Mýrtos

Der kleine Ort an der Südküste knapp 15 Kilometer westlich von Ierápetra galt schon vor vielen Jahren als einer der Geheimtipps des fahrendes Volkes und als ruhiger Badeort, aber wie das bei Geheimtipps so ist, sprechen sie sich schnell rum und sind schnell kommerzialisiert. Im Sommer ist das Dorf fast immer sehr belebt, kaum noch von Rucksäcklern, sondern von Individualtouristen und anderen Durchreisenden, die sich diese Gegend hier anschauen wollen. Oder natürlich auch von Liebhabern des Ortes, die immer wieder hierher kommen und meist/oft schon längst hier „Familienanschluss“ haben. „Mýrtos“ weiterlesen

Móchlos

PicturesOG/mochlos_gwg2.jpgDer kleine Badeort liegt etwa auf halber Strecke zwischen Ágios Nikólaos und Sitiá an der Nordküste (allerdings nicht direkt an der „New Road“, sondern unten am Meer, wie es sich für einen Badeort gehört). Beide Zufahrtstraßen sind zwar kurvenreich, aber asphaltiert, gut zu befahren und ausgeschildert.

Móchlos war und ist ein recht beschauliches Dörfchen am Meer, ohne den „Club Aldiana“ beim Dorf wäre es sogar verschlafen (allerdings hat der Club wohl seine Pforten wieder – für immer – geschlossen). „Móchlos“ weiterlesen

Miliá

Das sehr interessante Projekt liegt im Westen der Insel in der Nähe des Dorfes Vlátos. Man fährt von dort aus ein kleines Stück Richtung Rogdiá und biegt in Richtung „Friedenspark“ ab.

Hier wurde eine alte kleine Ansiedlung von Bruchsteinhäusern mit viel Sorgfalt und Liebe im alten, einfachen Stil restauriert, und dient heute als eine Art Feriendorf für Touristen. Fernab von jedem Trubel (aber auch ohne Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, deswegen muss man über ein eigenes Fahrzeug verfügen) kann man sich fühlen wie im Kreta von vor über 100 Jahren. „Miliá“ weiterlesen

Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde! „Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)“ weiterlesen

Mátala

Mátala liegt an der Südküste, am unteren Ende der Messará-Ebene. Je näher man von der Straße aus Richtung Festós kommt, desto enger treten die Berge rechts und links zusammen. Die Bucht, in der alte Dorfkern liegt, ist recht eng und öffnet sich nach Westen, was den Besuchern (und den Bewohnern) jeden Abend einen herrlichen Sonnenuntergang beschert!

Aus Platzgründen breitet sich das Dorf mit Macht ins Hinterland aus, es entstehen immerzu neue Hotels und Zimmervermietungen.
Der alte Dorfkern ist seit einiger Zeit offiziell für Autos gesperrt (etwa ab Höhe des „Zafiría Cafés“), Einheimische halten sich aber nur sehr bedingt daran. Parkmöglichkeiten direkt am Ortseingang rechts vor dem Campingplatz oder auch rechts und links der Zufahrtsstraße auf den letzten paar hundert Metern. Direkt vor der Sperre führt links eine kleine Gasse hinein, in der ein paar Pensionen liegen.

PicturesOG/matala2.jpgBekannt wurde Mátala in erster Linie durch die zahlreichen Wohnhöhlen aus der Jungsteinzeit in der Felswand nördlich der Bucht. In den 60er Jahren wurde der Ort, bis dahin ein relativ verschlafenes Fischernest, von Hippies entdeckt.
Ein Tavernenwirt erzählte übrigens, dass vor der „Hippie-Zeit“ Mátala aber auch ein beliebter Sommerferienort für die Kreter selbst war. Einige besaßen (und besitzen noch) eines der kleinen Häuser im Dorf, andere richteten sich in den Höhlen ein, das war ebenso romantisch wie preiswert.

Auch die Hippies erkannten schnell, dass es sich in den Höhlen (zumindest im Sommer) recht gut wohnen ließ. Lange Zeit hausten sie hier, Bevölkerung und Staat tolerierten das, da die Hippies untereinander ein funktionierendes System der Ordnung und Hygiene aufrecht erhielten (sie wohnten schließlich länger dort und benutzten z. B. deshalb auch nur einige wenige Höhlen als Toiletten). Schwieriger wurde es, als die sommerlichen Vier-Wochen-Aussteiger folgten. Sie lebten mehr nach dem Motto „nach uns die Sintflut“, die Höhlen verdreckten in jeder Hinsicht. Die alten Hippies suchten das Weite und fanden es wohl in indischen Gefilden, in den Höhlen machte sich der Gestank von „Freiheit“ und Exkrementen breit.

Die Einheimischen reagierten irgendwann natürlich, das Übernachten in den Höhlen wurde verboten und ein Zaun gezogen, der sie absperrte. Am Zugang steht ein kleines Wärterhäuschen und es wird mittlerweile mal Eintritt verlangt und dann auch mal wieder nicht. Abends wird abgeschlossen und so gehören die oben erwähnten negativen Zustände ziemlich der Vergangenheit an. Es war höchste Zeit, denn in jener Zeit konnte man Mátala allerhöchstens das Prädikat „gesundheitsgefährdend“ zubilligen. Selbst das ansonsten auf Kreta überall köstliche Wasser barg Gefahr.

PicturesOG/matala.jpgHeute hat sich der Ort wieder erholt und versucht, mehr schlecht als recht mit den meist jüngeren Touristenmassen fertig zu werden. Sind die Aussteiger auch längst einem Publikum teils betuchterer Reisender gewichen, der Ort ist einfach zu klein und zu eng, um sie alle zu verkraften. Man weicht deshalb wie erwähnt zunehmend ins Hinterland aus. Und wer diesen Rummel erlebt, kann sich kaum vorstellen, daß hier im tiefen Winter nur noch etwa 15 Leute leben sollen … (denn dann ziehen die meisten Einheimischen nach Pitsídia hinauf).
Wobei aber nicht unerwähnt bleiben soll, daß es auch in Mátala in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden ist. Nicht nur hier klagen die Besitzer von Tavernen und Pensionen laut über sinkende Touristenzahlen.

Besonders viel ist im Dorf etwa zwischen 12 und 16 Uhr los, wenn hier die Reisebusse von „Erleben Sie Kreta – Rundreisen“ einfallen. Schon länger hier „ansässige“ Reisende amüsieren sich dann gerne über die Massen, die mit den obligatorischen Kreta-Käppis, kurzen Hosen, weißen Strümpfen und Sandalen und mindestens einer Video-Kamera bewaffnet ins Dorf strömen, um nach einer Weile festzustellen, dass es außer den Höhlen und dem Strand keine besonderen Sehenswürdigkeiten gibt. „Mátala“ weiterlesen

Maráthi

Dieses Dorf ligt an der Südostspitze der Halbinsel Akrotíri. Vorbei am Flughafen von Chaniá folgt man der Straße Richtung Stérnes, fährt durch den Ort hindurch und dann kurvenreich hinunter zum Meer.

Hier gibt es zwei Buchten: Die eine hat das hier allgegenwärtige griechische Militär in Beschlag genommen, in der anderen liegt Maráthi (man nehme die linke Abzweigung kurz hinter der Militärkontrollstelle). Das Dorf bietet einen kleinen und deshalb recht vollen, ab ansonsten hübschen sauberen Sandstrand, klares Wasser und mehrere Tavernen. „Maráthi“ weiterlesen

Mália

Mália ist das absolute Nonplusultra an touristischer Erschließung, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Ein Ort, den ich am liebsten ganz verschwiegen hätte, aber es gibt mehrere Gründe, warum das nicht geht – die Ausgrabungen des minoischen Palastes unweit des Ortes sind nur einer davon, wie Sie feststellen werden. Kritische Worte sind aber meines Erachtens nach absolut notwendig.

Vor knapp 25 Jahren stand hier noch ein kleines Straßendorf mit einer Stichstraße zum Meer hinunter, die über freies Feld führte. Zwei Hotels gab es unten am Strand, ich erinnere mich noch sehr gut daran. Nicht zuletzt dank dieses wirklich schönen Strandes und der kurzen Transferzeit von Iráklion hierher hat sich der Ort allerdings schnell zu einem der absoluten Zentren des pauschalen Tourismus entwickelt. Und wem es mehr oder weniger gleichgültig ist, welche Sonne seinen Bauch oder Busen bräunt, und wer darüber hinaus auf eine vielseitige Möglichkeit der Abendunterhaltung wert legt, der ist in Mália wahrscheinlich sogar gut aufgehoben, vor allen Dingen, wenn er Engländer ist. Denn diese haben den Ort recht fest in Beschlag genommen, allerdings nicht die angenehmen, die man anderswo treffen kann, sondern nur eine sehr spezielle Klientel, der es offensichtlich um Alkohol- und Drogenkonsum und Krawall ankommt, sorry! „Mália“ weiterlesen

Léntas

PicturesOG/lentas1.jpgDie Straße von Górtys in der Messará-Ebene nach Léntas windet sich hinter dem Dorf Plátanos durch lauschige Olivenhaine, bis sie sich dann die kargen Hänge des Asteroússia-Gebirges hinauf schlängelt. Nur noch vereinzelt trifft man hier noch auf kleine frisch angelegte Olivenhaine. Von der Passhöhe aus bietet sich wie auch auf der gesamten Abfahrt hinunter ein herrlicher Blick auf das Libysche Meer. Besonders hübsch liegt abseits am Hang das Dorf Miamoú.

Léntas liegt an der Südküste Mittelkretas, reizvoll am Fuße wilder Felshänge. Ein hübsches Dorf, „Tourismus-Komfort“ gibt es bisher noch wenig bis gar nicht, Rucksacktouristen dafür um so mehr.
Léntas ist das (oder eines der) Mália des „alternativen Tourismus“, auch hier bleibt man (gern) unter seinesgleichen, allerdings nicht in Schicki-Micki-Discos, sondern mit Gitarren in Tavernen oder am Strand. Vor allen Dingen in der nächsten westlich gelegenen Dytikós-Bucht (die diesem Teil von Léntas inzwischen auch offiziell ihren Namen gibt, es gibt sogar ein Ortsschild) mit schönem Sandstrand und mehreren Tavernen, die alle das wilde Zelten erlauben (obwohl es dort auch Zimmervermietungen gibt). So haben sie dann auch gleich ihre Gäste.

PicturesOG/Lentas_vk.jpg Zimmer werden fast in jedem Haus im Dorf vermietet (Zitat: „Kaum war ich mit dem Auto auf dem Parkplatz und noch nicht einmal ausgestiegen, stürzten sich schwarzgekleidete Frauen wie die Raben auf mich und kreischten ‚rooms, rooms‘. Diese wurden dann zu hoffnungslos überhöhten Preisen angeboten“).

Wie überall in solchen Orten heißen hier inzwischen viele Tavernen „Taverns“ oder „Pubs“, dies ist natürlich die Kehrseite des zentralen Alternativtourismus. Im „Paradise“ donnert abends jetzt sogar die Diskothek.

Die ehemals bekannte Limonadenfabrik „Lenta“ ist nach Miámou oben am Berg umgezogen.

PicturesOG/lentas2.jpgBerühmt ist der „weinende Löwe“ von Léntas, eine Felsformation im Meer, in der man tatsächlich mit ein bißchen Phantasie einen Löwen erkennen kann. Der Legende nach lebten auf Kreta auch Löwen, als es noch zur Landmasse von Afrika gehörte. Als die Insel dann abbrach und davonschwamm, versäumte es einer der Löwen, rechtzeitig abzuspringen (Löwen können angeblich nicht schwimmen). Als er die Heimat in der Ferne verschwinden sah, legte er sich an den Strand und weinte bittere Tränen, so lange bis er versteinerte.

Und wen es zwischendurch wieder nach Bildung und Kultur gelüstet, der wandere mal ein paar Meter östlich aus dem heutigen Dorf hinaus und wird oberhalb die Überreste einer griechisch-römischen Stadt vorfinden, des antiken „Lebena“, welches der Hafen von Górtys war. Über einer angeblichen Heilquelle (sie wird auch heute noch besucht) stand seinerzeit der Asklepios-Tempel, heute sind nur noch zwei seiner insgesamt 16 Säulen übrig. Neben dem Tempel ist ein Raum mit einem römischen Mosaik zu sehen, das ein Seepferdchen und zwei Palmen zeigt. Hier wurde in einem unterirdischen Raum auch der Tempelschatz aufbewahrt. Suchen lohnt sich nicht, er wurde bereits in römischer oder byzantinischer Zeit geraubt.

Ärztliche Versorgung
Die nächstliegenden Apotheken, Ärzte und eine Klinik findet man in Míres.

PicturesOG/Lentas1_gwg2.jpgBaden
Direkt am Dorfstrand oder westlich „hinter dem Löwen“ am Dytikós- oder Dyskós-Strand (vom Dorf aus etwa 20 Minuten zu Fuß) sowie östlich in der Loutrá-Bucht (ca. 3 Kilometer) mit dem neuen Hafen oder am kleinen Strand Paralía Petáki etwa auf halber Strecke dorthin. Am eigentlichen Ortstrand auch eine Vermietung von Paddel- und Tretbooten. „Léntas“ weiterlesen

Koutsounári

Koutsounári ist einerseits ein kleines, recht verschlafenes Dorf unweit östlich von Ierápetra an der Südküste, andererseits eine lebendige touristische Ansiedlung mit schönem Strand.

Café/Internet-Café
„Dolphin-Café“: Ein „deutsches“ Café von Ralf und seiner Freundin aus Wuppertal. Neben leckeren Snacks gibt es auch die Möglichkeit im Internet zu surfen. „Koutsounári“ weiterlesen

Kolymbári

Kolymbári

Das Dorf liegt an der Nordküste westlich von Chaniá, dort wo die Halbinsel Rodópou beginnt.

Allgemeines – Essen und Trinken
Biegt man rechts von der Durchgangsstraße in den Ort ab, ist nach wenigen Metern bereits das beste Lokal von Kolymbári erreicht, die Taverne „Lefka“ von Níkos Vravákis. Níkos hat hier allerhand unter einem Dach vereinigt. Eine wirklich gute Taverne mit qualitativ vorzüglichem Angebot (soweit vorhanden, unbedingt den „Xifías“ (Schwertfisch) probieren) und sehr freundlicher Bedienung, einen Souvenir- oder besser Kunstgewerbeladen (mit eigener Töpfereiproduktion), und er vermietet auch Zimmer. Zum Strand ist es nicht sehr weit.

Etwas mehr als 1 Kilometer weiter beginnt dann der eigentliche Ort, der noch relativ beschaulich ist. Auf der rechten Seite der Zufahrtsstraße liegt die örtliche Polizeistation. Post und OTE befinden sich ebenfalls beide an der Hauptstraße (direkt an der Post auch ein Arzt), noch weiter hinten zwei Fischtavernen („Argentina“ und „Diktynna“) und die Taverne „Plaza“. Auch am Strand vor dem Dorf liegen mehrere Lokale direkt nebeneinander, zu erwähnen sind „O Nikiforos“ und „Kyma“. Besonders Liebhaber frischen Fischs kommen in Kolymbári voll auf ihre Kosten! „Kolymbári“ weiterlesen