Reiseapotheke

An mitzunehmenden Medikamenten sei z.B. das eine oder andere Mittel gegen Magenverstimmung zu empfehlen. Nicht weil die Kreter so gefährlich kochen, sondern weil man sich den Magen sehr leicht „verkühlt“, das bedeutet, es ist einem furchtbar heiß und dann stürzt man ein großes Glas eiskalten Getränks hinunter. Da kriegt der Magen schon mal den Schüttelfrost.
Außerdem ist das Fahren mit den beliebten offenen und zugigen Jeeps sehr beliebt. Wer dann mit freiem Oberkörper durch die Gegend düst und sich des frischen Fahrtwindes freut, kann möglicherweise ein unangenehmes Wunder erleben (möglicherweise! Ich habe jedenfalls mal 5 Tage deswegen mit hohem Fieber flach gelegen).Read More

Schiffsverbindungen

Der Fährdienst von Piräus nach Iráklion und Chaniá (Soúda) wird von zwei Gesellschaften betrieben, „A.N.E.K.“ und „Minoikés Grammés“ (Minoan Lines). Beide Linien sind zu 100% im Besitz kretischer Kleinaktionäre. Sie wurden gegründet (zuerst die „A.N.E.K.“), nachdem eines der überalterten Fährschiffe, mit denen ein Athener Großreeder die Strecke versorgte, gesunken war (was zahlreiche Todesopfer forderte). Eines der Prinzipien beider Gesellschaften ist, daß keine Großaktionäre zugelassen sind, beide Gesellschaften gehören jeweils Tausenden von Leuten. Und Sorgen braucht man bei den heutigen Schiffen nicht mehr zu haben, denn sie sind praktisch alle auf dem neuesten Stand der Technik.

PicturesOG/anek2.jpg„A.N.E.K.“ fährt täglich abends nach Iráklion, Chaniá (Soúda)und Réthymnon, „Minoikés Grammés“ derzeit täglich zwei Mal nach Iráklion sowie einmal nach Chaniá (Soúda). Die Fahrpreise beider Linien sind bis auf wenige Euro identisch. Die Abfahrtszeiten waren über viele Jahre hinweg immer gleich, dann und wann ändern sie sich aber doch. Deswegen sind hier auch keine genauen angegeben.

„Minoan Lines“ hat zwei neue Schnellfähren in Dienst gestellt („Knossos Palace“ und „Festos Palace“, die die Strecke von Piräus nach Iráklion in nur 6 Stunden schaffen!
Für ein Auto sollte man sich in jedem Fall gleich eine Rückfahrkarte kaufen, das ist erheblich billiger (außer man will für den Rückweg eine andere Route nehmen, z.B. Kastélli – Gýthion). Bei Personenfahrscheinen kam es bisher auf das selbe heraus, ob man einzeln oder gleich Hin- und Rückfahrt bucht. „Minoan Lines“ bietet neuerdings aber 20% Ermäßigung für die Rückfahrt an.

Die Büros der beiden Gesellschaften befinden sich neben und zwischen vielen anderen direkt am Hafen in Piräus. Ohne Auto kommt man auch in der Hochsaison immer am gleichen Tag mit, mit Auto können aber schon einmal ein oder zwei Tage Wartezeit erforderlich werden, was aber immer seltener wird.

PicturesOG/minoan.jpgMan sollte sich (mit Auto) ca. zwei Stunden vor Abfahrt einfinden, besser noch ein wenig früher, denn kommt man früh hinein und steht der Wagen möglichst niemand anderen behindernd hinten in einer Ecke, kann man sich morgens mehr Zeit lassen, zum Auto zu gehen. Denn gerade dann haben es die Einheimischen immer besonders eilig, es scheint um jede Minute zu gehen, und wer da im Wege steht und nicht rechtzeitig kommt, riskiert im Extremfall auch mal Hiebe. Ich habe selbst miterlebt, daß nur Schiffsoffiziere einen jungen Engländer vor aufgebrachten Fernfahrern schützen konnten, dessen kleiner Sportwagen mitten in der Ausfahrt stand und der seelenruhig erst etwa 15 Minuten nach dem Anlegen heranschlenderte … Das Auto wäre vorher fast zerlegt worden.Read More

Trampen

Auch wenn ich vereinzelt erzählt oder geschrieben bekomme, man sei auf Kreta ganz hervorragend per Daumen vorwärts gekommen, ich halte das Trampen für die schlechteste Methode der Fortbewegung auf der Insel. Es ist zwar sicher die billigste, aber auch die schwierigste. Zum einen fahren die Kreter nicht so oft größere Strecken, zum zweiten sind die hier häufig herumfahrenden japanischen Pick-Ups ohnehin fast immer überfüllt, und der Transport von Personen auf der Ladefläche ist verboten (man sieht es trotzdem ständig).Read More

Toiletten

In Hotels gehören sie längst der Vergangenheit an (!!!), in wirklich älteren Tavernen aber findet man sie manchmal noch: die mediterranen Stehklosetts. Sie sind wesentlich hygienischer als unsere Sitzklos, verlangen aber ein wenig Übung beim Zielen, will man sich nicht die Füße beschmutzen. Und wo man so lange die Hose lässt, kann ich leider auch nicht erklären. Nur noch wenige dieser Klos haben keine Wasserspülung, bei denjenigen, die sie haben, springe der Benutzer rechtzeitig zur Seite, sonst bekommt er gratis auch noch die Füße gewaschen.Read More

Telefonieren und Telegrafieren

Griechenland hat für das Telefonieren eine eigene Behörde, den OTE (wie alle griechischen Abkürzungen nicht als einzelne Buchstaben ausgesprochen, sondern zweisilbig mit der Betonung hinten: Oté). In den großen Orten ist der OTE meist ganztägig geöffnet, in kleineren Orten schließt er in der Regel um 15.10 Uhr. Weshalb diese 10 Minuten, weiß ich allerdings auch nicht!Read More

Stromspannung

Auch griechische Steckdosen weisen eigentlich überall 220 Volt auf, wenn man den Stecker reinkriegt. Die schmalen Gerätestecker tun es überall, ein kerniger deutscher vorschriftsmäßiger Schukostecker aber könnte schon mal verzweifeln. Dennoch ist ein Adapter-Set kaum vonnöten, denn wer schleppt schon Geräte mit in den Urlaub, die solche Stecker aufweisen.

Preise

Ein wirklich heikles Thema! Bereits mit dem EU-Beitritt Griechenlands sind die Preise dort extrem in die Höhe geschnellt. Das war damals nicht ganz so schlimm (jedenfalls für den Touristen), denn die Inflation galoppierte genauso schnell, so dass sich der Umrechnungskurs der DM ständig verbesserte.

Nun aber haben wir alle gemeinsam den (T)Euro, und er macht sich auch in Griechenland bemerkbar.Read More

Post

PicturesOG/briefkasten_kokk.jpgIn jedem halbwegs größeren Ort auf Kreta gibt es auch ein Postamt. Hier wird der gesamte Brief- und Paketverkehr abgewickelt, zu einem Postamt kann sich der Reisende auch postlagernd („Post Restant“) Briefe senden oder auch telegrafisch Geld überweisen lassen.Read More

Polizei

Ich habe mich schon sehr oft darüber gewundert, wie es die kretischen Polizisten schaffen, inmitten aller Hektik und Hitze, in der fast alle anderen bis zum Nabel aufgeknöpft schwitzend herumkeuchen, korrekt gekleidet auch noch cool auszusehen. Das muss Training sein! Die Beamten wirken lässig und Bekannte scherzen gerne mit ihnen, aber sie haben dennoch Autorität.
Griechen gegenüber (und auch „verdächtigen Ausländern“) können griechische Polizisten immer noch recht unangenehm werden. Dem Normalreisenden gegenüber benehmen sie sich eher freundlich bis ignorant.Read More

Kriminalität

Gemessen an hiesigen Verhältnissen ist das Wort „Kriminalität“ auf Kreta immer noch fast ein Fremdwort. Diebstähle sind außerordentlich selten, und wenn, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß ein Nichtkreter seine Hände im Spiel hatte. Bedauerlicherweise ist gerade in Zentren des „Alternativtourismus“ die Diebstahlquote ungleich höher als anderswo. Das weiß auch die Polizei und misstraut deshalb Rucksackreisenden von vornherein, „schwarze Schafe“ machen Meinung.

Allerdings… wo gibt es eigentlich noch „richtige“ Zentren des „Rucksacktourismus“? Lentas? Paleochóra? Na ja, diese Zeit scheint doch ein wenig vorbei zu sein. Alle Nostalgiker sollten mich bitte jetzt nicht hauen, aber auch ich schlafe inzwischen nicht mehr am Strand wie früher.Read More