Route 15 – Von Chaniá ins Landesinnere: Maláxa und Mourniés sowie Thérissos, Zourva und Mesklá

Einige Dörfer im Hinterland von Chaniá sind aus sehr unterschiedlichen Gründen einen Abstecher wert. Man folge aus Chaniá heraus der ausgeschilderten (alten!) Ausfallstraße Richtung Soúda und Réthymnon, kurz vor dem Ortsausgang von Chaniá ist rechts die Straße nach Maláxa ausgeschildert. Im Dorf Nerokoúros hält man sich links.

Von Maláxa aus fährt entweder zurück nach Nerokoúros und dort dann geradeaus weiter nach Mourniés, wo es einen mehr aus rein kulinarischen Gründen hinziehen sollte.
Man kann aber von Maláxa auch durch die Abhänge der „Lefká Óri“ über die Dörfer Kontópoula, Gerolákkos, Loúlos etc. nach Mourniés fahren. Sicherlich beschwerlicher zu fahren, aber eine ungleich schönere Strecke. Route 15 – Von Chaniá ins Landesinnere: Maláxa und Mourniés sowie Thérissos, Zourva und Mesklá weiterlesen

Mourniés

Dieses Dorf südlich von Chaniá im Landesinneren wird (wahrscheinlich zu Recht) in keinem Reiseführer erwähnt. Ich tue es trotzdem, aus zwei Gründen:

1. Steht hier das Geburtshaus von Elevthérios Venizélos, dem kretischen Nationalhelden und späteren griechischen Premierministers (direkt an der Haupstraße rechts, wenn man von Chaniá kommt). Mourniés weiterlesen

Mesklá

Mesklá liegt 15-20 Kilometer südlich von Chaniá im Hinterland. Man erreicht das Dorf über Agiá und Foúrnes.

Mesklá liegt an einem Flüsschen, deswegen ist die Umgebung recht grün. In einigen Tavernen und Kafenía sitzt es sich sehr gemütlich … und los ist hier recht wenig, eine Möglichkeit, einmal dem Trubel zu entfliehen. Mesklá weiterlesen

Maláxa

Maláxa ist ein nettes Bergdorf oberhalb von Chaniá. Man folge der ausgeschilderten (alten) Ausfallstraße aus Chaniá Richtung Réthymnon, kurz vor dem Ortsausgang ist die asphaltierte Strecke zum Dorf Maláxa (rechts) ausgeschildert.
Maláxa hatte noch bis vor einigen Jahren keinen Anschluss ans Trinkwassernetz (wie die meisten Bergdörfer) und leidet wie viele andere unter dem Problem der Landflucht der jüngeren Leute. Inzwischen aber sind mit der Wasserleitung auch neue Bewohner gekommen, man sieht, dass an den Häusern etwas getan wurde und wird. Maláxa weiterlesen

Zoúrva

Zoúrva ist ein sehr schönes altes Dorf, in einer traumhaften, bewaldeten Berglandschaft am Nordhang der Weißen Berge auf einem Kamm gelegen (ca. 25 Straßenkilometer von Chaniá entfernt). Es leben nur noch einige wenige Familien fest hier, aber viele Häuser werden dennoch gut in Schuss gehalten, die Verwandtschaft ist groß und lebt in der Nähe.

Man erreicht den Ort mit dem Auto von Chaniá aus entweder über Mesklá oder über Thérissos. Eine Busverbindung gibt es mangels Bedarf nicht.

Überrascht entdeckte ich im Jahre 2009 am Ortseingang aus Richtung Thérissos, dass hier einige neue Häuser fast fertig gestellt sind, die sehr nach Appartements für Touristen aussehen. Sie sind aber nicht weiter störend. Nur … für einen längeren Aufenthalt ist Zoúrva doch ziemlich abgelegen und ohne Auto ist man aufgeschmissen (s. o.).

PicturesOG/Zourva Maria und Klaus 002.jpgEssen und Trinken
Das Dorf bietet nur zwei Lokale, aber die haben es in sich!
Etwa in Dorfmitte liegt die bei Einheimischen sehr beliebte Taverne „Aimilía“ mit sehr schmackhafter traditioneller kretischer Küche. Viele Gäste kommen extra mit dem Auto aus anderen Dörfern oder gar aus Chaniá mal eben zum Essen herauf. Das ist immer ein Zeichen für gute Qualität. Zoúrva weiterlesen

Thérissos

PicturesOG/therissos_schlucht.jpgDas Hinterland von Chaniá ist grün und wild zugleich. Dies zeigt besonders ein Ausflug in das Dorf von Elevthérios Venizélos, nach Thérissos. Elevthérios Venizélos ist einer der absoluten Volkshelden der Insel, er sorgte für den späten Anschluss Kretas an Griechenland, später war er griechischer Ministerpräsident. Geboren wurde er zwar in Mourniés, aber in Thérissos schmiedete er mit seinen Mitstreitern die Pläne, die schließlich zum Anschluss an Griechenland führten.

Um nach Thérissos zu gelangen, fährt man in Chaniá entlang der Hauptstraße Richtung Kastélli, kurz vor dem Ortsausgang ist links die Straße nach Thérissos ausgeschildert. Von hier aus sind es 12 bis 14 km auf asphaltierter Straße, die unterwegs durch eine wild-romantische Schlucht führt.

Vor dem Ortseingang von Thérissos liegen mehrere große Ausflugstavernen, die davon zeugen, dass der Ort ein beliebter Zielort für Einheimische aus Chaniá oder weiterer Umgebung ist.

PicturesOG/Baum auf Strasse 001.jpgIn Thérissos selbst liegt links von der Straße ein graues würfelförmiges Gebäude mit dunklen Fensterhöhlen (ziemlich weit ab von der Straße). Dies ist das ehemalige Haus von Venizélos. Ees ist zwar nicht sonderlich sehenswert, aber wer es nicht findet und es unbedingt gesehen haben will, frage im Kafenío nach. Der Ort ist geschichtsträchtig, ging doch von hier die Initiative zum Anschluß Kretas an Griechenland aus (s.o.).

Man kann von Thérissos Richtung Zoúrva auf durchgehend asphaltierter, aber sehr kurvenreicher Panoramastraße weiter und – nach einer „Pflichteinkehr“ in der Taverne „Rizinia“ – von dort  hinunter ins Dorf Mesklá fahren. Eine sehr schöne Strecke.

Eine Kuriosität: Nimmt man ein kurzes Stück oberhalb von Thérissos an der ersten Gabelung nicht die Möglichkeit nach rechts (Zoúrva), sondern nach links (man gelangt so auf asphaltieren Nebensträßchen zur Soúda-Bucht), sollte man die folgenden Kurven nur sehr langsam nehmen: Denn hier steht plötzlich ein Baum mitten auf der Straße, der Asphalt führt rechts und links um ihn herum!

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung von Chaniá nach Thérissos und zurück 2 x täglich.