Thrápsano

Das Töpferdorf Thrápsano liegt im Inselinneren südlich von Iráklion (6 Kilometer nordöstlich des Landstädtchens Arkalochóri).
Thrápsano leidet ebenso wie Margarítes unter der Tatsache, dass Plastik inzwischen verbreiteter ist als Tongefäße. Aber hier kann man noch Töpfern bei der traditionellen Arbeit zuschauen.

Öffentliche Verkehrsmittel
Von Iráklion aus fahren Busse nach Arkalochóri oder ins ebenfalls nur einige Kilometer entfernte Kastélli Paidiádas. Ob Thrápsano selbst ebenfalls angefahren wird, ist mir nicht bekannt.

Sívas

Das kleine Dorf Sívas in der westlichen Messará-Ebene ein wenig abseits der Straße von Festós nach Mátala, welches überwiegend vom Olivenanbau lebt (manch einer der Bewohner mag aber inzwischen auch Besitzer eines der vielen Gewächshäuser in der Ebene sein).

PicturesOG/sivas.jpgSehenswert ist der Ort Sívas selbst, sehr viele Häuser sind aus Natursteinen gebaut, zudem gibt es mehr als ein halbes Dutzend Kirchen und Kirchlein im und um’s Dorf. Vor allem auch der Dorfplatz mit zwei Tavernen (ich habe in beiden schon sehr gut gegessen!) und zwei Kafenía lädt zum Verweilen ein. Die Taverne „Sactouris“ von Sofia und Jannis – Sofia spricht perfekt Deutsch – ganz links (oder auch „ganz am Anfang“) bietet neben sehr gutem (!) Essen jeden Mittwoch kretische Live-Musik, auch „Vafis“ daneben hat eine reichhaltige und ebenfalls sehr schmackhafte Auswahl zu bieten.

Erwähnen muss ich zwingend auch die Taverne „Sigelakis“ etwa 50 Meter vom Dorfplatz entfernt. Die Küche ist eine Mischung aus traditionell und etwas ausgefalleneren Kreationen. Sívas weiterlesen

Sfinári

Sfinári

Das Dorf Sfinári liegt an der äußersten Westküste. Man erreicht es von Kastélli bzw. Falássarna aus über eine schmale Asphaltstraße, die sich kurvenreich oben am Fels über dem Meer entlang schlängelt. Der Blick hinunter ist atemberaubend, der Fahrer sollte sich allerdings eher der Straße widmen.
Ich hatte hier einmal eine Begegnung der „dritten Art“: uns begegnete einmal ein Schäfer, der im Auto saß und ständig leise hupend als Muttertier (auf der Straße) vor seine Herde herfuhr, damit diese ihm auch brav folgte (und da hält man tatsächlich doch die Karikaturen von Kóstas Mitrópoulos für übertrieben, die ähnliche Situationen zeigen!).

Mehrfach führen Schotterwege hinunter zu Badebuchten, aber ebenso häufig habe ich Fahrzeuge gesehen, die sich dort bei der Rückkehr nach oben mangels Allradantrieb festgefahren hatten. Also nur mit Bedacht und dem richtigen Fahrzeug dort hinunterfahren!

Dann aber senkt sich die Straße wieder zum Meer hinunter und man erreicht Sfinári, ein nettes Dörfchen, dessen einziger Nachteil es ist, dass es sozusagen völlig am verlängerten Rückgrat Kretas liegt. Wer Ruhe sucht und damit leben kann, dass hier alles etwas langsamer geht, und dass die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten nicht jeden verwöhnten Wunsch erfüllen können, der ist hier für eine gewisse Zeit sicher gut aufgehoben. Sfinári weiterlesen

Psilorítis (Besteigung von der Nída-Hochebene aus)

Es gehört sicherlich zu den Höhepunkten eines Kreta-Besuches, den Psilorítis, den höchsten Gipfel des Ida-Gebirges, zu besteigen. Jener allgegenwärtige Berg, der auf den Menschen in jahrtausendealter Gelassenheit herabschaut, verlockt förmlich dazu, diese Insel einmal selbst von oben zu sehen. Er fordert dafür nur ein wenig Unbequemlichkeit und Ausdauer. Immerhin ist das Ida-Gebirge das höchste der Insel und der Psiloritis misst stolze 2456 Meter.

Am einfachsten ist er von Anógia aus zu besteigen bzw. zu erwandern (außerdem noch von Kamáres aus).

Bis zur Ida-Höhle (Idaéon Ándron)
Am Ortseingang von Anógia von Iráklion aus biegt die Zufahrt zur Nída-Hochebene links ab. Sie  ist inzwischen komplett und ziemlich ordentlich asphaltiert. Die Straße endet bei einem Touristenpavillon mit angeschlossener Taverne und Gästehaus (nur im Sommer geöffnet, dann stehen auch einige Betten zur Verfügung) unterhalb der Ida-Höhle (Idaéon Ándron), in der der Mythologie zufolge Rhea ihren soeben geborenen Sohn Zeus vor seinem gefräßigen Vater versteckte. In der Höhle selbst liegen heute allerdings keine Windeln mehr herum, darüber hinaus ist sie oft wegen archäologischer Ausgrabungen für den Publikumsverkehr gesperrt.

PicturesOG/andartis01.jpgVon der Höhle aus ist auch der „Antártis“ (der Partisan) zu sehen, ein 32 x 9 Meter großes „liegendes“ Monument für den Frieden. Er liegt hier schon seit Anfang der 90er Jahre, erbaut oder gestaltet von der deutschen Künstlerin Karina Raeck. Psilorítis (Besteigung von der Nída-Hochebene aus) weiterlesen

Pitsídia / Komós-Strand

Pitsídia ist ein schönes (ein sehr schönes!) Binnendorf in der Messará-Ebene zwischen Festós und Mátala. Für viele ehemalige Fans von Mátala ist es längst ein mehr als gutes „Ausweichquartier“ geworden, was allerdings zur Folge hat, dass auch Pitsídia längst nicht mehr so ganz ruhig ist, sondern sich ebenfalls dankbar der Touristen annimmt. Die Preise sind hier aber durchweg etwas niedriger.

Baden
PicturesOG/Komos02_vk.jpgZum Strand von Komós biegt man mit dem Auto etwa in Ortsmitte von Pitsídia rechts (wenn man von Festós kommt) ab, ausgeschildert „Komós Beach“), fährt danach aber nicht die Steigung hoch, sondern biegt gleich wieder links ab. Die Straße ist bis auf die letzten paar hundert Meter asphaltiert. Hinter dem Strand gibt es einen zwar unebenen, aber benutzbaren Parkplatz, auf dem Strand selbst inzwischen auch die üblichen Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Außer der Taverne am Südende der Bucht am Strand gibt es auch noch eine „Kantina“ mit Fast Food und gekühlten Getränken. Der Strand ist grobsandig, leider gibt es direkt unterhalb des Parkplatzes eine ganze Menge flacher großer Steinplatten, die das Baden bei unruhigem Meer nicht erleichtern. Weiter südlich ist es angenehmer bzw. bequemer. Pitsídia / Komós-Strand weiterlesen

Palianís (Kloster)

Etwa 2 Kilometer östlich von Veneráto (Zentralkreta an der Straße von Iráklion in die Messará-Ebene)  liegt das Nonnenkloster „Monastéri tis Palianís“, eines der ältesten Klöster der Insel (in Veneráto ausgeschildert).

PicturesOG/paliani.jpgDas Kloster wurde in der Vergangenheit mehrfach durch Sarazenen, Venezianer und Türken zerstört. Auch heute leben hier noch viele Nonnen. Am Eingang ist ein Relief mit „Mariä Verkündigung“ zu sehen. Außerdem gibt es marmorne Überreste byzantinischer Gebäude und mehrere antike Kapitelle. Ein großer Myrtenbaum , der in minoischer Zeit als heilig galt, unterstreicht die kultische Bedeutung des Ortes schon in vorchristlicher Zeit. Palianís (Kloster) weiterlesen

Míres

Míres ist die größte und wichtigste Landstadt (ca. 3.500 Einwohner) der Messará-Ebene im Süden Kretas. Es liegt an der Straße von Iráklion nach Agía Galíni. Dieser Ort ist einer der größten Backöfen Kretas, hier erreichen die Temperaturen im Sommer oft Werte, die das Leben sogar im Schatten sitzend nur bedingt erfreulich machen.

Einkaufen
Reichliche Auswahl an der Hauptdurchgangsstraße. Míres ist das absolute Zentrum der Messará, was man hier nicht bekommt, gibt es höchstens in Iráklion oder den anderen größeren Städten im Norden oder auf Kreta überhaupt nicht. Es gibt sogar ein Zoo- und ein Blumengeschäft, interessanter aber ist wohl die Buch- und Zeitschriftenhandlung an der Durchgangsstraße nahe der Odós Koráka, die auch deutsche und internationale Zeitungen und Zeitschriften führt, ein Schallplattenladen (auch mit Videos für den, der seinen „tragbaren“ dabei hat), Lebensmittelläden, Büros der kretischen Reedereien, der Olympic Airways (unten im Hotel Olympic – s.u.) etc.
Recht interessant für den, der einen eigenen Wagen dabei hat und deshalb auch etwas transportieren kann, ist der Laden mit Töpferwaren etwa 100 Meter hinter dem Busbahnhof auf der linken Seite. Er führt keine Touristenware, sondern nur Gebrauchsgegenstände und ist entsprechend billig.

Samstags multiplizieren sich die Einkaufsmöglichkeiten, denn dann ist Markt in Míres. Auf der Hauptstraße drängeln sich die eher professionellen Anbieter, die mit ihren Ständen von Markt zu Markt reisen und allerlei anbieten, was man braucht oder auch nicht: Plastik- und richtiges Geschirr, Messer und Besteck, Kleidung, Kitsch und Kunst etc. Und auf dem großen freien Platz südlich der Hauptstraße (neben dem Busbahnhof) stehen und sitzen die Bauern aus den umliegenden Dörfern und bieten ihre Agrarprodukte an: Bohnen, Tomaten, Gurken, Kohl, Trauben u.v.m. je nach Jahreszeit.
Und oben wie unten versucht jeder, des potentiellen Käufers Aufmerksamkeit durch möglichst laute Zurufe zu wecken. Ein brodelndes Bild südländischer Geschäftigkeit, allein dieses Samstagmarktes wegen ist Míres einen Besuch wert.

Adressen
OTE (zum Telefonieren und Telegrafieren): in der südlichen Parallelstraße der Hauptdurchgangsstraße, geöffnet dienstags bis freitags von 7.30 bis 21 Uhr (aber natürlich gibt es im Ort auch rund um die Uhr Kartentelefone).
Post: rechts an der Hauptstraße in Richtung Ortsausgang nach Iráklion (7.30 – 14 Uhr geöffnet).

Ärztliche Versorgung
Das örtliche Büro der IKA liegt in einer Seitenstraße: Man verlässt die Hauptstraße gegenüber der Taverne „O Frangiskos“ und geht die Odós Logíou hinauf. An der nächsten Ecke sieht man dann das Dienstgebäude links liegen.
Apotheken gibt es mehrere an der Hauptstraße.

Banken
gibt es in der Odós Logíou (Nationalbank) und in der nächsten Parallelstraße westlich. In der Nähe des Busbahnhofs die Handelsbank (Emborikí Trápeza), auch mit Geldautomaten.

 

Essen und Trinken
Besonders anspruchsvolle Lokale bietet der Ort nicht. Mir gefiel und schmeckte es bisher am besten in einer kleinen namenlosen Taverne schräg gegenüber des Hotels „Olympic“, die für Míres-Verhältnisse geradezu gemütlich ist (allerdings liegt auch sie nach vorne weitgehend offen direkt an der Hauptstraße), oder auch in der Taverne „O Frangiskos“ etwa in Ortsmitte auf der linken Seite der Hauptstraße (von Górtys kommend).
Ein Internet-Café liegt an der Hauptdurchgangsstraße (dort, wo sie sich fast zu einem kleinen Platz verbreitert): „Netescape-Café“.

Unterkunft
bieten mehrere „Rent Rooms“ oder Pensionen, z.B.: „Górtys“ (Odós Arkadíou 11) und „Festós“ (Odós Mitropóleos), die alle von der Bushaltestelle aus ausgeschildert sind.
Nur unwesentlich teurer ist auch das einzige Hotel des Ortes, allerdings liegt es direkt an der Hauptstraße (ungefähr 300 Meter vom Busbahnhof Richtung Górtys):
D-Kat: „Olympic“, Hauptstraße, 14 Zimmer/30 Betten; Tel. 28920-22777 und 28920-22477.

Sonstiges
In Míres wird der Karneval übrigens begeistert gefeiert!

Öffentliche Verkehrsmittel
Der Busbahnhof befindet sich direkt an der Hauptstraße, da, wo sie sich fast zu einem kleinen Platz verbreitert. Fast neben dem Zoogeschäft das KTEL-Büro für die Busse nach Réthymnon (1x täglich) und für die Strecke Agía Galíni – Plakiás – Chóra Sfakíon. Gegenüber das Büro für alle Busse von und nach Agía Galíni, Festós, Mátala, Léntas, Górtys und Iráklion. An den Samstagen (= Markttagen) wird der Haltepunkt für die Busse auf die südliche Parallelstraße der Hauptstraße verlegt, die Busse würden nämlich zwischen den eng an eng aufgestellten Buden nicht hindurchpassen.

Miliá

Das sehr interessante Projekt liegt im Westen der Insel in der Nähe des Dorfes Vlátos. Man fährt von dort aus ein kleines Stück Richtung Rogdiá und biegt in Richtung „Friedenspark“ ab.

Hier wurde eine alte kleine Ansiedlung von Bruchsteinhäusern mit viel Sorgfalt und Liebe im alten, einfachen Stil restauriert, und dient heute als eine Art Feriendorf für Touristen. Fernab von jedem Trubel (aber auch ohne Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, deswegen muss man über ein eigenes Fahrzeug verfügen) kann man sich fühlen wie im Kreta von vor über 100 Jahren. Miliá weiterlesen

Mesklá

Mesklá liegt 15-20 Kilometer südlich von Chaniá im Hinterland. Man erreicht das Dorf über Agiá und Foúrnes.

Mesklá liegt an einem Flüsschen, deswegen ist die Umgebung recht grün. In einigen Tavernen und Kafenía sitzt es sich sehr gemütlich … und los ist hier recht wenig, eine Möglichkeit, einmal dem Trubel zu entfliehen. Mesklá weiterlesen

Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde! Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand) weiterlesen