Impressionen aus Iráklion

Von Peter BielingMediapalette

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Ausgrabungen in der Nähe des Hafens
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Die Venezianische Festung am Fischerhafen sollte vor auswärtigen Feinden schützen
– doch die kamen eher von innen
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Gerne Fotografiert, aber wieder schön: Der Fischerhafen

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Fischer beim Netzflicken – eine langwierige und mühselige Arbeit!

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Blick vom Hafen auf die Stadt

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Eine heiße Maschine, kein Sondermüll – der Fahrer holt gerade Zigaretten …

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In den Straßen von Iráklion

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Sitía

Kommt man aus Richtung Ágios Nikólaos auf der Straße nach Sitía hinunter, präsentiert sich der Ort von hier aus auf den ersten Blick nur bedingt reizvoll, links und rechts der Straße wird eifrig gebaut, und Sitía selbst wirkt vorwiegend schmutzig grau. Von drinnen aber sieht es dann aber freundlicher aus.

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Sitía ist die östlichste Stadt Kretas und nach Meinung vieler Leute eine der schönsten. Das kann ich nicht ganz unterstreichen, denn architektonisch kann der Ort nicht mit Chaniá oder Réthymnon mithalten, in puncto Lage ist Ágios Nikólaos besser dran … aber Sitía ist irgendwie lockerer (und ein bisschen billiger) als der Rest. Außerdem bietet sich der Ort als Standquartier für eine Erkundung des „äußeren kretischen Ostens“ an.

Die Geschichte der Stadt reicht nicht sonderlich weit zurück, in der Nähe lag zwar die antike Siedlung Itea, das heutige Stadtgebiet wurde aber erst in byzantinischer Zeit besiedelt.
Der Stadt ist heute noch anzusehen, dass die Venezianer sie einmal zu einem ihrer Zentren und zu einer einzigen Festung machen wollten, davon zeugt die rechtwinklige Anlage aller Straßen. Viel Erfolg war ihnen bei ihren Plänen allerdings nicht beschieden, man findet oberhalb der Stadt nur noch die spärlichen Reste eines kleinen Kastells, denn die Türken eroberten die Stadt mehrfach, in der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde sie sogar vollkommen von ihren Bewohnern verlassen.

Erst 1870 wurde ein Neuanfang gemacht, die Stadt Sitía (auch von den Türken!) wieder aufgebaut, und sie entwickelte sich schnell zum Handelszentrum Ostkretas (und ist auch Unterbezirkshauptstadt der „Eparchía Sitías“).
Bedeutendster Sohn der Stadt ist sicherlich Vizéntzos Kornáros, dessen berühmtestes Werk „Erotókritos“ viele Einheimische auswendig zitieren können. Er ist für die Kreter das, was Goethe für die Deutschen oder Shakespeare für die Engländer ist.

PicturesOG/sitia2_gwg2.jpgSehenswürdigkeiten und Museen
An „traditionellen“ Sehenswürdigkeiten hat Sitía außer den Resten des venezianischen Kastells oberhalb des Ortes nicht sehr viel zu bieten. Hier stehen nur noch die massiven Außenmauern und der Hauptturm.

In der Umgebung: Beim Dorf Petrás findet man die Ausgrabungen einer minoischen Siedlung (etwa 1,5 Kilometer Richtung Palékastro fahren, dann rechts nach Petrás abbiegen). Oder man fährt die Hauptstraße noch einige Kilometer weiter bis zum Dorf Agía Fotiá, auch hier minoische Ausgrabungen, u.a. eine Nekropole (Friedhof).

Auf schlechter Straße erreicht man nordwestlich von Sitía nach knapp 9 Kilometer das Kloster Moní Faneroménis.

Sitía verfügt über zwei Museen: Das Archäologische Museum liegt links an der Ausfallstraße Richtung Ierápetra. Es ist täglich von 9 bis 15 Uhr, sonntags erst ab 10 Uhr und dienstags überhaupt nicht geöffnet. Gezeigt werden hier ausschließlich regionale Funde, die aber auch sehenswert sind. Überhaupt ist es in den kleinen Museen viel gemütlicher und interessanter als im Trubel des Archäologischen Museums in Iráklion.

Zudem gibt es (auch) in Sitía ein Folklore-Museum: Es liegt in der Odós Arkadíou (die vierte parallele Straße oberhalb der Hafenpromenade) und zeigt vor allen Dingen kunsthandwerkliche, folkloristische Hand- und Webarbeiten sowie die dafür verwendeten Werkzeuge und Materialien. Außerdem auch Ackergerät. Das Museum ist wochentags von 10 bis 13 Uhr und 17.30 bis 19 Uhr geöffnet.

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Adressen
EOT – Touristeninformation:
in einem Kiosk an der Platía Iróon Polytechníou (angeblich ist diese Unterbringung provisorisch, aber dieses Provisorium dauert nun schon mehr als 25 Jahre an).

Polizei: in der Odós Missónos.

Hafenpolizei auf der Ecke Odós E. Venizélou/Odós Galanáki (hier auch Auskünfte über die Schiffsverbindungen ab Sitía).

Post: an der Platía Ethnikís Antistásseos (geöffnet werktags 7.30-14.30 Uhr). Auch Sitía bietet allerdings den Service eines zusätzlichen Postkioskes. Es steht auf der Ecke der Odós E. Venizélou mit der Odós Dimokrítou und ist werktags durchgehend von 8 bis 20 Uhr, sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet (auch zum Geldwechseln, falls nötig).

OTE (Telefon und Telegramme): Odós Kapetán Sífi 22 (schräg gegenüber des Crystal-Hotels), geöffnet täglich außer sonntags von 7.30 bis 22 Uhr. Kartentelefone sind natürlich auch überall verfügbar.

Ärztliche Versorgung
Die Dienststelle des IKA befindet sich in der Odós Papanastassíou 39, Tel. 28430-22253.

Ärzte z.B.:
Dimítris Kolokithás, Od. Fountalídou 2, Tel. 28430-28750.
Panagióta Xantháki, Od. D. Papadáki 19, Tel. 28430-24163.

Zahnärzte z.B.:
Evángelos Avgoustinákis, Od. Dimikrítrou 4, Tel. 28430-22356.
Sofia Nikitáki-Anipsitáki, Od. N. Kazantzaki 1, Tel. 28430-28211.
Maria Plakáki, Od. E. Venizélou 9, Tel. 28430-22212.

Kinderärzte z.B.:
Amalía Neárchou, Od. Kapetán Sífi 39, Tel. 28430-23950.

Krankenhaus:
Ecke Odós Kapetán Sífi/Odós N. Kazantzáki, Tel. 28430-24311-14.

Apotheken:
befinden sich in ausreichender Anzahl im Zentrum.

Auto- und Motorrollervermietungen
Diverse im Zentrum, z. B. „Apollon“ in der Odós Dimokrítou 4 oder für Mopeds etc. „Motor Tours“ in der Odós 4 Septemvríou.

PicturesOG/sitia4_gwg2.jpgBaden
Hier bietet sich vor allen Dingen die langgestreckte Bucht östlich des Ortes an: über einen Kilometer Sandstrand, der leider ein wenig schmal ist und dem außerdem an vielen Stellen die Straße nach Palékastro und Vái eng auf die Pelle rückt. Der Strand ist aber schön, und der Blick auf Sitía von hier aus viel freundlicher als von der anderen Seite.

Banken / Geldwechsel
Die Banken liegen größtenteils in der Odós Elevtheríou Venizélou und an der Platía Iróon Polytechníou. Normale Öffnungszeiten von 8.30 bis 13 Uhr, an einigen Wochentagen auch nachmittags zum Geldwechseln von 17.30 bis 19.30 Uhr (auch Geldautomaten vorhanden).
Bequeme Geldwechselmöglichkeit bietet auch der Postkiosk an der Ecke Od. El. Venizélou/Od. Dimokrítou (s. o.).

Essen und Trinken
Die meisten Lokale befinden sich an der Uferpromenade, hier sitzt man auch am schönsten. Das größte und wohl auch beste ist das Restaurant „Sorbas“, das meist sehr voll ist, was zu entsprechenden Wartezeiten führen kann. Wer hat es denn aber im Urlaub eilig?
Eine kleinere Ausführung dieser Taverne liegt ein Stück weiter nördlich, auch hier ist das Essen in Ordnung. Außerdem am Hafen empfehlenswert das „Mouragio“ (dicht an der Mole). Die Preise halten sich in allen Lokalen die Waage und liegen im Durchschnitt bzw. knapp (!) unter den üblichen Preisen.

Ein besonders lustiges (und gutes) Lokälchen liegt in der Odós V. Kornárou Nr. 27. Von außen sieht sie sehr unscheinbar aus, die Café-Bar „O Baklavas“, wenn man mal von den vielen handschriftlichen Schildern absieht, die einen zum Eintreten auffordern und vor allen Dingen in allen Sprachen den leichtsinnigen Hinweis enthalten: „Wenn nix schmecken, dann nix bezahlen“. Innen drin ist das Lokal klein, urig und gemütlich, ganze sechs Tische, ein paar Stufen steigt man zur Küche hinauf, um in die Töpfe zu schauen. Die Wände sind mit naiv-bunten Bildern geschmückt, die Zeichnung neben der Tür stellt den Wirt dar, dem ein zufriedener Gast das kleine Andenken hinterlassen hat. Das Essen ist gut und reichlich und die Atmosphäre trotz all der Schilder an der Tür absolut original. Und wenn man der Wirtin glauben darf, hat es sogar schon mal einen Bericht des deutschen Fernsehens über ihr Lokal gegeben. Gott sei Dank fehlt der Platz, hier viel zu verändern. Auch der sehr gute Rakí und die oft zum Nachtisch unaufgefordert servierten Trauben passen zu diesem Lokal.

PicturesOG/sitia5.gwg2.jpgWer eine gute Pizzeria sucht, findet sie in der Odós Itánou (die Durchgangsstraße, kurz bevor sie aufs Meer trifft). Imbissstuben gibt es natürlich reichlich, besondere Erwähnungen erübrigen sich nicht nur wegen der Anzahl.
Ein besonders gemütliches und noch echtes Kafenío liegt an der Platía Iróon Polytechníou, ein anderes in der Odós V. Kornárou.
Und egal, in welchem Lokal man sitzt und isst oder trinkt: Unbedingt probieren sollte man den lokalen Wein „Agrilos“, den es rot, rose‚ oder weiß gibt, er ist wirklich gut.

Nachtleben
Das Nachtleben ist in Sitía vielleicht noch nicht ganz so ausgeprägt wie in anderen Zentren, es kann sich aber durchaus sehen lassen. Neben dem Trubel auf der Hafenpromenade gibt es inzwischen auch die unweigerlichen Diskotheken, z. B. direkt am Strand östlich der Promenade den „Cavi-Club“ oder die Disco „Sorbas“ in der Odós V. Kornárou 121.
Wen das einheimische Nachtleben mehr interessiert, der findet ein kretisches „Kentro“ mit Lýra-Musik zumindest am Wochenende. Es liegt ein wenig außerhalb an der Straße nach Palékastro. Auch wer ein eigenes Auto zur Verfügung hat, dem sei hier ein Taxi empfohlen, und zwar zum „Kéntro Karavopétra“.

Unterkunft
Hotels B-Kat.: „Denis“ (Pension), Odós E. Venizélou 60; 13 Zimmer/25 Betten; Tel. 28430-28356.
A-Kat.: „Sitia Beach“; 162 Z./310 B.; Tel. 28430-28821; April-Oktober.
B-Kat.: „Maresol“; 25 Z./ 47 B.; Tel. 28430-28950; (direkt am Meer).
C-Kat: „Alice“, Od¢s Papanastassíou 34, 36 Zi./69 B.; Tel. 28430-28441 und 28430-28450.
C-Kat.: „Crystal“, Odós Kapetán Sífi 17; 41 Zi./75 B.; Tel. 28430-22284 und 28430-28484.
C-Kat.: „Itanos“, Odós Karamanlí 4; 72 Zi./138 B.; Tel. 28430-22146 und 28430-22900.
D-Kat.: „Archontikon“, Odós I. Kondyláki 16; 10 Zi./22 B.; Tel. 28430-28172. Dieses Hotel hat einen kleinen „Ableger“: Der Wirt Apostólis vermietet auch 3 Zimmer in seinem Privathaus, die sehr sauber und gepflegt sind (mit separater Dusche und WC), die Anmeldung erfolgt im „Archontikon“.
D-Kat.: „Flisvos“, Odós K. Karamanlí 4, 9 Zi./19 B.; Tel. 28430-22422.
D-Kat.: „Pressos“, Odós G. Mavrikáki 9; 12 Zi./22 B.; Tel. 28430-22325 und 28430-28555.
E-Kat.: „Akrogiali“, Odós K. Karamanlí 10; 9 Zi./22 B.; Tel. 28430-22357, April – Oktober.

Private Zimmervermietungen überall im Ort, z. B. in den Parallelstraßen zum Hafen: Odós Kontyláki, Odós Fountalídou und Odós V. Kornárou. Weitere Auskünfte bekommt man beim EOT.

Die Jugendherberge liegt am südwestlichen Ortsausgang Richtung Ágios Nikólaos in der Odós Theríssou (der Ausfallstraße). Recht groß, sehr einfach, aber Garten und überdachte Terrasse machen das Ganze gemütlich.

PicturesOG/sitia3_gwg2.jpgÖffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Schiff:
Von hier aus zweimal wöchentlich nach Rhódos über Kárpathos und nach Agios Nikólaos, außerdem nach Athen. Auskünfte über genaue Zeiten und Preise erteilt die Hafenpolizei und das Reisebüro „Tsortzákis Travels“ in der Odós E. Venizélou 88. Schiffs- und Flugkarten gibt es in einem zweiten Büro in der gleichen Straße Nr. 183. Tel. 28430-28900 bzw. 28430-22631.

Mit dem Flugzeug:
Sitía verfügt über den dritten Flughafen der Insel, wenn er auch klein ist. Er wird nur im innergriechischen Verkehr angeflogen und verbindet Kreta mit Athen und Rhódos. Auskünfte (z.B. bez. der Abflugszeiten) und Flugkarten bei Olympic Airways in der Odós El. Venizélou 56, Tel. 28430-22270 und 28430-22596.
Der Flughafen liegt auf einem kleinen Plateau oberhalb der Stadt, 4 Kilometer entfernt (Tel. 28430-24666). Er soll seit vielen Jahren ausgebaut und erweitert, um auch Ostkreta an den internationalen Flugverkehr anzuschließen, aber bisher tut sich nicht viel.

Mit dem Bus:
Der Busbahnhof befindet sich an der Strandpromenade Richtung Palékastro und Vái. Verbindung nach Ágios Nikólaos und Iráklion, sowie nach Ierápetra jeweils etwa 5x täglich, nach Káto Zákros (über Palékastro) 2x täglich, nach Vái (ebenfalls über Palékastro) 4x täglich.

Sonstiges
Internationale Zeitungen und Zeitschriften gibt es bei Manólios Tsirilákis in der Odós V. Kornárou und am Períptero (Kiosk) an der Platía Iróon Polytechníu.

Praessós (Ausgrabungen)

Die Reste des antiken Praessós, einer nachminoischen Stadt aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. liegen etwa 14 Kilometer südlich von Sitía beim Dorf Néa Praessós (an der Straße von Sitía nach Chandrás). Vom Dorf führt eine befahrbare Betonpiste etwa 2 Kilometer nach Norden bis zu den spärlichen Ausgrabungen.

Alten Funden zufolge wurde die Stadt Praessós von der minoischen Urbevölkerung gegründet, die sich vor den neuen dorischen Herren der Insel  Kreta ins Landesinnere zurückzogen. Die Stadt  Praessós lag auf drei Hügeln.

Zu sehen sind noch einige Grundmauern, Tholos- und Kammergräber, die in den Felsen gehauen wurden, sowie einige andere kleinere Überreste. Auch die Bewohner von Praessós hat einen schönen Blick bis zum ägäischen Meer bei Sitía.

Kreta – Zu den Ausgrabungen 

Tóplou (Kloster)

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Am östlichen Ende der Bucht von Sitía steigt die Straße Richtung Palékastro, Vái und Káto Zákros steil in die Berge hinauf, es bietet sich immer wieder ein herrlicher Blick auf die Bucht zurück.
12 Kilometer hinter Sitía biegt links die Straße zum Kloster Tóplou ab.

Die teils sehr kurvenreiche Straße hinauf zum Kloster Tóplou ist seit vielen Jahren asphaltiert und bestens befahrbar. Nach 3 Kilometern erreicht man das einsam in felsiger Gegend liegende Kloster Tóplou, das auf den ersten Blick wie eine Festung aussieht. Genau das war es auch einige Jahrhunderte lang, denn so weit draußen östlich war das Kloster Tóplou ganz allein auf sich gestellt und musste sich entsprechend wehrhaft einrichten. Im Türkischen bedeutet „Tóplou“ übrigens „Kanone“ (sic!). Trotz der Wehrhaftigkeit des Klosters und seiner Mönche gelang es den Türken mehrfach, das Kloster zu erobern und weitgehend zu zerstören, doch die Mönche bauten es stets unverdrossen wieder auf. Auch im Zweiten Weltkrieg war hier ein Widerstandsnest zu finden, wie anderenorts unterstützte die Kirche aktiv den Kampf des kretischen Volkes und seiner englischen Verbündeten.

Heute ist das Kloster wegen Nachwuchsmangels schon fast geschlossen. Es leben nur noch zwei Mönche hier, die Besucher gerne begrüßen, auch wenn diese hier alles andere als selten sind (im Gegenteil: das Kloster wird von allen Ostkreta-Touren angefahren und so kommen die Besucher reisebusweise).

PicturesOG/toplou2.jpgDas schöne, gemütliche Klosterinnere mit seinem Innenhof und besonders die zweischiffige Klosterkirche lohnen eine Besichtigung. Im linken Schiff der Kirche vom Eingang aus gesehen sind noch spärliche Reste von Fresken aus dem frühen 15. Jahrhundert zu erkennen, die leider durch Feuchtigkeit stark beschädigt sind. Links z. B. als erstes eine Kreuzigungsszene. Die Zweischiffigkeit der Kirche bedingt auch zwei Ikonostasen mit vielen Ikonen.Read More

Stális

Stális (oder Stalída) liegt östlich von Iráklion an der Nordküste im Haupttouristengebiet zwischen Límin Chersonísou und Mália und ist leider nicht viel mehr als eine Ansammlung von Hotels und Lokalen in bedingt schöner Lage.

Der Strand ist allerdings sehr schön. Auch hier wird natürlich fleißig und ständig weitergebaut, so dass zwischen den fertigen Unterkünften die Rohbauten stehen und fröhlicher Baulärm herrscht. Zum Strand wandert man leider oft über die dicht befahrene Hauptstraße.Read More

Selinári (Kloster)

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Das Selinári Kloster liegt an der „New Road“ zwischen Síssi und Ágios Nikólaos, einige Kilometer nachdem diese nach Süden das Meer verlassen und ein Stück in geschwungenen Kurven hinauf in die Berge gestiegen ist.

Es verfügt über drei erwähnenswerte Dinge: Das kleine Kloster des „Ágios Geórgios Selinári“ selbst, es liegt direkt oberhalb der Straße mit Bänken, Pinienbäumen und einer Quelle und ist ein beliebter Rastplatz. Ein wirklich gemütlicher Ort, auch in der dicksten Mittagshitze ist es hier kühl. Das Kloster wurde 2001 frisch renoviert. Die große Klosterkirche ist leider meist verschlossen, dafür kann man in der kleinen Kapelle davor eine sehr schöne holzgeschnitzte Ikonenwand bewundern.

PicturesOG/selinari3.jpgEine weitere sehr kleine – wirklich niedliche – Kapelle, die dem Ágios Geórgios geweiht ist, liegt auf der anderen Straßenseite ein Treppchen den Berg hinunter an der alten Straße. Ihre Größe wird so etwa für einen Priester und 6 Personen reichen …Read More

Plátanos

Der „Ort“ Plátanos liegt an der Straße von Agios Nikólaos nach Sitía einige Kilometer hinter Pachiá Ámmos. „Ort“ deshalb, weil er eigentlich nur aus zwei Tavernen besteht.
Von Pachiá Ammos aus ist die Straße stetig angestiegen, und die beiden Lokale liegen nicht aus Versehen an einem imposanten Aussichtspunkt.

PicturesOG/platanos_wn.jpgBesonders empfehlenswert hier die Aussichtsterrasse links der Straße mit Bewirtschaftung (wenn gerade mal kein Bus gehalten hat, denn dann ist es hier doch manchmal ziemlich hektisch). Read More

Mílatos / Paralía Milátou

Das Dorf Mílatos (bzw. dessen Strandableger Paralía Milátou) liegen an der Nordküste östlich von Mália und Síssi. An dieser Stelle soll die gleichnamige minoische Siedlung gelegen haben, die im 3. Jahrtausend vor Christi durch die Stadt Lýttos zerstört wurde, die damals neben Knossós zu den mächtigsten der Insel zählte.

In Mílatos ist es noch ein bisschen verschlafener als im benachbarten Síssi, aber es gibt gute Tavernen und Unterkünfte zu angenehmen Preisen. Für einen etwas ruhigeren (Familien)Urlaub sehr geeignet. Außerdem bezeichnen (fast) alle Surflehrer die Bucht von Mílatos wegen des Windes als ideales Revier! Der Strand allerdings ist kieselig.
Das alte Dorf Mílatos liegt etwa 1 Kilometer vom Meer entfernt.Read More

Mália

Mália ist das absolute Nonplusultra an touristischer Erschließung, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Ein Ort, den ich am liebsten ganz verschwiegen hätte, aber es gibt mehrere Gründe, warum das nicht geht – die Ausgrabungen des minoischen Palastes unweit des Ortes sind nur einer davon, wie Sie feststellen werden. Kritische Worte sind aber meines Erachtens nach absolut notwendig.

Vor knapp 25 Jahren stand hier noch ein kleines Straßendorf mit einer Stichstraße zum Meer hinunter, die über freies Feld führte. Zwei Hotels gab es unten am Strand, ich erinnere mich noch sehr gut daran. Nicht zuletzt dank dieses wirklich schönen Strandes und der kurzen Transferzeit von Iráklion hierher hat sich der Ort allerdings schnell zu einem der absoluten Zentren des pauschalen Tourismus entwickelt. Und wem es mehr oder weniger gleichgültig ist, welche Sonne seinen Bauch oder Busen bräunt, und wer darüber hinaus auf eine vielseitige Möglichkeit der Abendunterhaltung wert legt, der ist in Mália wahrscheinlich sogar gut aufgehoben, vor allen Dingen, wenn er Engländer ist. Denn diese haben den Ort recht fest in Beschlag genommen, allerdings nicht die angenehmen, die man anderswo treffen kann, sondern nur eine sehr spezielle Klientel, der es offensichtlich um Alkohol- und Drogenkonsum und Krawall ankommt, sorry!Read More

Panagía Kerá (Kloster)

Panagía Kerá (Kloster)

Das Kloster liegt rechts der westlichen Zufahrsstraße zur Lassíthi-Hochebene (noch vor dem Dorf Kerá).

Besonders viel ist hier am 8. September los, denn dann wird das Fest der Panagía feierlich begangen. Aber auch an anderen Tagen lohnt sich eine Besichtigung. Am Eingang wird als Obulus eine „Spende“ erbeten – die Spendenquittung sieht aber sehr wie eine Eintrittskarte aus. Aber was soll’s, auch andere Klöster verlangen Eintritt, denn jedes Kloster braucht Geld.