Route 10 – Tagesausflug von Agía Galíni nach Ágios Georgios, Mélambes, Ágios Pávlos und zurück

Gleich nach dem Verlassen Agía Galínis biegt man bei der allerersten Möglichkeit scharf links ab (Ausschilderung Richtung Mélambes). Die kurvenreiche Straße hinauf ist gut asphaltiert. Nach etwa 4 Kilometern biegt links eine Schotterstraße ab. An der Abzweigung steht eine Beschilderung zu „Niko’s Cafe Bar – Rooms“. Von hier aus sind es auf der teilweise mäßigen Schotterstraße noch etwa 3 Kilometer bis Ágios Geórgios.

Nach einem kühlen Getränk und/oder einem Bad im Meer, falls man das nach der kurzen Strecke bis hierher schon nötig hatte, geht es auf dem gleichen Weg zurück zur Hauptstraße, in die man nun links hinein biegt und weiter den Berg hinauf fährt. Mit jeder Spitzkehre wird der Blick hinunter auf das meist ruhige Meer atemberaubender, der Fahrer sollte allerdings zwischendurch auch auf die Straße achten. Gerade in dieser Gegend fahren viele Einheimische besonders abenteuerlich.
Dann erreicht man das Dorf Mélambes, ein Bergdorf, welches vom Tourismus vollkommen unbeleckt ist.

Hinter Mélambes führt die Straße wieder hinunter ins Tal. Nach ca. 3 Kilometern biegt links die (ebenfalls asphaltierte) Straße nach Saktoúria ab. Erreicht man Áno Saktoúria (das „obere“), gabelt sich vor dem Ort die Straße. Links führt sie in das obere Dorf, rechts nach Káto Saktoúria (dem „unteren“). Diese Straße muss man nehmen, um nach Ágios Pávlos zu kommen. Inzwischen ist die gesamte Straße hinunter asphaltiert aber wie üblich kurvenreich. Die Landschaft ist wild und karg, die Macchia duftet nach Oregáno und Thymian. In der Ferne sieht man die kleinen Inselchen „Paximádia“ (die Zwiebäcke) liegen. Von hier aus erkennt man tatsächlich, dass es zwei Inseln sind. Von Agía Galíni aus sehen sie aus wie eine.

Die Straße erreicht dann das Meer bei Ágios Pávlos.

Zurück nimmt man die gleiche Strecke über Mélambes zurück. Wer der Kurven allerdings ein wenig überdrüssig ist, der kann von Saktoúria kommend statt rechts wieder Richtung Mélambes einzubiegen, links hinunter ins Tal fahren, wo er auf die neue Straße von Réthymnon über Spíli nach Agía Galíni trifft. Hier biegt man rechts ein und erreicht so auf bequemen Pfaden nach etwa 12 Kilometern wieder Agía Galíni.

Mélambes

PicturesOG/paxi01.jpgDas Dorf liegt 10 Kilometer von Agía Galíni entfernt oberhalb der Südküste. Die Strecke hinauf ist sehr kurvenreich, aber für die Kurbelei wird der Reisende (jedenfalls der/die Beifahrer) durch einen wunderbaren Blick auf das Libysche Meer und die beiden kleinen vorgelagerten Paximádia-Inselchen entschädigt.

Mélambes ist vom Tourismus vollkommen unbeleckt. Man hat dort auch nicht so viel Interesse daran. Der Sage nach sind durchweg alle Einwohner überzeugte Kommunisten. Ich kenne einen Kneipenwirt in einem anderen Dorf (hier seien keine Namen genannt), der aus Mélambes stammt, aber eher konservativ eingestellt ist. Es heißt, er habe deshalb Mélambes verlassen müssen, weil er dort kein Bein mehr auf die Erde bekommen habe. Zwischendurch lebte er dann eine Weile in Deutschland, ging aber sicherheitshalber nie wieder in sein Heimatdorf zurück. Was an dieser Geschichte wirklich wahr ist, kann ich nicht belegen. Vielleicht trifft hier die Geschichte von den Kretern zu, die angeblich alle lügen, aber vielleicht ist etwas dran. Piós xéri?

Ich selbst habe die „Kommunisten“ von Mélambes aber mehrfach von ihrer überaus netten und gastfreundlichen Seite kennengelernt. Ich will hier nur eine Geschichte erzählen, die aber vielleicht exemplarisch sein könnte:

Es ist schon viele Jahre her. Wir saßen abends in Agía Galíni in der „Fressgasse“ vor dem Lokal „Pántheon“ (das es heute nicht mehr gibt – d.h. es gibt noch oder wieder ein Lokal dieses Namens, es ist aber nicht das gleiche) nach der eigentlichen Essenszeit zusammen. „Mélambes“ weiterlesen

Áno und Káto Saktoúria

Zwei kleine zusammenhängende Bergdörfer westlich von Agía Galíni oberhalb der Südküste. Von Galíni aus nimmt man die Straße Richtung Mélambes, wohin es 10 Kilometer auf kurvenreicher Asphaltstraße fast immer bergauf geht. Ein toller Blick entschädigt für die vielen Kurven.
Hinter dem Dorf Mélambes führt die Straße wieder talwärts. Nach etwa 3 Kilometern biegt dann links die ebenfalls asphaltierte Straße Richtung Saktoúria ab.
Alternativ kann man natürlich auch die (langweiligere) Strecke von Agía Galíni über die neue Straße Richtung Spíli und Réthymnon nehmen. Dazu folge man erst einmal der Beschilderung Richtung Réthymnon. Auf der neuen Straße nimmt man die erste Abzweigmöglichkeit links (ausgeschildert) und biegt bei der nächsten Möglichkeit (ca. 1 Kilometer) wieder rechts ab.

Erreicht man Áno Saktoúria (das obere), gabelt sich vor dem Ort die Straße; links geht es ins Dorf hinein. Biegt man rechts hinunter, erreicht man bald Káto Saktoúria (das untere).

Die Dörfer selbst sind nicht Weltbewegendes, aber in Áno Saktoúria habe ich vor vielen Jahren mit Begleitung mal eine durchaus kulinarische Überraschung erlebt. Im Kafenío auf der linken Straßenseite erhofften wir uns nach langer Fahrt irgend etwas zu essen, denn eine „normale Taverne“ fanden wir im Dorf nicht (und wir waren sehr hungrig). „Áno und Káto Saktoúria“ weiterlesen

Ágios Pávlos

PicturesOG/agiospavlos3_gwg2.jpgÁgios Pávlos ist ein „Badeörtlein“ westlich von Agía Galíni an der Südküste. Von dort aus nimmt man die Straße Richtung Mélambes, wohin es 10 Kilometer auf kurvenreicher Asphaltstraße fast immer bergauf geht. Ein toller Blick entschädigt für die vielen Kurven.
Hinter dem Dorf Mélambes führt die Straße wieder talwärts. Nach etwa 3 Kilometer biegt dann links die ebenfalls asphaltierte Straße Richtung Saktoúria ab.

Alternativ kann man natürlich auch die (langweiligere) Strecke von Agía Galíni über die neue Straße Richtung Spíli und Réthymnon nehmen. Dazu folge man erst einmal der Beschilderung Richtung Réthymnon. Auf der neuen Straße nimmt man die erste Abzweigmöglichkeit links (ausgeschildert) und biegt bei der nächsten Möglichkeit (ca. 1 Kilometer) wieder rechts ab.

PicturesOG/agiospavlos1_gwg2.jpgErreicht man Áno Saktoúria (das obere), gabelt sich vor dem Ort die Straße; links geht es ins Dorf hinein. Biegt man rechts hinunter, erreicht man bald Káto Saktoúria (das untere).

Die weitere Straße hinunter nach Ágios Pávlos ist inzwischen komplett asphaltiert. Das Dorf besteht nur aus dem gleichnamigen Kirchlein (oberhalb der anderen Häuser im Hang) und ein paar Lokalen. „Ágios Pávlos“ weiterlesen

Ágios Geórgios (Rethýmnou)

Ágios Geórgios ist eigentlich kein richtiger „Ort“, sondern besteht nur aus einigen wenigen Häusern am Meer westlich von Agía Galíni (man biegt nach dem Verlassen Agía Galínis gleich bei der ersten Möglichkeit scharf links ab (Richtung Mélambes). Die kurvenreiche Straße hinauf ist asphaltiert. Nach etwa 4 Kilometern zweigt links die Schotterstraße nach Ágios Geórgios ab. An der Abzweigung ausgeschildert zu „Niko’s Cafe Bar – Rooms“. Von hier aus sind es noch etwa 3 Kilometer. Kurz vor dem Ort gabelt sich der Weg, links geht es zu Níkos, rechts zu Jórgos. Diese beiden Tavernen sind außer der Kirche des Ágios Geórgios das ganze Dorf, welches natürlich nach der Kirche heißt.

Nikos‘ Lokal war wohl das Erste am Platz und liegt strategisch am günstigsten über dem Strand. Nikos spricht gut deutsch, die Speisekarte, sprich das Essensangebot ist nicht sehr umfangreich, aber gut. Er vermietet inzwischen acht Zimmer, die Terrasse und die Treppe zum Strand sind frisch renoviert. Er würde gerne noch mehr tun, z. B. eine größere Anlegestelle für die Boote aus Agía Galíni bauen, damit es noch mehr werden, aber da hat er Probleme mit der Baugenehmigung. Der Preis für die Zimmer richtet sich nach Dauer des Aufenthalts, man kann von Deutschland aus reservieren (Nikos spricht deutsch!) und hat jetzt ein Handy: 6944-504852.

Jorgos‘ (Geórgios‘) Lokal liegt ein wenig weiter vom Strand entfernt, dies versucht er durch offensive Werbetafeln überall wett zu machen, bei ihm ist laut eigener schriftlicher Aussage alles „am besten, schönsten und billigsten“. Unbestritten sitzt man bei ihm sehr schön, auch das Essen ist völlig in Ordnung. Nicht ganz glauben mag ich ihm allerdings sein Credo, dieses Lokal nur zu führen, um eine Heimstatt auf Kreta zu schaffen für all jene, die Ruhe suchen … dafür ist wiederum die Werbung zu heftig.

Unten am Strand (Sand und Kiesel) gibt es noch eine kleine Snack-Bar (das ist hauptsächlich deshalb praktisch, weil man dann nicht für jede Limo beim Baden den ganzen Weg bis zu den Tavernen hochklettern muss). Die Snack-Bar vermietet auch Sonnenschirme. Sie ist bei den anderen Wirten naturgemäß sehr unbeliebt, man munkelt sogar davon, dass der Besitzer überhaupt keine Lizenz besäße. Wie ich aber die Kreter kenne, kann das ebenfalls nicht so ganz stimmen, denn ansonsten gäbe es das Lädchen nicht mehr (nicht wegen der Polizei, sondern wegen der Konkurrenz).
Zitat: „Wirt Michalis und seine Mutter sind herzensliebe Leute. Während man mit Blick durch Bambus auf das Meer seine Seele baumeln lassen kann, bereitet Michalis ein köstliches Omelette (wirklich ein Genuss!). Er ist ein lustiger Vogel, der es schafft, in jeden Satz drei Sprachen einzubauen.“

Öffentliche Verkehrsmittel
Nicht mit dem Bus, sondern nur mit dem Boot kann man von Agía Galíni hierher fahren. Aber man kann auch zu Fuß von dort nach Ágios Geórgios wandern, dafür erhält man kostenlos in Agía Galíni bei „Cretan Holidays“ eine sehr gute Wegskizze! Unbedingt aber genügend Trinkwasser mitnehmen. Für beide Tipps herzlichen Dank an Fritz Tempelmeier.