Route 19 – Von Chaniá nach Soúgia

Von Chaniá aus fährt man auf der alten Ausfallstraße nach Westen. Hinter der kleinen Brücke biegt links die Straße zur Omalós-Hochebene ab. Sie führt durch weitläufige Orangenhaine, hier befindet sich eines der Zentren des Zitrusfrüchteanbaus.

3 Kilometer hinter dem kleinen Dorf Agiá biegt man rechts ab Richtung Alikianós, welches man einen Kilometer später erreicht.
Eine kurze Besichtigung lohnt die Kuppel der dortigen Kirche des Ágios Geórgios aus dem 15. Jahrhundert allemal.

Von Alikianós fährt man nun ich Richtung Skinés und befindet sich damit schon auf der richtigen Straße nach Soúgia. In Chliaró (1 Kilometer hinter Skinés) sollte man noch einmal aufpassen, nicht falsch abzubiegen. Wer als nächsten Ort nicht Langós erreicht, ist auf der falschen Straße gelandet.

Die nächste wichtige Abzweigung liegt zwischen Agríles und Rodováni, hier geht es links nach Soúgia weiter. Ein paar Kilometer weiter erreicht man das kleine Dorf Moní, das wiederum wegen der dortigen Kirche des Ágios Nikólaos einen Zwischenhalt wert ist. Am Ortseingang zweigt der Weg zum 100 Meter entfernten Kirchlein ab, den Schlüssel bekommt man im ersten Haus. Die kleine Kirche ist wegen ihrer Fresken aus dem 14. Jahrhundert sehenswert. Ihr Schöpfer war der berühmte Maler Ioánnis Pagoménos.

Auf den letzten Kilometern hinunter nach Soúgia führt auch diese Straße durch ein hübsches Flusstal. Soúgia ist ein beliebtes Ziel für Individualtouristen, die sich hier allerdings noch nicht allzu sehr auf die Füße treten. Neben reinem Badeurlaub ist die Wanderung nach Lissós oder auch weiter nach Paleóchora zu empfehlen.

Route 18 – Von Tavronítis (an der Nordküste) nach Paleochóra

Das Dorf Tavronítis liegt etwa 5 Kilometer vor Kolymbári an der Nordküstenstraße westlich von Chaniá (siehe Fahrtroute 16). Hier zweigt die Straße zu dem bei Individualtouristen sehr beliebten Ort Paleochóra an der Südwestecke der Insel ab.

Im nächsten größeren Dorf Voukoliés findet derjenige, der unterwegs auf dem Weg über die Insel irgendwo (wild) kampieren will, noch einmal gute Einkaufsmöglichkeiten, Bank, Post etc. Wer allerdings direkt bis Paleochóra (das die Fans gerne untereinander mit dem Kosenamen „Pále“ bedenken) durchfahren will, braucht hier nicht zu halten.

An der weiteren Strecke sieht man mehrfach Gedenktafeln für einzelne Kreter, die während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg als Partisanen getötet wurden. Die meisten Auseinandersetzungen fanden hier im Westen der Insel statt. Das auffälligste dieser Mahnmale steht links vor dem Ortseingang von Kándanos. Auch die Bevölkerung dieses Dorfer wurde Opfer einer Vergeltungsmaßnahme der deutschen Wehrmacht.

In Kándanos kann man auch nach Soúgia abbiegen, aber diese Straße ist teilweise schlecht (wer nach Soúgia will, sollte besser von Chaniá aus der Fahrtroute 19 folgen.

Von Kándanos aus führt die Straße zuerst durch ein hübsches Flußtal und dann ist auch bald Paleochóra erreicht. Alles weitere findet man dort, hingewiesen sei nur noch einmal auf die Möglichkeit, von hier aus zu Europas südlichster Insel Gávdos überzusetzen.

Route 17 – Von Kastélli Kissámou zum Kloster Chryssoskalítissa und nach Elafonísi

PicturesOG/topolia-schlucht_gwg.jpgAm schönsten gestaltet sich diese Tour als eine Art Rundreise, ausgehend von Kastélli Kissámou. Man fährt die alte Straße (!) Richtung Chaniá ca. 2 Kilometer bis zum Dorf Kaloudianá oder auch noch weitere 2 Kilometer weiter bis Drapaniás. In beiden Orten geht es rechts ab Richtung Topólia.

6 Kilometer hinter Topólia biegt rechts die Straße nach Vlatós (1 KM) ab.

Zurück auf der Hauptstraße biegt links die Straße nach Kándanos und Paleochóra ab, diese Strecke ist allerdings teilweise schlecht.

Nach weiteren 5 Kilometern erreicht man das Kastaniendorf Élos.

Bis zum Dorf Kefalí sind es nun noch 4 Kilometer. Vor dem Dorf biegt man scharf links ein Richtung Váthi (anderer Name: Kounéni). Váthi bietet sozusagen die letzte Einkaufsmöglichkeit „vor der Autobahn“ und sogar eine Post. Von hier aus sind es dann noch 10 Kilometer weiter bis zum Kloster Chryssoskalítissa (inzwischen komplett asphaltiert).

PicturesOG/elafonisi.jpgVon hier aus fährt man nur noch etwa 6 Kilometer zum Strand von Elafonísi (und bis auf die letzten paar hundert Meter ist auch diese Strecke asphaltiert).

Als ich vorhin von einer „Rundreise“ schrieb, sollte das heißen, dass ich für die Rückfahrt nach Kastélli Kissámou eine andere Strecke vorschlage. „Route 17 – Von Kastélli Kissámou zum Kloster Chryssoskalítissa und nach Elafonísi“ weiterlesen

Route 16 – Von Chaniá an der Nordküste entlang nach Westen bis Kastélli Kissámou

Man verlässt Chaniá auf der (alten) Haupstraße nach Westen Richtung Kastélli. Am Ortsausgang von Chaniá zweigt hinter einer Brücke links die Straße zur Omalós-Hochebene und zur Samariá-Schlucht sowie nach Soúgia ab.

Ca. 1 Kilometer hinter dem (alten) Ortsausgang erkennt man links oberhalb der Straße eine Säule mit einem stürzenden Adler darauf. Es ist ein Denkmal, welches die deutschen Besatzer gleich nach der Eroberung der Insel im Zweiten Weltkrieg zu Ehren ihrer Gefallenen errichteten. Es ist nicht wirklich sehenswert, ich erwähne es nur, weil es von der Toleranz der Kreter zeugt. Anderswo wäre es vermutlich längst abgerissen.

Ein kleines Stück weiter geht es rechts ab zum Camping Chaniá, einem kleinen, aber vorwiegend schattigen Platz, sehr gemütlich, allerdings ein wenig kompliziert zu erreichen. Lange Wohnwagengespanne könnten Probleme bekommen.

Man durchfährt nun das neue „Gewerbegebiet“ von Chaniá, die Straße nimmt die Breite eines Boulevards an, links und rechts moderne Bauten, man ist froh, wenn man raus ist. „Route 16 – Von Chaniá an der Nordküste entlang nach Westen bis Kastélli Kissámou“ weiterlesen

Route 15 – Von Chaniá ins Landesinnere: Maláxa und Mourniés sowie Thérissos, Zourva und Mesklá

Einige Dörfer im Hinterland von Chaniá sind aus sehr unterschiedlichen Gründen einen Abstecher wert. Man folge aus Chaniá heraus der ausgeschilderten (alten!) Ausfallstraße Richtung Soúda und Réthymnon, kurz vor dem Ortsausgang von Chaniá ist rechts die Straße nach Maláxa ausgeschildert. Im Dorf Nerokoúros hält man sich links.

Von Maláxa aus fährt entweder zurück nach Nerokoúros und dort dann geradeaus weiter nach Mourniés, wo es einen mehr aus rein kulinarischen Gründen hinziehen sollte.
Man kann aber von Maláxa auch durch die Abhänge der „Lefká Óri“ über die Dörfer Kontópoula, Gerolákkos, Loúlos etc. nach Mourniés fahren. Sicherlich beschwerlicher zu fahren, aber eine ungleich schönere Strecke. „Route 15 – Von Chaniá ins Landesinnere: Maláxa und Mourniés sowie Thérissos, Zourva und Mesklá“ weiterlesen

Route 14 – Von Chaniá aus rund um die Halbinsel Akrotíri zu „Alexis Sorbas“, Klöstern, Wanderungen und Badestränden

Man folgt von der Markthalle in Chaniá aus zunächst einfach der Ausschilderung zum Flughafen. Die Straße verläßt nach einer ganzen Weile das Meer und führt steil den Berg hinauf. Auf der Höhe angekommen, erreicht man die Abzweigung links zu den Gräbern der Venizélos-Familie, in erster Linie von Elevthérios Venizélos, dem kretischen Nationalhelden und späteren griechischen Ministerpräsidenten. Ein Abstecher zu den Gräbern lohnt auf jeden Fall wegen der Aussicht auf Chaniá hinunter.

Es gibt hier auch ein Café, in dem man eben jenen Ausblick in Ruhe genießen kann.

Zurück an der Hauptstraße biegt man links ein nach Kounoupidianá. In Kounoupidianá kann man sich leicht verfahren, da zwar vielerlei Schilder in viele Richtungen weisen, an der Gabelung im Ort vor einer Taverne aber nicht ein einziges steht (dies ist bereits die zweite Gabelung).
An der ersten weist ein Schild links nach Ágios Onoúfrios. Hier fährt man geradeaus. An der eben genannten zweiten Gabelung etwa 50 Meter weiter nehme man die linke Möglichkeit und trifft wundersamerweise hinter dem Ort wieder auf ein Hinweisschild, das links nach Stavrós weist. „Route 14 – Von Chaniá aus rund um die Halbinsel Akrotíri zu „Alexis Sorbas“, Klöstern, Wanderungen und Badestränden“ weiterlesen

Route 13 – Von Réthymnon nach Chaniá (über die „New Road“ oder die alte Straße)

Verlässt man Réthymnon in Richtung Westen, hat man wieder einmal die Wahl zwischen „New Road“ und alter Straße. Letztere führt durchs Landesinnere, die „New Road“ bis Georgioúpolis immer am Meer entlang. Wer Zeit hat und etwas mehr von Kreta sehen will, dem empfehle ich auch hier die alte Straße. Es liegen an ihr zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten, aber man fährt eben statt auf einer Schnellstraße durch viele malerische Dörfer. Und man genießt bei dieser Gelegenheit die Tatsache, daß es die „New Road“ gibt, denn die LKWs fahren alle dort (und das ist ein Segen – wenn ich noch an die Zeit denke, als es dieses neue Straßenstück gab, es war trotz viel weniger Verkehrsaufkommen schon manchmal ein Horror, über viele Kilometer hinter einem stinkenden LKW herzuschleichen).

Kommt man aus Réthymnon heraus, steigt hinter dem Ortsausgang die Straße relativ steil an, oben angekommen, zweigt die alte Straße nach links ab. Ich beschreibe diese Strecke nicht näher, weil es da auch nichts Entscheidendes zu erklären gibt.
Die „New Road“ wird fast auf ihrer gesamten Strecke von Zäunen gesäumt. Der Zugang zum Strand ist nur an den „Exits to Beach“ gestattet, an denen sich jeweils Parkplätze befinden. Man soll und darf eben nicht wild auf der „New Road“ parken, da wie anderenorts schon beschrieben, die Standspuren durchaus zum Fahren gedacht sind.

Dort wo die Küstenlinie Kretas nach Norden abknickt, liegt das Dorf Georgioúpolis, ein sehr lebendiger Ort, der inzwischen voll touristisch erschlossen ist. Nicht nur ich empfehle Georgioúpolis gerne als „Einstieg“ für einen ersten Aufenthalt auf Kreta. Übrigens treffen sich hier vorübergehend „New Road“ und alte Straße und trennen sich gleich wieder.

Von hier aus sei jedenfalls ein Abstecher zum Kournás-See empfohlen, er ist immerhin Kretas einziger „echter“ Binnensee (alle anderen sind künstlich angelegt).

Ich wiederhole noch einmal meine Empfehlung, ab Georgioúpolis das waldreichste Gebiet Kretas auf der alten Straße zu genießen. Wer es sich anders überlegt, kann etwa 5 KM von Georgioúpolis entfernt auch wieder auf die „New Road“ einbiegen. Die alte Straße führt vom Dorfplatz durch die einmalige Eukalyptus-Allee nach Westen. Man unterfährt also am besten 5 Kilometer weiter die „New Road“ und erreicht nach weiteren 3 Kilometern Vrýsses, den Ort, wo Joghurt und Honig fließen. Dieses Dorf gilt als beste Einkaufsquelle für das Genannte, leider sind auch die Preise inzwischen oft so, als ob die Einheimischen gemerkt hätten, dass sie immer wieder empfohlen werden. Scherz beiseite: Es ist sehr lecker!

Vrýsses ist übrigens auch der offizielle Umsteigeort für die Busse nach Chóra Sfakíon.

Schon kurz hinter Vrýsses könnte und darf man wieder auf die „New Road“ einbiegen, sollte man aber nicht! Fahren Sie lieber auf der alten Straße bis Kalýves, denn die neue führt nur zwischen Böschungen hindurch, während die alte Straße durch einen der grünsten Teile der Insel führt, wie bereits angesprochen.

Ein hübscher Platz zum Rasten liegt etwa 4 KM hinter Vrýsses rechts unterhalb der Straße: Eine kleine Kirche, ein Picknickplatz, Süßwasserquellen, gerade Einheimische nutzen diesen Platz gerne zur Rast, leider wird öfter mal auch wilder Müll zurückgelassen.

Ein Stück weiter trifft man mit etwas Glück auf Köhler, die hier ihrer eintönigen und anstrengenden Arbeit nachgehen. Sie freuen sich immer über Besuch und ein Schwätzchen (sei es auch nur mit Händen und Füßen). Sie stammen aus den umliegenden Dörfern, sehen in den Sommermonaten meist aber wenig von ihrer Familie, denn die verbringen sie hier draußen. Die Meiler müssen ständig beobachtet und gepflegt werden. Früher schliefen sie im Freien auf der Erde, heute verfügen sie zum Teil schon über richtige Wohncontainer mit dem nötigsten Komfort.

Die Straße schlängelt sich weiter durch die Hügel (links hat man immer einen herrlichen Blick auf die „Levká òri“, die „Weißen Berge“, deren Hänge im gleißenden Sonnenlich tatsächlich weiß aussehen. Im Dorf „Ágii Pántes“ kann man rechts zum Kap Drápano abbiegen, zu urwüchsigen Dörfern, da der Tourismus hierher noch selten kommt. Eine Tour zum Kap Drápano ist unter Kalýves/Ausflug beschrieben.

Im Dorf Arméni steht an der Durchgangsstraße unter Platanen das Lokal mit dem originellen Namen „Platanos“, dessen Besitzer sich immer noch nicht endgültig entschieden haben, ob sie nun griechische oder Sonstwie-Küche anbieten wollen. So gibt es hier einiges, was man anderswo nicht bekommt, aber das braucht man vermutlich auch nicht! Meiner Erfahrung nach bestelle man lieber das Übliche, das ist völlig O.k., die Bedienung ist ausgesprochen nett und das Lokal als ganzes auch gemütlich eingerichtet.

Etwa 2 Kilometer hinter dem Dorf Arméni unterquert die alte Straße mal wieder die „New Road“. Wer die Nase voll hat von Kurven, kann hier auffahren. Er verpasst dann allerdings Kalýves, und das wäre schade.

Etwa 4 Kilometer westlich von Kalýves stellt sich die Frage „New Road“ oder alte Straße eh nicht mehr, sie vereinigen sich endgültig. Von Kalýves aus umfährt man vorher das ehemalige türkische Fort Izzedin, welches auch heute noch die Soúda-Bucht „beherrscht“. Während der Zeit der griechischen Militärjunta war das Fort ein Gefängnis für politische Gefangene, heute ist es eine Kaserne. Da die gesamte Strecke von hier bis Soúda miltärisches Sperrgebiet ist, weisen etwa alle 20 Meter Schilder darauf hin, das Fotografieren verboten ist (es gibt aber auch rein gar nichts, was lohnenswert zu fotografieren wäre). Und wer gerne ins Fort Izzedin hinein fotografieren möchte (strengstens verboten!), der fährt einfach 2 Kilometer weiter links nach Aptéra hoch, von hier aus hat man einen hervorragenden Blick hinein …

Zurück auf der Hauptstraße erreicht man schon wenige KM später die Abzweigung nach Soúda, dem Fährhafen von Chaniá. Man verpasst nicht viel, wenn man nicht hineinfährt.

Wiederum einige Kilometer weiter ist die Zufahrt nach Chaniá ausgeschildert, wenn man hier nicht hineinfährt, verpasst man hingegen einiges! Man könnte inzwischen zwar auch an Chaniá vorbei über die „New Road“ nach Westen weiterfahren, aber die meiner Meinung nach schönste Stadt Kretas muss man definitiv besuchen!

Route 12 – Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon

sowie von dort aus nach Norden bis Vrýsses und Georgioúpolis

PicturesOG/kourtaliotiko_gwg.jpgEtwa 8 Kilometer hinter Spíli (siehe Fahrtroute 11) zweigt die Straße ab, die im Süden bis nach Chóra Sfakíon führt. Es ist eine wirklich spannende Strecke mit vielen interessanten Plätzen zum Verweilen.

Doch von Anfang an: Man biegt also von der Haupstraße Agía Galíni – Réthymnon ab und erreicht schon nach einem Kilometer  das Dorf Koxaré. Hinter diesem Dorf wird die Landschaft schnell karger und rauher, dann tritt die Straße in eine lange Schlucht ein (Kourtaliótiko Farángi) und führt in dieser am rechten Hang entlang. Fast am Ende der Schlucht verbreitert sich die Straße zu einer Art Parkplatz, es ist zu empfehlen, hier ein Päuschen einzulegen und zur Kirche des Ágios Nikólaos und den Quellen des Megalopotamós hinunter zu steigen.

Etwa 7 Kilometer von Koxaré aus erreicht man Asómatos, ein etwas größeres Dorf im Landesinneren. Direkt am Ortseingang ist links die Abzweigung in Richtung Plakiás ausgeschildert, man folge ihr, wenn man zum Kloster Préveli will. Wer diesen (lohnenswerten) Abstecher nicht machen will, kann getrost auf der Hauptstraße durch das Dorf weiterfahren, denn es gibt kurz vor dem Dorf Mýrthios eine weitere Abzweigung nach Plakiás.

Man biegt also in Asómatos links ein. Einen Kilometer weiter gabelt sich die Straße erneut, links ist es nach Préveli ausgeschildert. Die Straße bis zum Kloster Préveli ist asphaltiert.

PicturesOG/plakias_gwg.jpg

Nach der Besichtigung des Klosters und einem erfrischenden Bad an der Mündung des  Megalopótamos fährt man weiter nach Westen. Man biegt auf der Rückfahrt nun Richtung Lefkógia ab. Bald darauf trifft man auf die andere Zufahrtsmöglichkeit nach Plakiás, nämlich auf die schon erwähnte Straße, die kurz vor Mýrthios aus hinunter führt.

Wer von hier aus weiter Richtung Westen fahren will, kann weiter durch den Ort Richtung Soúda-Bucht fahren. Kurz vor der Soúda-Bucht biegt die neue Straße hoch nach Séllia ab, sehr schöne Aussichten auf die Bucht von Plakiás. Von Séllia dann weiter die Südküstenstraße nach Westen.

Will man aber das bereits  erwähnte hübsche Dorf Mýrthios erleben, fährt man wieder ein Stück zurück, wie man gekommen ist, und folgt dann der ersten Beschilderung wieder den Berg hinauf.

Von hier aus steigt die Straße weiter an, bis sie sich kurz vor Séllia mit der schon erwähnten anderen Strecke trifft (und in Séllia selbst auf die erwähnte neuere Straße aus der Soúda-Bucht).

Die weitere Strecke nach Westen ist einfach erlebenswert, wenn auch nicht immer und überall locker befahrbar (immerhin aber inzwischen komplett asphaltiert).

Sehr romantisch liegen die Dörfer Áno und Káto Rodákino, sie lohnen durchaus einen Aufenthalt.

Dann nimmt die steile Felsküste wieder allmählich weichere Formen an und weicht etwas zurück, 2 Kilometer hinter dem Dorf Skalóti biegt man nach Frangokástello ab.

Von hier aus zurück zur „Hauptstraße“ sind es 3 Kilometer. Anschließend durchfährt man einige  Dörfer am Straßenrand (unter anderem Komitádes, wo man einkehren sollte oder auch länger bleiben kann) und erreicht nach etwa 12 Kilometern die Abzweigung, an der man sich entscheiden muß: Geradeaus noch 4 Kilometer bis Chóra Sfakíon, rechts hinauf in die Berge und wieder hinunter nach Vrýsses (es wird ein wenig weiter unten beschrieben).

PicturesOG/chorasfak3_gwg.jpgZuerst fahren wir geradeaus nach Chóra Sfakíon.

Zurück fährt man die 4 Kilometer bis zu erwähnten Strecke durch die Berge, die besonders atemberaubend ist. Viele Serpentinen schrauben sich hinauf, entlang der Ímbros-Schlucht wurden diverse Tunnel durch den Berg gesprengt und inzwischen auch fertig gestellt, es geht über die Askífou-Hochebene zurück in den Norden. „Route 12 – Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon“ weiterlesen

Route 11 – Aus dem Süden auf der neuen Straße über Spíli nach Réthymnon

Von Agía Galíni aus folgt man der Straße Richtung Timbáki bzw. Iráklion nur ein kurzes Stück, dann zweigt links die neuere Straße in Richtung Réthymnon ab. Wer Agía Galíni nicht als Endpunkt der Route 4 oder der Route 5 gewählt hat, sondern gleich nach Réthymnon weiter wollte, findet dort die Beschreibung, wo er abzweigen muss.

PicturesOG/akoumia_beach_gwg.jpgAuch diese Straße ist ein Teil der „New Road„-Bestrebungen der Kreter, sie ist aber leider in vielen Teilen ein echter Flop: Zwar ist sie gut und in den Kurven meist (!) recht großzügig ausgebaut, hat aber einen dermaßen schlechten Unterbau, dass sich jedes Frühjahr neue Löcher öffnen oder gar Teile der Straße ganz wegrutschen. Auch bei vorsichtiger Fahrweise ist allerdings recht flott das etwas größere Dorf Akoúmia erreicht, das links oberhalb der Straße am Hang liegt. Von hier aus ist ein Abstecher zu den schönen Stränden „Gyro Giali“ und „Triopetra Beach“ an der Südküste zu empfehlen.

Auf der Hauptstraße nach Norden, erreicht man einige Kilometer weiter den Weiler Kíssou Kámbos. Hier zweigt links die Straße nach Keramés ab. Dieser Ort liegt am Südhang des Siderótas Gebirges (nicht direkt am Meer). Deshalb ist er bisher auch touristisch so gut wie unerschlossen, obwohl es unten am Meer einige schöne Badebuchten gibt.

PicturesOG/Spili 2_ww.jpgWer sich diesen Abstecher verkneift, erreicht auf der Weiterfahrt Richtung Réthymnon als nächstes das Bischofsstädtchen Spíli, das in jedem Fall zu einer Rast einlädt und nicht einfach nur durchfahren werden sollte.
Kurz vor dem Ortsausgang von Spíli Richtung Norden kann man rechts nach Gerakári abbiegen. Über den Berg hinweg erreicht man dann die alte Nebenstrecke von Süden nach Réthymnon und das Amári-Becken. „Route 11 – Aus dem Süden auf der neuen Straße über Spíli nach Réthymnon“ weiterlesen

Route 10 – Tagesausflug von Agía Galíni nach Ágios Georgios, Mélambes, Ágios Pávlos und zurück

Gleich nach dem Verlassen Agía Galínis biegt man bei der allerersten Möglichkeit scharf links ab (Ausschilderung Richtung Mélambes). Die kurvenreiche Straße hinauf ist gut asphaltiert. Nach etwa 4 Kilometern biegt links eine Schotterstraße ab. An der Abzweigung steht eine Beschilderung zu „Niko’s Cafe Bar – Rooms“. Von hier aus sind es auf der teilweise mäßigen Schotterstraße noch etwa 3 Kilometer bis Ágios Geórgios.

Nach einem kühlen Getränk und/oder einem Bad im Meer, falls man das nach der kurzen Strecke bis hierher schon nötig hatte, geht es auf dem gleichen Weg zurück zur Hauptstraße, in die man nun links hinein biegt und weiter den Berg hinauf fährt. Mit jeder Spitzkehre wird der Blick hinunter auf das meist ruhige Meer atemberaubender, der Fahrer sollte allerdings zwischendurch auch auf die Straße achten. Gerade in dieser Gegend fahren viele Einheimische besonders abenteuerlich.
Dann erreicht man das Dorf Mélambes, ein Bergdorf, welches vom Tourismus vollkommen unbeleckt ist.

Hinter Mélambes führt die Straße wieder hinunter ins Tal. Nach ca. 3 Kilometern biegt links die (ebenfalls asphaltierte) Straße nach Saktoúria ab. Erreicht man Áno Saktoúria (das „obere“), gabelt sich vor dem Ort die Straße. Links führt sie in das obere Dorf, rechts nach Káto Saktoúria (dem „unteren“). Diese Straße muss man nehmen, um nach Ágios Pávlos zu kommen. Inzwischen ist die gesamte Straße hinunter asphaltiert aber wie üblich kurvenreich. Die Landschaft ist wild und karg, die Macchia duftet nach Oregáno und Thymian. In der Ferne sieht man die kleinen Inselchen „Paximádia“ (die Zwiebäcke) liegen. Von hier aus erkennt man tatsächlich, dass es zwei Inseln sind. Von Agía Galíni aus sehen sie aus wie eine.

Die Straße erreicht dann das Meer bei Ágios Pávlos.

Zurück nimmt man die gleiche Strecke über Mélambes zurück. Wer der Kurven allerdings ein wenig überdrüssig ist, der kann von Saktoúria kommend statt rechts wieder Richtung Mélambes einzubiegen, links hinunter ins Tal fahren, wo er auf die neue Straße von Réthymnon über Spíli nach Agía Galíni trifft. Hier biegt man rechts ein und erreicht so auf bequemen Pfaden nach etwa 12 Kilometern wieder Agía Galíni.