Almyrída

Almyrída

Das relativ kleine Dorf liegt ca. 4 Kilometer östlich von Kalýves an der Nordküste der Halbinsel Drápano. Man kann es sicherlich nicht als verschlafen bezeichnen, denn der Tourismus hat hier längst auch Einzug in Form großer Hotels gehalten, aber es ist immer noch vergleichsweise ruhig.

Sehenswert
Von Kalýves kommend liegt kurz vor dem Ortseingang direkt links neben der Straße die kleine Ausgrabung einer frühchristlichen Basilika, die man gut von draußen durch den Zaun betrachten kann.

PicturesOG/almyrida_gwg.jpgAutovermietungen
Mehrere unübersehbar im Dorf, z.B. „Flisvos“ und „Autoclub Rent a car“.

Baden
In der Nähe des „Almirída Beach Café“ hinten im Dorf ist der Sandkieselstrand am angenehmsten. Hier kann man auch Surfbretter und Kajaks mieten, Strandliegen sowieso. „Almyrída“ weiterlesen

Alikámbos

Alikámbos

Das kleine Dorf liegt ein Stück östlich der Nord-Süd-Verbindung von Vrýsses nach Chóra Sfakíon. Von Norden kommend, lassen es zwar viele „links liegen“, aber das Dorf hat eine Sehenswürdigkeit zu bieten. Sie ist klein, dennoch aber einen Besuch wert: Die Kirche der Panagía (der Muttergottes) mit Fresken von Joánnis Pagoménos aus dem 14. Jahrhundert. Sie liegt schattig unter großen Bäumen. „Alikámbos“ weiterlesen

Akrotíri (Halbinsel)

Akrotíri (Halbinsel)

Die Halbinsel Akrotíri ragt nordöstlich von Chaniá aus Kretas Küstenlinie heraus und schirmt die Soúdabucht gegen das offene Meer ab. Auf der Halbinsel gibt es nicht nur den Flughafen von Chaniá, sondern auch mehrere interessante Klöster, das Dorf mit der Seilbahn des Aléxis Sorbás und leider einiges Nato-Sperrgebiet. Deswegen trifft man oft auch die hier übende Bundeswehr an.

PicturesOG/venizelos.jpgMan folgt von der Markthalle in Chaniá aus zunächst einfach der Ausschilderung zum Flughafen. Die Straße verlässt nach einer ganzen Weile das Meer und führt steil den Berg hinauf. Auf der Höhe angekommen, erreicht man die Abzweigung links zu den Gräbern der Venizélos-Familie, vor allen Dingen von Elevthérios Venizélos, dem kretischen Nationalhelden und späteren griechischen Ministerpräsidenten. „Akrotíri (Halbinsel)“ weiterlesen

Gavalochóri

Gavalochóri

Kleines Dorf im Nordwesten Kretas (Apokorónas), das wie das Nachbarstädtchen Vámos Zeugnis  von den Aktivitäten des örtlichen Kulturvereins ablegt.
Viele alte Häuser sind renoviert, besonders sehenswert ist aber das örtliche Volkskundemuseum (vom Dorfplatz und auch sonst deutlich ausgeschildert).
Gezeigt werden Werkzeuge und andere Gegenstände des ländlichen Alltags, aber auch örtliche Handarbeiten, Schnitzereien, Fotos und historische Bilder und natürlich ein paar unvermeidbare Waffen. „Gavalochóri“ weiterlesen

Ágios Pávlos

PicturesOG/agiospavlos3_gwg2.jpgÁgios Pávlos ist ein „Badeörtlein“ westlich von Agía Galíni an der Südküste. Von dort aus nimmt man die Straße Richtung Mélambes, wohin es 10 Kilometer auf kurvenreicher Asphaltstraße fast immer bergauf geht. Ein toller Blick entschädigt für die vielen Kurven.
Hinter dem Dorf Mélambes führt die Straße wieder talwärts. Nach etwa 3 Kilometer biegt dann links die ebenfalls asphaltierte Straße Richtung Saktoúria ab.

Alternativ kann man natürlich auch die (langweiligere) Strecke von Agía Galíni über die neue Straße Richtung Spíli und Réthymnon nehmen. Dazu folge man erst einmal der Beschilderung Richtung Réthymnon. Auf der neuen Straße nimmt man die erste Abzweigmöglichkeit links (ausgeschildert) und biegt bei der nächsten Möglichkeit (ca. 1 Kilometer) wieder rechts ab.

PicturesOG/agiospavlos1_gwg2.jpgErreicht man Áno Saktoúria (das obere), gabelt sich vor dem Ort die Straße; links geht es ins Dorf hinein. Biegt man rechts hinunter, erreicht man bald Káto Saktoúria (das untere).

Die weitere Straße hinunter nach Ágios Pávlos ist inzwischen komplett asphaltiert. Das Dorf besteht nur aus dem gleichnamigen Kirchlein (oberhalb der anderen Häuser im Hang) und ein paar Lokalen. „Ágios Pávlos“ weiterlesen

Ágios Nikólaos (Kirche) – Quellen des Megalopotamós

Der Besuch dieses kleinen Kirchleins zwischen Spíli und Préveli lohnt sich weniger wegen dieser einen von Hunderten dem Ágios Nikólaos geweihten Stellen auf Kreta als mehr wegen der unweit dort entspringenden Quellen des „Megalopotamós„, des „Großen Flusses“, der bei Préveli ins Meer fließt.

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar). Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. Es lohnt sich, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

PicturesOG/agnikkirche_gwg2.jpgIrgendwann ist auf der Schluchtseite statt der sonst vorhandenen Leitplanke ein Natursteinmäuerchen zu sehen (es gibt inzwischen auch eine Beschilderung zur Kirche).

Hier bitte parken (auch wenn es nur einen schmalen Parkplatz gibt) und die Treppe ins Tal hinunter steigen. Auf halber Höhe etwa gabelt sich diese Treppe, rechts geht es bis ganz zur Schlucht hinunter, von wo aus man von unten in die Klamm hineinschauen kann, aus der die vereinigten Quellen des Flusses Megalopotamós schon als solcher hervortreten.

Noch reizvoller ist der linke Abzweig, auf dem man schon bald das Kirchlein des Ágios Nikólaos erreicht, ein kleines weißes Gebäude mit einem winzigen Glockenturm und frei hängender Glocke.
Die Ikonen im Inneren zeigen vorwiegend die Heiligen Nikólaos und Nektários (letzter genießt vor allen Dingen in diesem Teil Kretas größte Verehrung). Fast allen Ikonen sind die Gesichter ausgekratzt, was den türkischen Besatzern zugeschrieben wird. Diese Erklärung wirkt allerdings nicht sehr glaubhaft, da in einer so abgelegenen und unverschlossenen Kirche mit Sicherheit nicht solch alten Ikonen hängen würden. Denn in der Vergangenheit wurden so viele davon geklaut, dass die Kreter das Vertrauen in die ausländischen Besucher verloren haben.

Außerdem hängen auch hier wie in vielen anderen Kirchlein und Ikonostássia viele der kleinen Votivtäfelchen, mit denen z. B. um die Geburt eines Kindes oder die Heilung eines Gebrechens gebeten wird.

PicturesOG/quellen_megpot.jpgRechts an der Kirche vorbei führt der Pfad noch ein Stück weiter, und man hört es schon aus einiger Entfernung rauschen. Dann tut sich (wiederum) rechts des Weges eine steile Klamm auf, aus deren Felswand unzählige wasserreiche Quellen von Megalopotamós entspringen und in die Tiefe stürzen. Weiter unten treten sie dann bereits als Fluss aus der Klamm heraus, das Loch ist von hier oben gut zu erkennen. Vorsicht beim Herumklettern, denn es ist alles etwas nass und glitschig. Von der kleinen Aussichtsterrasse aus sieht man auch alles sehr gut. Ein Platz zum Sitzen und Träumen, sehr ruhig. Wesentlich beeindruckender als die berühmten Wasserfälle von Argyroúpolis.

Öffentliche Verkehrsmittel
Keine

Ágios Ioánnis

Ágios Ioánnis ein kleines, weltabgeschiedenes Dorf am „Ende der Welt“, genauer gesagt am Ende der Straße von Chóra Sfakíon nach Westen. Menschen mit Höhenangst sei die Straße dorthin über Anópolis und Arádena nur bedingt empfohlen, auch wenn sie inzwischen ziemlich üppig ausgebaut wurde.

Ágios Ioánnis bietet bisher keine Einkaufsmöglichkeit. Auch aus einer einstmals hier geplanten großen Hotelanlage ist bisher jedenfalls noch nichts geworden. Außer einem Kafenío gibt es auch keine Einkehrmöglichkeit.

Öffentliche Verkehrsmittel
Keine

Ágios Geórgios (Rethýmnou)

Ágios Geórgios ist eigentlich kein richtiger „Ort“, sondern besteht nur aus einigen wenigen Häusern am Meer westlich von Agía Galíni (man biegt nach dem Verlassen Agía Galínis gleich bei der ersten Möglichkeit scharf links ab (Richtung Mélambes). Die kurvenreiche Straße hinauf ist asphaltiert. Nach etwa 4 Kilometern zweigt links die Schotterstraße nach Ágios Geórgios ab. An der Abzweigung ausgeschildert zu „Niko’s Cafe Bar – Rooms“. Von hier aus sind es noch etwa 3 Kilometer. Kurz vor dem Ort gabelt sich der Weg, links geht es zu Níkos, rechts zu Jórgos. Diese beiden Tavernen sind außer der Kirche des Ágios Geórgios das ganze Dorf, welches natürlich nach der Kirche heißt.

Nikos‘ Lokal war wohl das Erste am Platz und liegt strategisch am günstigsten über dem Strand. Nikos spricht gut deutsch, die Speisekarte, sprich das Essensangebot ist nicht sehr umfangreich, aber gut. Er vermietet inzwischen acht Zimmer, die Terrasse und die Treppe zum Strand sind frisch renoviert. Er würde gerne noch mehr tun, z. B. eine größere Anlegestelle für die Boote aus Agía Galíni bauen, damit es noch mehr werden, aber da hat er Probleme mit der Baugenehmigung. Der Preis für die Zimmer richtet sich nach Dauer des Aufenthalts, man kann von Deutschland aus reservieren (Nikos spricht deutsch!) und hat jetzt ein Handy: 6944-504852.

Jorgos‘ (Geórgios‘) Lokal liegt ein wenig weiter vom Strand entfernt, dies versucht er durch offensive Werbetafeln überall wett zu machen, bei ihm ist laut eigener schriftlicher Aussage alles „am besten, schönsten und billigsten“. Unbestritten sitzt man bei ihm sehr schön, auch das Essen ist völlig in Ordnung. Nicht ganz glauben mag ich ihm allerdings sein Credo, dieses Lokal nur zu führen, um eine Heimstatt auf Kreta zu schaffen für all jene, die Ruhe suchen … dafür ist wiederum die Werbung zu heftig.

Unten am Strand (Sand und Kiesel) gibt es noch eine kleine Snack-Bar (das ist hauptsächlich deshalb praktisch, weil man dann nicht für jede Limo beim Baden den ganzen Weg bis zu den Tavernen hochklettern muss). Die Snack-Bar vermietet auch Sonnenschirme. Sie ist bei den anderen Wirten naturgemäß sehr unbeliebt, man munkelt sogar davon, dass der Besitzer überhaupt keine Lizenz besäße. Wie ich aber die Kreter kenne, kann das ebenfalls nicht so ganz stimmen, denn ansonsten gäbe es das Lädchen nicht mehr (nicht wegen der Polizei, sondern wegen der Konkurrenz).
Zitat: „Wirt Michalis und seine Mutter sind herzensliebe Leute. Während man mit Blick durch Bambus auf das Meer seine Seele baumeln lassen kann, bereitet Michalis ein köstliches Omelette (wirklich ein Genuss!). Er ist ein lustiger Vogel, der es schafft, in jeden Satz drei Sprachen einzubauen.“

Öffentliche Verkehrsmittel
Nicht mit dem Bus, sondern nur mit dem Boot kann man von Agía Galíni hierher fahren. Aber man kann auch zu Fuß von dort nach Ágios Geórgios wandern, dafür erhält man kostenlos in Agía Galíni bei „Cretan Holidays“ eine sehr gute Wegskizze! Unbedingt aber genügend Trinkwasser mitnehmen. Für beide Tipps herzlichen Dank an Fritz Tempelmeier.

Ágios Geórgios (Lassithíou)

Das kleine Dorf Ágios Geórgios auf der Lassíthi-Hochebene. Hier gibt es eigentlich nichts Besonderes außer einem „Heimatmuseum“, und das sollte man sich wirklich anschauen. Es ist in einem der wenigen alten erhaltenen Häuser von Ágios Geórgios untergebracht, es hat keine Fenster, sondern nur ein Loch in der Decke, wegen der ständigen Gefahr türkischer Übergriffe.

Es zeigt das Innere eines kretischen Wohnhauses aus dem 19. Jahrhundert mit allen Wohn- und Handwerksutensilien der Bauern. Im ersten Stock eine kleine Gemäldegalerie und eine Ausstellung von Fotos des berühmten kretischen Schriftstellers Níkos Kazantzákis, die ihn auf einzelnen Stationen seines Lebens zeigen.
Das Museum liegt an der Platía Elevtherías, gleich an der Hauptstraße.

Essen, Trinken und Unterkunft
findet man in den beiden Hotels des Ortes:
E-Kat.: „Dias“; 6 Zimmer/12 Betten; Tel. 28440-31207.
E-Kat.: „Rhea“; 7 Zi./13 B.; Tel. 28440-31209.

Öffentliche Verkehrsmittel
Die Busse von und nach Psýchro halten hier an der Hauptstraße (Platía Elevtherías).

Ágios Fanoúrios (Kirche) / Kloster Varsamónero

PicturesOG/varsamonero.JPGAuch Ágios Fanoúrios Varsamónero (auch: Valsamónero) ist einen Abstecher wert. Folgt man von Zarós aus der Straße Richtung Kamáres am Südhang des Ida-Gebirges, so zweigt direkt vor dem westlichen Ortsende des Dorfes Vorizía der Fahrweg zur Kirche links ab (noch ca. 3 Kilometer). Die Ortsdurchfahrt in Vorízia ist sehr eng und unübersichtlich! Kurz hinter dem Dorf gabelt sich die Straße, ein kleines Holzschild weist nach links.

Sehr interessant an der Kirche ist sicherlich die Architektur, sie entstand nämlich in vier Etappen. Der älteste Teil ist das Nordschiff, das vermutlich 1332 erbaut wurde und der Muttergottes, der Panagía geweiht war. Etwa 70 Jahre später wurde dann das Johannes dem Täufer geweihte Südschiff angebaut, das nur ein halbrundes Gewölbe hat (auch etwas schmaler ist als das Nordschiff). Westlich der beiden ersteren liegt ein Westschiff, das etwa um 1426 erbaut wurde, und vor diesem wiederum der noch später erbaute „Narthex“ (altgriech. „Kästchen“), eine schmale Binnenvorhalle, wie sie in byzantinischen und altchristlichen Kirchen vorkommt.

An den Ikonostasen hängen heute fast keine Ikonen mehr. Diese wurden in die Kirche des Klosters Vrontisíou gebracht, da sie hier nicht sicher genug waren: Bei einem Einbruch in die Kirche im Jahre 1975 wurde z. B. die große Ikone der Muttergottes entwendet.
Immer noch zu bewundern (und auch kaum zu klauen) sind die zahlreichen Fresken, die alle vier Teile der Kirche schmücken.

Leider fällt das Bewundern oft schwer, denn das Gelände ist häufig verschlossen. Gerüchteweise soll es dienstags bis sonntags von 9.00-15.00 Uhr geöffnet sein, ich würde mich nicht darauf verlassen. Für das Foto bin ich ein ganzes Stück den Berg hochgeklettert …