Ágios Fanoúrios (Kirche) / Kloster Varsamónero

PicturesOG/varsamonero.JPGAuch Ágios Fanoúrios Varsamónero (auch: Valsamónero) ist einen Abstecher wert. Folgt man von Zarós aus der Straße Richtung Kamáres am Südhang des Ida-Gebirges, so zweigt direkt vor dem westlichen Ortsende des Dorfes Vorizía der Fahrweg zur Kirche links ab (noch ca. 3 Kilometer). Die Ortsdurchfahrt in Vorízia ist sehr eng und unübersichtlich! Kurz hinter dem Dorf gabelt sich die Straße, ein kleines Holzschild weist nach links.

Sehr interessant an der Kirche ist sicherlich die Architektur, sie entstand nämlich in vier Etappen. Der älteste Teil ist das Nordschiff, das vermutlich 1332 erbaut wurde und der Muttergottes, der Panagía geweiht war. Etwa 70 Jahre später wurde dann das Johannes dem Täufer geweihte Südschiff angebaut, das nur ein halbrundes Gewölbe hat (auch etwas schmaler ist als das Nordschiff). Westlich der beiden ersteren liegt ein Westschiff, das etwa um 1426 erbaut wurde, und vor diesem wiederum der noch später erbaute „Narthex“ (altgriech. „Kästchen“), eine schmale Binnenvorhalle, wie sie in byzantinischen und altchristlichen Kirchen vorkommt.

An den Ikonostasen hängen heute fast keine Ikonen mehr. Diese wurden in die Kirche des Klosters Vrontisíou gebracht, da sie hier nicht sicher genug waren: Bei einem Einbruch in die Kirche im Jahre 1975 wurde z. B. die große Ikone der Muttergottes entwendet.
Immer noch zu bewundern (und auch kaum zu klauen) sind die zahlreichen Fresken, die alle vier Teile der Kirche schmücken.

Leider fällt das Bewundern oft schwer, denn das Gelände ist häufig verschlossen. Gerüchteweise soll es dienstags bis sonntags von 9.00-15.00 Uhr geöffnet sein, ich würde mich nicht darauf verlassen. Für das Foto bin ich ein ganzes Stück den Berg hochgeklettert …

Ágios Antónios (Schlucht)

Die Durchwanderung der Ágios Antónios Schlucht ist für all jene ideal, die sich nicht zu sehr anstrengen wollen, denn der Weg ist begrenzt. Man erreicht sie über die alte Straße von Réthymnon nach Agía Galíni, von der man in Filákio rechts abbiegt. Man fährt weiter bis zum Dorf Patsós und durch dieses hindurch.

PicturesOG/antonios01.jpgWenige 100 m hinter dem Dorf zweigt rechts die ausgeschilderte Straße in die Ágios Antónios Schlucht ab. Sie endet vor einer sehr netten Taverne, weniger aufgrund ihrer Optik aber unbedingt wegen der Freundlichkeit der Wirtsleute und der Qualität des Essens. Selbst zu einem simplen Frappé vor der Wanderung bekamen wir (zu dritt) ungefragt einen ganzen Teller leckeren Gebäcks serviert. Beim Bier nach der Wanderung waren es dann diverse herzhafte Leckereien wie Oliven, gefüllte Weinblätter und einiges andere.

Am Ende des „Parkplatzes“ vor der Taverne beginnt unübersehbar der Fußweg in die Ágios Antónios Schlucht, entlang an einem kühlenden Bach, der angeblich bis August und im Herbst bald wieder Wasser führt. Schon nach kurzem Marsch erreicht man die Kapelle des Ágios Antónios, nach dem die Schlucht heißt. Hier haben orthodoxe Gläubige eine Unzahl von Votivgaben hinterlassen.

Unterhalb des Kirchleins gibt es einen geräumigen Grillplatz (deshalb ist der Spaziergang an einem Sonntag eher ungünstig, da dann gerne einheimische Großfamilien mit Sack und Pack gerade mal bis zu dem Grillplatz spazieren und für Stauungen auf dem schmalen Pfad sorgen).

PicturesOG/agiosantonios5_gwg2.jpgEinige Meter hinter dem Kirchlein kann man rechts zu einem Aussichtspunkt emporsteigen. Vernünftiges Schuhwerk ist auch hier sehr zu empfehlen, da der Pfad an einigen Stellen von rutschigem Geröll übersäht ist.

Der Weg folgt weiter dem Flusslauf hinunter in die Schlucht, bis er an einer Engstelle und einer Holzbrücke endet. „Otto Normalwanderer“ kehrt hier um und genießt nach dem Rückweg ein kühles Getränk in der o. g. Taverne. Man könnte zwar im Flussbett noch ein Stück weiterlaufen, aber das ist nicht nur beschwerlich, sondern je nach Jahreszeit wegen des Wassers auch nicht mehr möglich. Ich habe schon gelesen, dass die Schlucht mit Mühe auch komplett durchquert werden könne, ich habe aber gewisse Zweifel daran.
Na ja, ich bin ja auch ein Flachlandtiroler …

Zu den Schluchten auf Kreta

Ágii Déka

Ágii Déka (ca. 750 Einwohner) liegt an der Straße von Iráklion nach Agía Galíni, dort wo die Straße sich endgültig in die Messsará-Ebene gesenkt hat. Der Ortsname („Die Heiligen Zehn“) erzählt von frühchristlichen Märtyrern, die hier von den heidnisch-römischen Machthabern hingerichtet wurden. Der Legende zufolge wurden nur neun zum Tode geführt, denen sich ein junger Schäfer mit den trotzigen Worten „dann bin auch ich ein Christ“ anschloss (bekanntlich wurde Kreta von der Messará her christianisiert, der Apostel Paulus soll in Kalí Liménes gelandet sein). Die neun hatten sich geweigert, an den Einweihungsfeierlichkeiten für einen Tempel der Göttin Tyche teilzunehmen. In der Dorfkirche von Ágii Déka ist heute noch der Stein zu sehen, auf dem sie bei ihrer Enthauptung gekniet haben sollen. Ihre Gräber, bzw. das, was ihre angeblichen Überreste beherbergt, kann man besichtigen, wenn man westlich außerhalb des Ortes links abbiegt zur Kapelle der Heiligen Zehn (ausgeschildert „Tombs Agii Deka“).
Übrigens gibt es um diese hingerichteten Christen auch die Legende, sie seien gar nicht hier gefangen genommen worden, sondern im Amári-Becken, genauer gesagt im Ort Apostóli, welches seinen Namen nach ihnen trägt. Aber es ist völlig normal, dass viele Geschichten sich durchaus auch mal ein wenig widersprechen.

Heute ist Ágii Déka ein recht nüchternes Straßendorf auf Kreta mit einigen Lokalen und Kafenía an der Durchgangsstraße (an einem davon hält auch der Bus mit Umsteigemöglichkeiten nach Léntas). Ein Teil der Steine, aus denen die Häuser des Dorfes erbaut sind, stammt übrigens aus der benachbarten antiken Stadt Górtys.
Mehrere Tavernen vermieten auch Zimmer, insgesamt sind es derzeit ca. 30 Betten.
Ebenfalls an der Durchgangsstraße Post und OTE.

Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse von Iráklion nach Agía Galíni, Festós und Mátala halten hier, Umsteigemöglichkeit in den lokalen Bus nach Léntas.

Tipp: Von hier aus einen Ausflug nach Kapetanianá unternehmen. Es lohnt sich!

Agía Triáda (Ausgrabungen)

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Die Ausgrabungen von Agía Triáda liegen in der Messará-Ebene im Süden Zentralkretas unweit des Palastes von Festós. Direkt hinter dem dortigen großen Parkplatz (Richtung Mátala) gabelt sich die Straße: Rechts geht es zur Ausgrabung nach Agía Triáda, links bergab Richtung Mátala.

Die kurvenreiche Straße bis Agía Triáda (ca. 2,5 km) ist asphaltiert, aber schmal. Oberhalb der Ausgrabungen endet sie auf einem Parkplatz. Aus unverständlichen Gründen steht auf dem Parkplatz ein Schild, das das Fotografieren verbietet, unten in den Ausgrabungen ist es erlaubt. Unverständlich sind die Gründe allerdings nur für den, der nicht weiß, dass sich einige Kilometer von hier am Strand hinter Timbáki ein „militärisches Flugfeld“ befindet, das natürlich strengster Geheimhaltung unterliegt. Es ist von hier aus nicht zu sehen, aber vielleicht zu fotografieren?

PicturesOG/agtriad1.jpgDer Palast von Agía Triáda ist kleiner als die von Knossós, Festós und Mália, liegt aber wunderschön und ist auch nicht so überlaufen wie die anderen Ausgrabungsstätten.
Die Ausgrabungen sind von von 8 – 20 Uhr geöffnet, Eintritt ca. 1,50 Euro, Schüler und Studenten mit Ausweis frei.

Ursprünglich wurde von Archäologen vermutet, Agía Triáda sei ein zu Festós gehörendes „Sommerhaus“ gewesen. Seit einiger Zeit widersprechen dem Fachleute mit der Begründung, beide Paläste lägen zu nah beieinander (ebenso wie z. B. der große und der kleine Palast von Knossós, für die früher die gleiche Deutung galt). Nunmehr wird eher vermutet, die großen Paläste seien Kultstätten, die kleinen die eigentlichen Wohnungen gewesen.

PicturesOG/agtripla.jpgMan betritt die Ausgrabung von Osten her, rechts liegt der Ostflügel des Palastes. Direkt rechts vorne die Ausgrabung eines alten minoischen Heiligtums (1), das älter datiert wird als der Rest der Ausgrabungen. Rechts dahinter ein Trakt mit Magazinen und Wohnungen von Bediensteten (2). Man geht nun auf den Nordflügel und eine Treppe (3) zu, die hinabführt.
Unten angekommen, wendet man sich halbrechts und erreicht ein lose mit dem Palast in Verbindung stehendes nördliches Haus (4), dahinter die Überreste einer alten Stadtanlage (5). Wer durch diese hindurchgeht und die Ausgrabungen am hinteren Ende verlässt, kommt zu einem minoischen Friedhof mit zwei Rundgräbern und einem Kammergrab (nicht eingezeichnet).

PicturesOG/agtriad2.jpgWendet man sich vom nördlichen Haus nun nach links und geht diese tieferliegende Terrasse (6) entlang, trifft man wieder auf eine Treppe, die diesmal hinaufführt (7). Im Westflügel lagen die eigentlichen Wohngemächer. Der Hauptraum (8) öffnete sich in mehreren Türen auf eine kleine Terrasse oder einen Hof (9), auf der schon die Minoer dieselbe Aussicht genossen wie der heutige Besucher. Ringsum noch mehrere kleinere Wohnräume, von denen einer für ein Archiv gehalten wird, da hier mehrere Täfelchen in Linear-A-Schrift gefunden wurden.
Weiter im Süden dann wieder Magazinräume (10). Die kleine Kirche auf dem Hof ist natürlich nicht minoisch, sondern stammt aus dem 14. Jahrhundert n. Chr. Im Inneren sind noch Fresken zu sehen.
PicturesOG/agtriad3.jpgWendet man sich nun abschließend noch einmal zum Nordflügel (11), der ja vorhin links liegen gelassen wurde, ist hier ein selbst für den Laien erkennbares Gemisch aus minoischen und mykenischen Überresten zu sehen. Die jüngeren mykenischen Mauern (so z.B. direkt links neben der Treppe (3) sind um einiges dicker und wuchtiger als die älteren minoischen. Hier lagen ebenfalls Magazine (in einem stehen noch große Ton-Píthoi) und ein Heiligtum, in dem Weihegaben gefunden wurden, die heute im Museum in Iráklion aufgestellt sind.

Öffentliche Verkehrsverbindungen
Bisher offiziell keine.

Agía Paraskeví

Das kleine Dorf Agía Paraskeví liegt an der Straße zwischen Agía Galíni und Réthymnon, allerdings an der besonders kurvenreichen „Alternativstrecke“, die man wie folgt erreicht: Kommt man aus der Messará-Ebene von Timbáki aus den Berg hinauf, nimmt man kurz hinter einer Kaserne die Abzweigung rechts nach Réthymnon. Geradeaus geht es weiter nach Agía Galíni. Etwa zwei KM weiter gabelt sich die Straße, geradeaus führt die „normale“ alte Straße nach Réthymnon. Links zweigt die „Alternativstrecke“ über Agía Paraskeví und Áno Méros ab.

Das erste Dorf auf dieser Strecke ist Agía Paraskeví. Fast in jedem Kafenío des Dorfes hängt das Portrait eines streng blickenden kahlköpfigen Mannes: Vor knapp 30 Jahren sah man sein Bild noch öfter in den Tageszeitungen, es ist der Junta-Obrist Stylianós Patakós, einer der Exponenten der griechischen Faschistenregierung von 1967 bis 1974. Seine Familie stammt aus diesem Dorf, und noch immer gehört ihr der größte Teil des Dorfes und Landbesitzes. Womit nicht behauptet werden soll, die Bevölkerung des Dorfes sei rechts eingestellt. Hier sind es Familienbande, und was Patakós alles mit verantwortet hat, ist den meisten nicht so recht bewusst. Es ist allerdings sinnlos und fehl am Platze, hier aufklärerisch wirken zu wollen.

Abgesehen davon hat das Dorf auch noch mehr zu bieten:
Am unteren Dorfeingang gegenüber eines „venezianischen“ Brunnens die kleine Doppelschiffkirche der Agía Paraskeví und des Ágios Geórgios, die große Kirche der Agía Stylianí weiter oben direkt an der Durchgangsstraße und vor allen Dingen in Dorfmitte zu Fuß zu erreichen die älteste Kirche des Dorfes, gewidmet der Panagía, der Heiligen Muttergottes. Sie weist uralte, teilweise sehr verwitterte Fresken auf.
Die Kirche ist meistens abgeschlossen. Geht man aber direkt oberhalb der Kirche nach rechts vorbei am Kafenío um die Ecke herum, kommt man zum Haus des Dorfpopen und kann nach dem Schlüssel fragen.

Außer dem bereits erwähnten Kafenío bietet die „Taverna Maria“ (eigentlich auch ein besseres Kafenío) weiter unten an der Durchgangsstraße zumindest Omeletts und Salat an.

 

Vái

PicturesOG/vai1_gwg2.jpgDer Palmenhain von Vái im äußersten Osten Kretas zählt zu den bekanntesten und am meisten fotografisch abgebildeten Plätzen der Insel. Der Legende nach wurde dieser Palmenhain unabsichtlich von arabischen Seeräubern angelegt, die hier auf Kreta anlegten, Datteln kauten und die Kerne in den Sand spuckten, wo sie wurzelten und zu Bäumen wurden. Mehr als eine Legende ist diese Geschichte aber nicht, denn Botaniker bezeichnen diese Art der Dattelpalme nicht als Importgewächs, sondern als einheimische und nur auf Kreta vorkommende Pflanze. Oder sollten auch an der Mündung des Megalopotamós arabische Seeräuber gelandet sein? Das zumindest wäre eine neue Entdeckung!

Der Palmenstrand von Vái ist jedenfalls ein sehr hübsches Fleckchen Erde, dessen Entdeckung durch die ersten Rucksackler schon schnell viel fahrendes Volk anzog (mich selbst 1971 das erste Mal, und ich war begeistert!). Der Strand und auch der Palmenhain von Vái verdreckten leider durch viele wilde Camper und Strandschläfer (und „Wildk…“) völlig, bis vor mehreren Jahren die kretischen Behörden reagierten: Sie zäunten den größten Teil des Palmenwaldes in Vái ein und erklärten ihn zum Naturschutzgebiet – Betreten verboten.

PicturesOG/vai2_gwg2.jpgDer Strand und der kleine weiterhin betretbare Teil des Palmenhains darf heutzutage nur von 7 Uhr morgens bis 21 Uhr abends betreten werden. Übernachten oder gar Campen ist verboten! Abends wird der Strand im wahrsten Sinne des Wortes „geschlossen“. Das ist auch ganz gut so (auch wenn man grundsätzlich gegen restriktive Maßnahmen aller Art ist und sein darf!), denn so – und leider nur so – konnte die Schönheit dieses Fleckchens Erde gerettet werden. Für Vái war es wirklich 5 vor 12!

Trotz dieser Einschränkungen hat Vái augenscheinlich seine Anziehungskraft nicht verloren, hier ist immer reichlich was los, auch wenn sich die Klientel sehr verändert hat. Ein Restaurant hat sich rechts am Hang eingerichtet. Trotz der relativen Monopolstellung des „Estiatório Vái“ von Antónis Kalambókis (denn die nicht weit entfernte Snack-Bar am Strand stellt eine ziemliche Zumutung dar) sind die Preise normaler Durchschnitt und die Essensqualität erstaunlich gut. Beim Essen bietet sich zudem ein schöner Blick über die Bucht gratis.

Vor allem mittags fahren hier viele Reisebusse der „Eastern-Crete-in-5-Hours-Touren“ (die heißen natürlich nicht wirklich so) vor und speien ihre Fracht aus. Entsprechend voll ist es dann, das Lokal und sein Personal werden aber bisher damit recht gut fertig. Durchaus zu empfehlen, vor allen Dingen, weil sich das Essensangebot nicht nur auf das übliche Tavernenessen beschränkt, sondern auch Leckeres aus Topf oder Backofen angeboten wird.

Da sich der Strand von Vái vom Rucksäcklerparadies zum Tagesbadestrand von (durchaus auch sehr vielen individuellen) Ausflüglern aus Sitía gewandelt hat, ist natürlich eine entsprechende Infrastruktur vorhanden: Man kann Windsurfbretter und Tretboote, Sonnenschirme und Strandliegen mieten, kurz alles, was man so braucht. In der Saison ist sogar Wasserski im Angebot.
Der Strand selbst ist grob sandig und sehr schön. Im Wasser trifft man aber auf diverse Felsplatten. Ganz hält also das Meer nicht, was der Strand verspricht.

PicturesOG/vai3_gwg2.jpgKlettert man die Steintreppe links neben dem Restaurant hinauf und überquert den Aussichtsfelsen, so erreicht man (immer den roten Punkten folgend) eine weitere Badebucht, die fast noch schöner ist. Sie ist allerdings nicht für kleine Kinder geeignet, da das Wasser hier (im Gegensatz zur eigentlichen Bucht von Vái) recht steil tiefer wird.

Eine öffentliche Toilette und eine Süßwasserdusche (beide gebührenpflichtig) findet man am (ebenfalls gebührenpflichtigen) Parkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel
Etwa 5 x täglich kommt der Bus aus Sitía hierher.

Gerüchten zufolge (aber die gibt es schon seit Jahren) soll oberhalb von Vái der größte europäische Ferienclub mit 7.500 (!) Betten und einer eigenen Meerwasserentsalzungsanlage entstehen. Der Bauherr soll ein englischer Konzern sein. Dann wäre leider ziemlich Feierabend hier … oder sieht das jemand anders?

Thérissos

PicturesOG/therissos_schlucht.jpgDas Hinterland von Chaniá ist grün und wild zugleich. Dies zeigt besonders ein Ausflug in das Dorf von Elevthérios Venizélos, nach Thérissos. Elevthérios Venizélos ist einer der absoluten Volkshelden der Insel, er sorgte für den späten Anschluss Kretas an Griechenland, später war er griechischer Ministerpräsident. Geboren wurde er zwar in Mourniés, aber in Thérissos schmiedete er mit seinen Mitstreitern die Pläne, die schließlich zum Anschluss an Griechenland führten.

Um nach Thérissos zu gelangen, fährt man in Chaniá entlang der Hauptstraße Richtung Kastélli, kurz vor dem Ortsausgang ist links die Straße nach Thérissos ausgeschildert. Von hier aus sind es 12 bis 14 km auf asphaltierter Straße, die unterwegs durch eine wild-romantische Schlucht führt.

Vor dem Ortseingang von Thérissos liegen mehrere große Ausflugstavernen, die davon zeugen, dass der Ort ein beliebter Zielort für Einheimische aus Chaniá oder weiterer Umgebung ist.

PicturesOG/Baum auf Strasse 001.jpgIn Thérissos selbst liegt links von der Straße ein graues würfelförmiges Gebäude mit dunklen Fensterhöhlen (ziemlich weit ab von der Straße). Dies ist das ehemalige Haus von Venizélos. Ees ist zwar nicht sonderlich sehenswert, aber wer es nicht findet und es unbedingt gesehen haben will, frage im Kafenío nach. Der Ort ist geschichtsträchtig, ging doch von hier die Initiative zum Anschluß Kretas an Griechenland aus (s.o.).

Man kann von Thérissos Richtung Zoúrva auf durchgehend asphaltierter, aber sehr kurvenreicher Panoramastraße weiter und – nach einer „Pflichteinkehr“ in der Taverne „Rizinia“ – von dort  hinunter ins Dorf Mesklá fahren. Eine sehr schöne Strecke.

Eine Kuriosität: Nimmt man ein kurzes Stück oberhalb von Thérissos an der ersten Gabelung nicht die Möglichkeit nach rechts (Zoúrva), sondern nach links (man gelangt so auf asphaltieren Nebensträßchen zur Soúda-Bucht), sollte man die folgenden Kurven nur sehr langsam nehmen: Denn hier steht plötzlich ein Baum mitten auf der Straße, der Asphalt führt rechts und links um ihn herum!

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung von Chaniá nach Thérissos und zurück 2 x täglich.

Lassíthi-Hochebene

Lassíthi-Hochebene

PicturesOG/windmuehle.jpgEin Ausflug von Iráklion (oder benachbarten Orten)…

Wer diesen Ausflug von Osten her unternehmen möchte, fährt am besten von Ágios Nikólaos über Neápolis zur Lassithi-Ebene hinauf. Auch diese Strecke ist entsprechend beeindruckend und kurvenreich.

Etwa 22 Kilometer östlich von Iráklion biegt man von der Nordküstenstraße rechts Richtung Lassíthi-Hochebene ab (ausgeschildert: Kastélli 15 Kilometer). Nach ca. 7 Kilometern biegt man nach links Richtung Goniés ab und folgt sodann immer der Ausschilderung Richtung Lassíthi-Hochebene bzw. zum Hauptort derselben, Tzermiádon. Lassíthi-Hochebene weiterlesen