‚Ano Viános

‚Ano Viános

Das große Dorf, welches gleichzeitig den Hauptort des Unterbezirks Viános darstellt, liegt sehr reizvoll am Steilhang der Südküste etwa 40 Kilometer westlich von Ierápetra über einer in den Bergen eingebetteten fruchtbaren Hochebene und bietet außer der entsprechenden Aussicht auch die Ruhe, die allen nicht unmittelbar küstennahen Orten auf Kreta gemeinsam ist. Der Durchreisende sollte sich zumindest für einen Kaffee hier aufhalten, wenn er den Ort nicht gar als Standquartier wählen will. Denn von hier aus sind sowohl Árvi als auch Keratókambos schnell erreicht (des Bades wegen), wenn man motorisiert ist. Außerdem bieten sich Ausflüge ins noch sehr ursprüngliche Hinterland an.
Und ansonsten lebt man wirklich noch vorwiegend unter Einheimischen, ein Zimmer findet sich leicht unweit des zentralen Dorfplatzes.
Und auch um die Gesundheit braucht man nicht zu fürchten: Das „Health Center“ in Áno Viános verfügt über gute Ärzte (Tel.: 28950-22625 und 28950-22647).
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Áno und Káto Saktoúria

Zwei kleine zusammenhängende Bergdörfer westlich von Agía Galíni oberhalb der Südküste. Von Galíni aus nimmt man die Straße Richtung Mélambes, wohin es 10 Kilometer auf kurvenreicher Asphaltstraße fast immer bergauf geht. Ein toller Blick entschädigt für die vielen Kurven.
Hinter dem Dorf Mélambes führt die Straße wieder talwärts. Nach etwa 3 Kilometern biegt dann links die ebenfalls asphaltierte Straße Richtung Saktoúria ab.
Alternativ kann man natürlich auch die (langweiligere) Strecke von Agía Galíni über die neue Straße Richtung Spíli und Réthymnon nehmen. Dazu folge man erst einmal der Beschilderung Richtung Réthymnon. Auf der neuen Straße nimmt man die erste Abzweigmöglichkeit links (ausgeschildert) und biegt bei der nächsten Möglichkeit (ca. 1 Kilometer) wieder rechts ab.

Erreicht man Áno Saktoúria (das obere), gabelt sich vor dem Ort die Straße; links geht es ins Dorf hinein. Biegt man rechts hinunter, erreicht man bald Káto Saktoúria (das untere).

Die Dörfer selbst sind nicht Weltbewegendes, aber in Áno Saktoúria habe ich vor vielen Jahren mit Begleitung mal eine durchaus kulinarische Überraschung erlebt. Im Kafenío auf der linken Straßenseite erhofften wir uns nach langer Fahrt irgend etwas zu essen, denn eine „normale Taverne“ fanden wir im Dorf nicht (und wir waren sehr hungrig). „Áno und Káto Saktoúria“ weiterlesen

Áno Méros

PicturesOG/Ano Meros_ww.jpgDieses Bergdorf liegt am Fuß des Kédhros-Massivs gegenüber des Ida-Gebirges an der alten Straße zwischen Agía Galíni und Réthymnon (Anfahrtsbeschreibung siehe Agía Paraskeví). Von dort aus fährt man einfach weiter.

Im Prinzip gibt es nichts besonders spannendes hier, aber dafür einen meiner absoluten Lieblingsplätze auf Kreta.

Etwa in Ortsmitte führt ein Fußweg links den Berg hinauf, es zweigen viele Pfade links und rechts ab, aber man achte darauf, das es immer bergauf geht. Notfalls kann man auch fragen, ob der Weg noch stimmt: „Avtós íne o sostós dhrómos jia ti Kaloídhena?“ „Kaloídhena“ ist ein Platz oberhalb des Dorfes, den man in etwa einer halben Stunde zu Fuß erreicht. Der Name erklärt sich nach Erzählungen der Dorfbewohner wie folgt: Einst hatte eine Bewohnerin des Dorfes hier die Erscheinung der Mutter Gottes. Keiner wollte ihr glauben, doch sie bestand hartnäckig darauf: „Kalo ídhena“ („Ich habe es gut gesehen“).

PicturesOG/kaloidena1.jpgVon dem hier daraufhin gebauten Kloster, welches durch die Türken zerstört wurde, ist nichts mehr zu sehen. Es steht hier nur noch ein kleines Kirchlein. Unterhalb der Kirche stehen mächtige Platanen, unter denen eine Quelle entspringt. Steintische und -bänke laden zu einem Picknick ein (wehe dem, der nichts mit zu essen hinauf genommen hat). Selbst bei der Mittagshitze ist die Kühle hier herrlich, der Blick auf das Ida-Gebirge gewaltig, der anschließende Mittagsschlaf unter den Bäumen erfrischend. Leider gibt es manchmal zu viele Wespen hier, was an den Essensresten der Picknicker liegen mag.

PicturesOG/kaloidena2.jpgSeit 2004 ist der Fußweg zur Kapelle nun nicht mehr nötig: Kurz hinter dem südlichen Ortsausgang von Áno Méros führt nun eine kurvenreiche, aber asphaltierte Straße hinauf (kleines braunes Schild „Monastéri Kaloídena“). Man kann direkt bis an die Kirche fahren.
Diese wurde kräftig renoviert. Auch der Picknickplatz wurde erheblich erweitert und bietet nun ganzen Heerscharen Platz. Vermutlich wird hier deshalb im Sommer mehr los und der Platz wohl daher nicht mehr ganz so idyllisch sein!

Öffentliche Verkehrsmittel
Nur der Schulbus, also am Wochenende nicht.

Áno Asítes

Áno Asítes

Das Dorf liegt an den östlichen Ausläufern des Ida-Gebirges etwa 30 Kilometer südlich von Iráklion. Von der „New Road“ von Iráklion Richtung Westen nehme man die Ausfahrt Richtung Ágios Míronas. Obwohl nur wenige Kilometer von der Metropole entfernt, fühlt man sich hier fast augenblicklich wie in einer anderen Welt. Die Gegend ist stark landwirtschaftlich genutzt, Weinberge, Obstbäume und Ackerflächen wechseln einander ab. Ein Stück ursprüngliches Kreta, vom Tourismus noch wenig entdeckt, obwohl es dort doch einiges zu sehen gibt.
Ich danke an dieser Stelle Reinhilde Digruber, die mir erlaubt hat, ihre Informationen hier zu verwenden.

PicturesOG/Asites09_ww.jpg „Áno Asítes“ weiterlesen

Angaráthou (Kloster)

Angaráthou (Kloster)

11 Kilometer östlich von Pezá Richtung Kastélli Paidiádas biegt man im Dorf Sambás auf den mäßigen Fahrweg zum Kloster ab.

Alten Handschriften zufolge ist es eines der ältesten Klöster der Insel. Während der Herrschaft der Venezianer auf Kreta war das Kloster ein politisches und kulturelles Zentrum der Insel, aus seinen Mauern gingen einige spätere Patriarchen der griechisch-orthodoxen Kirche hervor.
Auch während der Türkenherrschaft spielte das Kloster eine wichtige Rolle, auch wenn es nicht so berühmt wurde wie andere Klöster. „Angaráthou (Kloster)“ weiterlesen

Análipsis (bei Chersónisos)

Análipsis (bei Chersónisos)

Ich kenne dieses Dorf zugegebenermaßen selbst nicht, sondern gebe hier eine Information von Barbara Alscher weiter:

„Nicht wenige Gäste landen im falschen Ort, denn es gibt sowohl Análipsi im Süden (von Dir erwähnt) wie Análipsis im Norden, nur etwa 4 Kilometer von Chersónissos entfernt. Letzteres freut insbesondere die Familien, bei denen die Jugend sich abends nach Chersónissos begibt und die „Älteren“ im gemütlicheren Análipsis bleiben. „Análipsis (bei Chersónisos)“ weiterlesen

Koutsourás, Análipsi und Makrygialós*  (bei Ierápetra)

Koutsourás, Análipsi und Makrygialós*  (bei Ierápetra)

Die drei Dörfer liegen an der Südküste östlich von Ierápetra. Sie liegen auf der Landkarte scheinbar weit auseinander, gehen aber faktisch ineinander über. Man merkt den Wechsel eigentlich nur am Ortsschild.

Diese Dörfer liegen an einem langen und grobsandigen Strand, der auch gut für Kinder geeignet ist (der Ortsname „Makrygialós“ bedeutet nichts anderes als „breiter“ oder auch „langer“ Strand) mit vielfältigem Angebot, es gibt auch sehr nette Tavernen am Strand oder am Hafen von Makrygialós (*übrigens findet man manchmal auch die Schreibweise „Makrýs Gialós“).

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Amnissós und Plas Tobroúk

Amnissós und Plas Tobroúk

In minoischer Zeit war Amnissós der Haupthafen von Knossós, davon ist allerdings heute nichts mehr zu sehen, wenn man von den ausgegrabenen Grundmauern einer minoischen Villa am Westende des Strandes absieht. Heute ist es der nächste östlich gelegene Badeort von Iráklion (ca. 8 Kilometer), der außer dem beliebtesten Badestrand der Iraklióten nicht sonderlich viel bietet.

PicturesOG/amnissos.jpgNur unweit östlich davon liegt der Strand von „Plas Tobroúk“ (das „s“ von Plas spricht sich stimmhaft wie in „Rose“ aus und bedeutet „Strand“). Die Bewirtschafterin des hiesigen Kiosk erzählt einem gern die Geschichte des ausgefallenen Namens dieser kleinen Ansammlung von Häusern, ein Dorf kann man es kaum nennen: Hier soll ein sehr spleeniger Engländer seine Villa am Strand gebaut haben, inmitten eines ihm gehörenden Geländes. Er war alter Afrikakämpfer und benannte deshalb die Gegend nach der im Zweiten Weltkrieg stark umkämpften Stadt Tobruk an der ostlibyschen Küste. Als dann andere Häuser dazukamen, hatte sich der Name bereits eingebürgert … und so gibt es ihn heute noch. „Amnissós und Plas Tobroúk“ weiterlesen