landstädtchens Arkalochóri).
Thrápsano leidet ebenso wie Margarítes unter der Tatsache, dass Plastik inzwischen verbreiteter ist als Tongefäße. Aber hier kann man noch Töpfern bei der traditionellen Arbeit zuschauen.

Öffentliche Verkehrsmittel
Von Iráklion aus fahren Busse nach Arkalochóri oder ins ebenfalls nur einige Kilometer entfernte Kastélli Paidiádas. Ob Thrápsano selbst ebenfalls angefahren wird, ist mir nicht bekannt.

Soúda

Das kleine Städtchen Soúda an der Nordküste am Ende der gleichnamigen Bucht ist der Fährhafen von Chaniá und neben Iráklion Zielort der Fähren aus Piräus. Soúda ist in erster Linie Zweckort. Entsprechend sieht es hier aus. Zu ertragen ist es am großen Platz oberhalb des Hafens, z.B. in der Sacharoplastío (Konditorei) „Móna Lísa“ oben an der Ecke.
Zwei Häuser weiter nach unten auch das Büro der A.N.E.K., wo man die Fahrkarten nach Piräus erstehen kann.

Sonstiges
Von Soúda aus fährt man über die alte Straße Richtung Chaniá. Noch vor dem Ortsausgang von Soúda (die Hauptstraße knickt nach links ab) geht es geradeaus weiter zum Soúda-Bay-Cemetery, dem englischen Soldatenfriedhof mit Opfern der deutschen Invasion auf Kreta. Hier liegen mehr als 1500 gefallene Engländer und Alliierte. Diese Stätte ist wie der deutsche Soldatenfriedhof bei Máleme eine eindringliche Mahnung der Geschichte, und gerade deshalb sollte man auch in Urlaubsstimmung (bitte entsprechend gekleidet) sich die Zeit und die Besinnung nehmen, diese Mahnung auf sich einwirken zu lassen. Wenn man die Grabsprüche und das Alter der gefallenen Soldaten liest – es ist entsetzlich. Soúda weiterlesen

Síssi

Das Dorf Síssi liegt am Ende der „Touristenmeile“ östlich von Iráklion an der Nordküste einige Kilometer hinter Mália. Die Zufahrtsstraße ist ca. 4 Kilometer östlich von Mália ausgeschildert.

PicturesOG/sissi.jpgDer eigentliche (ursprüngliche) Ort besteht nur aus einigen Dutzend Häusern rings um den Fischerhafen, noch fast ruhig und verschlafen, was sich aber bereits ändert. Síssi findet langsam Anschluss an das Gebiet Límin ChersonísouMália etc., im Umland wird eifrig gebaut.

Sehenswert
Síssi selbst bietet in dieser Hinsicht nicht viel. Viele eher lohnen da Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, z. B. nach Selinári, welches schön am Hang liegt und als Sehenswürdigkeit ein sehr hübsches Kloster bietet. Síssi weiterlesen

Vrýsses

Vrýsses – Dieses Binnendorf an der alten Straße zwischen Georgioúpolis und Kalýves „an“ der Nordküste bietet auf den ersten Blick nichts Besonderes. Auf den zweiten aber durchaus. Ein Bach fließt durch das Dorf Vrýsses , und viel Grün ist zu sehen.
Darüber hinaus wird Vrýsses in allen (!) Reiseführern als die beste Einkaufsquelle für Honig und Joghurt angepriesen (wer nichts mitschleppen will oder kann, dem sei ein entsprechender Imbiss an Ort und Stelle zumindest empfohlen). Allerdings sollte man darauf achten, dass man nicht als unbedarfter Tourist bei den Preisen übers Ohr gehauen wird (so habe ich neuerdings gehört). Vrýsses weiterlesen

Réthymnon

PicturesOG/Rethymnon 6_ww.jpgDie Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks an der Nordküste zwischen Iráklion und Chaniá gehört für mich zu den schönsten Städten Kretas. Sie wirkt von allen kretischen Städten am orientalischsten, nicht zuletzt deshalb, weil hier die Türken einiges an Bausubstanz hinterlassen haben. Für den Pauschaltourismus liegt die Stadt recht günstig, da nicht zu weit vom Hauptflughafen Iráklion entfernt. Außerdem hat sie lange Sandstrände östlich des Ortes zu bieten, ist also entsprechend voll, jedenfalls in der Saison.

Auch außerhalb der Saison ist Réthymnon Universitätsstadt. Hier sind die Philosophische Fakultät der Universität von Kreta und die Pädagogische Hochschule angesiedelt. Da das Polytechnikum in Chaniá und die anderen Fakultäten in Iráklion untergebracht sind, wird die Universität von Kreta auch scherzhaft als die „längste Universität der Welt“ bezeichnet.

Geschichte
Schon in minoischer Zeit lag hier eine Ansiedlung: Rhithymna. Von ihr ist allerdings rein gar nichts mehr zu sehen. Auch spätere Bewohner der Stadt, Römer, Byzantiner oder Araber sind optisch nicht mehr präsent, erst die Venezianer hinterließen wie vielerorts Bleibendes. Auch die Zeit der Türkenherrschaft ist in Rethymnon in Form mehrerer Moscheen und Minaretts noch sichtbar.

Unter der venezianischen Herrschaft entwickelte sich Réthymnon zu dem kulturellen Zentrum der Insel. Davon zehren die Rethymnioten heute noch gerne. Nicht umsonst liegt hier ein bedeutender Teil der kretischen Universität (s. o.).

Stolz ist Réthymnon auch auf einen berühmten Sohn der Stadt, den 1986 verstorbenen Schriftsteller Pantelís Prevelákis. Seine Bücher „Der Engel im Brunnen“ und „Die Sonne des Todes“ wurden auch ins Deutsche übersetzt, sind aber seit langem vergriffen. Leider ist inzwischen auch sein Buch über Réthymnon, die „Chronik einer Stadt“ zumindest in Deutschland nicht mehr lieferbar. Ein findiger kretischer Buchhändler aus Iráklion (die Buchhandlung am Morosíni-Brunnen) hat das Buch aber inzwischen in Lizenz nachgedruckt.

PicturesOG/rethy_fortezza_wn.jpgSehenswürdigkeiten
Der erste Weg führt natürlich hinauf zur venezianischen „Fortétsa“ (so schreiben es die Griechen, man findet aber auch dann und wann noch die venezianische Schreibweise „Fortezza“), die in erster Linie als Fluchtburg für die Einheimischen diente.

Um auf die Fortétsa zu gelangen, biegt man von der Odós Melisinoú rechts in die ansteigende Odós Katecháki ab, diese führt zum Eingang.
Die Fortétsa bietet einen interessanten Blick über die Stadt und viel Ruhe. Außerdem steht hier noch eine große (wenn auch völlig leere) Moschee, nicht weit davon gleichsam als Kontrast ein kleines christliches Kirchlein.

PicturesOG/arimondi.jpgAn der Platía Títou Petycháki (die die Einheimischen nach dem dort stehenden Baum nur „Plátanos“, die Platane, nennen) steht auf der der Fortétsa zugewandten Stirnseite des Platzes (das wird hier so genau beschrieben, da viele auf der Suche nach dem Brunnen einfach vorbeilaufen!) der (A.) Rimóndi-Brunnen. Der venezianische Statthalter Alvise Rimóndi ließ ihn 1629 erbauen – wollte es wohl gerne seinem Kollegen Morosíni in Iráklion gleichtun.
Hier sind es zwar nur drei venezianische Löwen, die nebeneinander angeordnet sind, aber im Gegensatz zu ihren berühmteren Brüdern speien sie wenigstens meistens Wasser.
Allerdings sollte der Brunnen mal restauriert werden.

Das Standbild des kretischen Freiheitshelden Kóstas Giamboudákos, der 1866 das Kloster Arkádi in die Luft sprengte, ist vom ästhetischen Standpunkt aus gesehen weniger sehenswert. Martialisch-heroisch steht es auf der Platía 4 Martyrón. Nicht weit davon als harscher Kontrast ein türkisches Minarett.

PicturesOG/mart_rethy03.jpgDie türkischen Hinterlassenschaften in Form von drei Moscheen sind ebenfalls sehenswert: ganz in der Nähe der Platía 4 Martyrón in der Odós Moátsou die „Moschee des Véli Paschá“. An der Platía Títou Peticháki die „Moschee Tis Nerantsés“, in der sich heute der Konzertsaal der Stadt befindet. Und die dritte ist die „Moschee des Kára Mussá Paschá“ in der Odós Arkadíou (der Parrallelstraße der Hafenpromenade landeinwärts) an der Ecke der Odós Viktóros Ugó (ja, die Victor-Hugo-Straße). In dieser Moschee ist heute die rethymniotische Dienststelle des Büros für byzantinische Denkmalpflege auf Kreta untergebracht.

Wie Chaniá ist auch Réthymnon an sich eine einzige Sehenswürdigkeit, zumindest in der Altstadt. Überall sind die Überreste venezianischer Baukunst zu sehen, eine Tür, ein Balkongitter u. a.

Archäologisches Museum
Neben den Schätzen, die im Archäologischen Museum Iráklions zusammengetragen wurden, wirken alle anderen Museen Kretas ein wenig ärmlich. Dennoch lohnt sich auch hier der Besuch. Das neue Archäologische Museum ist von der Venezianischen Loggia in der Odós Arkadíou inzwischen in das Haus gegenüber des Eingangs zur Fortétsa umgezogen (die Eintragung im Stadtplan ist also nicht mehr korrekt!). Ausgestellt sind hier Funde vorwiegend aus dem Bezirk Réthymnon: Werkzeuge, Haushaltsgerät, Waffen und Weihegaben, Keramik, Amphoren. Insbesondere interessant ist eine umfangreiche Münzsammlung und einige Sarkophage.
Nebenbei bemerkt: Auch die Venezianische Loggia ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und stellte wohl so etwas ähnliches wie einen Herren-Club für die venezianischen Edelmänner jener Zeit dar. Hier traf man sich, unterhielt sich und spielte.

Historisches bzw. Volkskundemuseum
Das „Istorikó ke Laografikó Mouseío“ liegt in der Odós Mesolongíou 28 (unterhalb der Fortétsa, es gibt auch Hinweischilder), geöffnet täglich von 18 bis 20.30 Uhr.

Adressen
PicturesOG/Rethymnon 4_ww.jpgEOT – Touristeninformation: In einem Flachbau auf dem Strand an der Strandpromenade Prokiméa Elevtheríou Venizélou. Geöffnet täglich von 9 bis 18.30 Uhr, sonntags nur bis 14 Uhr. Hier kann man auch Privatzimmer erfragen.

Polizei: an der Platía Iróon Polytechníou.

Post: in der Odós Moátsou; geöffnet von 8 – 20 Uhr, samstags von 8 – 15 Uhr. Postkiosk an der Strandpromenade Prokiméa El. Venizélou mit den üblichen moderaten Öffnungszeiten.

OTE (Telefon und Telegramme): in der Durchgangsstraße Odós Koundouriótou 26. Natürlich überall auch Kartentelefone.

A.N.E.K. (Fährtickets Iráklion-Piräus bzw. Soúda-Piräus): an der Platía 4 Martyrón.

Olympic Airways: in der Odós Koumoundoúrou 5, Tel. 08 31/2 22 57 und 2 33 33.

Rethymniakí (Fährgesellschaft der Verbindung Réthymnon-Piräus und zurück): Odós Arkadíou 250, Tel. 0831/2 92 21 und 2 15 18 (wenn man am hinteren Ende des alten venezianischen Hafens links um die Ecke biegt, läuft man direkt darauf zu).

Außerdem erhält man Tickets für A.N.E.K., Minoikés Grammés (Minoan Lines) und Olympic Airways auch im Reisebüro in der Odós Arkadíou 94.

Ärztliche Versorgung
Dienststelle der IKA in der Odós Chatsidákis.

Praktische Ärzte z.B.:
Sotíris Katsantónis, Od. Kastrinojannaki 25, Tel. 28310-28849.
Christóforos Frangedákis, Paxiarchías Rímini, Tel. 28310-28538.

Zahnärzte z.B.:
Georgía Varoúcha-Kalligéri, Od. Arkadíou 203, Tel. 28310-22855.
Emmanuíl Thomadákis, Od. Gerakári 73, Tel. 28310-23383.

Hals-Nasen-Ohren-Ärzte z.B.:
Zacharías A. Mávros, Od. Ch. Daskaláki 11, Tel. 28310-24666

Kinderärzte z.B.:
Agápios Akoumianákis, Od. Gerakári 184, Tel. 28310-28428.
Konstantínos Anastasákis, Od. Charíklias Daskaláki 14, Tel. 28310-23532.
Vágia Pramatevtáki-Kafási, Od. G. Chatsidáki 23, Tel. 28310-24297.

Krankenhaus: Odós Trandalídou, Tel. 28310-27491.
Apotheken sind überall reichlich vorhanden.

PicturesOG/rethipla.jpg
Der Busbahnhof ist hier falsch eingezeichnet. Er befindet sich jetzt an der Spitze des kleinen N-Pfeils links unten in der Ecke des Plans.


Auto- und Motorrollervermietungen

Autovermietungen sind über die Stadt verstreut.
Besondere Empfehlung: „Klearchos S.A“ in der Odós M. Krits 85 (gegenüber vom Grecotel „Creta Palace“). Der Chef spricht Deutsch. Telefon 28310-54534, E-Mail info@klearchos.gr. Ob er der Allerbilligste von Rethymnon ist, weiß ich nicht, aber er ist auf jeden Fall jemand, der bei Problemen zuverlässig und problemlos hilft. Und das ist nicht nur meiner Meinung nach das Allerwichtigste.
Es gibt noch eine Filiale neben dem Grecotel „El Greco“, Pigianos Kampos. Telefon 28310-72555 (hier spricht man mindestens Englisch). Webseite hier .

Noch eine Empfehlung: Intercity , Sofoklís Venizélou 70 (die Verlängerung der Strandpromenade nach Osten).

Baden
Vor vielen Jahren hat man in Réthymnon mal von einem großen Hafen mit regem Schiffsverkehr geträumt. Deshalb baute man zwei lange Molen ins Meer hinaus. Tatsächlich aber versandete alles zwischen diesen beiden Molen, so dass heute kein größeres Schiff mehr genug Wasser unter den Kiel bekäme. So ist eine riesige Badewanne entstanden, die zum Baden ideal wäre, da inzwischen die Abwässer der Stadt hier nicht mehr ins Meer fließen (früher mal war Réthymnon ein Eldorado für Hautärzte, das hat sich zum Glück geändert). „Wäre“, denn der Strand ist keine Offenbarung, da er ziemlich ungepflegt ist.
Man kann z. B. mit dem Bus auch ein Stück aus Réthymnon nach Osten herausfahren, hier gibt es lange Sandstrände, hinter denen auch die großen Hotelanlagen liegen.

Banken / Geldwechsel
Die meisten Banken liegen in der Hauptdurchgangsstraße Odós Koundouriótou. Ansonsten Geldwechsel (auch Schecks) auch auf der Post in der Odós Moátsou, oder zu den üblichen Kursen (allerdings wie bei allen solchen Wechslern unter Abzug einer Bearbeitungsgebühr), im Postkiosk an der Strandpromenade auch sonntags und im Reisebüro auf der Odós Arkadíou, der Parallelstraße hinter der Strandpromenade. Deutsche und Österreicher brauchen natürlich wegen des Euros keinen Geldwechsel mehr.
Geldautomaten gibt es selbstverständlich auch in Rethymnon.

PicturesOG/mart_rethy02.jpgEinkaufen
Réthymnon bietet aufgrund der Größe und der touristischen Infrastruktur Einkaufsmöglichkeiten aller Art. Touristische Artikel gibt es reichlich auf der Strandpromenade (Prokiméa El. Venizélou). Weitere Zentren der Souvenirläden sind die Platía Títou Peticháki und die Odós Paläológou. Kleine Geschäfte mit „Trödel“ aller Art ebenfalls an der Platía Títou Peticháki und in der Odós Thessaloníkis 14.

Réthymnon ist berühmt für seine Lederwaren. Zum Beispiel bei „Christidis“ an der Strandpromenade (gegenüber des EOT) oder im Laden an der Ecke Odós Antistáseos/Odós Tsoudéron. Oder ebenfalls in der Odós Arkadíou am anderen Ende, Richtung Hafen, bei „Karras“, der besondere Qualität anbietet. Etwas teurer, aber mehr Kunst als Handwerk. „Karras“ hat inzwischen noch zwei kleinere Dependancen, eine versteckt in der Altstadt, die andere außerhalb an der Strandstraße.

Der wohl bekannteste Lederwarenhändler der Stadt, der „Leder-Partisan“, hat sich offensichtlich inzwischen aus dem Geschäft zurückgezogen oder ist sogar gestorben. Bekannt wurde er vor allem durch seine „Stoppt Strauß“-Parolen, selbst dann noch, als dieser längst von „himmlischen Mächten gestoppt“ worden war.

Wer sich für kretisches Kunstgewerbe interessiert, sollte mal bei „Dimito“ in der Odós Sofoklís Venizélou 16 (die Verlängerung der Strandpromenade nach Osten) vorbeischauen.

Und der berühmteste Kräuterladen der Insel darf hier nicht vergessen werden: in der Odós Soulíou (Ecke Odós Vitzéntzou Kornárou) liegt er, der Kräuterladen „Kontojannis“, mit einer riesigen Auswahl an Heil- und Gewürzkräutern, die alle auf griechisch und deutsch auf Schildern angepriesen werden. Die deutschen Übersetzungen sind vor allen Dingen deshalb so lustig, weil sie Wort für Wort mit Hilfe eines Wörterbuches von 1903 übersetzt wurden. Darüberhinaus haben sich einige kleinere und größere Schreibfehler eingeschlichen. Der Laden ist sehenswert, für den preiswerten Einkauf (der gängigeren Kräuter) aber lohnt die Markthalle in Chaniá mehr, da es dort die meisten Kräuter etwa zum halben Preis gibt.

Schallplatten/CDs z. B. im „Music Inn“ in der Odós Arkadíou 113. Große Auswahl und ein engagierter Inhaber, der sich freut, wenn man sich nicht nur für die übliche „Touristen-Sirtáki-Musik“ interessiert.
Und als Mitbringsel für die Lieben daheim oder für einsame Abende an ebensolchen Stränden: Spirituosen in umfangreicher griechischer und internationaler Auswahl gibt es in der Odós Arkadíou 152.

Lebensmittel kauft man am besten morgens frisch in der Odós Ethnikís Antistáseos. Jeden Donnerstag ist Markttag auf der Platía 4 Martyrón.

PicturesOG/mart_rethy01.jpgEssen und Trinken
Am romantischsten sitzt man natürlich im kleinen Venezianischen Hafen, und entsprechend voll ist es auch.
Die „Kráchtes“ (Kundenfänger) der verschiedenen Lokale versuchen, den potentiellen Gast in teilweise sehr zudringlicher Art hineinzulocken, das „fresh fish“ ist überall und immer wieder zu hören. Ich kann hier beim besten Willen keine Empfehlung geben, das ganze hängt von der Tagesform des Kochs ab.
Ich erlebte einmal die Klage eines Wirtes, der sich über einen weiblichen Gast beschwerte, die nur die Hälfte des Salates bezahlen wollte, weil die Gurken angeblich holzig gewesen seien. Dabei habe er sie erst an diesem Tag auf dem Markt gekauft.

Ich aß auch einen solchen Salat … die Gurken waren wirklich kaum genießbar (und der Tintenfisch praktisch zu Holzkohle verbrannt). Im gleichen Lokal habe ich allerdings mehrfach gut gegessen … deswegen keine Schelte, aber auch keine Namensnennung (auch wenn andere dieses Lokal gerne empfehlen). Am Besten sollte man seine Abendmahlzeit im Venezianischen Hafen allerdings bis etwa 22 Uhr beendet haben, da später die sanfte griechische Hintergrundmusik brutal durch eine hier liegende Disco vernichtet wird.

Nicht ganz so romantisch, aber sicher nicht schlechter sind die Lokale an der Strandpromenade. Hier hat es mir besonders gut in den nebeneinander liegenden Tavernen „Samaria“ und „Tassos“ geschmeckt (ich habe aber die Rückmeldung bekommen, dass man im „Samaria“ nicht so zufrieden war – wahrscheinlich ebenfalls Tagesform).
Den einen oder anderen Abstrich an die Tagesqualität muss man auch hier möglicherweise machen, denn alle Lokale, die an solchen „Abfütterungspromenaden“ liegen, leiden unter großem Konkurrenzdruck und so gibt es auch schon mal einen schlechteren Tag. Aber auch hier gilt: Man suche sich das Essen am besten drinnen in der Wärmetheke aus (nichts Kurzgebratenes, das gibt es überall) und vergesse niemals die Frage, ob das Essen frisch (apó símera) sei.

PicturesOG/Rethymnon 1_ww.jpgEin Tipp der Leiterin der Jugendherberge, der mir als hervorragend bestätigt wurde, ist das „Catarina“ auf der Ecke der Odós Katecháki mit der Odós Melissinoú. Man spricht hier zwar deutsch, trifft aber hauptsächlich Griechen … und das ist bekanntermaßen ein Merkmal für gute Qualität!

Ein Lokal für schlechtes Wetter und den Winter ist das „Baluardo“ in der Odós Plastíra 20, welches gepflegte kretische Küche in europäischer Verkleidung serviert. Das ganz Besondere ist auch die Inneneinrichtung …

Tipp: Christos‘ Taverne in Gállou
Ein Tipp von Martina H. ist „Christos‘ Taverne“ im nur 2 Kilometer vom Zentrum Réthymnons entfernten Gállou (ganz in der Nähe der Universität – man kann der Ausschilderung dorthin folgen). Die Taverne ist ausgesprochen gemütlich und serviert ganzjährig vom frühen Nachmittag bis in die späte Nacht traditionelle Gerichte vom Holzkohlegrill oder aus dem Ofen. Christos Tsifakis und seine Frau Maria sind sehr um das Wohl ihrer Gäste bemüht.

Und ein paar Möglichkeiten, sich beim Trinken satt zu essen: die optisch und kulinarisch (!) schönste ist sicherlich die Taverne „Iliovassilémata“ westlich unterhalb der venezianischen Fortétsa, in der man geruhsam seinen Oúso oder Rakí mit vielen leckeren Kleinigkeiten genießt und den Sonnenuntergang obendrein. Leider führt die Straße direkt vor dem Lokal vorbei.

Nicht so romantisch, aber echt urig ist das Kafenío „Anagnostáki“ in der Odós Agías Varváras 11. Hier gibt es in der Glut gebackene Kartoffeln und mit Zitronensaft beträufelte Kohlblätter zum Rakí, und man sitzt wirklich unter Einheimischen (ich hörte kürzlich, man habe es nicht gefunden, es wäre schade, wenn es das nicht mehr gäbe!).

An der Schwelle zum Fast-Food-Restaurant stehen die meisten Lokale an der Platía Títou Peticháki. Die Speisekarte des „Ovelistírion Neratzé“ z. B. erinnert sehr an gewisse Hamburgerlokale. Es schmeckt dennoch nicht schlecht. Das empfehlenswerteste Lokal hier an diesem Platz ist für mich aber das „Platanos“, auch wenn die Lokale rechts und links schicker aussehen und in der Regel voller sind. Hier ist es (bisher) alles noch ein wenig älter und behäbiger als bei den Nachbarn (wenn das auch vermutlich nur eine Frage der Zeit sein dürfte).

PicturesOG/Rethymnon 5_ww.jpgIn diesem Lokal erlebte ich einmal wirklich Erstaunliches: Ich saß hier mit ein paar jungen Leuten aus München, die ich (lustigerweise über meinen Reiseführer – damals war da noch ein Foto von mir drauf) kennengelernt hatte. Die Wirtin hatte irgendwie registriert, dass ich des Griechischen einigermaßen mächtig bin. Und so kam sie plötzlich mit einem englischen Touristen an unseren Tisch und bat mich, als Dolmetscher zu fungieren. Sie verstand nicht, was der junge Mann von ihr wollte.

Ich auch nicht sofort, denn die Geschichte erschien absurd, aber dann übersetzte ich ihr doch sein Anliegen: Er war drei Tage zuvor hier im Lokal gewesen, hatte zwei Cola getrunken und war gegangen, ohne sie zu bezahlen. Nicht aus bösem Willen, er war einfach so in Gedanken gewesen, dass er es vergessen hatte. Nun war er voll schlechten Gewissens zurückgekehrt, das Versäumte nachzuholen. Ungläubiges Staunen machte sich auf dem Gesicht der Wirtin breit. Sie hatte es wohl selbst noch gar nicht bemerkt, und wenn, hatte sie so viel nachträgliche Ehrlichkeit sicherlich noch niemals erlebt. Dies machte sich für den Engländer bezahlt, denn wir konnten durch das Fenster nach drinnen beobachten, dass sie ihm einen großen Rakí ausgab (und uns dann später auch).

Das Besondere an dieser Geschichte ist wirklich dies: In solch touristifizierten Gegenden wie Réthymnon kann man so etwas eigentlich nicht mehr erleben. Und das macht Hoffnung: Der Tourismus wird diese Insel wohl nicht wirklich klein kriegen, das hoffe ich jedenfalls! Und nur deshalb habe ich diese Geschichte auch erzählt. Wenn erst einmal der endgültige Generationswechsel vollzogen ist, d. h. alle jetzt Älteren und Alten gestorben sind, kann man das aber vermutlich nicht mehr garantieren. Auch jetzt erlebt man anderswo genügend Fälle von Geldgier und Rücksichtslosigkeit. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wo ist diese Entwicklung denn nicht festzustellen?

Das alte und das neue Kreta treffen sich an der Platía 4 Martyrón: traditionelle griechische „Loukoumádes“ (Honigkrapfen) in einem Self-Service-Café (Ecke Odós Ethnikís Antistáseos).
Die beste Eiscreme bietet nach wie vor das „Méli“ (nicht die billigste allerdings), etwas außerhalb nach Osten an der Strandpromenade.

PicturesOG/rethynight.jpgNachtleben
Ist die Nacht noch jung, findet sie in erster Linie am Venezianischen Hafen statt. Hier sitzt oder flaniert man, sieht und wird gesehen.

Nach der Abendessenszeit begibt man sich dann entweder ins „Delfini“ (das zweite Gebäude direkt auf dem Strand), wo es abends Bousoukimusik mit entsprechender Anmache gibt, oder in eine der zahlreichen Diskotheken: in der Odós Neárchou das „La Loggia“ und das „Fortétsa“, im venezianischen Stil, in der Odós Arkadíou 287 das ehemalige „Scratch“, welches heute „To Milo“ (der Apfel) heißt.

Bei den Einheimischen besonders beliebt ist die Disco „Ichokínisi – Soundmotion“ am östlichen Ende der Stadt am Strand, unweit des Hotels „Steris“. Es wird zwar langsam langweilig, mich immer zu wiederholen, aber alle solche Empfehlungen unterliegen auch kurzfristigen Änderungen. Hinweise werden immer gerne entgegengenommen!

Wer es lieber ein wenig kretischer hat, geht vielleicht zu Níkos Gounákis in die Odós Pánou Koronéou. Níkos selbst spielt Lýra, und viele Gastmusiker geben sich bei ihm die Ehre. Fast jeden Abend ist hier also noch originales Kreta zu erleben, allerdings muss ich hier leider ein Posting von Peter aus Linz zitieren: „Selbst zu den Instrumenten gegriffen hat er eher nur mehr sporadisch. Er ist diesen Sommer an einem Leberleiden verstorben. Bei unseren Besuch in der Taverne spielte sein Sohn Jorgos ziemlich betrunken allein auf der Bühne, als fast alle Gäste vertrieben waren, entschuldigte er sich bei uns und später auch noch die Mutter, die sich natürlich Sorgen macht, dass ihr Sohn seine Trauer um den Vater mit Alkohol bekämpfen will.“
Danke, Peter, leider auch wieder ein Stück altes Kreta verloren!

PicturesOG/Rethymnon 2_ww.jpgNach Westen Richtung Chaniá liegen an der alten Straße (!) etwa 5 Kilometer von Réthymnon entfernt mehrere kretische „Kéntra“ bzw. Lokale, in denen das Essen und Trinken des Abends nahtlos ins Nachtleben übergeht. Besonderes kretisches Ambiente findet man hier im „Kombos“ vor, während man im „Rises“ des öfteren (seltener allerdings in der Hauptsaison) „Kritikés vradiés“ (das heißt zwar nicht, aber bedeutet auf griechisch das gleiche wie die berüchtigten „Cretan nights“ – im Gegensatz zu jenen sind diese aber nicht für Touristen, sondern in erster Linie für Einheimische organisiert) erleben kann: Musik von Lýra und Laoúto, aber etwas kommerzialisiert.

Nach Osten wiederum sind es etwa 15 Kilometer bis zum Örtchen Skaléta. Auch hier gibt es ein Lokal, in dem man freitags und samstags kretische Live-Musik erleben kann: Die Taverne „Ilios“.

Selbst wer mit dem eigenen Auto auf Kreta unterwegs ist, sollte hier für An- und Abreise ein Taxi benutzen, denn es könnte und wird ziemlich feucht werden.

Unterkunft
Hotels
A-Kat.: „Achillion Palace“; Od. Giamboudáki 27; 72 Z./139. B.; Tel. 28310-54423.
A-Kat.: „Byzantio“; 5 Z./11 B.; Tel. 28310-55609 (nettes traditionelles Familienhotel).
A-Kat.: „Kreta Star“; 324 Z./591 B.; Tel. 28310-71812; April-Oktober.
A-Kat.: „Rethymno Bay“; 69 Z./131 B.; April-Oktober (direkt am Meer).
B-Kat.: „Filoxenia“; Odos Stamathioudáki; 39 Z./71 B. (am Meer).
B-Kat.: „Fortetsa“; Od. Melissinoú 16 (unterhalb der venezianischen Fortétsa zentral gelegenes nettes Familienhotel); Tel. 28310-55551; April-November.
B-Kat.: „Gortyna“; 37 Z./71 B.; Tel. 28310-71802; April-Oktober.
B-Kat.: „Idaeon“; Platia Plastíra 10; 86 Z./160 B.; Tel. 28310-28667; April-Oktober.
B-Kat.: „Liberty“; Od. Moátsou (mitten in der Stadt); 24 Z./45 B.; Tel. 28310-55851.
B-Kat.: „Makaris“; Od. Stamathioudáki 97; 97 Z./197 B.; Tel. 28310-54280; März-November.
B-Kat.: „Olympic“; Od. Moátsou (mitten in der Stadt); 64 Z./123 B.; Tel. 28310-24761.
B-Kat.: „Rethymniotiko Spiti“; 11 Z./19 B.; Tel. 28310-23923; März-Oktober (nettes traditionelles Hotel nicht weit vom Meer).
C-Kat.: „Archipelagos“; Od. Stamathioudáki 66; 56 Z./118 B.; Tel. 28310-54757; April-Oktober.
C-Kat.: „Astali“; Od. G. Papandreou 1; 36 Z./68 B.; Tel. 28310-24721; April-Oktober (nahe am Meer).
C-Kat.: „Ionia“; Od. Giamboudáki 52; 33 Zimmer/50 Betten; Tel. 28310-22902 und 23016.
C-Kat.: „Kyma Beach“; Platia Iróon (also trotz des Namens in Stadtmitte); 35 Z./66 B.; Tel. 28310-55503 (fast direkt am Meer).
C-Kat.: „Park“; Od. Igouménou Gavriíl 7 (in der Nähe des Stadtparks); 10 Zi./18 B.; Tel. 28310-29958.
C-Kat.: „Steris Beach“; Konstantioupóleos 1 (Kallithéa); 45 Zi./83 B.; Tel. 28310-28303 und 24781; April – November.
C-Kat.: „Valari“; Od. Kountouriótou 84; 29 Zi./55 B.; Tel. 28310-22236 und 29368.
D-Kat.: „Kastro“; Od. Nik. Plastíra 15; 6 Zi./14 B.; Tel. 28310-24973.
D-Kat.: „Minoa“; Od. Arkadíou 60; 31. Zi./54 B.; Tel. 28310-22508.
E-Kat.: „Achillion“; Od. Arkadíou 151; 10 Zi./21 B.; Tel. 28310-22581.
E-Kat.: „Paradissos“; Od. Igouménou Gavriíl 35; 11 Zi./23 B.; Tel. 28310-22419.
E-Kat.: „Possidon“; Od. Kallithéas 23; 9 Zi./24 B.; Tel. 28310-23795.

Hotels Réthymnon – Preisvergleich bei trivago.

PicturesOG/Rethymnon 3_ww.jpgNatürlich gibt es auch unzählige Privatzimmer.
Die Jugendherberge liegt in der Odós Tobási (der direkten Parallelstr. zur Odós Koundouriótou), sauber und gemütlich, in der Nähe der Minarette. Wie man mir schrieb, bekommt man bei der (deutschen) Besitzerin gute Tipps für Lokale.

Ein weiterer Tipp, der nicht von mir stammt, den ich aber gerne einfach weitergebe: Pension „Isidora“ der Familie Chalkiadákis in der Odós Mavíli 1. Der Besitzer spricht ein wenig deutsch und ist ausgesprochen nett. Die wenigen Zimmer sind alle mit eigener Dusche und WC ausgestattet und kosten ca. 28 Euro (mit Kochgelegenheit ca. 32 Euro). Mieten bzw. reservieren kann man die (wenigen) Zimmer bei der Tochter des Hauses, die in der Odós Ethnikís Antistásseos 14 ein Reisebüro („Rithian“) betreibt.


Camping Elisabeth
Den Campingplatz von Réthymnon erreicht man etwa 4 Kilometer östlich der Stadt über die Alte Straße (Tel. 28310-28694): direkt am langen Sandstrand unter schattigen Tamarisken und Schilfdächern. Das kleine und gemütliche Restaurant ist Mittelklasse, Minimarkt und Waschmaschinen sind vorhanden. Die sanitären Anlagen sind gut, Strand und Platz zwischen Tamarisken, teilweise mit Rasen sehr angenehm.
Die Chefin Elisabeth spricht sehr gut deutsch. Man kann Sonnenschirme, Motorräder und Mopeds mieten. Tische und Stühle, die man sich gratis vor das Zelt stellen darf, sind auch vorhanden.
Zudem vermittelt man gerne Mietfahrzeuge, geführte Wanderungen oder interessante Bootstouren.
Es gibt billigere Plätze auf Kreta, aber die sind dann in der Regel auch nicht so gemütlich. Nicht nur die Chefin gibt einem hier das Gefühl, willkommen zu sein.


Öffentliche Verkehrsmittel – Flugverbindungen
Einen Flughafen hat Réthymnon nicht. Ein Zubringerbus der Olympic Airways fährt aber von Réthymnon zum Flughafen in Chaniá. Büro der Olympic Airways siehe Adressen.


Öffentliche Verkehrsmittel – Schiffs-/Fährverbindungen
Mit der „Vitzentzos Kornaros“ von Lane Sea Lines:
– Nach Piräus über Kýthira: Abfahrt jeweils Sonntagabend
– Von Piräus über Kýthira: Abfahrt jeweils Freitagabend

– Von Réthymnon über Kastélli Kissámou, Antikýthira und Kýthira nach Kalamáta (Peloponnes): Abfahrt jeweils Sonntagmorgen
– Von Kalamáta (Peloponnes) über Kýthira, Antikýthira, Kastélli Kissámou nach Réthymnon: Abfahrt jeweils sonntags früh morgens

Das Fährschiff „Arkadi“ der „A.N.E.K.“ verbindet auch Réthymnon mit Piräus. Es fährt vier Mal die Woche abends ab.
„Fast Boats Neárchos“ (Büro in der Odós Arkadíou 250) fährt mit Schnellbooten nach Santoríni. Es gibt auch pauschale Komplettangebote, so z. B. jeden Sonntag einen Tagesausflug nach Santoríni inkl. Essen.
Tickets für die Schiffe von Iráklion nach Santoríni, Íos, Náxos, Páros, Piräus gibt es in Réthymnon bei „Caroline Tours“ an der Platía Iróon (beim „Ágnostos“, dem „unbekannten Soldaten“ – wieder ein Beispiel dafür, dass offizielle Namen von den Einheimischen gerne „vereinheimischt“ werden).


Öffentliche Verkehrsmittel – Busverbindungen
Der zentrale Busbahnhof ist leider ebenfalls im Stadtplan nicht (mehr) korrekt eingezeichnet! Er liegt jetzt (nein, seit ein paar Jahren) an der Ausfallstraße Richtung Chaniá, dort, wo die Straße rund um die Fortétsa wieder auf diese trifft. Am Busbahnhof erhält man auf Wunsch die aktuellen Fahrpläne, deshalb hier nur die generellen Informationen. Die Busse verkehren von hier aus nach:

– Agía Galíni 6x täglich.
– Arkádi 3 x täglich.
– Chaniá ständig, ca. 30 x täglich.
– Iráklion dito!
– Chóra Sfakíon (siehe unten: Plakiás).
– Omalós-Hochebene (zur Samariá-Schlucht) 2 x frühmorgens, auf Wunsch auch als Pauschalarrangement abends von Chóra Sfakíon zurück! Viel preiswerter als mit jedem Reisebüro!
– Plakiás 8 x täglich (zwei Busse davon – darunter der Frühbus um 8 Uhr – fahren weiter nach Chóra Sfakíon)

Der „Hotelbus“ befährt die Strecke nach Osten morgens jede halbe, den ganzen Tag über jede Stunde, zu den diversen Hotels.
Fahrkarten kauft man vorher im Büro der KTEL am Busbahnhof (incl. nummeriertem Sitzplatz, was nicht immer heißt, dass der entsprechende Platz auch frei ist. Das nehmen die Einheimischen nicht so genau, man arrangiere sich, denn Streiten macht überhaupt keinen Sinn!).

Die dunkler blau gefärbten Stadtbusse befahren die folgenden Routen:
Linie 1: Platía Iróon (ziemlich im Westen der Stadt) quer durch Réthymnon und weiter in die Vororte Perivólia, Platanés und zu den Campingplätzen.
Linie 2: Bis Platanés die gleiche Strecke wie Linie 1, biegt dann Richtung Arkádi ins Landesinnere ab nach Pigí, Endstation ist Loútro.
Linie 3: Von der Platía 4 Martyrón auf der Straße Richtung Spíli bis nach Arméni.
Linie 4: Vom Stadtpark auf der alten Straße Richtung Chaniá bis nach Atsipópoulo.

Réthymnon hat außerdem für die „Mittelstrecken“ noch einen Nebenbusbahnhof beim „Ágnostos“ (dem unbekannten Soldaten, s. o.). Der Platz heißt wie erwähnt eigentlich Platía Iróon, aber niemand nennt ihn so. Das Kafenío an der Südseite des Platzes gilt als Wartehalle, Fahrscheine kauft man im Bus. Von hier aus fahren die Busse nach:
Amári 3 x täglich.
Anógia (über Axós) 3 x täglich.
Margarites 2 x täglich.

Taxi
Standplätze an der Platía 4 Martyrón und beim „Ágnostos“.

PicturesOG/Rethymnon_bg.jpgSonstiges
Ein interessantes Tagesausflugsangebot: Die Fahrt mit dem „Cretan Pirate Ship“, Abfahrt 10 Uhr im venezianischen Hafen. Unterwegs wird gefischt (und das Gefangene auch gegrillt, aber unter uns: tagsüber fängt man in der Regel nicht so sehr viel, nicht umsonst fahren alle professionellen Fischer nachts hinaus), es bieten sich tolle Fotomotive und natürlich auch Bademöglichkeit an einem schönen, einsamen Strand. Rückkehr nach Réthymnon gegen 17.30 Uhr. Informationen und Fahrkarten gibt es im Hafen am Boot selbst, das nicht nur durch entsprechende Tafeln leicht erkennbar ist. Das Boot fährt nur bei ruhiger See, zwischen März und Oktober, und ist in der Hochsaison häufig früh ausgebucht. Eine nette Art, das Fischerleben auf „softe“ Art kennenzulernen, denn die ernsthafte Fischerei ist wie gesagt etwas strapaziöser, sie findet nämlich mitten in der Nacht statt.

Weinfest
Im Stadtpark findet jeden Sommer ein großes Weinfest statt. Den genauen Termin findet man in der Regel im Kreta-Forum.

Biologische Bierbrauerei (in der Nähe von Arméni)
Die Information verdanke ich der Zeitung „Creta Summer“ bzw. Tom und Angelika. Man fährt von Réthymnon aus Richtung Spíli, bis ca. 2 Kilometer hinter dem Dorf Arméni. Schon kurz hinter der ausgeschilderten Abzweigung nach Karé liegt rechts ein allein stehendes gelbes Haus. Dort biege man in den Feldweg ein. Was Bernd hier braut, ist tatsächlich ein naturtrübes dunkles oder helles Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot. Die Zutaten kommen aus garantiert biologischem Anbau ohne irgendwelchen chemischen Bestandteile und ohne Hinzufügung zusätzlicher Kohlensäure.
Füll- und Reinigungsvorgang der Bügelflaschen geschieht halb bis ganz manuell. Das Ganze ist sicherlich ein mühsames Geschäft, aber – auch wegen der Überwachung durch die entsprechende Aufsichtsbehörde – darf das Bier stolz die Bezeichnung „Produkt der biologischen Landwirtschaft“ tragen.

Polyrrínia

PicturesOG/polyrrinia_gwg.jpgDas Dorf liegt südlich von Kastélli Kissámou an der Nordküste.

Die Abzweigung nach Polyrrínia ist mitten in Kastélli von der Durchgangsstraße ausgeschildert. Die Straße schlängelt sich von hier aus landschaftlich eindrucksvoll in die Berge hinauf, bis nach etwa 7 Kilometer von Kastélli entfernt die Straße zu Ende ist. Und zwar an einer Wasserstelle unterhalb der Taverne von Polyrrínnia, die sich bei näherem Hinsehen als Kafenío entpuppt. Mit ein bisschen Glück kann man hier gut und preiswert essen, und einen guten Wein gibt es auch. Mit etwas Unglück sind die Wirtsleute selbst gerade nicht da …

PicturesOG/polyrrinia03_gwg.jpgDen Hunger holt man sich am besten durch einen Spaziergang zu den Ausgrabungen der antiken Stadt von Polyrrínia. Vom Brunnen aus geht es den schmalen Pfad durch das Dorf hinauf. Manchmal ahnt man den richtigen Weg nur, aber nur einer führt wirklich nach oben, jede falsche Abzweigung endet vor einem der kleinen Häuser. Polyrrínia weiterlesen

Plátanos

Der „Ort“ Plátanos liegt an der Straße von Agios Nikólaos nach Sitía einige Kilometer hinter Pachiá Ámmos. „Ort“ deshalb, weil er eigentlich nur aus zwei Tavernen besteht.
Von Pachiá Ammos aus ist die Straße stetig angestiegen, und die beiden Lokale liegen nicht aus Versehen an einem imposanten Aussichtspunkt.

PicturesOG/platanos_wn.jpgBesonders empfehlenswert hier die Aussichtsterrasse links der Straße mit Bewirtschaftung (wenn gerade mal kein Bus gehalten hat, denn dann ist es hier doch manchmal ziemlich hektisch). Plátanos weiterlesen

Plataniás

Der Nachbarort von Agía Marína an der Nordküste westlich von Chaniá ist leider inzwischen auch mehr als touristisch „infrastrukturisiert“. Bis vor einigen Jahren konnte ich diesen Ort noch als das „Gegenteil von Agía Marína“ bezeichnen, das ist aber vorbei.
Das alte Dorf oben auf dem Hügel ist immer noch besuchenswert. Unten ist inzwischen aber auch sehr viel los.
Der Badestrand ist überwiegend sandig. Plataniás weiterlesen

Piskopianó und Koutouloufári

Piskopianó liegt östlich von Iráklion zwischen Límin Chersonísou und der „New Road“ unweit der Küste. Im alten Dorf sind die meisten Häuser prächtig mit Blumen geschmückt. Die örtlichen Tavernen, z. B. „Dionysos“, „David’s“ oder „Lychnos“ bieten ebenso wie die örtliche Pizzeria „Platia“ sehr gutes Essen, sodass vor allen Dingen abends auch viele Besucher aus den umliegenden Ortschaften nur des Essens wegen nach Piskopianó kommen. Piskopianó und Koutouloufári weiterlesen