Krási

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Auf dem Weg zur Lassíthi-Hochebene biegt man etwa 22 Kilometer östlich von Iráklion von der Nordküstenstraße rechts ab (ausgeschildert: Kastélli 15 Kilometer). Nach ca. 7 Kilometern biegt man nach links Richtung Goniés ab und folgt sodann immer der Ausschilderung Richtung Lassíthi-Hochebene bzw. zum Hauptort derselben, Tzermiádon.

Auf der Strecke lohnt sich unterwegs der Halt an zwei Kirchen mit interessanten Fresken aus dem 14. Jahrhundert: zum einen vor dem Dorf Potamiés links in den Weinbergen die Kirche des inzwischen verlassenen Klosters Panagía Gouverniótissa (sie ist von 10-13 und von 15-18 Uhr geöffnet, ca. 50 Meter hinter dem Ortsausgang befindet sich rechts der Straße eine Miniatur der Kirche als Wegweiser), zum anderen im Dorf Avdoú die kleine Kirche des Ágios Antónios.Read More

Ágios Antónios (Schlucht)

Die Durchwanderung der Ágios Antónios Schlucht ist für all jene ideal, die sich nicht zu sehr anstrengen wollen, denn der Weg ist begrenzt. Man erreicht sie über die alte Straße von Réthymnon nach Agía Galíni, von der man in Filákio rechts abbiegt. Man fährt weiter bis zum Dorf Patsós und durch dieses hindurch.

PicturesOG/antonios01.jpgWenige 100 m hinter dem Dorf zweigt rechts die ausgeschilderte Straße in die Ágios Antónios Schlucht ab. Sie endet vor einer sehr netten Taverne, weniger aufgrund ihrer Optik aber unbedingt wegen der Freundlichkeit der Wirtsleute und der Qualität des Essens. Selbst zu einem simplen Frappé vor der Wanderung bekamen wir (zu dritt) ungefragt einen ganzen Teller leckeren Gebäcks serviert. Beim Bier nach der Wanderung waren es dann diverse herzhafte Leckereien wie Oliven, gefüllte Weinblätter und einiges andere.

Am Ende des „Parkplatzes“ vor der Taverne beginnt unübersehbar der Fußweg in die Ágios Antónios Schlucht, entlang an einem kühlenden Bach, der angeblich bis August und im Herbst bald wieder Wasser führt. Schon nach kurzem Marsch erreicht man die Kapelle des Ágios Antónios, nach dem die Schlucht heißt. Hier haben orthodoxe Gläubige eine Unzahl von Votivgaben hinterlassen.

Unterhalb des Kirchleins gibt es einen geräumigen Grillplatz (deshalb ist der Spaziergang an einem Sonntag eher ungünstig, da dann gerne einheimische Großfamilien mit Sack und Pack gerade mal bis zu dem Grillplatz spazieren und für Stauungen auf dem schmalen Pfad sorgen).

PicturesOG/agiosantonios5_gwg2.jpgEinige Meter hinter dem Kirchlein kann man rechts zu einem Aussichtspunkt emporsteigen. Vernünftiges Schuhwerk ist auch hier sehr zu empfehlen, da der Pfad an einigen Stellen von rutschigem Geröll übersäht ist.

Der Weg folgt weiter dem Flusslauf hinunter in die Schlucht, bis er an einer Engstelle und einer Holzbrücke endet. „Otto Normalwanderer“ kehrt hier um und genießt nach dem Rückweg ein kühles Getränk in der o. g. Taverne. Man könnte zwar im Flussbett noch ein Stück weiterlaufen, aber das ist nicht nur beschwerlich, sondern je nach Jahreszeit wegen des Wassers auch nicht mehr möglich. Ich habe schon gelesen, dass die Schlucht mit Mühe auch komplett durchquert werden könne, ich habe aber gewisse Zweifel daran.
Na ja, ich bin ja auch ein Flachlandtiroler …

Zu den Schluchten auf Kreta