Sitía

Kommt man aus Richtung Ágios Nikólaos auf der Straße nach Sitía hinunter, präsentiert sich der Ort von hier aus auf den ersten Blick nur bedingt reizvoll, links und rechts der Straße wird eifrig gebaut, und Sitía selbst wirkt vorwiegend schmutzig grau. Von drinnen aber sieht es dann aber freundlicher aus.

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Sitía ist die östlichste Stadt Kretas und nach Meinung vieler Leute eine der schönsten. Das kann ich nicht ganz unterstreichen, denn architektonisch kann der Ort nicht mit Chaniá oder Réthymnon mithalten, in puncto Lage ist Ágios Nikólaos besser dran … aber Sitía ist irgendwie lockerer (und ein bisschen billiger) als der Rest. Außerdem bietet sich der Ort als Standquartier für eine Erkundung des „äußeren kretischen Ostens“ an.

Die Geschichte der Stadt reicht nicht sonderlich weit zurück, in der Nähe lag zwar die antike Siedlung Itea, das heutige Stadtgebiet wurde aber erst in byzantinischer Zeit besiedelt.
Der Stadt ist heute noch anzusehen, dass die Venezianer sie einmal zu einem ihrer Zentren und zu einer einzigen Festung machen wollten, davon zeugt die rechtwinklige Anlage aller Straßen. Viel Erfolg war ihnen bei ihren Plänen allerdings nicht beschieden, man findet oberhalb der Stadt nur noch die spärlichen Reste eines kleinen Kastells, denn die Türken eroberten die Stadt mehrfach, in der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde sie sogar vollkommen von ihren Bewohnern verlassen.

Erst 1870 wurde ein Neuanfang gemacht, die Stadt Sitía (auch von den Türken!) wieder aufgebaut, und sie entwickelte sich schnell zum Handelszentrum Ostkretas (und ist auch Unterbezirkshauptstadt der „Eparchía Sitías“).
Bedeutendster Sohn der Stadt ist sicherlich Vizéntzos Kornáros, dessen berühmtestes Werk „Erotókritos“ viele Einheimische auswendig zitieren können. Er ist für die Kreter das, was Goethe für die Deutschen oder Shakespeare für die Engländer ist.

PicturesOG/sitia2_gwg2.jpgSehenswürdigkeiten und Museen
An „traditionellen“ Sehenswürdigkeiten hat Sitía außer den Resten des venezianischen Kastells oberhalb des Ortes nicht sehr viel zu bieten. Hier stehen nur noch die massiven Außenmauern und der Hauptturm.

In der Umgebung: Beim Dorf Petrás findet man die Ausgrabungen einer minoischen Siedlung (etwa 1,5 Kilometer Richtung Palékastro fahren, dann rechts nach Petrás abbiegen). Oder man fährt die Hauptstraße noch einige Kilometer weiter bis zum Dorf Agía Fotiá, auch hier minoische Ausgrabungen, u.a. eine Nekropole (Friedhof).

Auf schlechter Straße erreicht man nordwestlich von Sitía nach knapp 9 Kilometer das Kloster Moní Faneroménis.

Sitía verfügt über zwei Museen: Das Archäologische Museum liegt links an der Ausfallstraße Richtung Ierápetra. Es ist täglich von 9 bis 15 Uhr, sonntags erst ab 10 Uhr und dienstags überhaupt nicht geöffnet. Gezeigt werden hier ausschließlich regionale Funde, die aber auch sehenswert sind. Überhaupt ist es in den kleinen Museen viel gemütlicher und interessanter als im Trubel des Archäologischen Museums in Iráklion.

Zudem gibt es (auch) in Sitía ein Folklore-Museum: Es liegt in der Odós Arkadíou (die vierte parallele Straße oberhalb der Hafenpromenade) und zeigt vor allen Dingen kunsthandwerkliche, folkloristische Hand- und Webarbeiten sowie die dafür verwendeten Werkzeuge und Materialien. Außerdem auch Ackergerät. Das Museum ist wochentags von 10 bis 13 Uhr und 17.30 bis 19 Uhr geöffnet.

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Adressen
EOT – Touristeninformation:
in einem Kiosk an der Platía Iróon Polytechníou (angeblich ist diese Unterbringung provisorisch, aber dieses Provisorium dauert nun schon mehr als 25 Jahre an).

Polizei: in der Odós Missónos.

Hafenpolizei auf der Ecke Odós E. Venizélou/Odós Galanáki (hier auch Auskünfte über die Schiffsverbindungen ab Sitía).

Post: an der Platía Ethnikís Antistásseos (geöffnet werktags 7.30-14.30 Uhr). Auch Sitía bietet allerdings den Service eines zusätzlichen Postkioskes. Es steht auf der Ecke der Odós E. Venizélou mit der Odós Dimokrítou und ist werktags durchgehend von 8 bis 20 Uhr, sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet (auch zum Geldwechseln, falls nötig).

OTE (Telefon und Telegramme): Odós Kapetán Sífi 22 (schräg gegenüber des Crystal-Hotels), geöffnet täglich außer sonntags von 7.30 bis 22 Uhr. Kartentelefone sind natürlich auch überall verfügbar.

Ärztliche Versorgung
Die Dienststelle des IKA befindet sich in der Odós Papanastassíou 39, Tel. 28430-22253.

Ärzte z.B.:
Dimítris Kolokithás, Od. Fountalídou 2, Tel. 28430-28750.
Panagióta Xantháki, Od. D. Papadáki 19, Tel. 28430-24163.

Zahnärzte z.B.:
Evángelos Avgoustinákis, Od. Dimikrítrou 4, Tel. 28430-22356.
Sofia Nikitáki-Anipsitáki, Od. N. Kazantzaki 1, Tel. 28430-28211.
Maria Plakáki, Od. E. Venizélou 9, Tel. 28430-22212.

Kinderärzte z.B.:
Amalía Neárchou, Od. Kapetán Sífi 39, Tel. 28430-23950.

Krankenhaus:
Ecke Odós Kapetán Sífi/Odós N. Kazantzáki, Tel. 28430-24311-14.

Apotheken:
befinden sich in ausreichender Anzahl im Zentrum.

Auto- und Motorrollervermietungen
Diverse im Zentrum, z. B. „Apollon“ in der Odós Dimokrítou 4 oder für Mopeds etc. „Motor Tours“ in der Odós 4 Septemvríou.

PicturesOG/sitia4_gwg2.jpgBaden
Hier bietet sich vor allen Dingen die langgestreckte Bucht östlich des Ortes an: über einen Kilometer Sandstrand, der leider ein wenig schmal ist und dem außerdem an vielen Stellen die Straße nach Palékastro und Vái eng auf die Pelle rückt. Der Strand ist aber schön, und der Blick auf Sitía von hier aus viel freundlicher als von der anderen Seite.

Banken / Geldwechsel
Die Banken liegen größtenteils in der Odós Elevtheríou Venizélou und an der Platía Iróon Polytechníou. Normale Öffnungszeiten von 8.30 bis 13 Uhr, an einigen Wochentagen auch nachmittags zum Geldwechseln von 17.30 bis 19.30 Uhr (auch Geldautomaten vorhanden).
Bequeme Geldwechselmöglichkeit bietet auch der Postkiosk an der Ecke Od. El. Venizélou/Od. Dimokrítou (s. o.).

Essen und Trinken
Die meisten Lokale befinden sich an der Uferpromenade, hier sitzt man auch am schönsten. Das größte und wohl auch beste ist das Restaurant „Sorbas“, das meist sehr voll ist, was zu entsprechenden Wartezeiten führen kann. Wer hat es denn aber im Urlaub eilig?
Eine kleinere Ausführung dieser Taverne liegt ein Stück weiter nördlich, auch hier ist das Essen in Ordnung. Außerdem am Hafen empfehlenswert das „Mouragio“ (dicht an der Mole). Die Preise halten sich in allen Lokalen die Waage und liegen im Durchschnitt bzw. knapp (!) unter den üblichen Preisen.

Ein besonders lustiges (und gutes) Lokälchen liegt in der Odós V. Kornárou Nr. 27. Von außen sieht sie sehr unscheinbar aus, die Café-Bar „O Baklavas“, wenn man mal von den vielen handschriftlichen Schildern absieht, die einen zum Eintreten auffordern und vor allen Dingen in allen Sprachen den leichtsinnigen Hinweis enthalten: „Wenn nix schmecken, dann nix bezahlen“. Innen drin ist das Lokal klein, urig und gemütlich, ganze sechs Tische, ein paar Stufen steigt man zur Küche hinauf, um in die Töpfe zu schauen. Die Wände sind mit naiv-bunten Bildern geschmückt, die Zeichnung neben der Tür stellt den Wirt dar, dem ein zufriedener Gast das kleine Andenken hinterlassen hat. Das Essen ist gut und reichlich und die Atmosphäre trotz all der Schilder an der Tür absolut original. Und wenn man der Wirtin glauben darf, hat es sogar schon mal einen Bericht des deutschen Fernsehens über ihr Lokal gegeben. Gott sei Dank fehlt der Platz, hier viel zu verändern. Auch der sehr gute Rakí und die oft zum Nachtisch unaufgefordert servierten Trauben passen zu diesem Lokal.

PicturesOG/sitia5.gwg2.jpgWer eine gute Pizzeria sucht, findet sie in der Odós Itánou (die Durchgangsstraße, kurz bevor sie aufs Meer trifft). Imbissstuben gibt es natürlich reichlich, besondere Erwähnungen erübrigen sich nicht nur wegen der Anzahl.
Ein besonders gemütliches und noch echtes Kafenío liegt an der Platía Iróon Polytechníou, ein anderes in der Odós V. Kornárou.
Und egal, in welchem Lokal man sitzt und isst oder trinkt: Unbedingt probieren sollte man den lokalen Wein „Agrilos“, den es rot, rose‚ oder weiß gibt, er ist wirklich gut.

Nachtleben
Das Nachtleben ist in Sitía vielleicht noch nicht ganz so ausgeprägt wie in anderen Zentren, es kann sich aber durchaus sehen lassen. Neben dem Trubel auf der Hafenpromenade gibt es inzwischen auch die unweigerlichen Diskotheken, z. B. direkt am Strand östlich der Promenade den „Cavi-Club“ oder die Disco „Sorbas“ in der Odós V. Kornárou 121.
Wen das einheimische Nachtleben mehr interessiert, der findet ein kretisches „Kentro“ mit Lýra-Musik zumindest am Wochenende. Es liegt ein wenig außerhalb an der Straße nach Palékastro. Auch wer ein eigenes Auto zur Verfügung hat, dem sei hier ein Taxi empfohlen, und zwar zum „Kéntro Karavopétra“.

Unterkunft
Hotels B-Kat.: „Denis“ (Pension), Odós E. Venizélou 60; 13 Zimmer/25 Betten; Tel. 28430-28356.
A-Kat.: „Sitia Beach“; 162 Z./310 B.; Tel. 28430-28821; April-Oktober.
B-Kat.: „Maresol“; 25 Z./ 47 B.; Tel. 28430-28950; (direkt am Meer).
C-Kat: „Alice“, Od¢s Papanastassíou 34, 36 Zi./69 B.; Tel. 28430-28441 und 28430-28450.
C-Kat.: „Crystal“, Odós Kapetán Sífi 17; 41 Zi./75 B.; Tel. 28430-22284 und 28430-28484.
C-Kat.: „Itanos“, Odós Karamanlí 4; 72 Zi./138 B.; Tel. 28430-22146 und 28430-22900.
D-Kat.: „Archontikon“, Odós I. Kondyláki 16; 10 Zi./22 B.; Tel. 28430-28172. Dieses Hotel hat einen kleinen „Ableger“: Der Wirt Apostólis vermietet auch 3 Zimmer in seinem Privathaus, die sehr sauber und gepflegt sind (mit separater Dusche und WC), die Anmeldung erfolgt im „Archontikon“.
D-Kat.: „Flisvos“, Odós K. Karamanlí 4, 9 Zi./19 B.; Tel. 28430-22422.
D-Kat.: „Pressos“, Odós G. Mavrikáki 9; 12 Zi./22 B.; Tel. 28430-22325 und 28430-28555.
E-Kat.: „Akrogiali“, Odós K. Karamanlí 10; 9 Zi./22 B.; Tel. 28430-22357, April – Oktober.

Private Zimmervermietungen überall im Ort, z. B. in den Parallelstraßen zum Hafen: Odós Kontyláki, Odós Fountalídou und Odós V. Kornárou. Weitere Auskünfte bekommt man beim EOT.

Die Jugendherberge liegt am südwestlichen Ortsausgang Richtung Ágios Nikólaos in der Odós Theríssou (der Ausfallstraße). Recht groß, sehr einfach, aber Garten und überdachte Terrasse machen das Ganze gemütlich.

PicturesOG/sitia3_gwg2.jpgÖffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Schiff:
Von hier aus zweimal wöchentlich nach Rhódos über Kárpathos und nach Agios Nikólaos, außerdem nach Athen. Auskünfte über genaue Zeiten und Preise erteilt die Hafenpolizei und das Reisebüro „Tsortzákis Travels“ in der Odós E. Venizélou 88. Schiffs- und Flugkarten gibt es in einem zweiten Büro in der gleichen Straße Nr. 183. Tel. 28430-28900 bzw. 28430-22631.

Mit dem Flugzeug:
Sitía verfügt über den dritten Flughafen der Insel, wenn er auch klein ist. Er wird nur im innergriechischen Verkehr angeflogen und verbindet Kreta mit Athen und Rhódos. Auskünfte (z.B. bez. der Abflugszeiten) und Flugkarten bei Olympic Airways in der Odós El. Venizélou 56, Tel. 28430-22270 und 28430-22596.
Der Flughafen liegt auf einem kleinen Plateau oberhalb der Stadt, 4 Kilometer entfernt (Tel. 28430-24666). Er soll seit vielen Jahren ausgebaut und erweitert, um auch Ostkreta an den internationalen Flugverkehr anzuschließen, aber bisher tut sich nicht viel.

Mit dem Bus:
Der Busbahnhof befindet sich an der Strandpromenade Richtung Palékastro und Vái. Verbindung nach Ágios Nikólaos und Iráklion, sowie nach Ierápetra jeweils etwa 5x täglich, nach Káto Zákros (über Palékastro) 2x täglich, nach Vái (ebenfalls über Palékastro) 4x täglich.

Sonstiges
Internationale Zeitungen und Zeitschriften gibt es bei Manólios Tsirilákis in der Odós V. Kornárou und am Períptero (Kiosk) an der Platía Iróon Polytechníu.

Kirchlein Ágios Nikólaos in der Kourtaliótiko-Schlucht

Kourtaliótiko-Schlucht – Der Besuch dieses kleinen Kirchleins Ágios Nikólaos zwischen Spíli und Préveli lohnt sich weniger wegen dieser einen von Hunderten dem Ágios Nikólaos geweihten Stellen auf Kreta als mehr wegen der unweit dort entspringenden Quellen des „Megalopotamós„, des „Großen Flusses“, der bei Préveli ins Meer fließt.

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar). Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. Es lohnt sich, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

PicturesOG/agnik_kirche 01.jpgIrgendwann ist auf der Schluchtseite statt der sonst vorhandenen Leitplanke ein Natursteinmäuerchen zu sehen (es gibt inzwischen auch eine Beschilderung zur Kirche).
Hier bitte parken (auch wenn es nur einen schmalen Parkplatz gibt) und die Treppe ins Tal hinunter steigen. Auf halber Höhe etwa gabelt sich diese Treppe, rechts geht es bis ganz zur Schlucht hinunter, von wo aus man von unten in die Klamm hineinschauen kann, aus der die vereinigten Quellen des Flusses schon als solcher hervortreten. Noch reizvoller ist der linke Abzweig, auf dem man schon bald das Kirchlein des Ágios Nikólaos erreicht, ein kleines weißes Gebäude mit einem winzigen Glockenturm und frei hängender Glocke.

Die Ikonen im Inneren zeigen vorwiegend die Heiligen Nikólaos und Nektários (letzter genießt vor allen Dingen in diesem Teil Kretas größte Verehrung). Fast allen Ikonen sind die Gesichter ausgekratzt, was den türkischen Besatzern zugeschrieben wird. Diese Erklärung wirkt allerdings nicht sehr glaubhaft, da in einer so abgelegenen und unverschlossenen Kirche mit Sicherheit nicht solch alten Ikonen hängen würden. Denn in der Vergangenheit wurden so viele davon geklaut, dass die Kreter das Vertrauen in die ausländischen Besucher verloren haben.

PicturesOG/quellen_megpot.jpgAußerdem hängen auch hier wie in vielen anderen Kirchlein und Ikonostássia viele der kleinen Votivtäfelchen, mit denen z. B. um die Geburt eines Kindes oder die Heilung eines Gebrechens gebeten wird.

Rechts an der Kirche vorbei führt der Pfad noch ein Stück weiter, und man hört es schon aus einiger Entfernung rauschen. Dann tut sich (wiederum) rechts des Weges eine steile Klamm auf, aus deren Felswand unzählige wasserreiche Quellen entspringen und in die Tiefe stürzen. Weiter unten treten sie dann bereits als Fluss aus der Klamm heraus, das Loch ist von hier oben gut zu erkennen. Vorsicht beim Herumklettern, denn es ist alles etwas nass und glitschig. Von der kleinen Aussichtsterrasse aus sieht man auch alles sehr gut. Ein Platz zum Sitzen und Träumen, sehr ruhig. Wesentlich beeindruckender als die berühmteren Wasserfälle von Argyroúpolis.

Zu den Schluchten auf Kreta

Route 25 – Von Ágios Nikólaos nach Sitía

Um die Nordküstenstraße weiter nach Osten zu fahren, verlässt man Ágios Nikólaos über die Platía El. Venizélou (die gibt es natürlich auch hier), ausgeschildert Richtung Sitía. Außerhalb des Ortes trifft man auf die „New Road“, die ab hier nicht mehr so super „new“ ist, was Kurven und Breite betrifft … es laufen seit Jahren aber schon großzügige Baumaßnahmen, um auch hier eine Art „Autobahn“ hinzuklotzen.

Bisher führt die Straße reizvoll an der Küste entlang und vorbei an manchen (z. T. nur mäßig schönen) Badebuchten. Hinter dem Dorf Istró bietet sich noch mal ein besonders schöner Blick zurück auf das Panorama von Ágios Nikólaos. Wer übrigens ab Istró eine andere Strecke nehmen will, nämlich auf landschaftlich reizvoller Straße hinunter nach Ierápetra, diese ist dort ebenfalls beschrieben.

Etwa 7 Kilometer weiter liegt links unterhalb der Straße der Platz Camping Goúrnia Moon.

Nach weiteren 3 Kilometer erreicht man rechts der Straße die Ausgrabungen der minoischen Stadt Goúrnia.

Danach führt die Straße ein kleines Stück den Berg hinauf (rechts noch mal ein schöner Fernblick auf die Ausgrabungen, dann senkt sie sich in die Bucht von Pachiá Ámmos hinunter.
Gleich rechts hinter Pachiá Ámmos biegt rechts die Straße nach Ierápetra (siehe Fahrtroute 26) ab.

Bis zum hübschen Dorf Kavoúsi, von dem aus man einen Abstecher zum Strand von Thólos unternehmen kann (4 Kilometer), steigt die Straße nun gemächlich an, dahinter wird es dann steiler. Der Blick links hinunter wird immer beeindruckender, einen Höhepunkt bietet der „Pseudoort“ Plátanos, der nur aus zwei Tavernen besteht. Hier lohnt wegen des bombastischen Ausblicks ein Halt unbedingt.

Nach weiteren etwa 1,5 Kilometer zweigt links die Straße nach Móchlos ab.

Ist man wieder auf der Hauptstraße, wird diese im folgenden immer kurvenreicher. Etwa 17 Kilometer hinter Sfáka weist rechts ein Schild auf einen Hügel hinauf zu den Ausgrabungen einer minoischen Villa. Bemerkenswert an dieser Villa ist ihre ovale Grundform, wie man sie sonst nirgendwo auf Kreta bisher gefunden hat. Inzwischen sind sich die Archäologen auch nicht mehr ganz einig, ob es sich wirklich um eine Villa handelte, es könnte auch ein Gipfelheiligtum gewesen sein.

Wenig später erreicht man dann das Dorf Chamézi.

Nun senkt sich die Straße in die Bucht von Sitía hinab. Von hier aus präsentiert sich der Ort allerdings nur bedingt reizvoll … Links und rechts der Straße wird eifrig gebaut und Sitía selbst wirkt vornehmlich grau in grau. Keine Sorge, von drinnen sieht es wesentlich freundlicher aus!

Route 24 – Von Ágios Nikólaos ins Umland: Kritsá, Kritsá-Schlucht, Láto, Katharó-Hochebene, Eloúnda, Pláka und Spinalónga/Kalýdon

Der geschäftige Ort Ágios Nikólaos bietet eine ganze Reihe von interessanten Ausflugszielen im Umland. Zum einen lohnt sich ein Ausflug nach Südwesten nach Kritsá . Man fährt aus Ágios Nikólaos heraus, als wolle man Richtung Osten (Sitía) fahren, überquert aber dann oben die Nordküstenstraße Richtung Kritsá.

Besonders sehenswert ist dort eine der berühmtesten Kirchen Kretas Panagía i Kerá, die noch vor dem Ortseingang von Kritsá liegt.

Von hier aus lohnt die Weiterfahrt zu den Ausgrabungen von Láto und zur Katharo-Hochebene sowie eine einsame und schöne Wanderung durch die Kritsá-Schlucht.

Ein anderer schöner (und durchaus tagesfüllender) Ausflug führt am Meer entlang nach Norden. Man überquert am Hafen die kleine Brücke, die die Zufahrt zum Voulisméni-See „überspannt“ und hält sich dahinter rechts am Meer entlang.

Bis zum Badeort Eloúnda sind es von hier aus etwa 11 Kilometer. Von dort aus erreicht man die vorlagerte Insel Spinalónga und vom Dorf Pláka aus (man biegt vor dem Uhrturm in Eloúnda rechts ab – weitere 10 Kilometer) die ehemalige Lepra-Kolonie auf der kleinen Insel Kalýdon (sie ist unter Spinalónga mit beschrieben).

Zurück kann man auch in einem großen Bogen durchs Hinterland fahren, das macht Spaß, wenn man sich die Zeit nimmt – ruhige und abgeschiedene Dörfer und pittoreske Landschaft.

Route 22 – Von Mália nach Osten bis Ágios Nikólaos

Rechts und links der Straße hinter Mália stehen Gewächshäuser, in denen die schmackhaften kleinen kretischen Bananen gedeihen.

Ca. 3 Kilometer hinter dem Ortsausgang von Mália (direkt an der großen Karte, die den „Grenzübertritt“ in den Bezirk Lassíthi anzeigt) biegt links ein recht unscheinbarer Weg ab, der zum Campingplatz von Síssi führt. Von hier aus sind es auf teils schlechter Schotterstrecke ca. 2 Kilometer. Etwas später biegt aber die normale Straße nach Síssi ab und die zweite Zufahrt (siehe Síssi) ist zwar nur geringfügig, doch etwas besser. >Síssi und der Nachbarort Mílatos sind noch nicht ganz so überlaufen wie das übrige Gebiet zwischen Iráklion und hier (wenn man auch hier keinesfalls Ruhe und Abgeschiedenheit erwarten darf).

Wer nicht nach Síssi oder Mílatos abgebogen ist, verlässt auf der „New Road“ nun die Küste. Die Straße führt in weit geschwungenen Kurven die Berge hinauf bis zum Kloster Selinári.

Wenig später fährt man durch einen der wenigen Straßentunnel Kretas, dieser ist sogar 275 Meter lang. Von hier aus geht es dann nur noch bergab bis nach Ágios Nikólaos.

Knapp 3 Kilometer hinter dem Tunnel erreicht man die Abzweigung nach Neápolis, und von da aus bremst einen nichts mehr (außer vielleicht der Polizei), bis man Ágios Nikólaos erreicht hat. Alternativ kann man bei Neápolis aber auch die „New Road“ verlassen und gemütlich über die kurvenreiche alte Straße nach Ágios Nikólaos gondeln.

Zarós (Sarós)

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Das Bergdorf Zarós (auch: Sarós) liegt am Südhang des Ida-Gebirges oberhalb der Messará-Ebene. Man erreicht das Dorf von Iráklion aus wie folgt: Man fährt die Straße nach Süden Richtung Míres, Timbáki und Agía Galíni bis zum Dorf Agía Varvára. Hier biegt die Straße nach Kamáres rechts von der Hauptstraße ab. Die Straße schlängelt sich am Südhang des Ida-Gebirges entlang und erreicht nach etwa 17 Kilometer Zarós, das für seinen Wasserreichtum bekannt ist. Von hier aus wurde schon das römische Górtys per Aquädukt versorgt. Das Dorf besteht aus dem oberen Zarós (Áno Zarós) und dem unteren Zarós (Káto Zarós). Wenn im folgenden vom Dorf Zarós geschrieben wird, so meine ich eigentlich immer Áno Zarós.

Man verfehlt das obere Dorf (und die weitere Strecke nach Kamáres) leicht: Die vermeintliche Hauptstraße führt nämlich hinunter nach Káto Sarós, man muss an einer Kreuzung (Tankstelle und Polizeistation) rechts hinauf abbiegen. Dies wird hier so genau erwähnt, da das Hinweisschild Richtung Kamáres so günstig angebracht ist, daß man es erst sieht, wenn man vorbeigefahren ist.

Zarós ist wie die meisten kretischen Bergdörfer rein optisch eher relativ reizlos, die üblichen Supermärkte und Tankstellen sind vorhanden, Geldwechselmöglichkeit bei Bank oder Post an der Hauptdurchgangsstraße (falls man nicht aus einem Euro-Land kommt)

PicturesOG/zaros-stefan2011.jpgEin Haus aber ist wirklich interessant, allerdings nur deshalb, weil es die Werkstatt des über Kretas Grenzen hinaus bekannten Instrumentenbauers Antónis Stefanákis beherbergt. Eine Besichtigung lohnt auf jeden Fall, evtl. auch der Kauf einer Lýra oder eines Baglamás. Zarós (Sarós) weiterlesen

Spinalónga und Kalydón(a)

Die ehemalige „Leprainsel“ liegt nördlich von Ágios Nikólaos gegenüber des Badeortes Eloúnda.

Tatsächlich besteht Spinalónga aus zwei Inseln, der südlichen, die wirklich so heißt, aber nicht (!)  die Leprainsel war, und der nördlichen, die die Leprainsel war, aber richtig Kalydón bzw. Kalydóna heißt.

PicturesOG/spinalo1.jpgBeginnen wir mit der südlichen (Spinalónga) und ihren (kleinen) Sehenswürdigkeiten: Zu dieser Insel kann man auch zu Fuß oder mit dem Auto hinüber gehen/fahren, denn sie ist mit dem kretischen „Festland“ durch einen langen Damm verbunden. Diesen wiederum durchschneidet ein schmaler Kanal, über den eine Brücke führt. Die Zufahrt ist im Ort Eloúnda recht unauffällig rechts zum „Public Beach“ ausgeschildert.

Direkt hinter der Brücke geht man rechts bis zu einer recht netten Taverne. Direkt rechts daneben  führt ein schmaler Weg etwa 20 Meter landeinwärts. Dort findet man ein etwa 3-5 Meter großes (eingezäuntes) byzantinisches Fußbodenmosaik, welches Delphine und Rosetten zeigt.

PicturesOG/spinalo2.jpgZurück an der Taverne geht man weiter (links) am Wasser entlang und erreicht eine kleine Kirche. Direkt vor der Kirche kann man bei ruhiger See unter der Wasseroberfläche die Grundmauern von Häusern erkennen (es ist nicht ganz einfach, man muss schon genau gucken).
Es soll sich hier um Überreste der antiken Stadt Ólous handeln, die bei einer Erdbewegung der Insel im Meer versank.
Einige hundert Meter den Weg weiter gehend, erreicht man zwischen den felsigen Klippen diverse kleine Badestellen, wo man fast für sich alleine sein kann. Nebenbei sind die Felsen bestens als Sprungbrett ins Meer zu nutzen, da es hier tief genug ist. Einer meiner Söhne hat hier mal mit der Hand einen Oktopus gefangen, den er leider wieder schwimmen ließ, weil er ihn so traurig anschaute (und ich esse doch Oktopus für mein Leben gern!)

PicturesOG/spinalo3.jpgKommen wir nun zur nördlichen Insel Kalydón, der echten Leprainsel (man kann zu dieser Insel mit Ausflugsschiffen von Ágios Nikólaos oder von Eloúnda aus fahren, ich persönlich ziehe es vor, mit dem Auto (oder dem Bus – s. u.) weiter nach Norden bis zu dem kleinen Fischerdorf Pláka zu fahren (die Straße nach Pláka zweigt in Eloúnda hinter dem Hafenplatz und dem Uhrturm rechts ab) und von dort aus den kurzen Weg mit einem größeren Fischerboot zu fahren (Preis/Person ca. 8 Euro). Im Lokal „Gorgona“ direkt an der Anlegestelle haben wir gut gegessen, während wir auf das nächste Boot warteten. Spinalónga und Kalydón(a) weiterlesen

Samariá-Schlucht

Sie gehört zu Kretas beliebtesten Postkartenmotiven: die Samariá-Schlucht. Dekorativ winzig sieht man auf vielen dieser Postkarten auch mal einen vereinzelten Wanderer.

Die Besprechung der Pläne für die Samariá-Schlucht bis 2025

PicturesOG/samariaeingang.jpgIn der Saison allerdings wälzt sich durch die Schlucht ein nicht abreißender Strom von Wanderern, Einsamkeit ist hier nicht mehr drin. Und außerhalb der Saison ist das Durchwandern der Schlucht verboten (jedenfalls von November bis April), da es wegen Hochwassers oder Steinschlags zu gefährlich ist. Ebenso verboten ist (inzwischen leider) auch das Übernachten in der Schlucht.

Der Zufahrtsweg zur Omalós-Hochebene und damit zur Samariá-Schlucht sei hier nur in aller Kürze beschrieben, denn in diesem Fall ist das individuelle Verkehrsmittel ungünstiger als der Linien- oder Charterbus. Das „Problem“ ist nämlich, dass das Fahrzeug dann oben am Ende der Schlucht steht, während sich der Wanderer unten befindet …

PicturesOG/samaria1_gwg.jpgFür den, der trotzdem auf eigenen Reifen hinauf will, hier nur der Hinweis: Die Straße biegt am Ortsausgang von Chaniá Richtung Kastélli links ab (ausgeschildert „Omalós“). Es ist aber wie gesagt empfehlenswerter, hier einmal ein Pauschalangebot wahrzunehmen, denn das macht das Ganze doch wesentlich bequemer. Dabei ist allerdings nur ein bestimmtes Pauschalangebot gemeint, das des staatlichen Busunternehmens KTEL nämlich, welches von allen Nordküstenorten zwischen Réthymnon und Kastélli ein recht preiswertes Package umfaßt: Zufahrt nach Omalós zum Anfang der Schlucht und Rückfahrt von Chóra Sfakíon bis zum Ausgangsort. Das Bootsticket von Agía Rouméli, dem Zielort der Wanderung, nach Chóra Sfakíon ist im Preis nicht inbegriffen.

Wer durch die Schlucht wandern will, sollte wie bei allen Wanderungen mit festem und eingelaufenem Schuhwerk versorgt sein. Es empfiehlt sich außerdem, möglichst früh am Morgen mit der Wanderung zu beginnen, so dass man sich nicht zu sehr beeilen muss, um das letzte Boot nach Chóra Sfakíon (18 Uhr, ohne Gewähr!) zu erreichen. Wer es verpasst, muss in Agía Rouméli übernachten. Möglichkeiten dazu sind vorhanden, aber nicht billig! Das KTEL-Sonderangebotsticket gilt übrigens vier Tage. Vor sechs Uhr morgens ist allerdings der Eintritt in die Schlucht verboten.

PicturesOG/samaria7_gwg.jpgWer am Abend vorher individuell angereist ist, findet in der Regel in der Xenia-Hütte (3 Zimmer/7 Betten) direkt am Eingang der Schlucht eine Übernachtungsmöglichkeit, sei es gar im Bett oder im Schlafsack auf der Terrasse. Für den, der hier übernachten will, sei auch im Hochsommer ein warmer Pullover empfohlen.

Man bekommt an der „Xylóskalo“, der hölzernen Treppe, die auf den Talgrund hinunterführt, eine Laufkarte, die man unten wieder abgeben muss. So soll kontrolliert werden, ob jemand unterwegs abhanden gekommen ist oder verbotenerweise in der Schlucht übernachtet. Und seit einiger Zeit sind die Kreter tatsächlich (endlich?) auf den Trichter gekommen, dass man, wenn da schon jemand steht und bezahlt werden muss, das Ganze auch mit einem Eintrittsgeld verbinden könne. Tatsächlich: Die Durchwanderung der Schlucht ist nicht mehr gratis!

In Serpentinen schlängelt sich die „hölzerne Treppe“ ins Tal hinunter, jeder Aussichtspunkt bietet wieder neue und jedesmal schönere Aussichten. Für Trinkwasser ist ausreichend gesorgt, sobald man unten angelangt ist. Von hier aus läuft auf der gesamten Strecke eine Wasserleitung parallel, die diverse Zapfstellen aufweist. Hat man unweit des unteren Endes von „Xylóskalo“ das Kirchlein des Ágios Nikólaos (ja, schon wieder eines!) erreicht, welches zur ersten Rast einlädt, begleitet einen des weiteren Weges auch ein Bach, der das ganze Jahr über Wasser führt (Baden offiziell verboten!).

PicturesOG/samaria.jpgDie steilen Hänge rechts und links sind hier stark bewaldet und schroff, so ganz nach Schlucht sieht es allerdings noch nicht aus. Die Felswände treten aber im Laufe des Weges immer mehr zusammen, hinter dem verlassenen Dorf Samariá (hier habe ich im Schlafsack in einem der verlassenen Häuser früher gerne übernachtet, aber das ist leider nicht mehr erlaubt!), in dem heute nur noch ein Feldhüter (agrofílakas) lebt, wird auch die Vegetation spärlicher. Der Pfad wird immer mehr zu Geröll und kreuzt mehrfach das Bachbett, das man im Hochsommer allerdings trockenen Fußes durchqueren kann.

Und dann hat man sie erreicht, die berühmte Stelle, die so viele Ansichtskarten (und meinen ersten Kreta-Krimi) ziert: die „sideropórtes“, die „eisernen Tore“, die engste Stelle der Schlucht. Bis auf drei Meter treten die hohen Felswände zusammen, und der Wanderer kommt sich hier wirklich sehr klein vor. Diese engste Stelle ist auch einer der Gründe, warum nicht das ganze Jahr über das Durchwandern der Schlucht erlaubt ist, im Winter und Frühjahr füllt der Bach den engen Durchgang völlig aus, und zwar deutlich bis Hüfthöhe, was das Durchwaten gefährlich macht. Als die Durchwanderungsbeschränkungen vor etwa 20 Jahren noch nicht bestanden, rollte mir hier einmal ein zweikopfgroßer Stein beim Waten durch das an diesem Tag brusthohe Wasser auf den Barfuß, was den Rest der Strecke mehr als unangenehm gestaltete. Und nach dieser persönlichen Erfahrung habe ich Verständnis für die Einschränkung.

Der Rest der Wanderung ist fast langweilig. Denn nun geht es nur noch durch die schattenlose Ebene bis zum Meer bei Agía Rouméli. Hier ist das Baden natürlich wieder erlaubt, und man genießt das klare Wasser nach dem Marsch ganz besonders. Der Strand ist kieselig und diese Kiesel können im Sommer brutal heiß sein, also Vorsicht.


PicturesOG/samaria8_gwg.jpgEin ganz besonderes Vergnügen, aber auch eine durchaus höhere Anforderung an die persönliche Kondition stellt das Durchwandern der Schlucht in umgekehrter Richtung (d. h. von unten nach oben) dar. Wer nämlich von oben nach unten läuft, schaut häufiger auf den Boden und seltener nach oben. Kommt man durch die Ebene auf die Schlucht von unten zu (möglichst früh morgens nach Übernachtung in Agía Rouméli), dann ist diese Ebene kühl und angenehm. Die meisten entgegenkommenden Wanderer trifft man etwa beim verlassenen Dorf Samariá, später sieht man dann kaum noch eine Menschenseele. Der anstrengendste Teil steht allerdings noch bevor, denn der größte Höhenunterschied ist jetzt zum Ende des Weges zu bewältigen, die Treppen hinauf. Das erfordert wie gesagt eine gute Kondition.
Von oben kommt man dann leicht mit dem Linienbus wieder weg Richtung Chaniá.

Eine vereinfachte Möglichkeit (sozusagen „Samariá light“): Mit dem Boot von Chóra Sfakíon nach Agía Rouméli fahren, von unten nur bis zur Engstelle der „sideropórtes“ hinauflaufen und dann wieder umkehren.

Zu den Schluchten auf Kreta

Plátanos

Der „Ort“ Plátanos liegt an der Straße von Agios Nikólaos nach Sitía einige Kilometer hinter Pachiá Ámmos. „Ort“ deshalb, weil er eigentlich nur aus zwei Tavernen besteht.
Von Pachiá Ammos aus ist die Straße stetig angestiegen, und die beiden Lokale liegen nicht aus Versehen an einem imposanten Aussichtspunkt.

PicturesOG/platanos_wn.jpgBesonders empfehlenswert hier die Aussichtsterrasse links der Straße mit Bewirtschaftung (wenn gerade mal kein Bus gehalten hat, denn dann ist es hier doch manchmal ziemlich hektisch). Plátanos weiterlesen

Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde! Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand) weiterlesen