Auskünfte, Botschaften und Konsulate

In größeren Orten erteilen vor allen Dingen die Büros der griechischen Touristenorganisation (EOT) Auskunft. In den kleineren Orten übernehmen selbsternannte „Tourist-Informations“ oder „Tourist-Offices“, hinter denen sich meist ein Reisebüro versteckt, diese Funktion. Auch die Touristenpolizei kann weiterhelfen.Read More

Anreise über die Balkanroute

Es war kriegsbedingt eine ganze Zeit nicht möglich, über das ehemalige Jugoslawien nach Griechenland zu fahren. Inzwischen aber hat sich alles normalisiert, wenn man Beschreibungen glauben darf, trotz noch mehr Grenzkontrollen sogar verbessert.
Aus verschiedenen Gründen konnte ich es selbst noch nicht ausprobieren, habe aber in Renate und Bernd Jens jemanden gefunden, der für den Online-Guide genauere Daten und Beschreibung hat und zur Verfügung stellt. Vielen Dank an dieser Stelle.
Im folgenden zitiere ich wortwörtlich ihre Beschreibung, ich habe nur einige persönliche Dinge daraus entfernt. Diese Beschreibung umfasst den Weg „zurück“, da die beiden ein Haus auf Kreta haben und sich die Hinfahrt mit einem bis zum Dach vollgepackten Auto wegen der diversen Grenzkontrollen nicht „trauten“. Aber ich denke, das macht nichts.

Im folgenden also ihr Originaltext:Read More

Alkoholkontrollen

Es war im Sommer 2001, als der Regierung auffiel, dass es in Relation zur Verkehrsdichte in Griechenland die höchste Zahl von Verkehrstoten in der EU gibt. Da bei sehr vielen Unfällen Alkohol im Spiel war, wurde ein neues Gesetz verabschiedet, welches jetzt harte Strafen für Alkohol am Steuer vorsieht.

Die Promillegrenze liegt nun bei 0,25. Wer bei einer Kontrolle mit bis 0,4 Promille Blutalkohol erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe um die 150 Euro rechnen, bis 0,6 Promille mit dem doppelten Betrag und einem dreimonatigen Fahrverbot. Read More

Ärztliche Versorgung

Zwar sieht eine Landarztpraxis auf Kreta oft nicht so aus, wie das der Mitteleuropäer gewohnt ist. Ausstattung und Hygiene lassen durchaus manchmal Misstrauen aufkommen. Tatsächlich aber ist die medizinische Versorgung auf Kreta völlig gewährleistet. Sehr viele Ärzte haben im Ausland studiert, das verringert auch Verständigungsschwierigkeiten.

Wenn ärztliche Behandlung erforderlich wird, sollte man sich die lokale Dienststelle des IKA (der griechischen Gesundheitsorganisation) oder an einen IKA-Vertragsarzt wenden. Dort ist lediglich die Europäische Krankenversicherungskarte vorzulegen, dann ist die Behandlung kostenfrei.Read More

Straßenverkehr

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Kreter legen manchmal eine etwas unkonventionelle Fahrweise an den Tag. Es gibt zwar durchaus Verkehrsregeln, die den mitteleuropäischen entsprechen, aber das „darauf Beharren“ entspricht nicht unbedingt dem Naturell der Kreter. Vorfahrt hat meistens der, der schneller reagiert (wenn das der Ausländer war, wird dennoch kräftig hinter ihm her geschimpft).

Apropos „Vorfahrt“: In Griechenland hat in einem Kreisverkehr grundsätzlich der „Einfahrende“ Vorfahrt, nicht der, der schon im Kreisel ist. Rein theoretisch gilt das auch hierzulande, nur da es praktisch immer durch Verkehrsschilder geregelt ist, haben wir uns daran gewöhnt, dass es eben anders herum ist. Also ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.

Stopp-Schilder mahnen höchstens zu erhöhter Aufmerksamkeit, denn ein Kreter hält nach Möglichkeit nicht an. Das Gleiche gilt für Ampeln, die auf Gelb springen. Das bedeutet nur, dass man einfach kräftig Gas gibt, um noch irgendwie rechtzeitig rüber zu kommen. Nur wenn die Ampel rot ist, fahren die Kreter lieber langsam darüber.
Kurven oder durchgezogene Linien in der Straßenmitte hindern nur bedingt am Überholen, es macht das Ganze höchstens spannender.Read More

Deutsche und andere Touristen

Wir Teutonen sind es wegen unserer Geschichte ja schon gewohnt, uns den Schuh vom „hässlichen Deutschen“ anziehen zu lassen. Der eine oder andere trägt diese Schuhe ja auch durchaus gerne noch…

Trotz unserer unseligen Geschichte, die sich ja zeitweise auch sehr hart auf Kreta abgespielt hat, habe ich dort noch niemals irgendeine Art von Deutschenfeindlichkeit kennenlernen müssen. Im Gegenteil, wenn man früher gefragt wurde, woher man komme, und „Deutschland“ antwortete, wurde man oft mit den Worten „extra prima“ begrüßt. Und das auch in Lokalen, in denen – wie im Umland von Chaniá durchaus auch heute noch manchmal zu sehen – martialische Darstellungen an der Wand hängen: kretische Bauern, die gerade einen deutschen Fallschirmjäger mit einem Stein erschlagen.
Natürlich sollte der deutsche Tourist nicht saufend in Lokalen deutsche Fallschirmjägerlieder singen, aber diese Klientel findet man auf Kreta zum Glück eher selten (Ausnahmen bestätigen leider wie immer die Regel).

Im Gegenteil habe ich immer wieder festgestellt (und ich fahre nun so lange und regelmäßig dort hin, dass ich glaube, mir ein Urteil erlauben zu dürfen), dass die Deutschen auf Kreta eher sehr beliebt sind (Ausnahmen…).
Bei allen Weltmeisterschaften, die ich in Griechenland erlebte, stand dieses Land geschlossen hinter den Deutschen. Nach der WM 1990 rief mir ein Einheimischer nach dem Finalsieg begeistert zu „Kala, pou pírame to kýpello!“ („Prima, dass wir (!) den Pokal/die Weltmeisterschaft geholt haben!“). Und er meinte es ganz ernst!

Doch zurück zur Geschichte und der deutschen Sorge, deshalb auf Kreta ebenso unbeliebt zu sein wie in großen Teilen der Niederlande: Bei einem Spaziergang durch ein kretisches Bergdorf begegnete mir eine schwarz gekleidete alte Frau. Sie fragte mich wie in solchen Dörfern wie üblich nach dem „woher“, und ich antwortete wahrheitsgemäß „ap‘ ti Germanía“. Sie schaute mich lächelnd an und ohne, dass dieses Lächeln auch nur einen Moment nachließ, sagte sie auf deutsch: „Vor vielen Jahren ist gekommen deine Papa, bumm bumm, alles kaputt!“.
Bevor ich noch betroffen schauen konnte, lud sie mich zu einem Kaffee in ihr Haus ein…Read More

Campingplätze auf Kreta

Campingplätze auf Kreta

Die Campingplätze auf Kreta erreichen nicht „mitteleuropäischen Standard“, es lässt sich aber sehr gut auf ihnen leben. Manche von ihnen sind noch relativ neu, dann sind sie besonders sauber und gepflegt, bieten aber weniger natürlichen Schatten – diesem Manko wurde auf einigen Plätzen dadurch abgeholfen, dass Schilfdächer aufgestellt wurden. Andere sind älter mit viel Schatten unter großen Bäumen – gepflegt und gemütlich sind sie in der Regel trotzdem.Read More

Die Musen

Die Musen

Wie man immer wieder hört und liest, war der gute alte Zeus ein richtiger Schwerenöter. Er trieb sich gerne auf der Erde herum und besonders gerne trieb er es mit den Damen seiner Schöpfung. Man kennt ja auch die Geschichte, wie er als Stier verkleidet Europa, die Tochter des Phönizierkönigs Agenor nach Kreta entführte, um sie dortselbst zu vernaschen.
Natürlich, nachdem er sich wieder zurückverwandelt hatte, den Stier wollte er ihr nicht zumuten. Aber um Kreta soll es hier nicht gehen, sondern um das Ergebnis anderer Liebesabenteuer des scharfen Götterchefs.Read More

Monatskarte

Monatskarte

Allmählich ging ihm dieses Leben auf den Geist! Jeder Tag war wie der vorhergehende, und der nächste würde sicherlich auch nicht viel anders sein: gleichförmiges Rollen, nur ab und zu unterbrochen durch eine blecherne Stimme aus einem Lautsprecher. Jedesmal musste er dann sein kleines Zimmer verlassen, bis das Rollen wieder begann und er zu seinem Buch zurückkehren konnte, mit dem er die Zeit zubrachte, bis ihn wieder eine dieser Lautsprecherstimmen von seinem gemütlichen Plätzchen vertrieb.
Damals hatte er die Idee eigentlich nicht schlecht gefunden. Er war sehr plötzlich darauf gekommen, nachdem er sich wieder einmal völlig umsonst in diese Traube aus Menschenleibern gedrängt hatte, dem Ersticken nahe, von hinten geschoben, von vorne „drängel doch nicht so, du Arschloch“. Er hatte zwar wie immer seinen „Kölner Stadtanzeiger“ mit den Wohnungsanzeigen bekommen, aber wie immer viel zu spät. Viele Autos waren zwischenzeitlich mit quietschenden Reifen gestartet, die nahen Telefonzellen alle längst besetzt. Wie immer hatten andere das Rennen gemacht, während er fast platt gedrückt worden war.Read More

Fahrkartenkontrolle

Fahrkartenkontrolle

„Ich bin am Verhungern, wo bleibt bloß der Kellner?“
Mein Sohn Ralf schaut auf.
„Ich glaube, da kommt er.“
Dann wird er plötzlich blass.
„Nein, das ist eine Kontrolle.“
„Eine was?“
Ich drehe mich um und dann sehe ich sie auch. Zwei Mann und eine Frau hoch, graue Uniformen, die sich langsam an den Tischreihen der griechischen Lokals, in der wir sitzen, rechts und links vorbei schieben. Und schon erreicht die Frau unseren Tisch, sie lässt kurz einen Ausweis aufblitzen.Read More