Sport / Strand

Kreta ist ringsum vom Meer umgeben, Wassersport ist hier natürlich in fast jeder Form möglich: Schwimmen, Tauchen, Wasserski, Tretbootfahren und Surfen. Auch Angeln darf man vom Strand oder der Mole aus im Meer ohne besondere Genehmigung.
Auch die Berge bieten vielfache Sportmöglichkeiten: Wandern und Bergsteigen sowie im Winter auch (z. B. in den Lefká Óri) Skifahren.

Strände
PicturesOG/komos_wn.jpgIm Prinzip bietet Kreta „rundherum“ gute Bademöglichkeiten. Allerdings sind die Strände der Insel sehr unterschiedlich. Während der Norden eher lange Sand-/Kiesstrände aufweist, fällt der Süden steiler ins Meer. Es gibt fast „nur“ kleinere Badebuchten in der schroffen Steilküste. Auch hier bietet Kreta also wieder einmal für jeden Geschmack etwas.

Besonders schön sind Strände, die neben dem salzigen Meer auch noch einen Süßwasserfluss bieten, wie z. B. der Strand an der Mündung des Megalopotamós bei Préveli, Georgioúpolis oder bei Kalýves.

Andere „Traumstrände“ z. B. auch bei Elafonísi, Komós (Bild) oder Xerókambos.

Vrontisíou (Kloster)

PicturesOG/vrondisioubrunnen.jpgDas Kloster Vrontisíou liegt zwischen Zarós und Kamáres am Südhang des Ida-Gebirges, Zufahrt siehe dort. Das Kloster Vrontisíou  liegt nicht nur landschaftlich schön, sondern ist auch selbst sehenswert.

Direkt vor dem Eingang zum Das Kloster Vrontisíou  befindet sich ein prachtvoller venezianischer Brunnen, der irgendwie in/bei einem Kloster fehl am Platze erscheint (leider recht beschädigt), die Motive aber sind biblisch. Unterhalb der Figuren von Adam und Eva sprudelt das Wasser aus den Mündern vierer bärtiger Männer, die verschiedenen Deutungen zufolge entweder die Quellflüsse des Garten Eden oder die vier Evangelisten verkörpern. Das Wasser ist trinkbar und sehr erfrischend, ein paar Blechbecher stehen am Brunnenrand. Neben dem Brunnen steht eine uralte Platane, deren hohler Stamm locker eine deutsche Durchschnittsfamilie aufnimmt, die der Kreter, der meist hier vor dem Das Kloster Vrontisíou  köstlichen Honig und ebensolchen Raki verkauft, gerne fotografiert …

PicturesOG/vrondisioukirche.jpgIn der zweischiffigen Klosterkirche sind viele Fresken zu besichtigen. Die beiden Kirchenschiffe sind auffällig unterschiedlich hoch, das rechte (wenn man davor steht) ist deutlich niedriger als das andere. Die ursprünglich in der Kirche aufbewahrten Ikonen des berühmten kretischen Malers Damaskinós hängen heute in der Kirche der Agía Aekateríni in Iráklion. Dennoch gibt es Ikonen in der Klosterkirche, die wurden aber wiederum aus der Kirche des Ágios Fanoúrios, dem einzigen Überrest des Klosters Varsamónero, hierhergebracht, denn dort waren sie nicht sicher genug. Bei einem Einbruch in die Kirche im Jahre 1975 wurde die große Ikone der Muttergottes entwendet.

Zarós (Sarós)

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Das Bergdorf Zarós (auch: Sarós) liegt am Südhang des Ida-Gebirges oberhalb der Messará-Ebene. Man erreicht das Dorf von Iráklion aus wie folgt: Man fährt die Straße nach Süden Richtung Míres, Timbáki und Agía Galíni bis zum Dorf Agía Varvára. Hier biegt die Straße nach Kamáres rechts von der Hauptstraße ab. Die Straße schlängelt sich am Südhang des Ida-Gebirges entlang und erreicht nach etwa 17 Kilometer Zarós, das für seinen Wasserreichtum bekannt ist. Von hier aus wurde schon das römische Górtys per Aquädukt versorgt. Das Dorf besteht aus dem oberen Zarós (Áno Zarós) und dem unteren Zarós (Káto Zarós). Wenn im folgenden vom Dorf Zarós geschrieben wird, so meine ich eigentlich immer Áno Zarós.

Man verfehlt das obere Dorf (und die weitere Strecke nach Kamáres) leicht: Die vermeintliche Hauptstraße führt nämlich hinunter nach Káto Sarós, man muss an einer Kreuzung (Tankstelle und Polizeistation) rechts hinauf abbiegen. Dies wird hier so genau erwähnt, da das Hinweisschild Richtung Kamáres so günstig angebracht ist, daß man es erst sieht, wenn man vorbeigefahren ist.

Zarós ist wie die meisten kretischen Bergdörfer rein optisch eher relativ reizlos, die üblichen Supermärkte und Tankstellen sind vorhanden, Geldwechselmöglichkeit bei Bank oder Post an der Hauptdurchgangsstraße (falls man nicht aus einem Euro-Land kommt)

PicturesOG/zaros-stefan2011.jpgEin Haus aber ist wirklich interessant, allerdings nur deshalb, weil es die Werkstatt des über Kretas Grenzen hinaus bekannten Instrumentenbauers Antónis Stefanákis beherbergt. Eine Besichtigung lohnt auf jeden Fall, evtl. auch der Kauf einer Lýra oder eines Baglamás. Zarós (Sarós) weiterlesen

Veneráto

PicturesOG/wn_venerato01.jpgVeneráto ist ein kleines Dorf mit etwas mehr als 800 Einwohnern an der Straße von Iráklion nach Süden in die Messará-Ebene.

Sehenswert
Etwa 2 Kilometer östlich liegt das Nonnenkloster Monastéri tis Palianís.

Im Nachbardorf Kerásia lohnt ein Besuch der Kirche des „Ágios Geórgios“ sowie ein Spaziergang zum westlich des Dorfes idyllisch im Grünen gelegenen Kirche der „Panagía Fameroméni“ (knapp 2 Kilometer). Veneráto weiterlesen

Spinalónga und Kalydón(a)

Die ehemalige „Leprainsel“ liegt nördlich von Ágios Nikólaos gegenüber des Badeortes Eloúnda.

Tatsächlich besteht Spinalónga aus zwei Inseln, der südlichen, die wirklich so heißt, aber nicht (!)  die Leprainsel war, und der nördlichen, die die Leprainsel war, aber richtig Kalydón bzw. Kalydóna heißt.

PicturesOG/spinalo1.jpgBeginnen wir mit der südlichen (Spinalónga) und ihren (kleinen) Sehenswürdigkeiten: Zu dieser Insel kann man auch zu Fuß oder mit dem Auto hinüber gehen/fahren, denn sie ist mit dem kretischen „Festland“ durch einen langen Damm verbunden. Diesen wiederum durchschneidet ein schmaler Kanal, über den eine Brücke führt. Die Zufahrt ist im Ort Eloúnda recht unauffällig rechts zum „Public Beach“ ausgeschildert.

Direkt hinter der Brücke geht man rechts bis zu einer recht netten Taverne. Direkt rechts daneben  führt ein schmaler Weg etwa 20 Meter landeinwärts. Dort findet man ein etwa 3-5 Meter großes (eingezäuntes) byzantinisches Fußbodenmosaik, welches Delphine und Rosetten zeigt.

PicturesOG/spinalo2.jpgZurück an der Taverne geht man weiter (links) am Wasser entlang und erreicht eine kleine Kirche. Direkt vor der Kirche kann man bei ruhiger See unter der Wasseroberfläche die Grundmauern von Häusern erkennen (es ist nicht ganz einfach, man muss schon genau gucken).
Es soll sich hier um Überreste der antiken Stadt Ólous handeln, die bei einer Erdbewegung der Insel im Meer versank.
Einige hundert Meter den Weg weiter gehend, erreicht man zwischen den felsigen Klippen diverse kleine Badestellen, wo man fast für sich alleine sein kann. Nebenbei sind die Felsen bestens als Sprungbrett ins Meer zu nutzen, da es hier tief genug ist. Einer meiner Söhne hat hier mal mit der Hand einen Oktopus gefangen, den er leider wieder schwimmen ließ, weil er ihn so traurig anschaute (und ich esse doch Oktopus für mein Leben gern!)

PicturesOG/spinalo3.jpgKommen wir nun zur nördlichen Insel Kalydón, der echten Leprainsel (man kann zu dieser Insel mit Ausflugsschiffen von Ágios Nikólaos oder von Eloúnda aus fahren, ich persönlich ziehe es vor, mit dem Auto (oder dem Bus – s. u.) weiter nach Norden bis zu dem kleinen Fischerdorf Pláka zu fahren (die Straße nach Pláka zweigt in Eloúnda hinter dem Hafenplatz und dem Uhrturm rechts ab) und von dort aus den kurzen Weg mit einem größeren Fischerboot zu fahren (Preis/Person ca. 8 Euro). Im Lokal „Gorgona“ direkt an der Anlegestelle haben wir gut gegessen, während wir auf das nächste Boot warteten. Spinalónga und Kalydón(a) weiterlesen

Soúgia

Der kleine Badeort Soúgia an der Südküste zwischen Paleochóra und Chóra Sfakíon ist zwar durch eine Straße und auch durch Busverbindungen mit dem übrigen Kreta verbunden, wirkt aber dennoch immer noch ein wenig wie das verlängerte Rückgrat der Welt: ruhig (außer abends, wenn die unvermeidliche Diskos zuschlagen) und ziemlich abgeschieden. In Soúgia wird wildes Zelten bisher noch toleriert (manchmal gibt es zwar Polizeirazzien, aber die haben keine weitergehenden Konsequenzen), wer es bequemer haben will, findet diverse Unterkünfte vor.

Baden
Die Soúgia Bucht ist sehr schön zum Baden, wenn auch kieselig.


Letzten Meldungen zufolge sind im Sommer 2009 an einigen Stränden Kretas Sonnenschirme und Strandliegen verboten, so auch am Strand von Soúgia (mit einer Ausnahme). Die Polizei soll die Einhaltung dieses Verbots stichprobenartig kontrollieren. Unter diesen Umständen wird es wohl auch mit dem wilden Campen schwierig werden.


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Tóplou (Kloster)

PicturesOG/toplou.jpgAm östlichen Ende der Bucht von Sitía steigt die Straße Richtung Palékastro, Vái und Káto Zákros steil in die Berge hinauf, es bietet sich immer wieder ein herrlicher Blick auf die Bucht zurück.
12 Kilometer hinter Sitía biegt links die Straße zum Kloster Tóplou ab.

Die teils sehr kurvenreiche Straße hinauf zum Kloster Tóplou ist seit vielen Jahren asphaltiert und bestens befahrbar. Nach 3 Kilometern erreicht man das einsam in felsiger Gegend liegende Kloster Tóplou, das auf den ersten Blick wie eine Festung aussieht. Genau das war es auch einige Jahrhunderte lang, denn so weit draußen östlich war das Kloster Tóplou ganz allein auf sich gestellt und musste sich entsprechend wehrhaft einrichten. Im Türkischen bedeutet „Tóplou“ übrigens „Kanone“ (sic!). Trotz der Wehrhaftigkeit des Klosters und seiner Mönche gelang es den Türken mehrfach, das Kloster zu erobern und weitgehend zu zerstören, doch die Mönche bauten es stets unverdrossen wieder auf. Auch im Zweiten Weltkrieg war hier ein Widerstandsnest zu finden, wie anderenorts unterstützte die Kirche aktiv den Kampf des kretischen Volkes und seiner englischen Verbündeten.

Heute ist das Kloster wegen Nachwuchsmangels schon fast geschlossen. Es leben nur noch zwei Mönche hier, die Besucher gerne begrüßen, auch wenn diese hier alles andere als selten sind (im Gegenteil: das Kloster wird von allen Ostkreta-Touren angefahren und so kommen die Besucher reisebusweise).

PicturesOG/toplou2.jpgDas schöne, gemütliche Klosterinnere mit seinem Innenhof und besonders die zweischiffige Klosterkirche lohnen eine Besichtigung. Im linken Schiff der Kirche vom Eingang aus gesehen sind noch spärliche Reste von Fresken aus dem frühen 15. Jahrhundert zu erkennen, die leider durch Feuchtigkeit stark beschädigt sind. Links z. B. als erstes eine Kreuzigungsszene. Die Zweischiffigkeit der Kirche bedingt auch zwei Ikonostasen mit vielen Ikonen. Tóplou (Kloster) weiterlesen

Vathý Iremía

PicturesOG/stille.jpgAm Kloster Odigítrias (an der Straße von Kalí Liménes nach Sívas im Süden der Insel) zweigt links ein Fahrweg ab, an dem ein Schild „Vathý Iremía“ aufgestellt ist. Wenn man aus Richtung Mátala kommt, weist der Wegweiser natürlich entsprechend nach rechts.

Als ich ihn das erste Mal sah, las ich versehentlich „Vathý Erimiá“, was „tiefe Einsamkeit“ bedeutet, und war natürlich sehr gespannt, was das für eine Einsamkeit sein könne, in die es sogar einen Wegweiser gibt! Außerdem findet sich im weiteren Verlauf der Strecke mehrfach ein Hinweisschild nach Mártsalo (eine Kirche oberhalb des Meeres, nicht etwa die falsche Schreibweise von Mátala).

An einer der späteren Abzweigungen weist das Schild nach „Vathý Iremía“ rechts hinunter, der Fahrweg nach „Mártsalo“ führt weiter gerade aus. Wenig später wird der Weg deutlich schlechter und verlangt einen geübten Fahrer oder Allradantrieb, nicht um hinunter, aber um wieder hinauf zu kommen (am besten natürlich beides).

PicturesOG/stille3.jpgVathý Iremía- Die „tiefe Stille“ entpuppt sich als eine wunderschöne Badebucht, die zwischen dem Kap Líthino und Mátala liegt, sie schneidet tief in die Felshänge ein und verfügt über kristallklares Wasser sowie einen schönen (schattenlosen) Sand-Kieselstrand, dem in Mátala ähnlich. Trotz der großen Einsamkeit und der wirklich „tiefen Stille“ gibt es tatsächlich Abfalltonnen am Strand, die der einzige Bewohner und Eigentümer dieses schönen Fleckchens Erde, Nikos Sifákis, dessen Familie aus Gérgeri bei Zarós stammt, hier aufgestellt hat. Vathý Iremía weiterlesen

Vassilikí

PicturesOG/vassiliki_archea3.jpgDas kleine Dorf Vassilikí liegt etwas westlich abseits der Straße von Ierápetra an die Nordküste kurz vor derselben. Die Abzweigung ist ausgeschildert. Schon nach weniger als einem Kilometer passiert man ein fast unauffälliges Schild, das nach links in die Olivenhaine weist: Auch hier gibt es eine kleine minoische Ausgrabung, genauer gesagt, die einer spätminoischen Siedlung aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Es sind nur einige hundert Meter in den Hain auf einem erkennbaren Fußweg hinein. Meist ist das Ausgrabungsgelände abgeschlossen, allerdings fand ich die Möglichkeit, links am Zaun vor dem Wächterhäuschen entlang zu gehen und dann ohne größere Mühe an einer Stelle unter dem Zaun durchzukriechen, um die hier gezeigten Fotos zu schießen.PicturesOG/vassiliki_archea1.jpg Außer diesen Mauern ist nicht sonderlich viel zu sehen, schön ist allein die Ruhe (kein Mensch da!), der Blick in die Ebene und die Gewissheit, dass hier vor etwa 2.300 Jahren Leute lebten, die diesen Ausblick auch genossen.

Bei den Ausgrabungen wurden hier einige Keramikgefäße gefunden, die auf eine bestimmte Art gefärbt wurden, nämlich durch die Flammenstärke beim Brennen. Farben kannte man noch nicht, bzw. konnte damit noch nicht arbeiten. Beispiele dieser Gefäße im „Vassilikí-Stil“ sind heute in den Archäologischen Museen von Ágios Nikólaos und Iráklion zu sehen. Vassilikí weiterlesen

Tsoútsouros

Der kleine Strandort Tsoútsouros liegt an der Südküste (um mir jetzt die genaue Beschreibung zu ersparen, wo genau: etwa auf dem gleichen Längengrad wie Iráklion. Wenn man also mit dem Finger auf der Landkarte von Iráklion genau gerade nach unten fährt …). Das letzte Stück der Zufahrt biegt in Káto Kastellianá ab.

12 Kilometer windet sich die inzwischen asphaltierte Straße zuerst hinauf und auf der anderen Seite in ebensolch atemberaubenden Kurven wieder hinunter. Durch den Asphalt und die fast verschwenderisch angebrachten stabilen Leitplanken an jeder auch nur halbwegs gefährlichen Stelle hat die Strecke aber praktisch jede Abenteuerlichkeit verloren. Sie führt durch eine wilde Landschaft mit wunderbarem Panoramablick. Ärgerlich sind einzig an der kargen und wilden Landschaft die auch hier mehrfach vorhandenen wilden Müllkippen.

Die kleine Kirche an der höchsten Stelle der Straße bietet nichts Außergewöhnliches außer der schönen Aussicht.

Auch Tsoútsouros hat einen neuen Hafen bekommen, der wie in Kastrí aber vermutlich nur gebaut wurde, weil EG-Gelder geflossen sind.
Der Dorf ist noch relativ ruhig, obwohl auch der andere Fahrweg unten am Meer entlang von und nach Keratókambos/Kastrí inzwischen durchgehend asphaltiert ist. Tsoútsouros ist wohl eher eine landwirtschaftlich orientierte Siedlung als ein richtiger Badeort, was man an auch hier gegenwärtigen Gewächshäusern unschwer erkennen kann.

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Trotzdem weist das Dorf schon alles auf, was für das Wohl des Fremden unerlässlich ist: Hotel, mehrere „Rent rooms“, Restaurants, Café-Bars und echte Kafenía, zwei Supermärkte, sowie einen langen kieseligen Badestrand mit superklarem Wasser, leider schattenlos. Es lässt sich hier durchaus gut eine Weile aushalten, auch wenn die Hitze groß ist, denn es weht oft ein frischer bis kräftiger Wind. Tsoútsouros weiterlesen