Thérissos

PicturesOG/therissos_schlucht.jpgDas Hinterland von Chaniá ist grün und wild zugleich. Dies zeigt besonders ein Ausflug in das Dorf von Elevthérios Venizélos, nach Thérissos. Elevthérios Venizélos ist einer der absoluten Volkshelden der Insel, er sorgte für den späten Anschluss Kretas an Griechenland, später war er griechischer Ministerpräsident. Geboren wurde er zwar in Mourniés, aber in Thérissos schmiedete er mit seinen Mitstreitern die Pläne, die schließlich zum Anschluss an Griechenland führten.

Um nach Thérissos zu gelangen, fährt man in Chaniá entlang der Hauptstraße Richtung Kastélli, kurz vor dem Ortsausgang ist links die Straße nach Thérissos ausgeschildert. Von hier aus sind es 12 bis 14 km auf asphaltierter Straße, die unterwegs durch eine wild-romantische Schlucht führt.

Vor dem Ortseingang von Thérissos liegen mehrere große Ausflugstavernen, die davon zeugen, dass der Ort ein beliebter Zielort für Einheimische aus Chaniá oder weiterer Umgebung ist.

PicturesOG/Baum auf Strasse 001.jpgIn Thérissos selbst liegt links von der Straße ein graues würfelförmiges Gebäude mit dunklen Fensterhöhlen (ziemlich weit ab von der Straße). Dies ist das ehemalige Haus von Venizélos. Ees ist zwar nicht sonderlich sehenswert, aber wer es nicht findet und es unbedingt gesehen haben will, frage im Kafenío nach. Der Ort ist geschichtsträchtig, ging doch von hier die Initiative zum Anschluß Kretas an Griechenland aus (s.o.).

Man kann von Thérissos Richtung Zoúrva auf durchgehend asphaltierter, aber sehr kurvenreicher Panoramastraße weiter und – nach einer „Pflichteinkehr“ in der Taverne „Rizinia“ – von dort  hinunter ins Dorf Mesklá fahren. Eine sehr schöne Strecke.

Eine Kuriosität: Nimmt man ein kurzes Stück oberhalb von Thérissos an der ersten Gabelung nicht die Möglichkeit nach rechts (Zoúrva), sondern nach links (man gelangt so auf asphaltieren Nebensträßchen zur Soúda-Bucht), sollte man die folgenden Kurven nur sehr langsam nehmen: Denn hier steht plötzlich ein Baum mitten auf der Straße, der Asphalt führt rechts und links um ihn herum!

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung von Chaniá nach Thérissos und zurück 2 x täglich.

Pérama

Pérama ist ein kleines kretisches Provinzstädtchen an der Alten Straße zwischen Iráklion und Réthymnon (54 Kilometer von Iráklion).
An der Hauptstraße findet man Post, Bank, Einkaufsmöglichkeiten aller Art (die aber mehr auf die einheimischen Bedürfnisse ausgerichtet sind), aber auch Kartenverkaufsstellen der beiden kretischen Reedereien A.N.E.K. und Minoikés Grammés.

Die Post ist täglich von 7.30 bis 14.30 Uhr, die Bank Mo.-Do. von 8 bis 14 Uhr, Fr. von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet.
Etwa in Ortsmitte biegt die Straße nach Pánormos und zur „New Road“, der Küstenschnellstraße, ab. Etwa 100 Meter diese Straße hinein auf der linken Seite das Büro des OTE (Telefon- und Telegrafenamt), geöffnet von 7.30 bis 15.10 Uhr an Werktagen (auch Kartentelefon).
Der Ort kennt Touristen eigentlich nur vom Durchfahren, und er bietet selbst weiter auch nichts Interessantes.

Sehenswert
Unweit des Ortes liegt die Melidóni-Höhle, die einen Besuch wert ist.

Öffentliche Verkehrsmittel
Diese Strecke wird von alle Bussen befahren, die zwischen Iráklion und Réthymnon die Alte Straße benutzen.

Pánormos

Pánormos ist ein kleiner Badeort an der Nordküste von Kreta zwischen Iráklion und Réthymnon. Genau an dieser Stelle verliert die kretische Nordküste ihre vorübergehende felsige Wildheit, von der sie zwischen Agía Pelagía und Pánormos geprägt war. Die Berge fallen wieder flacher ins Meer ab, es entstehen kleine Ebenen als Hinterland des Küstenstreifens.
Das Dorf Pánormos erreicht man über eine kurze Stichstraße (1 Kilometer) von der „New Road“ aus. An der gleichen Stelle zweigt übrigens auch die Straße ins Landesinnere nach Pérama ab, die so die alte Straße durch die Berge und die „New Road“ verbindet. Entfernung ab hier 8 Kilometer.

In Pánormos findet man einen kleinen und (immer noch) relativ verschlafenen Ort auf Kreta vor, auch wenn die Einheimischen erklären, seit einigen Jahren hätte der Tourismus auch hier sehr zugenommen. Die entsprechende Infrastruktur haben sie schon geschaffen oder sind eifrig dabei.
Der Strand neben dem Hafen ist zwar sandig, allerdings auch ziemlich klein.

Das eigentliche Dorfzentrum liegt oberhalb des kleinen Hafens (ganz unten am Hafen übrigens die beste Parkmöglichkeit für Durchreisende), der nur aus einer kleinen Mole besteht, die die flache Bucht abschirmt. Hier finden sich auch mehrere kleine Tavernen, die leider alle Schatten nur unter einem Stoffdach bieten. Preise und Essen sind in Ordnung, in der Taverne „Mourágio“ fand ich besonders das „Saganáki“ (eine Eierspeise mit Käse) sehr gelungen.

Weiter oben im älteren Ortskern, in der gleichen Straße wie die Post, das Büro von „Kastélli Tours“. Hier kann man Leihwagen mieten, Ausflüge buchen, Zimmer bekommen … oder aber auch einfach nur eine Auskunft, man versteht sich gleichzeitig als eine Art „Tourist-Information“.
Schräg gegenüber ein kleines und ziemlich uriges Lebensmittelgeschäft für Selbstversorger, ein Stück dahinter die Post, und am Ende der Gasse ein gemütliches altes Kafenío, welches sich in seiner deutschsprachigen Karte aber auch schon auf die Touristen eingestellt hat. Hoffentlich weicht es nicht ganz einer Café-Bar. „Pánormos“ weiterlesen

Panagía i Kerá (Kirche)

Die relativ kleine Kirche bei Kritsá wenige Kilometer südlich von Ágios Nikólaos ist die wohl berühmteste Kirche Panagía i Kerá auf Kreta und ziert viele Titelblätter, nicht zu Unrecht, denn sie bietet immerhin zwei Besonderheiten.

PicturesOG/kritsa2.jpgZum einen ist Panagía i Kerá  dreischiffig. Diese drei Kirchenschiffe entstanden in horizontaler Sandwichbauweise nach und nach im Laufe von drei Jahrhunderten. Das macht die Kirche Panagía i Kerá  viel breiter, als der Kuppelturm über dem mittleren Schiff hoch ist. Wegen ihrer zusätzlichen schrägen Stützmauern an den Seiten wirkt sie geduckt und fest im Boden verwurzelt. Nicht das mittlere Schiff mit dem Turm ist übrigens das älteste, sondern das südliche, welches zu Beginn die komplette Kirche darstellte.

Die zweite Besonderheit der Kirche Panagía i Kerá sind die Fresken in ihrem Inneren, die ich leider nicht fotografieren konnte, da es zu dunkel war und ein Blitz verboten ist.

Nirgendwo sonst auf Kreta sind diese Fresken so zahlreich und gut erhalten. Deshalb kommen so viele Interessierte hier her, dass diese Kirche meines Wissens die Einzige auf Kreta ist, für die Eintritt verlangt wird (ca. 3 Euro). Das Innere ist diesen Obulus aber auch wert.

Das Mittelschiff ist mit Bildern der Propheten (in der Kuppel, schlecht erhalten), der Evangelisten (in den Ecken darunter) und dahinter mit einer Darstellung der Auferstehung Christi geschmückt. In der Apsis findet eine Darstellung der Gottesmutter mit den Erzengeln Gabriel und Michael. Im vorderen Teil sind einige Stationen aus dem Leben Christi zu sehen, wie seine Geburt, der Kindermord des Herodes, das Abendmahl u.a.

Das Südschiff ist der Agia Anna geweiht (der „Großmuttergottes“). Die Fresken zeigen Bilder aus ihrem Leben.

Das Nordschiff gehört dem Ágios Antónios. In der Apsis ist hier besonders interessant die Darstellung des Christus Pantokrator. Etwas fehl am Platze scheint in der hinteren linken Ecke ein Paar in kretischer Tracht. Man vermutet, daß es sich ganz prosaisch um die Stifter dieses zuletzt angebauten Nordschiffes handelt.

Die Kirche ist montags – samstags von 10-15 Uhr, sonntags nur bis 14 Uhr geöffnet. Man sollte sich vor dem Hinauffahren diese Öffnungszeiten aber unbedingt bei der Touristeninformation (EOT) in Ágios Nikólaos bestätigen lassen, damit man nicht möglicherweise vor verschlossener Tür steht.

Palékastro

Palékastro

PicturesOG/palekastro1_gwg2.jpgPalékastro (östlich von Sitía, praktisch zwischen Vái und Káto Zákros) ist nicht mehr und nicht weniger als ein „Provinznest“, das (leider) nicht direkt am Meer liegt. Seine Bewohner leben von der Landwirtschaft, der Tourismus hält aber auch hier schon etwas mehr als nur zaghaften Einzug. Zum Meer sind es eben doch nur 2 bis 3 Kilometer, und die nördlich des Ortes gelegenene sehr langgestreckte Bucht ist schön zum Baden (kieselig bis sandig und fast menschenleer).
Man kann es hier sehr gut ein paar Tage aushalten, auch wenn das Essensangebot in den wenigen Tavernen am Dorfplatz (da, wo sich die Straße gabelt, rechts nach Zákros, links nach Vái) nicht sehr weit gefächert ist. Was es hier gibt, schmeckt aber, und die Preise liegen noch deutlich unter Durchschnitt. „Palékastro“ weiterlesen

Ravdoúcha

Ravdoúcha

Das Dorf liegt oberhalb der Westküste der Halbinsel Rodópou im Nordwesten der Insel. Inzwischen muss man nicht mehr die alte Straße zwischen Chaniá und Kastélli befahren, um nach Ravdoúcha zu kommen. Die Abzweigung ist auch von der „New Road“ aus ausgeschildert.

Hier sei insbesondere einer meiner Lieblingsplätze auf Kreta beschrieben:
Man fährt im Dorf bis zur Kirche, die links an der Straße liegt. Direkt gegenüber der Kirche biegt rechts ein asphaltierter Weg ab, der steil hinunter zum Meer führt (Schild: „Pros Paralia Tavern“, was soviel heißt wie: „zum Strand und zur Taverne“). „Ravdoúcha“ weiterlesen

Kloster Odigítrias

PicturesOG/odigitrias_wn.jpgIm Kloster Odigítrias an der Straße zwischen Kalí Liménes und Sívas in den Asteroússia-Bergen südlich der Messará-Ebene wird am 15. August das große Fest der Panagía (Hl. Jungfrau) Odigítrias gefeiert. Und auch sonst ist es sehenswert.

Wer mit den Mönchen etwas näher ins Gespräch kommt, dem zeigen sie wahrscheinlich auch die Fluchthöhle, die sie vor den türkischen Übergriffen schützte. Ganz allein nämlich findet man sie nicht (und auch die Türken haben sie nie gefunden).

Neápolis

Neápolis

Das Landstädtchen Neápolis liegt etwas abseits der „New Road“ zwischen Mália und Ágios Nikólaos im Nordosten der Insel. Zwei bis drei Kilometer hinter einem der seltenen Straßentunnel auf Kreta (dieser ist sogar 275 Meter lang), erreicht man die Abzweigung PicturesOG/neapolis.jpgnach Neápolis, welches einen kleinen Verkehrsknotenpunkt darstellt. Hier treffen sich die „New Road“ und die alte Straße für einen Moment, man kann also statt der bequemen Strecke direkt nach Ágios Nikólaos die kurvenreiche alte Straße nehmen oder sogar den ebenso kurvenreichen nördlichen Umweg über Fourní, der nördlich von Ágios Nikólaos bei Eloúnda das Meer erreicht. Außerdem zweigt in Neápolis die zweite Strecke in die Lassíthi-Hochebene von der nördlichen Hauptstraße ab. „Neápolis“ weiterlesen

Makrygialós*, Análipsi und Koutsourás und  (bei Ierápetra)

Makrygialós*, Análipsi und Koutsourás und  (bei Ierápetra)

Die drei Dörfer liegen an der Südküste östlich von Ierápetra. Sie liegen auf der Landkarte scheinbar weit auseinander, gehen aber faktisch ineinander über. Man merkt den Wechsel eigentlich nur am Ortsschild.

Diese Dörfer liegen an einem langen und grobsandigen Strand, der auch gut für Kinder geeignet ist (der Ortsname „Makrygialós“ bedeutet nichts anderes als „breiter“ oder auch „langer“ Strand) mit vielfältigem Angebot, es gibt auch sehr nette Tavernen am Strand oder am Hafen von Makrygialós (*übrigens findet man manchmal auch die Schreibweise „Makrýs Gialós“).

„Makrygialós*, Análipsi und Koutsourás und  (bei Ierápetra)“ weiterlesen