Gavalochóri

Gavalochóri

Kleines Dorf im Nordwesten Kretas (Apokorónas), das wie das Nachbarstädtchen Vámos Zeugnis  von den Aktivitäten des örtlichen Kulturvereins ablegt.
Viele alte Häuser sind renoviert, besonders sehenswert ist aber das örtliche Volkskundemuseum (vom Dorfplatz und auch sonst deutlich ausgeschildert).
Gezeigt werden Werkzeuge und andere Gegenstände des ländlichen Alltags, aber auch örtliche Handarbeiten, Schnitzereien, Fotos und historische Bilder und natürlich ein paar unvermeidbare Waffen. Gavalochóri weiterlesen

Agía Triáda (Kloster)

Das Kloster Agía Triáda liegt auf der Halbinsel Akrotíri nördlich der Soúdabucht im Westen von Kreta. Man folgt von der Markthalle in Chaniá aus zunächst einfach der Ausschilderung zum Flughafen. Die Straße verlässt nach einer ganzen Weile das Meer und führt steil den Berg hinauf. Auf der Höhe angekommen, erreicht man die Abzweigung links zu den Gräbern der Venizélos-Familie, in erster Linie von Elevthérios Venizélos, dem kretischen Nationalhelden und späteren griechischen Ministerpräsidenten.
Ein Abstecher zu den Gräbern lohnt auf jeden Fall wegen der Aussicht auf Chaniá hinunter. Es gibt hier auch ein Café, in dem man eben jenen Ausblick in Ruhe genießen kann.

Zurück an der Straße fährt man weiter nach Kounoupidianá. In Kounoupidianá kann man sich leicht verfahren, da zwar vielerlei Schilder in viele Richtungen weisen, an der Gabelung im Ort vor einer Taverne aber nicht ein einziges steht (dies ist bereits die zweite Gabelung). An der ersten weist ein Schild links nach Ágios Onoúfrios. Hier fährt man geradeaus. An der eben genannten zweiten Gabelung etwa 50 Meter weiter nimmt man die linke Möglichkeit und trifft wundersamerweise hinter dem Ort wieder auf ein Hinweisschild, das links nach Stavrós weist.
Von hier aus führt die Straße erst einmal wieder zum Meer hinunter in das Örtchen Kalathás, das auf den meisten Karten nicht eingetragen ist, inzwischen aber infolge eines irrwitzigen Baubooms eine kleine Großstadt geworden ist. Es ist kein Ende dieser Bauerei abzusehen, es mag das eine oder andere Wochenendhaus eines chaniotischen Bürgers dabei sein, die meisten Gebäude sind oder werden aber Zimmervermietungen und kleine Hotels. Es gibt unterhalb des Ortes einen hübschen, aber kleinen Sandstrand, der die wichtigste Infrastruktur wie Sonnenschirm-, Tretboot und Strandliegenvermietung bereits aufweist. Er ist allerdings schattenlos und liegt wie so oft viel zu dicht an der Straße. Das Lokal in der Badebucht ist aber durchaus nicht schlecht.
Die Straße führt hinter Kalathás wieder vom Meer weg den Berg hinauf bis zum Dorf Chorafákia, wo man an einem T-Stück rechts abbiegt (links geht es nach Stavrós – hier ordentliche Beschilderung).

Nach 4-5 Kilometern erreicht man die Abzweigung nach links zum Kloster Agía Triáda (noch etwa 1 km).
Das alte Kloster beherbergt heute ein Priesterseminar, es ist vor wenigen Jahren frisch renoviert worden und sieht entsprechend gepflegt aus.

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Direkt wenn man hineinkommt, rechts ein Kuriosum: ein Orangenbaum, dem zusätzlich die Zweige dreier anderer Zitrusfrüchte (Limonen, Zitronen und Mandarinen) aufgepfropft wurde. Und das Ganze wächst und gedeiht: Der Baum trägt gleichzeitig vier verschiedene Früchte. Am Baum vorbei bewegt man sich auf eine offene Tür zu, aus der dann oft einer der freundlichen hier lebenden Mönche heraustritt, den Reisenden hineinzubitten. Drinnen im kleinen Raum gibt es ein Gästebuch und für den Gast einen kretischen Rakí und süße Bonbons (hoffen wir, dass diese nette Sitte nicht völlig ausstirbt).

Die Klosterkirche ist interessant angelegt: Eine rechteckige Vorkirche und dahinter eine Hauptkirche bzw. ein Chor mit einer großen Rundkuppel und kleineren Kuppeln ringsherum. In dieser Hauptkirche eine besonders reich verzierte Ikonostase mit Ikonen darin, sie stammt aus dem Jahre 1887. Die Deckenmalereien sind sehr gut restauriert. Das Fotografieren ist übrigens untersagt. Es wird gerne auch andernorts damit begründet, dass das Blitzlicht den Ikonen und Fresken Schaden zufügen könne. Der wirkliche Grund ist aber wohl, dass das Kloster seine Ansichtskarten verkaufen möchte. Auch Mönche müssen was essen.

Von hier aus bietet es sich an, zum Kloster Gouverneto weiterzufahren

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung 2 x täglich mit Chaniá.

Agía Pelagía

An Agía Pelagía an der Nordküste von Kreta unweit westlich von Iráklion scheiden sich möglicherweise die Geister. Wer Tourismus immer dann nicht mag, wenn er sich zu sehr knubbelt, PicturesOG/Agia Pelagia_ww.jpgder braucht hier eigentlich nicht hinzufahren. Andererseits höre ich auch immer wieder von Leuten (auch hier im Internet), die dort einen wunderschönen Kreta Urlaub verlebt haben. Und das zweifele ich nicht an, denn auch hier gilt wieder einmal: Jedem das Seine.
Agía Pelagía wird in den Prospekten vieler Reiseveranstalter als „nettes Fischerdorf mit Charme und kretischem Flair“ angepriesen, aber tatsächlich ist er inzwischen nicht viel anderes als eine aus dem Boden gestampfte Touristensiedlung. Das „Fischerdorf“ habe ich nicht gefunden.
Biegt man von der „New Road“ aus hinunter nach Agía Pelagía ab, so bewundert man zuerst einmal die wilde zerklüftete Landschaft, die wirklich großartig ist.

Baden

Der schmale, aber einladende Sandstrand in der „Hauptbucht“ von Agía Pelagía ist naturgemäß stark bevölkert. Das Meer ist hier in der Regel ruhig, weil das Kap im Nordosten von Kreta gut vor dem Wind schützt. Wen es nicht stört, dass er sich praktisch ausschließlich unter seinesgleichen befindet, wen es nicht stört, dass er wirklich kaum noch feststellen kann, unter welcher südlichen Sonne er sich befindet, der ist hier tatsächlich gut aufgehoben. Eine touristische Infrastruktur ist jedenfalls vorhanden, man kann Wasserski fahren oder gar Fallschirmsegeln, Tauchgänge oder Bootsausflüge unternehmen und was in solchen Orten eben alles geboten wird.
Wem es hier zu voll und zu eng ist, der weicht in die – ebenfalls allerdings nicht ganz unbelebten – Nachbarbuchten aus: Im Nordosten z. B. die Mononáftis-Bucht oder im Südwesten Lygariá und Madé (alle diese Buchten sind „natürlich“ auch durch Tavernen und/oder „Beach-Bars“ bewirtschaftet).

Essen und Trinken
Am Strand liegen die meisten Lokale des Ortes, genannt seien hier nur stellvertretend für andere die Lokale „Sokratis (Socrates)“, „Kochyli“ und „To Votsalo“. Hier isst man gut.
Einen Tipp schickte mir Melanie Dress: „… das allerbeste Restaurant in Agía Pelagía ist wirklich „Irini“, und das liegt nicht am Strand, sondern in der Hauptstraße. Der Chefkoch versteht es wirklich, frische Dinge zuzubereiten!“ Danke für den Hinweis.

Informationen, Tickets, Autos, Wohnungen
Ebenfalls in der Hauptstraße bei „Kritinet Travel“.

Sehenswert
Ausgrabungen spätminoischer Gräber und die Kirche der Agía Pelagía auf einem Felsen am Meer.

Unterkunft
Hotels:
Luxus: „Capsis Beach“; 660 Z./1220 B.; Tel. 2810-811112; März-November.
A-Kat.: „Alexander House“; 80 Zimmer/147 Betten; Tel. 2810-811303; April-Oktober.
A-Kat.: „Peninsula“; 204 Z./367 B. (auch Bungalows); Tel. 2810-811313; April-Oktober.
B-Kat.: „Manonavtis“; 40 Z./74 B.; Tel. 2810-811213; April-Oktober (direkt am Meer).
B-Kat.: „Panorama“; 130 Z./254 B.; Tel. 2810-811002; April-Oktober.
B-Kat.: „Stelios“; 42 Z./76 B.; Tel. 2810-811072; April-Oktober.
B-Kat.: „Perla“; 42 Z./80 B.; Tel. 2810-811034; März-November.
C-Kat.: „Charis“; 42 Z./81 B.; Tel. 2810-811508.
D-Kat.: „Evi“; 10 Z./19 B.; Tel. 2810-811167; April-Oktober (direkt am Meer).
D-Kat.: „Lady M.“; 3 Z./6 B.; Tel. 2810-811533; April-Oktober (direkt am Meer).
D-Kat.: „Miros“; 18 Z./30 B.; Tel. 2810-811222.
Darüber hinaus aber auch private Zimmervermieter.

Öffentliche Verkehrsmittel
Viermal täglich Busverbindung mit Iráklion.

Agía Paraskeví

Das kleine Dorf Agía Paraskeví liegt an der Straße zwischen Agía Galíni und Réthymnon, allerdings an der besonders kurvenreichen „Alternativstrecke“, die man wie folgt erreicht: Kommt man aus der Messará-Ebene von Timbáki aus den Berg hinauf, nimmt man kurz hinter einer Kaserne die Abzweigung rechts nach Réthymnon. Geradeaus geht es weiter nach Agía Galíni. Etwa zwei KM weiter gabelt sich die Straße, geradeaus führt die „normale“ alte Straße nach Réthymnon. Links zweigt die „Alternativstrecke“ über Agía Paraskeví und Áno Méros ab.

Das erste Dorf auf dieser Strecke ist Agía Paraskeví. Fast in jedem Kafenío des Dorfes hängt das Portrait eines streng blickenden kahlköpfigen Mannes: Vor knapp 30 Jahren sah man sein Bild noch öfter in den Tageszeitungen, es ist der Junta-Obrist Stylianós Patakós, einer der Exponenten der griechischen Faschistenregierung von 1967 bis 1974. Seine Familie stammt aus diesem Dorf, und noch immer gehört ihr der größte Teil des Dorfes und Landbesitzes. Womit nicht behauptet werden soll, die Bevölkerung des Dorfes sei rechts eingestellt. Hier sind es Familienbande, und was Patakós alles mit verantwortet hat, ist den meisten nicht so recht bewusst. Es ist allerdings sinnlos und fehl am Platze, hier aufklärerisch wirken zu wollen.

Abgesehen davon hat das Dorf auch noch mehr zu bieten:
Am unteren Dorfeingang gegenüber eines „venezianischen“ Brunnens die kleine Doppelschiffkirche der Agía Paraskeví und des Ágios Geórgios, die große Kirche der Agía Stylianí weiter oben direkt an der Durchgangsstraße und vor allen Dingen in Dorfmitte zu Fuß zu erreichen die älteste Kirche des Dorfes, gewidmet der Panagía, der Heiligen Muttergottes. Sie weist uralte, teilweise sehr verwitterte Fresken auf.
Die Kirche ist meistens abgeschlossen. Geht man aber direkt oberhalb der Kirche nach rechts vorbei am Kafenío um die Ecke herum, kommt man zum Haus des Dorfpopen und kann nach dem Schlüssel fragen.

Außer dem bereits erwähnten Kafenío bietet die „Taverna Maria“ (eigentlich auch ein besseres Kafenío) weiter unten an der Durchgangsstraße zumindest Omeletts und Salat an.

 

Agía Marína

Die touristisch lebhafte Ansiedlung Agía Marína direkt am Meer liegt westlich von Chaniá an der Nordküste von Kreta. Zusammen mit ihrem Nachbarort Plataniás bildet sie das Haupttouristenzentrum westlich von Chaniá.
PicturesOG/ag_marina.jpgDer Strand ist schön (grobsandig mit felsigen Abschnitten – interessant zum Schnorcheln), aber ziemlich schmal (8-15 Meter) und in der Regel recht voll. Außerdem liegt er teilweise sehr nah an der Durchgangsstraße von Agía Marína, die allerdings dank der „New Road“ von Chaniá nach Kastélli Kissámou inzwischen etwas „verkehrsberuhigter“ ist.

Die alte Durchgangs- und heutige „Nur-Hauptstraße“ hat sich von Agía Marína bis zum Nachbarort Plataniás nahtlos zu einem „richtigen Boulevard“ entwickelt, mit Einkaufsmöglichkeiten jeder Art (aber immer noch zu viel Verkehr).

Dort findet auch das abendliche Flanieren, die Volta, statt. Die Bürgersteige sind laut Hinweis von Petra Spielmanns allerdings eine Katastrophe, da jeder Hausbesitzer selbst dafür verantwortlich ist. Was das bedeutet, liegt auf der Hand, für Behinderte und Kinderwagen unzumutbar. Und wenn von „verkehrsberuhigt“ die Rede ist, so gilt das für LKWs, andere Fahrzeuge gibt es noch reichlich. Zebrastreifen fehlen natürlich.
Ich danke auch für die weiteren Empfehlungen bzw. Hinweise von Petra: Es gibt mittlerweile etwa 50 Tavernen und 20 Bars, keine Disco, kein lautes Nightlife, aber Shops sowie Rummel durch verschiedene Hotelevents.
Ihre Tavernen: Am Strand „Mitsos“, Familienbetrieb, gut und günstig, Palmen, oft frischer Fisch. Halb hoch im Dorf, eng, aber mit Riesenportionen: „Horiatiko“, viele Stammgäste!

Wie andernorts öfter auf Kreta, liegt das „richtige alte Dorf“ Agía Marína ein Stück landeinwärts und ist mindestens einen Abstecher in die Taverne von Troulákis am Dorfplatz wert (ruhig und im Sommer angenehm kühl, wenn auch nicht mehr ganz so traditionell wie ehedem).
Der Ort lebt in erster Linie vom Pauschaltourismus. Ich bestreite aber nicht, dass es viele Reisende gegeben hat und gibt, die sich hier sehr wohl gefühlt haben und fühlen.

Es gibt auch noch die eine oder andere eher familiäre Unterkunft. So z. B. die Appartements „Erofíli“ direkt am Strand. Die meisten Zimmer bzw. Appartements liegen zum Meer, einige allerdings auch zur Straße. Die Anlage wird von der deutsch-griechischen Familie Pyrovolákis geführt. Terrassenhof, Strandliegen und Schatten sind inbegriffen.

Öffentliche Verkehrsmittel
Ständige und regelmäßige Busverbindung mit Chaniá.

Thólos

PicturesOG/tholos2_gwg2.jpgThólos – An der Nordküstenstraße von Kreta, zwischen Ágios Nikólaos und Sitía erreicht man einige KM hinter Pachiá Ámmos das Dörfchen Kavoúsi. Hier zweigt die Straße hinunter zum „Thólos Beach“ ab (4 Kilometer).

Der Strand der schönen Bucht ist bei Thólos recht grobkieselig, es gibt eine einfache kleine Taverne, praktisch sonst bisher aber keine großartige „touristische Infrastruktur“. Etwa einen knappen Kilometer landeinwärts liegt an der Zufahrtsstraße das „Tholos Beach Café Restaurant“, wo man auch Zimmer mieten kann.

PicturesOG/tholos1_gwg2.jpgIn Strandnähe von Thólosliegen einige spärliche Ausgrabungen römischer Gebäude, auf dem vorgelagerten Inselchen Psíra Reste einer frühminoischen Ansiedlung. Vielleicht fährt ein Fischer herüber, aber natürlich nicht ganz umsonst. Der Besuch von Psíra ist eigentlich auch nur für den ein „Muss“, der später mal von sich behaupten will, jeden (!) minoischen Stein auf Kreta gesehen zu haben.

Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse zwischen Ágios Nikólaos und Sitía halten in Kavoúsi.

Thérissos

PicturesOG/therissos_schlucht.jpgDas Hinterland von Chaniá ist grün und wild zugleich. Dies zeigt besonders ein Ausflug in das Dorf von Elevthérios Venizélos, nach Thérissos. Elevthérios Venizélos ist einer der absoluten Volkshelden der Insel, er sorgte für den späten Anschluss Kretas an Griechenland, später war er griechischer Ministerpräsident. Geboren wurde er zwar in Mourniés, aber in Thérissos schmiedete er mit seinen Mitstreitern die Pläne, die schließlich zum Anschluss an Griechenland führten.

Um nach Thérissos zu gelangen, fährt man in Chaniá entlang der Hauptstraße Richtung Kastélli, kurz vor dem Ortsausgang ist links die Straße nach Thérissos ausgeschildert. Von hier aus sind es 12 bis 14 km auf asphaltierter Straße, die unterwegs durch eine wild-romantische Schlucht führt.

Vor dem Ortseingang von Thérissos liegen mehrere große Ausflugstavernen, die davon zeugen, dass der Ort ein beliebter Zielort für Einheimische aus Chaniá oder weiterer Umgebung ist.

PicturesOG/Baum auf Strasse 001.jpgIn Thérissos selbst liegt links von der Straße ein graues würfelförmiges Gebäude mit dunklen Fensterhöhlen (ziemlich weit ab von der Straße). Dies ist das ehemalige Haus von Venizélos. Ees ist zwar nicht sonderlich sehenswert, aber wer es nicht findet und es unbedingt gesehen haben will, frage im Kafenío nach. Der Ort ist geschichtsträchtig, ging doch von hier die Initiative zum Anschluß Kretas an Griechenland aus (s.o.).

Man kann von Thérissos Richtung Zoúrva auf durchgehend asphaltierter, aber sehr kurvenreicher Panoramastraße weiter und – nach einer „Pflichteinkehr“ in der Taverne „Rizinia“ – von dort  hinunter ins Dorf Mesklá fahren. Eine sehr schöne Strecke.

Eine Kuriosität: Nimmt man ein kurzes Stück oberhalb von Thérissos an der ersten Gabelung nicht die Möglichkeit nach rechts (Zoúrva), sondern nach links (man gelangt so auf asphaltieren Nebensträßchen zur Soúda-Bucht), sollte man die folgenden Kurven nur sehr langsam nehmen: Denn hier steht plötzlich ein Baum mitten auf der Straße, der Asphalt führt rechts und links um ihn herum!

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung von Chaniá nach Thérissos und zurück 2 x täglich.

Pérama

Pérama ist ein kleines kretisches Provinzstädtchen an der Alten Straße zwischen Iráklion und Réthymnon (54 Kilometer von Iráklion).
An der Hauptstraße findet man Post, Bank, Einkaufsmöglichkeiten aller Art (die aber mehr auf die einheimischen Bedürfnisse ausgerichtet sind), aber auch Kartenverkaufsstellen der beiden kretischen Reedereien A.N.E.K. und Minoikés Grammés.

Die Post ist täglich von 7.30 bis 14.30 Uhr, die Bank Mo.-Do. von 8 bis 14 Uhr, Fr. von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet.
Etwa in Ortsmitte biegt die Straße nach Pánormos und zur „New Road“, der Küstenschnellstraße, ab. Etwa 100 Meter diese Straße hinein auf der linken Seite das Büro des OTE (Telefon- und Telegrafenamt), geöffnet von 7.30 bis 15.10 Uhr an Werktagen (auch Kartentelefon).
Der Ort kennt Touristen eigentlich nur vom Durchfahren, und er bietet selbst weiter auch nichts Interessantes.

Sehenswert
Unweit des Ortes liegt die Melidóni-Höhle, die einen Besuch wert ist.

Öffentliche Verkehrsmittel
Diese Strecke wird von alle Bussen befahren, die zwischen Iráklion und Réthymnon die Alte Straße benutzen.

Pánormos

Pánormos ist ein kleiner Badeort an der Nordküste von Kreta zwischen Iráklion und Réthymnon. Genau an dieser Stelle verliert die kretische Nordküste ihre vorübergehende felsige Wildheit, von der sie zwischen Agía Pelagía und Pánormos geprägt war. Die Berge fallen wieder flacher ins Meer ab, es entstehen kleine Ebenen als Hinterland des Küstenstreifens.
Das Dorf Pánormos erreicht man über eine kurze Stichstraße (1 Kilometer) von der „New Road“ aus. An der gleichen Stelle zweigt übrigens auch die Straße ins Landesinnere nach Pérama ab, die so die alte Straße durch die Berge und die „New Road“ verbindet. Entfernung ab hier 8 Kilometer.

In Pánormos findet man einen kleinen und (immer noch) relativ verschlafenen Ort auf Kreta vor, auch wenn die Einheimischen erklären, seit einigen Jahren hätte der Tourismus auch hier sehr zugenommen. Die entsprechende Infrastruktur haben sie schon geschaffen oder sind eifrig dabei.
Der Strand neben dem Hafen ist zwar sandig, allerdings auch ziemlich klein.

Das eigentliche Dorfzentrum liegt oberhalb des kleinen Hafens (ganz unten am Hafen übrigens die beste Parkmöglichkeit für Durchreisende), der nur aus einer kleinen Mole besteht, die die flache Bucht abschirmt. Hier finden sich auch mehrere kleine Tavernen, die leider alle Schatten nur unter einem Stoffdach bieten. Preise und Essen sind in Ordnung, in der Taverne „Mourágio“ fand ich besonders das „Saganáki“ (eine Eierspeise mit Käse) sehr gelungen.

Weiter oben im älteren Ortskern, in der gleichen Straße wie die Post, das Büro von „Kastélli Tours“. Hier kann man Leihwagen mieten, Ausflüge buchen, Zimmer bekommen … oder aber auch einfach nur eine Auskunft, man versteht sich gleichzeitig als eine Art „Tourist-Information“.
Schräg gegenüber ein kleines und ziemlich uriges Lebensmittelgeschäft für Selbstversorger, ein Stück dahinter die Post, und am Ende der Gasse ein gemütliches altes Kafenío, welches sich in seiner deutschsprachigen Karte aber auch schon auf die Touristen eingestellt hat. Hoffentlich weicht es nicht ganz einer Café-Bar.

Unterkunft
findet man z. B. über „Kastelli Tours“ und bei diversen anderen Appartement- und Zimmervermietern (z. B. im „Captains House“ direkt über der Hafenmole), oder auch in einigen Hotels im Ort:
C-Kat.: „Panormo-Beach“; 31 Zi./61. B.; Tel. 28310-51321, April – Oktober.
D-Kat.: „Kastelli“; 10 Zi./19.B.; Tel. 28310-51226.

Öffentliche Verkehrsmittel
Der mehr als häufig verkehrende Bus Iráklion-Réthymnon-Chaniá hält oben an der Abzweigung  der „New Road“. Insgesamt sind es 23 Busse aus Richtung Iráklion/Tag (Fahrzeit ca. 1/2 bis 1 Stunde je nach Tageszeit) und mindestens ebenso viele aus der anderen Richtung.

Panagía i Kerá (Kirche)

Die relativ kleine Kirche bei Kritsá wenige Kilometer südlich von Ágios Nikólaos ist die wohl berühmteste Kirche Panagía i Kerá auf Kreta und ziert viele Titelblätter, nicht zu Unrecht, denn sie bietet immerhin zwei Besonderheiten.

PicturesOG/kritsa2.jpgZum einen ist Panagía i Kerá  dreischiffig. Diese drei Kirchenschiffe entstanden in horizontaler Sandwichbauweise nach und nach im Laufe von drei Jahrhunderten. Das macht die Kirche Panagía i Kerá  viel breiter, als der Kuppelturm über dem mittleren Schiff hoch ist. Wegen ihrer zusätzlichen schrägen Stützmauern an den Seiten wirkt sie geduckt und fest im Boden verwurzelt. Nicht das mittlere Schiff mit dem Turm ist übrigens das älteste, sondern das südliche, welches zu Beginn die komplette Kirche darstellte.

Die zweite Besonderheit der Kirche Panagía i Kerá sind die Fresken in ihrem Inneren, die ich leider nicht fotografieren konnte, da es zu dunkel war und ein Blitz verboten ist.

Nirgendwo sonst auf Kreta sind diese Fresken so zahlreich und gut erhalten. Deshalb kommen so viele Interessierte hier her, dass diese Kirche meines Wissens die Einzige auf Kreta ist, für die Eintritt verlangt wird (ca. 3 Euro). Das Innere ist diesen Obulus aber auch wert.

Das Mittelschiff ist mit Bildern der Propheten (in der Kuppel, schlecht erhalten), der Evangelisten (in den Ecken darunter) und dahinter mit einer Darstellung der Auferstehung Christi geschmückt. In der Apsis findet eine Darstellung der Gottesmutter mit den Erzengeln Gabriel und Michael. Im vorderen Teil sind einige Stationen aus dem Leben Christi zu sehen, wie seine Geburt, der Kindermord des Herodes, das Abendmahl u.a.

Das Südschiff ist der Agia Anna geweiht (der „Großmuttergottes“). Die Fresken zeigen Bilder aus ihrem Leben.

Das Nordschiff gehört dem Ágios Antónios. In der Apsis ist hier besonders interessant die Darstellung des Christus Pantokrator. Etwas fehl am Platze scheint in der hinteren linken Ecke ein Paar in kretischer Tracht. Man vermutet, daß es sich ganz prosaisch um die Stifter dieses zuletzt angebauten Nordschiffes handelt.

Die Kirche ist montags – samstags von 10-15 Uhr, sonntags nur bis 14 Uhr geöffnet. Man sollte sich vor dem Hinauffahren diese Öffnungszeiten aber unbedingt bei der Touristeninformation (EOT) in Ágios Nikólaos bestätigen lassen, damit man nicht möglicherweise vor verschlossener Tür steht.