Route 20 – Von Chaniá zur Omalós-Hochebene und Samariá-Schlucht

Der Zufahrtsweg zur Omalós-Hochebene und damit zur Samariá-Schlucht sei hier nur in aller Kürze beschrieben, denn in diesem Fall ist das individuelle Verkehrsmittel ungünstiger als der Linien- oder Charterbus. Das „Problem“ ist nämlich, daß das Fahrzeug dann oben am Ende der Schlucht steht, während sich der Wanderer unten befindet …

Es ist also empfehlenswerter, hier einmal ein Pauschalangebot wahrzunehmen, denn das macht das Ganze doch wesentlich bequemer. Dabei ist allerdings nur ein bestimmtes Pauschalangebot gemeint, das des staatlichen Busunternehmens KTEL nämlich, welches von allen Nordküstenorten zwischen Réthymnon und Kastélli ein recht preiswertes Package umfasst: Hinfahrt nach Omalós zum Anfang der Schlucht und Rückfahrt von Chóra Sfakíon bis zum Ausgangsort. Das Bootsticket von Agía Rouméli, dem Zielort der Wanderung, nach Chóra Sfakíon ist im Preis nicht inbegriffen.

Also hier nun die kurze Beschreibung: Man verlässt Chaniá über die alte Ausfallstraße Richtung Westen und biegt hinter der kleinen Brücke links auf die ausgeschilderte Straße zur „Omalós-Hochebene“ ab. Man folgt einfach immer der Hauptstraße über Fournés und Lákki hinauf in die Berge und in die Omalós-Hochebene.

Am Ende der Straße liegt der Einstieg in die Samariá-Schlucht. Und alles weitere über die verschiedenen Möglichkeiten der Durchwanderung oder auch des Weiterkommens findet man dort.

Route 12 – Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon

sowie von dort aus nach Norden bis Vrýsses und Georgioúpolis

PicturesOG/kourtaliotiko_gwg.jpgEtwa 8 Kilometer hinter Spíli (siehe Fahrtroute 11) zweigt die Straße ab, die im Süden bis nach Chóra Sfakíon führt. Es ist eine wirklich spannende Strecke mit vielen interessanten Plätzen zum Verweilen.

Doch von Anfang an: Man biegt also von der Haupstraße Agía Galíni – Réthymnon ab und erreicht schon nach einem Kilometer  das Dorf Koxaré. Hinter diesem Dorf wird die Landschaft schnell karger und rauher, dann tritt die Straße in eine lange Schlucht ein (Kourtaliótiko Farángi) und führt in dieser am rechten Hang entlang. Fast am Ende der Schlucht verbreitert sich die Straße zu einer Art Parkplatz, es ist zu empfehlen, hier ein Päuschen einzulegen und zur Kirche des Ágios Nikólaos und den Quellen des Megalopotamós hinunter zu steigen.

Etwa 7 Kilometer von Koxaré aus erreicht man Asómatos, ein etwas größeres Dorf im Landesinneren. Direkt am Ortseingang ist links die Abzweigung in Richtung Plakiás ausgeschildert, man folge ihr, wenn man zum Kloster Préveli will. Wer diesen (lohnenswerten) Abstecher nicht machen will, kann getrost auf der Hauptstraße durch das Dorf weiterfahren, denn es gibt kurz vor dem Dorf Mýrthios eine weitere Abzweigung nach Plakiás.

Man biegt also in Asómatos links ein. Einen Kilometer weiter gabelt sich die Straße erneut, links ist es nach Préveli ausgeschildert. Die Straße bis zum Kloster Préveli ist asphaltiert.

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Nach der Besichtigung des Klosters und einem erfrischenden Bad an der Mündung des  Megalopótamos fährt man weiter nach Westen. Man biegt auf der Rückfahrt nun Richtung Lefkógia ab. Bald darauf trifft man auf die andere Zufahrtsmöglichkeit nach Plakiás, nämlich auf die schon erwähnte Straße, die kurz vor Mýrthios aus hinunter führt.

Wer von hier aus weiter Richtung Westen fahren will, kann weiter durch den Ort Richtung Soúda-Bucht fahren. Kurz vor der Soúda-Bucht biegt die neue Straße hoch nach Séllia ab, sehr schöne Aussichten auf die Bucht von Plakiás. Von Séllia dann weiter die Südküstenstraße nach Westen.

Will man aber das bereits  erwähnte hübsche Dorf Mýrthios erleben, fährt man wieder ein Stück zurück, wie man gekommen ist, und folgt dann der ersten Beschilderung wieder den Berg hinauf.

Von hier aus steigt die Straße weiter an, bis sie sich kurz vor Séllia mit der schon erwähnten anderen Strecke trifft (und in Séllia selbst auf die erwähnte neuere Straße aus der Soúda-Bucht).

Die weitere Strecke nach Westen ist einfach erlebenswert, wenn auch nicht immer und überall locker befahrbar (immerhin aber inzwischen komplett asphaltiert).

Sehr romantisch liegen die Dörfer Áno und Káto Rodákino, sie lohnen durchaus einen Aufenthalt.

Dann nimmt die steile Felsküste wieder allmählich weichere Formen an und weicht etwas zurück, 2 Kilometer hinter dem Dorf Skalóti biegt man nach Frangokástello ab.

Von hier aus zurück zur „Hauptstraße“ sind es 3 Kilometer. Anschließend durchfährt man einige  Dörfer am Straßenrand (unter anderem Komitádes, wo man einkehren sollte oder auch länger bleiben kann) und erreicht nach etwa 12 Kilometern die Abzweigung, an der man sich entscheiden muß: Geradeaus noch 4 Kilometer bis Chóra Sfakíon, rechts hinauf in die Berge und wieder hinunter nach Vrýsses (es wird ein wenig weiter unten beschrieben).

PicturesOG/chorasfak3_gwg.jpgZuerst fahren wir geradeaus nach Chóra Sfakíon.

Zurück fährt man die 4 Kilometer bis zu erwähnten Strecke durch die Berge, die besonders atemberaubend ist. Viele Serpentinen schrauben sich hinauf, entlang der Ímbros-Schlucht wurden diverse Tunnel durch den Berg gesprengt und inzwischen auch fertig gestellt, es geht über die Askífou-Hochebene zurück in den Norden. Route 12 – Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon weiterlesen

Soúgia

Der kleine Badeort Soúgia an der Südküste zwischen Paleochóra und Chóra Sfakíon ist zwar durch eine Straße und auch durch Busverbindungen mit dem übrigen Kreta verbunden, wirkt aber dennoch immer noch ein wenig wie das verlängerte Rückgrat der Welt: ruhig (außer abends, wenn die unvermeidliche Diskos zuschlagen) und ziemlich abgeschieden. In Soúgia wird wildes Zelten bisher noch toleriert (manchmal gibt es zwar Polizeirazzien, aber die haben keine weitergehenden Konsequenzen), wer es bequemer haben will, findet diverse Unterkünfte vor.

Baden
Die Soúgia Bucht ist sehr schön zum Baden, wenn auch kieselig.


Letzten Meldungen zufolge sind im Sommer 2009 an einigen Stränden Kretas Sonnenschirme und Strandliegen verboten, so auch am Strand von Soúgia (mit einer Ausnahme). Die Polizei soll die Einhaltung dieses Verbots stichprobenartig kontrollieren. Unter diesen Umständen wird es wohl auch mit dem wilden Campen schwierig werden.


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Samariá-Schlucht

Sie gehört zu Kretas beliebtesten Postkartenmotiven: die Samariá-Schlucht. Dekorativ winzig sieht man auf vielen dieser Postkarten auch mal einen vereinzelten Wanderer.

Die Besprechung der Pläne für die Samariá-Schlucht bis 2025

PicturesOG/samariaeingang.jpgIn der Saison allerdings wälzt sich durch die Schlucht ein nicht abreißender Strom von Wanderern, Einsamkeit ist hier nicht mehr drin. Und außerhalb der Saison ist das Durchwandern der Schlucht verboten (jedenfalls von November bis April), da es wegen Hochwassers oder Steinschlags zu gefährlich ist. Ebenso verboten ist (inzwischen leider) auch das Übernachten in der Schlucht.

Der Zufahrtsweg zur Omalós-Hochebene und damit zur Samariá-Schlucht sei hier nur in aller Kürze beschrieben, denn in diesem Fall ist das individuelle Verkehrsmittel ungünstiger als der Linien- oder Charterbus. Das „Problem“ ist nämlich, dass das Fahrzeug dann oben am Ende der Schlucht steht, während sich der Wanderer unten befindet …

PicturesOG/samaria1_gwg.jpgFür den, der trotzdem auf eigenen Reifen hinauf will, hier nur der Hinweis: Die Straße biegt am Ortsausgang von Chaniá Richtung Kastélli links ab (ausgeschildert „Omalós“). Es ist aber wie gesagt empfehlenswerter, hier einmal ein Pauschalangebot wahrzunehmen, denn das macht das Ganze doch wesentlich bequemer. Dabei ist allerdings nur ein bestimmtes Pauschalangebot gemeint, das des staatlichen Busunternehmens KTEL nämlich, welches von allen Nordküstenorten zwischen Réthymnon und Kastélli ein recht preiswertes Package umfaßt: Zufahrt nach Omalós zum Anfang der Schlucht und Rückfahrt von Chóra Sfakíon bis zum Ausgangsort. Das Bootsticket von Agía Rouméli, dem Zielort der Wanderung, nach Chóra Sfakíon ist im Preis nicht inbegriffen.

Wer durch die Schlucht wandern will, sollte wie bei allen Wanderungen mit festem und eingelaufenem Schuhwerk versorgt sein. Es empfiehlt sich außerdem, möglichst früh am Morgen mit der Wanderung zu beginnen, so dass man sich nicht zu sehr beeilen muss, um das letzte Boot nach Chóra Sfakíon (18 Uhr, ohne Gewähr!) zu erreichen. Wer es verpasst, muss in Agía Rouméli übernachten. Möglichkeiten dazu sind vorhanden, aber nicht billig! Das KTEL-Sonderangebotsticket gilt übrigens vier Tage. Vor sechs Uhr morgens ist allerdings der Eintritt in die Schlucht verboten.

PicturesOG/samaria7_gwg.jpgWer am Abend vorher individuell angereist ist, findet in der Regel in der Xenia-Hütte (3 Zimmer/7 Betten) direkt am Eingang der Schlucht eine Übernachtungsmöglichkeit, sei es gar im Bett oder im Schlafsack auf der Terrasse. Für den, der hier übernachten will, sei auch im Hochsommer ein warmer Pullover empfohlen.

Man bekommt an der „Xylóskalo“, der hölzernen Treppe, die auf den Talgrund hinunterführt, eine Laufkarte, die man unten wieder abgeben muss. So soll kontrolliert werden, ob jemand unterwegs abhanden gekommen ist oder verbotenerweise in der Schlucht übernachtet. Und seit einiger Zeit sind die Kreter tatsächlich (endlich?) auf den Trichter gekommen, dass man, wenn da schon jemand steht und bezahlt werden muss, das Ganze auch mit einem Eintrittsgeld verbinden könne. Tatsächlich: Die Durchwanderung der Schlucht ist nicht mehr gratis!

In Serpentinen schlängelt sich die „hölzerne Treppe“ ins Tal hinunter, jeder Aussichtspunkt bietet wieder neue und jedesmal schönere Aussichten. Für Trinkwasser ist ausreichend gesorgt, sobald man unten angelangt ist. Von hier aus läuft auf der gesamten Strecke eine Wasserleitung parallel, die diverse Zapfstellen aufweist. Hat man unweit des unteren Endes von „Xylóskalo“ das Kirchlein des Ágios Nikólaos (ja, schon wieder eines!) erreicht, welches zur ersten Rast einlädt, begleitet einen des weiteren Weges auch ein Bach, der das ganze Jahr über Wasser führt (Baden offiziell verboten!).

PicturesOG/samaria.jpgDie steilen Hänge rechts und links sind hier stark bewaldet und schroff, so ganz nach Schlucht sieht es allerdings noch nicht aus. Die Felswände treten aber im Laufe des Weges immer mehr zusammen, hinter dem verlassenen Dorf Samariá (hier habe ich im Schlafsack in einem der verlassenen Häuser früher gerne übernachtet, aber das ist leider nicht mehr erlaubt!), in dem heute nur noch ein Feldhüter (agrofílakas) lebt, wird auch die Vegetation spärlicher. Der Pfad wird immer mehr zu Geröll und kreuzt mehrfach das Bachbett, das man im Hochsommer allerdings trockenen Fußes durchqueren kann.

Und dann hat man sie erreicht, die berühmte Stelle, die so viele Ansichtskarten (und meinen ersten Kreta-Krimi) ziert: die „sideropórtes“, die „eisernen Tore“, die engste Stelle der Schlucht. Bis auf drei Meter treten die hohen Felswände zusammen, und der Wanderer kommt sich hier wirklich sehr klein vor. Diese engste Stelle ist auch einer der Gründe, warum nicht das ganze Jahr über das Durchwandern der Schlucht erlaubt ist, im Winter und Frühjahr füllt der Bach den engen Durchgang völlig aus, und zwar deutlich bis Hüfthöhe, was das Durchwaten gefährlich macht. Als die Durchwanderungsbeschränkungen vor etwa 20 Jahren noch nicht bestanden, rollte mir hier einmal ein zweikopfgroßer Stein beim Waten durch das an diesem Tag brusthohe Wasser auf den Barfuß, was den Rest der Strecke mehr als unangenehm gestaltete. Und nach dieser persönlichen Erfahrung habe ich Verständnis für die Einschränkung.

Der Rest der Wanderung ist fast langweilig. Denn nun geht es nur noch durch die schattenlose Ebene bis zum Meer bei Agía Rouméli. Hier ist das Baden natürlich wieder erlaubt, und man genießt das klare Wasser nach dem Marsch ganz besonders. Der Strand ist kieselig und diese Kiesel können im Sommer brutal heiß sein, also Vorsicht.


PicturesOG/samaria8_gwg.jpgEin ganz besonderes Vergnügen, aber auch eine durchaus höhere Anforderung an die persönliche Kondition stellt das Durchwandern der Schlucht in umgekehrter Richtung (d. h. von unten nach oben) dar. Wer nämlich von oben nach unten läuft, schaut häufiger auf den Boden und seltener nach oben. Kommt man durch die Ebene auf die Schlucht von unten zu (möglichst früh morgens nach Übernachtung in Agía Rouméli), dann ist diese Ebene kühl und angenehm. Die meisten entgegenkommenden Wanderer trifft man etwa beim verlassenen Dorf Samariá, später sieht man dann kaum noch eine Menschenseele. Der anstrengendste Teil steht allerdings noch bevor, denn der größte Höhenunterschied ist jetzt zum Ende des Weges zu bewältigen, die Treppen hinauf. Das erfordert wie gesagt eine gute Kondition.
Von oben kommt man dann leicht mit dem Linienbus wieder weg Richtung Chaniá.

Eine vereinfachte Möglichkeit (sozusagen „Samariá light“): Mit dem Boot von Chóra Sfakíon nach Agía Rouméli fahren, von unten nur bis zur Engstelle der „sideropórtes“ hinauflaufen und dann wieder umkehren.

Zu den Schluchten auf Kreta

Plakiás

Der hübsche und durchaus frequentierte Badeort liegt an der Südküste zwischen Chóra Sfakíon und Spíli. Man biegt entweder in Asómatos oder weiter westlich zwischen Mýrthios und Marioú von der Straße hinunter zum Meer ab (jeweils auch ausgeschildert).

PicturesOG/plakias4_gwg.jpgDie Bucht von Plakiás gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Buchten der Insel überhaupt: fast kreisrund, fast reiner Sandstrand, und dahinter steigen zuerst sanft, dann steil die Berge hinauf, ein tolles Hintergrundpanorama zum Baden, wie man es im Norden so eigentlich nirgendwo erleben kann.

Bis vor einigen Jahren war Plakiás auch einmal ein „Geheimtipp“, ein kleines Dorf an eben diesem herrlichen Strand, touristisch noch ohne großartige Infrastruktur, hier trafen sich die Rucksäckler, die „Kenner“ waren.

Aber mit jedem Tipp wurde es natürlich immer weniger „geheim“ und so sind diese Zeiten schon lange vorbei. Die Bewohner des ursprünglich kleinen Dorfes haben erkannt, was läuft, und stampf(t)en Plakiás resolut und konsequent aus dem Boden. Plakiás weiterlesen

Loutró

Das kleine Fischerdorf liegt abgeschieden und malerisch an einer kleinen Bucht zwischen hohen Felsen. Keine Straße verbindet es (bisher) mit der Außenwelt, eine solche ist aber in Arbeit. Sie führt westlich von Anópolis bereits ein Stück hinunter. Es wird sicherlich aber nicht gelingen, diese Straße ganz bis nach Loutró hinein weiterzuführen, sonst müssten schon mehr als massive Eingriffe in die Geologie stattfinden. Leider ist den Kretern auch das zuzutrauen. Bis jetzt verbinden nur die Boote nach Agía Rouméli und Chóra Sfakíon mehrmals täglich das Dorf mit der Außenwelt.

PicturesOG/Loutro_wn.jpgDoch selbst hier hat sich durchaus bereits eine touristische Infrastruktur gebildet, da im Sommer inzwischen eine ganze Menge Besucher kommen, die gerade diese Abgeschiedenheit suchen (und sie hier auch finden). Loutró weiterlesen

Komitádes

Komitádes

Das hübsche Dorf liegt ca. 4,5 Kilometer östlich von Chóra Sfakíon an der Straße nach Frangokástello am unteren Ende der Ímbros-Schlucht.

Geschichte und Allgemeines
In der Vergangenheit wurde das Dorf oft von sarazenischen Seeräubern überfallen. Mit Hilfe des Ágios Geórgios gelang es den Bewohnern aber, diese zu vertreiben. So weit die Überlieferung. Zum Dank errichteten sie dem Heiligen eine ihm geweihte Kirche, deren Fresken von niemand Geringerem als Ioánnis Pagoménos stammen (14. Jahrhundert). Man erreicht die Kirche unterhalb des Dorfes über einen Pfad, der an der heutigen Dorfkirche beginnt (immer links halten).

PicturesOG/komitades2.jpgDas Dorf ist nicht mehr so reich wie vordem, als die Bewohner überwiegend vom Handel lebten. Heute hat auch hier die allgemeine Landflucht Spuren hinterlassen, die Einheimischen ernähren sich nun hauptsächlich von der Landwirtschaft. Das Olivenöl aus dieser Gegend ist ebenso bekannt und beliebt wie der örtliche Berghonig. Komitádes weiterlesen

Ímbros-Schlucht

Ímbros-Schlucht

PicturesOG/imbros3_gwg.jpgDie Schlucht verläuft östlich parallel zur Straße von Vrýsses nach Chóra Sfakíon. Sie bietet eine ernst zu nehmende Alternative zur berühmten Samariá-Schlucht, sie ist landschaftlich fast genauso beeindruckend, aber im Gegensatz zur anderen fast menschenleer. Wie bei der Samariá ist die Durchwanderung von oben nach unten natürlich weniger anstrengend (und leider kostet es wie bei der Samariá-Schlucht inzwischen Eintritt). Eine Beschreibung der Durchwanderung ist relativ einfach, denn hat man die Schlucht einmal betreten, kommt man sowieso erst am Ende wieder heraus. Ímbros-Schlucht weiterlesen

Gávdos

Gávdos

Kreta hat mit allerlei Superlativen aufzuwarten, einen aber hat ihr die kleine Nachbarinsel Gávdos voraus: Sie ist der südlichste Punkt Europas.

Man erreicht die kleine Insel von Paleochóra aus mit Booten bzw. kleinen Schiffen, ebenso von Chóra Sfakíon, Agía Rouméli und Soúgia. Die Rückfahrt findet am nächsten Tag statt, wenn das Wetter es erlaubt. Wenn plötzlich heftiger Wind aufkommt, kann man unversehens mehrere Tage auf der Insel festsitzen. Ebenso sind die nur etwa 50 Bewohner der Insel vor allem im Winter oft mehrere Wochen lang von der Außenwelt abgeschnitten. Diese wackelige Verbindung und die damit verbundene Unsicherheit machen Gávdos nicht zu einem bevorzugten Touristenziel. Die Insel ist auf fremde Besucher immer noch auch nur sehr bedingt eingestellt, denn für diejenigen, die trotzdem kommen, reicht die bisherige Bettenkapazität kaum aus. Gávdos weiterlesen

Frangokástello

Frangokástello

Die ziemlich verstreute Ansiedlung liegt etwa 12 Kilometer östlich von Chóra Sfakíon an der Südküste. Ich kann diesen Ort nicht als „Dorf“ bezeichnen, da es keinen Ortskern gibt, sondern sich die Gebäude über die Ebene verteilen, als habe ein Riese ein paar Spielzeughäuschen einfach hinkullern lassen. Wie weiter unten erwähnt, sind aber von jeder notwendigen Sorte Häuschen welche dabei gewesen.

PicturesOG/frangokastello.jpgHier findet man eine der größten Hinterlassenschaften der Venezianer auf der Insel, die Festung Frangokástello. Sie wurde von den Venezianern nach Eroberung der Insel Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut. Von außen sieht sie sehr gut erhalten aus, innen allerdings stehen nur noch die Mauern. Das Besteigen derselben ist leider nicht möglich (keine Decken bzw. Treppen, Baufälligkeit). Imposant ist der Bau aber jedenfalls. Frangokástello weiterlesen