Sarakinás-Schlucht

Die Sarakinás-Schlucht  liegt im Süden Kretas im Díkte-Gebirge. Sie ist landschaftlich sehr spannend, fast menschenleer, aber auch nicht unbedingt einfach zu laufen.

Von Ierápetra fährt man über Mýrtos Richtung Áno Viános nach Westen. Hinter Mýrtos verlässt die Südküstenstraße das Meer und schlängelt sich in die Berge hinauf. Zwei KM hinter Mýrtos rechts die Abzweigung zum Dorf Míthi (Schreibweise: Míthoi). Man fährt bis Míthi auf Asphalt, dahinter führt dann eine Schotterstraße weiter zum Bergdorf Máles. Dieser Straße folgt man (wer mit dem Bus aus Ierápetra gekommen ist, braucht zu Fuß etwa 10 Minuten), bis man eine links der Straße liegende „Staumauer“ erreicht, über die man in die Schlucht hineinkommt.

Im Sommer und Herbst fließt hier nur ein schmaler Bach, der leicht zu überqueren ist, falls man immer die richtigen Steine zum Springen trifft. Im Frühjahr und Winter ist aber die Wassermenge, die der Fluss führt, ungleich größer, wie man am breiten Flussbett leicht erkennen kann. Um diese Jahreszeit sollte bzw. kann man die Schlucht nicht durchwandern.

Je tiefer man in die Sarakinás-Schlucht hineinkommt, desto öfter muss man außer Wasserüberquerungen auch Felsbrocken überwinden, ein Spazierweg ist diese Schlucht keinesfalls. Unbedingt vernünftiges Schuhwerk benutzen, sonst gibt es Probleme. In der Schlucht ist es auch mittags im Sommer angenehm kühl, und ein möglicherweise unfreiwilliges Fußbad beim Überqueren des Wassers scheucht immer wieder kleine Süßwasserkrebse auf.

PicturesOG/sarakinas_bg.jpgEs sei jedenfalls wieder einmal dringend empfohlen, diese Wanderung nur in Begleitung, mindestens zu zweit oder besser zu dritt durchzuführen, denn einige Stellen sind wirklich recht schwierig zu überwinden, und da ist jemand hilfreich, der mal schieben oder ziehen kann (ganz abgesehen von der grundsätzlichen Empfehlung, nirgendwo auf Kreta alleine zu wandern: Schnell hat man sich etwas verstaucht und liegt dann hilflos in der Einöde, wenn man allein unterwegs war). Für Kinder ist der Weg keinesfalls geeignet, selbst wenn sie gut klettern können, weil eine ausreichende Länge der Beine an einigen Stellen einfach notwendig ist.

Die Durchwanderung der Sarakinás-Schlucht dauert je nach Kondition eine bis eineinhalb Stunden. Man kann sich also Zeit lassen, die wilde Stille zu genießen oder die Vögel zu beobachten, die über der Schlucht kreisen und deren Kreischen sich so anhört, als lachten sie den Wanderer aus, wenn er gerade mal wieder von einem Stein ins Bachbett abgerutscht ist.

Am Ende der Sarakinás-Schlucht hat man zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt man den gleichen Weg zurück, vor allen Dingen wenn das Auto unten steht, oder man folgt dem Flussbett ein Stück weiter nach oben und hält sich dann rechts durch einen Olivenhain, um den Fahrweg Míthi-Máles wieder zu erreichen. Es gibt hier aber keinen deutlich zu erkennenden Weg, man muss schon ein wenig suchen und ein Gespür für die Himmelsrichtung haben: immer grob Richtung Osten. Der Olivenhain eignet sich auch gut für eine kleine Pause mit einem Mittagsschlaf inmitten der Geräuschkulisse der Zikaden. Wir haben auf einer solchen Tour hier hinauf einen netten Einheimischen getroffen, der uns zu einem kleinen Picknick mit Ziegenkäse und Rakí einlud (Wasser und Brot gab es natürlich außerdem). Das schmeckte hier oben besser als das köstlichste Mahl in der besten Taverne der Insel!

Hat man den Fahrweg erreicht, kann man entweder links hinauf nach Máles wandern (was sich nicht unbedingt lohnt) oder rechts wieder hinunter nach Míthi (ca. 4 KM) oder bis zum Auto.

Vorsicht: Wer sich an dieser Stelle entscheidet, wieder hinunter in die Schlucht zu steigen, weil da doch plötzlich ein „Weg“ hinunter führt, landet an einem Steilhang, der nicht ungefährlich zu bewältigen ist. Also dann doch lieber zurück durch die Olivenhaine.

Jedenfalls stellt die Sarakinás-Schlucht für den eine sehr schöne Alternative zur Samariá-Schlucht dar, der letztere einfach zu bevölkert findet.

Öffentliche Verkehrsmittel
Zweimal am Tag Busverbindung mit Ágios Nikólaos bzw. Ierápetra (von und nach Míthi und Máles).

Zu den Schluchten auf Kreta

Krási

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Auf dem Weg zur Lassíthi-Hochebene biegt man etwa 22 Kilometer östlich von Iráklion von der Nordküstenstraße rechts ab (ausgeschildert: Kastélli 15 Kilometer). Nach ca. 7 Kilometern biegt man nach links Richtung Goniés ab und folgt sodann immer der Ausschilderung Richtung Lassíthi-Hochebene bzw. zum Hauptort derselben, Tzermiádon.

Auf der Strecke lohnt sich unterwegs der Halt an zwei Kirchen mit interessanten Fresken aus dem 14. Jahrhundert: zum einen vor dem Dorf Potamiés links in den Weinbergen die Kirche des inzwischen verlassenen Klosters Panagía Gouverniótissa (sie ist von 10-13 und von 15-18 Uhr geöffnet, ca. 50 Meter hinter dem Ortsausgang befindet sich rechts der Straße eine Miniatur der Kirche als Wegweiser), zum anderen im Dorf Avdoú die kleine Kirche des Ágios Antónios. Krási weiterlesen

Katharó-Hochebene

Katharó-Hochebene

PicturesOG/Katharo_gbeisner_087.jpgDiese Hochebene liegt östlich der Lassíthi-Hochebene im Díkte-Gebirge. Man erreicht sie von Kritsá aus.

Fährt man durch das Dorf auf der sehr schmalen „Hauptstraße“ hindurch (aber dann nicht Richtung Kroustás!), windet sich die Straße hinauf ins Díkti-Gebirge. Erst jetzt geht es so „richtig“ in die Berge, deswegen führt die Bezeichnung Kritsás als „Bergdorf“ wirklich ein wenig in die Irre.

Je höher man nun kommt, desto beeindruckender wird der Blick ringsum in die kargen Berghänge, es gibt immer weniger Olivenbäume, immer mehr Macchia und den Duft nach allen Kräutern der Insel wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Oregano. Katharó-Hochebene weiterlesen

Kastélli Paidiádas

Kastélli Paidiádas

Landstädtchen südöstlich von Iráklion in den Ausläufern des Díkte-Gebirges. Man fährt mit dem Wagen über Knossós und Pezá nach Kallóni. Hier biegt man nach Osten ab und erreicht Kastélli über Ágies Paraskiés, Sambás und Apostóli (etwa 35 Kilometer). Die Gegend lebt überwiegend vom Wein- und Olivenanbau, Kastélli ist das landwirtschaftliche Zentrum der Region. Optisch ist es eher ein Durchschnittslandstädtchen, es gibt aber dennoch Gründe, hier herauf zu fahren. Kastélli Paidiádas weiterlesen

Psýchro / Diktéon Ándron-Höhle

Psýchro / Diktéon Ándron-Höhle

Am Südrand der Lassíthi-Hochebene im Díkte-Gebirge liegt das Dorf Psýchro, das Zielort aller Busse zur Hochebene ist.

Grund dafür ist die zweite Sehenswürdigkeit der Ebene neben den Windmühlen, die angebliche Geburtshöhle des Zeus, „Diktéon Ándron“, oberhalb des Ortes.
Das Dorf selbst bietet sich nach wie vor trotz all des Trubels tagsüber recht einfach dar, das liegt wohl auch daran, dass abends nur wenig von allem hier zurückbleibt. Psýchro / Diktéon Ándron-Höhle weiterlesen

Díkte-Gebirge

Díkte-Gebirge

PicturesOG/dikte_wn.jpgDas Díkte-Gebirge ist nach dem Ída (Psilorítis) und den Lefká Óri (Weiße Berge) der drittgrößte Gebirgszug Kretas. Es erstreckt sich westlich von Ágios Nikólaos. Die höchste Erhebung ist der Óros Díkti mit 2148 m über dem Meeresspiegel.

Inmitten der kahlen Berge liegt die fruchtbare Lassíthi-Hochebene , die dem östlichen Regierungsbezirk Kretas seinen Namen gegeben hat.