Frangokástello

Frangokástello

Die ziemlich verstreute Ansiedlung liegt etwa 12 Kilometer östlich von Chóra Sfakíon an der Südküste. Ich kann diesen Ort nicht als „Dorf“ bezeichnen, da es keinen Ortskern gibt, sondern sich die Gebäude über die Ebene verteilen, als habe ein Riese ein paar Spielzeughäuschen einfach hinkullern lassen. Wie weiter unten erwähnt, sind aber von jeder notwendigen Sorte Häuschen welche dabei gewesen.

PicturesOG/frangokastello.jpgHier findet man eine der größten Hinterlassenschaften der Venezianer auf der Insel, die Festung Frangokástello. Sie wurde von den Venezianern nach Eroberung der Insel Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut. Von außen sieht sie sehr gut erhalten aus, innen allerdings stehen nur noch die Mauern. Das Besteigen derselben ist leider nicht möglich (keine Decken bzw. Treppen, Baufälligkeit). Imposant ist der Bau aber jedenfalls. „Frangokástello“ weiterlesen

Chóra Sfakíon

Chóra Sfakíon

PicturesOG/chorasfak3_gwg.jpgChóra Sfakíon ist die Hauptstadt der Sfakiá, des wildesten und unzugänglichsten Teils Kretas an der Südküste, der auch unter der jahrhundertelangen Herrschaft der Türken auf der Insel nie gänzlich erobert und beherrscht wurde. Auch die Deutschen hatten mit den Sfakióten die allergrößten Schwierigkeiten, und nicht nur deshalb gelten diese – nach Meinung der übrigen Griechen – auch heute noch als die wildesten und gefährlichsten unter den Kretern. „Chóra Sfakíon“ weiterlesen

Arádena / Arádena-Schlucht

Arádena / Arádena-Schlucht

Verlassenes Bergdorf zwischen Anópolis und Ágios Ioánnis westlich von Chóra Sfákion. Die Anfahrt ist dort beschrieben.

PicturesOG/aradena02.jpgDas Dorf wurde dem Vernehmen nach als Resultat einer blutigen Familienfehde verlassen, man zog einfach fort, damit das Morden nicht immer weitergehen sollte.

Heute ist die Attraktion die Brücke, die ein ehemaliger Bewohner, der zu Geld gekommen war, über die Arádena-Schlucht bauen ließ. Man muss also nicht wie früher in die Schlucht hinab- und wieder hinaufsteigen. Ein wenig abenteuerlich wird einem aber beim Überfahren der Brücke doch zumute, denn es macht einen Höllenlärm. „Arádena / Arádena-Schlucht“ weiterlesen

Anópolis und Livanianá

Anópolis und Livanianá

Anópolis ist ein kleines Bergdorf mit hübschem Dorfplatz westlich von Chóra Sfakíon. Die Zufahrtsstraße ist zwar immer noch sehr kurvenreich – man glaubt, irgendwie nie oben anzukommen – aber nach dem großzügigen Ausbau nicht mehr so atemberaubend wie vordem.

Am Dorfplatz steht ein Denkmal für einen der berühmtesten Freiheitskämpfer der Insel, Daskalogiánnis.

Es gibt in Anópolis mehrere Tavernen, die auch anständige Zimmer vermieten, zwei Pantopolía („Supermärkte“) und zwei Bäcker.

PicturesOG/finix1_gwg2.jpgMan kann von Anópolis auch einen Abstecher nach Livanianá unternehmen. Der Blick auf das Libysche Meer von hier aus ist ebenso lohnenswert wie die Einkehr in der urigen Dorftaverne mit einem köstlichen Kaninchenstifádo, das die Brüder Katounatákis, im Hauptberuf Hirten, und ihre Mutter hier servieren. Immer wieder wandern deswegen sogar die Gäste aus Chóra Sfakíon hier herauf. Oder sie muten ihren Fahrzeugen den holperigen Zufahrtsweg zu. „Anópolis und Livanianá“ weiterlesen

Alikámbos

Alikámbos

Das kleine Dorf liegt ein Stück östlich der Nord-Süd-Verbindung von Vrýsses nach Chóra Sfakíon. Von Norden kommend, lassen es zwar viele „links liegen“, aber das Dorf hat eine Sehenswürdigkeit zu bieten. Sie ist klein, dennoch aber einen Besuch wert: Die Kirche der Panagía (der Muttergottes) mit Fresken von Joánnis Pagoménos aus dem 14. Jahrhundert. Sie liegt schattig unter großen Bäumen. „Alikámbos“ weiterlesen

Ágios Ioánnis

Ágios Ioánnis ein kleines, weltabgeschiedenes Dorf am „Ende der Welt“, genauer gesagt am Ende der Straße von Chóra Sfakíon nach Westen. Menschen mit Höhenangst sei die Straße dorthin über Anópolis und Arádena nur bedingt empfohlen, auch wenn sie inzwischen ziemlich üppig ausgebaut wurde.

Ágios Ioánnis bietet bisher keine Einkaufsmöglichkeit. Auch aus einer einstmals hier geplanten großen Hotelanlage ist bisher jedenfalls noch nichts geworden. Außer einem Kafenío gibt es auch keine Einkehrmöglichkeit.

Öffentliche Verkehrsmittel
Keine

Agía Rouméli

PicturesOG/ag_roumeli2_gwg.jpgAgía Rouméli am unteren Ende der Samariá-Schlucht lebt allein von den durchwandernden Scharen. Es gibt inzwischen mehrere Tavernen in Agía Rouméli, die alle auch Zimmer vermieten. Leider muss wieder einmal ein „leider“ eingefügt werden: Denn auch hier ist eine irrwitzige Bauwut ausgebrochen: Große und hässliche Betonklötze schießen wie Pilze aus dem Boden. Wer soll das denn alles bewohnen? Eine riesige Solaranlage von über 10.000 qm ist zwar sicher ökologisch sinnvoll, optisch verschandelt sie die Gegend von Kreta aber nachhaltig. Und auch die Preise! Hier nimmt man es von den „Überlebenden“, die froh sind, die Schlucht überstanden zu haben.

Agía Rouméli ist mit der Außenwelt nur durch den Seeweg verbunden, eine Straße hierher gibt es nicht. Den ganzen Tag über verkehren die Fährboote regelmäßig nach Chóra Sfakíon (das letzte um 18 Uhr – wie immer ohne Gewehr, ähhh …), einmal täglich auch über Soúgia nach Paleochóra.