Route 17 – Von Kastélli Kissámou zum Kloster Chryssoskalítissa und nach Elafonísi

PicturesOG/topolia-schlucht_gwg.jpgAm schönsten gestaltet sich diese Tour als eine Art Rundreise, ausgehend von Kastélli Kissámou. Man fährt die alte Straße (!) Richtung Chaniá ca. 2 Kilometer bis zum Dorf Kaloudianá oder auch noch weitere 2 Kilometer weiter bis Drapaniás. In beiden Orten geht es rechts ab Richtung Topólia.

6 Kilometer hinter Topólia biegt rechts die Straße nach Vlatós (1 KM) ab.

Zurück auf der Hauptstraße biegt links die Straße nach Kándanos und Paleochóra ab, diese Strecke ist allerdings teilweise schlecht.

Nach weiteren 5 Kilometern erreicht man das Kastaniendorf Élos.

Bis zum Dorf Kefalí sind es nun noch 4 Kilometer. Vor dem Dorf biegt man scharf links ein Richtung Váthi (anderer Name: Kounéni). Váthi bietet sozusagen die letzte Einkaufsmöglichkeit „vor der Autobahn“ und sogar eine Post. Von hier aus sind es dann noch 10 Kilometer weiter bis zum Kloster Chryssoskalítissa (inzwischen komplett asphaltiert).

PicturesOG/elafonisi.jpgVon hier aus fährt man nur noch etwa 6 Kilometer zum Strand von Elafonísi (und bis auf die letzten paar hundert Meter ist auch diese Strecke asphaltiert).

Als ich vorhin von einer „Rundreise“ schrieb, sollte das heißen, dass ich für die Rückfahrt nach Kastélli Kissámou eine andere Strecke vorschlage. „Route 17 – Von Kastélli Kissámou zum Kloster Chryssoskalítissa und nach Elafonísi“ weiterlesen

Topólia

Topólia liegt an Straße von Kastélli nach Elafonísi im westlichen Inselinneren. In diesem Dorf gibt es zwei sehenswerte Kirchen: Agía Paraskevi und Ágios Geórgios …. und sonst nicht viel, ein normales kretisches Bergdorf eben.

Hinter dem Dorf Topólia verengt sich das Tal des Flusses Gíflos zu einer Schlucht, ein kleines Stück führt die Straße sogar durch einen Tunnel. Hier kann es evtl. Probleme mit dem Gegenverkehr geben, da sich im Tunnel zu allem Überfluss eine Kurve befindet und zwei Autos kaum oder gar nicht aneinander vorbeipassen.

PicturesOG/topolia_agsofia_gwg.jpgInzwischen wurde das Ganze allerdings durch eine Ampel entschärft, die immer nur eine Fahrtrichtung freigibt. Oder zumindest sollte es entschärft sein, ist es aber nicht wirklich. Denn einschlägigen Berichten zufolge ist die Ampel entweder außer Betrieb, oder es hält sich keiner dran. Also stellt der Tunnel immer noch ein nettes Abenteuer dar! „Topólia“ weiterlesen

Sfinári

Sfinári

Das Dorf Sfinári liegt an der äußersten Westküste. Man erreicht es von Kastélli bzw. Falássarna aus über eine schmale Asphaltstraße, die sich kurvenreich oben am Fels über dem Meer entlang schlängelt. Der Blick hinunter ist atemberaubend, der Fahrer sollte sich allerdings eher der Straße widmen.
Ich hatte hier einmal eine Begegnung der „dritten Art“: uns begegnete einmal ein Schäfer, der im Auto saß und ständig leise hupend als Muttertier (auf der Straße) vor seine Herde herfuhr, damit diese ihm auch brav folgte (und da hält man tatsächlich doch die Karikaturen von Kóstas Mitrópoulos für übertrieben, die ähnliche Situationen zeigen!).

Mehrfach führen Schotterwege hinunter zu Badebuchten, aber ebenso häufig habe ich Fahrzeuge gesehen, die sich dort bei der Rückkehr nach oben mangels Allradantrieb festgefahren hatten. Also nur mit Bedacht und dem richtigen Fahrzeug dort hinunterfahren!

Dann aber senkt sich die Straße wieder zum Meer hinunter und man erreicht Sfinári, ein nettes Dörfchen, dessen einziger Nachteil es ist, dass es sozusagen völlig am verlängerten Rückgrat Kretas liegt. Wer Ruhe sucht und damit leben kann, dass hier alles etwas langsamer geht, und dass die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten nicht jeden verwöhnten Wunsch erfüllen können, der ist hier für eine gewisse Zeit sicher gut aufgehoben. „Sfinári“ weiterlesen

Élos

Das „Kastaniendorf“ liegt an der Straße von Drapaniás nach Elafonísi zentral im Westen Kretas. Die  besonders zahlreichen Kastanienbäume fallen sofort ins Auge. Hier fand früher Ende Oktober das Kastanienfest statt, bei dem z. B. auch Volkstanzgruppen auftraten. Eine unwahrscheinlich tolle Stimmung herrschte dann hier mitten in den Bergen. Das Ganze fand in der Taverne an der Straße statt, die gleichzeitig noch Metzgerei, Kafenío und Lebensmittelgeschäft ist.

Ich schreibe das alles in der Vergangenheitsform, da dieses Fest leider nicht mehr gefeiert wird. Die Kastanienbäume werfen inzwischen nur noch so wenig ab, dass den Einheimischen deswegen nicht nach Feiern zumute ist. Sehr schade!

Im Dorf gibt es ein „Agrotikó Iatrío“, eine Ärztestation.

Öffentliche Verkehrsmittel
Der Bus von Chaniá nach Elafonísi (über Kastélli Kissámou) fährt einmal am Tag in beiden Richtungen dürch das Dorf.

Vlátos

Der kleine Abstecher ist durchaus zu empfehlen, denn Vlatós ist ein typisch kretisches Bergdorf. In der Taverne wartet man schon mal etwas länger auf das Essen, da der Wirt meist erst nach der Bestellung die benötigten Zutaten im nahegelegenen Lebensmittelgeschäft besorgt. Das Kafenío des Dorfes Vlatós gehört dem Bürgermeister, der sehr gut auf Deutschland zu sprechen ist, da hier in der Nähe das bayerische Landwirtschaftsministerium eine Versuchspflanzung mit Steineichen finanzierte, die nun seit über 20 Jahren gut gedeiht.

Diese hat sich inzwischen zu einem herrlichen „Park“ entwickelt. Da man dies vielleicht als einen – wenn auch kleinen – kleinen Beitrag deutscher Wiedergutmachung bezeichnen kann und die Aktion auch mit Unterstützung der Bundeswehr stattfand, erhielt die Pflanzung den Namen „Friedenspark“. Man fährt nur ein kleines Stück von Vlatós Richtung Rogdiá weiter, dann biegt eine Piste dorthin ab.

Eine weiteres sehr interessantes Projekt erreicht man, wenn man vom „Friedenspark“ aus die Piste weiterfährt: Mília

Falássarna

Falássarna

Falássarna liegt an der schmalen Westküste der Insel. Einerseits ist es bekannt durch die spärlich vorhandenen Ausgrabungen, andererseits gilt es seit längerem als einer der kretischen Geheimtips für das individualreisende Volk. Es liegt weit ab vom Schuss, und trotzdem trifft man hier allerlei Leute.

PicturesOG/falassarna_gwg.jpgAndererseits stehen im Umland von Falássarna jedes Jahr mehr Gewächshäuser, sie sehen nicht schön aus, sorgen aber für reichen landwirtschaftlichen Ertrag, da sie vor allem den ganzen Winter über bewirtschaftet werden können. Leider setzt sich diese Art der Landwirtschaft auf Kreta nun immer mehr auch fern der Messará-Ebene durch, wo das Ganze begonnen hat. Wie gesagt, es bringt Geld, aber besonders schön sind diese Plastikplanen-Landschaften nun wirklich nicht. „Falássarna“ weiterlesen

Elafonísi

Elafonísi

PicturesOG/elafonisi2_gwg.jpgDie „Hirschinsel“ liegt an der Südwestküste Kretas, etwa 6 Kilometer vom Kloster Chryssoskalítissa entfernt.

Viele Reiseführer schwärmen von „Südseeflair“, das finde ich ein klein wenig übertrieben, aber es ist wirklich schön. Hier findet man einen wirklich herrlichen Sandstrand, der nur sehr flach ins Meer abfällt. „Elafonísi“ weiterlesen

Chryssoskalítissa (Kloster)

Das Kloster liegt an der südlichen Westküste Kretas. Der Name bedeutet soviel wie „goldene Treppe“, denn der Legende zufolge soll eine der vielen Stufen, die zum Kloster hinaufführen, aus Gold sein. Natürlich sieht man die nicht, denn „nur wer ohne Sünde ist“, kann die Stufe sehen. Und wer ist das schon?

PicturesOG/chrysso_gwg.jpgDas Kloster steht in einer kleinen Ebene auf einem Felshügel. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es lebt nur noch eine Nonne hier, der das Gehen allerdings inzwischen ein wenig schwer fällt. Um so mehr freut sie sich über Besuch.

Wer sich in den hinteren Teil des Klosters über dem Meer begibt, sollte keine Höhenangst haben, denn hinter der nur niedrigen Mauer geht es doch recht steil in die Tiefe. Ganz am Ende der Balustrade eine kleine Toilette, von der aus alle großen und kleinen Geschäfte in freiem Fall ins Meer entsorgt werden. Ich denke mal, die Quantität, die hier so anfällt, wird das Meer verkraften.

In der Umgebung des Klosters haben sich inzwischen einige Lokale mit Unterkunftsmöglichkeit angesiedelt. Nur etwa 200 Meter Luftlinie vom Kloster entfernt sogar eine Diskothek mit dem sicherlich zutreffenden Namen „Disco Seismós“ (= Erdbeben). Über mangelnde Geräuschkulisse am Abend kann man sich im Kloster sicher nicht beklagen. Es klingt wie ein kleiner Hohn, dass sich etwa 150 Meter von der Disco ein Lokal namens „Isichí Gonía“ (= Stille Ecke) befindet. Ich bin hier aber abends bzw. nachts noch nicht gewesen, sodass ich über die tatsächliche akustische Situation nur Mutmaßungen treffen kann. Abgesehen könnte es auch beide Etablissements inzwischen nicht mehr geben, mangelnder Nachfrage wegen.

Von hier aus lohnt es sich jedenfalls auch, zum Strand von Elafonísi herunterzufahren.

Öffentliche Verkehrsmittel
Jeden Morgen fährt ein Bus aus Chaniá über Chryssoskalítissa nach Elafonísi und fährt nachmittags zurück.