Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde!Read More

Lissós (Ausgrabungen)

Vom Hafen in Soúgia wandert man nach Westen zuerst in ein Flusstal hinein. Mit roten Punkten ist der Weg markiert, auch die Stelle, an der man links den Hang hinaufsteigen muss. Über eine kleine Hochebene erreicht man dann wieder einen Abstieg nach Lissós, der Ausgrabung eines (angeblich) römisch-antiken Heilbades, von dem man nicht mehr so sehr viel erkennt. Archäologen allerdings deuten die hier vorhandenen Reste als Brunnen, Tempel und Badewannen. Der Weg bis Lissós dauert ungefähr eineinhalb Stunden, ist also auch als Ausflug von Soúgia aus (mit anschließender Rückkehr) interessant (aber nicht in Strandsandalen!).

Ab Lissós nach Westen wird die Wanderung noch lohnenswerter. Von den Ausgrabungen aus wendet man sich nordwestlich den Hang hinauf, allerdings nur in die Richtung, in der man von nun an gelbe Punkte findet. Sie sind hier recht versteckt, und so ist dieses Stück fast die einzige Chance auf der Strecke, sich gleich mehrfach zu verlaufen.

Hat man erst einmal das nächste Kap umrundet, sieht man in der Ferne bereits Paleochóra vorgelagert auf einer Halbinsel liegen.
Der folgende immer noch gelb markierte Weg führt nun sehr abwechslungsreich ein Stück hoch über dem Meer entlang, dann hinunter und durch mehrere Buchten, die zum Baden geradezu einladen. Das letzte Stück ist dann weniger schön, da man auf einer Staubpiste entlangläuft, die zu den auch hier vorhandenen Tomatenpflanzungen und Gewächshäusern führt. Insgesamt ist die Strecke von Lissós bis Paleochóra bei nicht allzu strammem Wandertempo in ca. fünf Stunden zu laufen.

Die Wanderung in umgekehrter Richtung, also von Paleochóra über Lissós nach Soúgia finden Sie beschrieben.

Lefká Óri – die Weißen Berge

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Die „Weißen Berge“ sind der westlichste große Gebirgszug Kretas, der sich im Südwesten im Volákias-Gebirge fortsetzt. Die höchste Erhebung ist der Páchnes mit 2453 m über dem Meeresspiegel, der Volákias misst immerhin auch stolze 2116 m. Durch die Lefká Óri führt im Südwesten die Samariá-Schlucht.

Die „Weißen Berge“ tragen ihren Namen zu Recht. Selbst wenn kein Schnee ihre Gipfel bedeckt (und das ist manchmal bis in den Frühsommer der Fall) gleißen ihre Hänge weiß im Sonnenlicht.

Krási

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Auf dem Weg zur Lassíthi-Hochebene biegt man etwa 22 Kilometer östlich von Iráklion von der Nordküstenstraße rechts ab (ausgeschildert: Kastélli 15 Kilometer). Nach ca. 7 Kilometern biegt man nach links Richtung Goniés ab und folgt sodann immer der Ausschilderung Richtung Lassíthi-Hochebene bzw. zum Hauptort derselben, Tzermiádon.

Auf der Strecke lohnt sich unterwegs der Halt an zwei Kirchen mit interessanten Fresken aus dem 14. Jahrhundert: zum einen vor dem Dorf Potamiés links in den Weinbergen die Kirche des inzwischen verlassenen Klosters Panagía Gouverniótissa (sie ist von 10-13 und von 15-18 Uhr geöffnet, ca. 50 Meter hinter dem Ortsausgang befindet sich rechts der Straße eine Miniatur der Kirche als Wegweiser), zum anderen im Dorf Avdoú die kleine Kirche des Ágios Antónios.Read More

Kourtaliótiko-Schlucht

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar).

Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. Es gibt ja nicht so sehr viele Schluchten auf Kreta, durch die man bequem mit dem Auto fahren kann und die dennoch sehr beeindruckend sind. Es lohnt sich also, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

In der Schlucht entspringen die Quellen des Megalopotamós, der bei Préveli ins Meer fließt. Mehr dazu unter Kirchlein des Ágios Nikólaos.

PicturesOG/agkyriak2.jpgEin nettes kleines Höhlenkirchlein, welches der Agía Kyriakí geweiht ist, liegt wenige Treppenstufen oberhalb der Straße. Kommt man von Norden, sieht man es praktisch nicht.
Man kann dort nicht ganz einfach parken, aber wo ein Wille ist …

Zu den Schluchten auf Kreta

Komitádes

Komitádes

Das hübsche Dorf liegt ca. 4,5 Kilometer östlich von Chóra Sfakíon an der Straße nach Frangokástello am unteren Ende der Ímbros-Schlucht.

Geschichte und Allgemeines
In der Vergangenheit wurde das Dorf oft von sarazenischen Seeräubern überfallen. Mit Hilfe des Ágios Geórgios gelang es den Bewohnern aber, diese zu vertreiben. So weit die Überlieferung. Zum Dank errichteten sie dem Heiligen eine ihm geweihte Kirche, deren Fresken von niemand Geringerem als Ioánnis Pagoménos stammen (14. Jahrhundert). Man erreicht die Kirche unterhalb des Dorfes über einen Pfad, der an der heutigen Dorfkirche beginnt (immer links halten).

PicturesOG/komitades2.jpgDas Dorf ist nicht mehr so reich wie vordem, als die Bewohner überwiegend vom Handel lebten. Heute hat auch hier die allgemeine Landflucht Spuren hinterlassen, die Einheimischen ernähren sich nun hauptsächlich von der Landwirtschaft. Das Olivenöl aus dieser Gegend ist ebenso bekannt und beliebt wie der örtliche Berghonig.Read More

Keramés

Keramés

Das Dorf liegt am Südhang des Siderotas-Gebirges im zentralen bis westlichen Süden 4-5 Kilometer oberhalb des Meeres und ist bisher ein Hort der Ruhe, auch wenn man den Keramioten eine gewisse Rauhheit nachsagt. Da ist sogar von Schlägereien bei Dorffesten die Rede … Ich selbst habe keine derartigen Erfahrungen gemacht, dem Fremden gegenüber sind die Keramioten freundlich und aufgeschlossen.

Anfahrt
PicturesOG/drimiskos.jpgMan biegt von der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon im Dörfchen Kíssou Kámbos an der (ausgeschilderten) Abzweigung ab. Die Straße schraubt sich kurvenreich hinauf ins Siderótas-Gebirge. Ich bin hier einmal einer Schafherde begegnet, der ihr Hirte im Auto folgte und sie abwechselnd zungeschnalzend und hupend antrieb. Das kannte ich zwar schon aus Karikaturen, habe es dort aber erstmalig selbst life erlebt. Read More

Katholikó (Kloster)

Katholikó (Kloster)

PicturesOG/katholiko1_gwg.jpgVom Kloster Gouvernéto ganz im Norden der Halbinsel Akrotíri weist am Ende des schattenlosen Parkplatzes ein Schildchen zur Höhle des Eremiten Johannes bzw. zu den Resten des dortselbst erbauten Klosters Katholikó. Der Fußweg hinunter ist grob gepflastert und recht gut zu begehen, trotzdem wird festes Schuhwerk empfohlen. Nach etwa 15 Minuten erreicht man eine Höhle, sollte sich aber nicht zu früh freuen, denn dies war erstens der leichteste Teil des Weges und ist zweitens beileibe nicht die Höhle des Eremiten. Dies ist die „Bärenhöhle“. Sie heißt so nach einem großen Stalagmiten in ihrer Mitte, der tatsächlich mit etwas gutem Willen als Bär identifiziert werden kann, der sich über das Wasserbassin in der Höhle beugt (letzteres stammt natürlich von Menschenhand). Kein Trinkwasser übrigens, aber mögliche Abkühlung für die Hände oder den Kopf. Links im Eingang zur Höhle eine winzige Kapelle, die in den Fels gemauert ist.Read More

Elafonísi

Elafonísi

PicturesOG/elafonisi2_gwg.jpgDie „Hirschinsel“ liegt an der Südwestküste Kretas, etwa 6 Kilometer vom Kloster Chryssoskalítissa entfernt.

Viele Reiseführer schwärmen von „Südseeflair“, das finde ich ein klein wenig übertrieben, aber es ist wirklich schön. Hier findet man einen wirklich herrlichen Sandstrand, der nur sehr flach ins Meer abfällt.Read More

Chryssoskalítissa (Kloster)

Das Kloster liegt an der südlichen Westküste Kretas. Der Name bedeutet soviel wie „goldene Treppe“, denn der Legende zufolge soll eine der vielen Stufen, die zum Kloster hinaufführen, aus Gold sein. Natürlich sieht man die nicht, denn „nur wer ohne Sünde ist“, kann die Stufe sehen. Und wer ist das schon?

PicturesOG/chrysso_gwg.jpgDas Kloster steht in einer kleinen Ebene auf einem Felshügel. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es lebt nur noch eine Nonne hier, der das Gehen allerdings inzwischen ein wenig schwer fällt. Um so mehr freut sie sich über Besuch.

Wer sich in den hinteren Teil des Klosters über dem Meer begibt, sollte keine Höhenangst haben, denn hinter der nur niedrigen Mauer geht es doch recht steil in die Tiefe. Ganz am Ende der Balustrade eine kleine Toilette, von der aus alle großen und kleinen Geschäfte in freiem Fall ins Meer entsorgt werden. Ich denke mal, die Quantität, die hier so anfällt, wird das Meer verkraften.

In der Umgebung des Klosters haben sich inzwischen einige Lokale mit Unterkunftsmöglichkeit angesiedelt. Nur etwa 200 Meter Luftlinie vom Kloster entfernt sogar eine Diskothek mit dem sicherlich zutreffenden Namen „Disco Seismós“ (= Erdbeben). Über mangelnde Geräuschkulisse am Abend kann man sich im Kloster sicher nicht beklagen. Es klingt wie ein kleiner Hohn, dass sich etwa 150 Meter von der Disco ein Lokal namens „Isichí Gonía“ (= Stille Ecke) befindet. Ich bin hier aber abends bzw. nachts noch nicht gewesen, sodass ich über die tatsächliche akustische Situation nur Mutmaßungen treffen kann. Abgesehen könnte es auch beide Etablissements inzwischen nicht mehr geben, mangelnder Nachfrage wegen.

Von hier aus lohnt es sich jedenfalls auch, zum Strand von Elafonísi herunterzufahren.

Öffentliche Verkehrsmittel
Jeden Morgen fährt ein Bus aus Chaniá über Chryssoskalítissa nach Elafonísi und fährt nachmittags zurück.