Pýrgos und Chárakas

Das Landstädtchen Pýrgos liegt im Osten der Messará-Ebene an der Südstrecke von Ágii Déka nach Ierápetra. Ein gezielter Besuch lohnt wahrscheinlich nicht, der Ort ist touristisch nicht sonderlich nennenswert, aber für den, der auf der genannten Strecke „sowieso vorbeikommt“, hier ein paar Hinweise.

„Vorbeikommt“ ist schon mal ein richtiges Stichwort: Bis vor kurzem konnte man sich Pýrgos trefflich verfahren, wenn man von Osten kommend die Straße nach Protória suchte, es gab keine vernünftige Beschilderung. Diese Gefahr ist nunmehr gebannt, denn es gibt eine neue Umgehungsstraße, die in einen „bombastischen“ Kreisverkehr mündet (die weitere Straße nach Westen ist aber geblieben wie sie war). Es werden also in Zukunft noch mehr Reisender einfach „vorbeifahren“ als bisher schon.

Dabei hat man sich in Pýrgos in den letzten Jahren schon Mühe gegeben, den Ort etwas anziehender zu gestalten (wie das in anderen ähnlichen kleineren Städtchen im Süden ja auch schon geschehen ist bzw. noch geschieht).Read More

Préveli (Kloster)

Die beiden Klöster liegen an der Südküste unweit von Plakiás. Man erreicht sie, indem man ca. 7 Kilometer nödlich von Spíli beim Dorf Koxaré abbiegt, durch die Kourtaliótiko-Schlucht fährt und in Asómatos links abbiegt.

Das alte Kloster Préveli
Das alte Kloster liegt direkt am Fluss Megalopotamós und hieß früher auch „Moní Méga Potámou“ („Kloster des Großen Flusses“) Es ist heute verlassen und teilweise verfallen, doch nicht nur der Quelle im Inneren wegen ist es interessant hindurchzugehen.

Hinter dem alten Kloster steigt die Straße wieder an, nach wenigen Kilometern erreicht man

Das neue Kloster Préveli
PicturesOG/preveli.jpgDas Kloster war neben Arkádi das wohl bekannteste Widerstandsnest gegen die fremden Herren aller Zeiten. Es diente während des 2. Weltkrieges als Zwischenunterkunft für englische Soldaten, die auf der Flucht vor den Deutschen hier darauf warteten, von U-Booten evakuiert zu werden.Read More

Plakiás – Wanderung „Der Riverwalk“

Ich danke Uli Schmidt für diese Beschreibung.

Will man von Plakiás aus die Kotsifou-Schlucht hinaufwandern, kommt man entlang des Kotsifou-Baches lediglich bis zur „Old Mill“. Dort hat man dann die Möglichkeit durch die Ruinen der alten Mühle einen steilen Pfad hinaufzuwandern, um dort einen Landwirtschaftsweg zu erreichen – direkt am Bach entlang hingegen gibt es keinerlei Pfad, da der Grund der Schlucht sehr dicht bewachsen ist – vor allem mit Oleander, der kein Durchkommen gewährt (siehe auch der aktuelle Hinweis 2009 weiter unten).

Es gibt aber doch einen Weg am Grund der Schlucht entlang: man kann nämlich durch den Bach  waten.
Die WPicturesOG/riverwalk1.jpganderung von Plakiás bis zur „Old Mill“, dann im Bach weiter bis zur Quelle und von dort der Fußweg über Mýrthios zurück nach Plakiás ist zwar nur ca. 5 Kilometer lang – dauert aber trotzdem ca. 4-8 Stunden – da man im Bachbett nur langsam vorwärts kommt und auf dem Rückweg die Tavernen von Mýrthios lauern.Read More

Plakiás

Der hübsche und durchaus frequentierte Badeort liegt an der Südküste zwischen Chóra Sfakíon und Spíli. Man biegt entweder in Asómatos oder weiter westlich zwischen Mýrthios und Marioú von der Straße hinunter zum Meer ab (jeweils auch ausgeschildert).

PicturesOG/plakias4_gwg.jpgDie Bucht von Plakiás gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Buchten der Insel überhaupt: fast kreisrund, fast reiner Sandstrand, und dahinter steigen zuerst sanft, dann steil die Berge hinauf, ein tolles Hintergrundpanorama zum Baden, wie man es im Norden so eigentlich nirgendwo erleben kann.

Bis vor einigen Jahren war Plakiás auch einmal ein „Geheimtipp“, ein kleines Dorf an eben diesem herrlichen Strand, touristisch noch ohne großartige Infrastruktur, hier trafen sich die Rucksäckler, die „Kenner“ waren.

Aber mit jedem Tipp wurde es natürlich immer weniger „geheim“ und so sind diese Zeiten schon lange vorbei. Die Bewohner des ursprünglich kleinen Dorfes haben erkannt, was läuft, und stampf(t)en Plakiás resolut und konsequent aus dem Boden.Read More

Wanderung von Paleochóra nach Elafonísi

Die Strecke sei nur geübten Wanderern empfohlen, da Teilstücke nicht ganz ungefährlich über einen Felssims führen, der Trittsicherheit verlangt. Auf manchen Karten findet man eine Straße von Paleochóra nach Moní (= Kloster) Chryssoskalítissa eingezeichnet, die es jedoch nicht gibt. Überhaupt ist mir keine Karte bekannt, in der der Wanderweg korrekt eingetragen ist. Man kann die Wanderung natürlich auch andersherum durchführen. Und es sei wie immer dringend darauf hingewiesen, dass man niemals allein wandern sollte!
In Paleochóra sollte man sich mit Lebensmitteln für zwei Tage versorgen, die Strecke ist zwar theoretisch an einem Tag zu schaffen, wird aber durch eine Übernachtung unterwegs wesentlich angenehmer.

Man nimmt von Paleochóra zuerst einmal die Fahrstraße Richtung Westen nach Gialós, ein Stück schlängelt sie sich zwischen Bergen hindurch, dann erreicht man die Ebene von Gialós mit ihren zahlreichen Gewächshäusern. In Gialós kann man bei einer Rast im Dorf Kafenío zusehen, wie die hier im Umland geernteten Produkte, in erster Linie Tomaten, angeliefert, sortiert und für den Abtransport verladen werden.Read More

Omalós-Hochebene

Diese runde Hochebene (1200 Meter Höhe) in den Lefká Óri (Weißen Bergen) erleben die meisten Besucher nur auf der Fahrt zum Einstieg in die Samariá-Schlucht. Sie wird wie andere Hochebenen auch vorwiegend agrarisch genutzt.

Angeblich (jedenfalls behaupten es die Einheimischen – andere Quellen sind da anderer Ansicht) wächst ausschließlich hier ein endemisches Wildgemüse namens Stamnagáthi (Zichorie). Die jungen Triebe sehen etwa so aus wie Löwenzahn. Ich gestehe, ich habe es noch nie gegessen.Read More

Mýrtos

Der kleine Ort an der Südküste knapp 15 Kilometer westlich von Ierápetra galt schon vor vielen Jahren als einer der Geheimtipps des fahrendes Volkes und als ruhiger Badeort, aber wie das bei Geheimtipps so ist, sprechen sie sich schnell rum und sind schnell kommerzialisiert. Im Sommer ist das Dorf fast immer sehr belebt, kaum noch von Rucksäcklern, sondern von Individualtouristen und anderen Durchreisenden, die sich diese Gegend hier anschauen wollen. Oder natürlich auch von Liebhabern des Ortes, die immer wieder hierher kommen und meist/oft schon längst hier „Familienanschluss“ haben.Read More

Mýrthios

Das kleine Dorf Mýrthios klebt wie ein Nest am Hang oberhalb von Plakiás an der Südküste. Das Essen in einer der Tavernen wird besonders durch den überwältigenden Blick hinunter verschönt. Deshalb rasten hier viele Durchreisende, ebenso wandern auch Besucher von Plakiás gerne zum Essen und Schauen hier herauf (und es ist auch eine schöne Abwechslung vom Trubel unten).
Man läuft von Plakiás aus ca. eine halbe Stunde durch die Olivenhaine, steil bergauf auf einer betonierten Piste, die bei der Jugendherberge in Plakiás beginnt (sie wurde gerade neu gemacht und zudem wurde Mýrthios an das Abwassernetz von Plakiás angeschlossen, sodass man sich hier im Dunkeln weniger leicht die Haxen brechen oder in den Abwasserkanal fallen kann).
Der Platz am Brunnenhaus, dass an diesem Weg liegt, wurde sehr hübsch neu gestaltet. An heißen Tagen kann man hier gemütlich auf neu aufgestellten Bänken im Schatten einer riesigen Platane verweilen. Das Wasser, welches dort aus einer Quelle kommt, ist trinkbar und sehr erfrischend.
Wer zum Abendessen nach Mýrthios hinauf läuft, dem sei die Mitnahme einer Taschenlampe empfohlen. Denn auf dem Rückweg ist es dunkel und man ist möglicherweise nicht mehr ganz nüchtern …Read More

Míres

Míres ist die größte und wichtigste Landstadt (ca. 3.500 Einwohner) der Messará-Ebene im Süden Kretas. Es liegt an der Straße von Iráklion nach Agía Galíni. Dieser Ort ist einer der größten Backöfen Kretas, hier erreichen die Temperaturen im Sommer oft Werte, die das Leben sogar im Schatten sitzend nur bedingt erfreulich machen.

Einkaufen
Reichliche Auswahl an der Hauptdurchgangsstraße. Míres ist das absolute Zentrum der Messará, was man hier nicht bekommt, gibt es höchstens in Iráklion oder den anderen größeren Städten im Norden oder auf Kreta überhaupt nicht. Es gibt sogar ein Zoo- und ein Blumengeschäft, interessanter aber ist wohl die Buch- und Zeitschriftenhandlung an der Durchgangsstraße nahe der Odós Koráka, die auch deutsche und internationale Zeitungen und Zeitschriften führt, ein Schallplattenladen (auch mit Videos für den, der seinen „tragbaren“ dabei hat), Lebensmittelläden, Büros der kretischen Reedereien, der Olympic Airways (unten im Hotel Olympic – s.u.) etc.
Recht interessant für den, der einen eigenen Wagen dabei hat und deshalb auch etwas transportieren kann, ist der Laden mit Töpferwaren etwa 100 Meter hinter dem Busbahnhof auf der linken Seite. Er führt keine Touristenware, sondern nur Gebrauchsgegenstände und ist entsprechend billig.

Samstags multiplizieren sich die Einkaufsmöglichkeiten, denn dann ist Markt in Míres. Auf der Hauptstraße drängeln sich die eher professionellen Anbieter, die mit ihren Ständen von Markt zu Markt reisen und allerlei anbieten, was man braucht oder auch nicht: Plastik- und richtiges Geschirr, Messer und Besteck, Kleidung, Kitsch und Kunst etc. Und auf dem großen freien Platz südlich der Hauptstraße (neben dem Busbahnhof) stehen und sitzen die Bauern aus den umliegenden Dörfern und bieten ihre Agrarprodukte an: Bohnen, Tomaten, Gurken, Kohl, Trauben u.v.m. je nach Jahreszeit.
Und oben wie unten versucht jeder, des potentiellen Käufers Aufmerksamkeit durch möglichst laute Zurufe zu wecken. Ein brodelndes Bild südländischer Geschäftigkeit, allein dieses Samstagmarktes wegen ist Míres einen Besuch wert.

Adressen
OTE (zum Telefonieren und Telegrafieren): in der südlichen Parallelstraße der Hauptdurchgangsstraße, geöffnet dienstags bis freitags von 7.30 bis 21 Uhr (aber natürlich gibt es im Ort auch rund um die Uhr Kartentelefone).
Post: rechts an der Hauptstraße in Richtung Ortsausgang nach Iráklion (7.30 – 14 Uhr geöffnet).

Ärztliche Versorgung
Das örtliche Büro der IKA liegt in einer Seitenstraße: Man verlässt die Hauptstraße gegenüber der Taverne „O Frangiskos“ und geht die Odós Logíou hinauf. An der nächsten Ecke sieht man dann das Dienstgebäude links liegen.
Apotheken gibt es mehrere an der Hauptstraße.

Banken
gibt es in der Odós Logíou (Nationalbank) und in der nächsten Parallelstraße westlich. In der Nähe des Busbahnhofs die Handelsbank (Emborikí Trápeza), auch mit Geldautomaten.

 

Essen und Trinken
Besonders anspruchsvolle Lokale bietet der Ort nicht. Mir gefiel und schmeckte es bisher am besten in einer kleinen namenlosen Taverne schräg gegenüber des Hotels „Olympic“, die für Míres-Verhältnisse geradezu gemütlich ist (allerdings liegt auch sie nach vorne weitgehend offen direkt an der Hauptstraße), oder auch in der Taverne „O Frangiskos“ etwa in Ortsmitte auf der linken Seite der Hauptstraße (von Górtys kommend).
Ein Internet-Café liegt an der Hauptdurchgangsstraße (dort, wo sie sich fast zu einem kleinen Platz verbreitert): „Netescape-Café“.

Unterkunft
bieten mehrere „Rent Rooms“ oder Pensionen, z.B.: „Górtys“ (Odós Arkadíou 11) und „Festós“ (Odós Mitropóleos), die alle von der Bushaltestelle aus ausgeschildert sind.
Nur unwesentlich teurer ist auch das einzige Hotel des Ortes, allerdings liegt es direkt an der Hauptstraße (ungefähr 300 Meter vom Busbahnhof Richtung Górtys):
D-Kat: „Olympic“, Hauptstraße, 14 Zimmer/30 Betten; Tel. 28920-22777 und 28920-22477.

Sonstiges
In Míres wird der Karneval übrigens begeistert gefeiert!

Öffentliche Verkehrsmittel
Der Busbahnhof befindet sich direkt an der Hauptstraße, da, wo sie sich fast zu einem kleinen Platz verbreitert. Fast neben dem Zoogeschäft das KTEL-Büro für die Busse nach Réthymnon (1x täglich) und für die Strecke Agía Galíni – Plakiás – Chóra Sfakíon. Gegenüber das Büro für alle Busse von und nach Agía Galíni, Festós, Mátala, Léntas, Górtys und Iráklion. An den Samstagen (= Markttagen) wird der Haltepunkt für die Busse auf die südliche Parallelstraße der Hauptstraße verlegt, die Busse würden nämlich zwischen den eng an eng aufgestellten Buden nicht hindurchpassen.

Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde!Read More