Istró

Istró

Istró liegt ca. 10 Kilometer östlich von Ágios Nikólaos an der Straße nach Sitía. Das langgestreckte Straßendorf ist sozusagen der „Ableger“ des Dorfes Kaló Chorió am Meer. Die Straße durch das Dorf ist gut ausgebaut, was leider zur negativen Folge hat, dass auch große LKWs viel zu schnell durchbrausen.

Baden
Mehrere Stichstraßen führen zum nahen Meer hinunter. Die Bucht(en) sind mehr sandig als kieselig, das Meer sauber, es gibt Liegen und Sonnenschirme zu mieten und auch kühle Getränke am Strand zu kaufen. Gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet! „Mittelalte“ Kinder werden die nächtlichen Unterhaltungsmöglichkeiten vermissen. Istró weiterlesen

Kalamáfka – Südosten Kreta

Ein Kreta typisches, pittoreskes Dorf im Inselinneren im Osten.
Kalamáfka in Süde-osten von Kreta, zentral gelegen

In Istró biegt man von Ágios Nikólaos kommend ziemlich am Ortseingang recht ab Richtung Kaló Chorió, Prína und Kalamáfka. In Kaló Chorió fährt man nicht rechts ins Dorf hinein (außer man will es sich anschauen, aber es sieht aus wie viele andere Bergdörfer) sondern hält sich geradeaus/halblinks den Berg hinauf Richtung Prína. Wie viele ähnlicher Straßen windet sich auch diese eng und kurvenreich den Berg in Kreta hinauf, je höher man kommt, desto mehr weichen die Olivenbäume der Macchia, Büschen und vereinzelten Kiefern, die später fast zu einem kleinen Wäldchen werden. Je höher man kommt, desto schöner wird auch der Blick von Kreta zurück auf den Golf von Mirabello.

PicturesOG/kalamafka01.jpgWer einen Abstecher in die links dieser Straße gelegenen Dörfer Messeléri und Makriliá unternehmen möchte, sollte nicht die erste ausgeschilderte Abzweigung dorthin nehmen, sondern lieber einige Kilometer weiter kurz vor Prína die ganz neue Asphaltstraße, die dort links abzweigt.

Einige hundert Meter hinter dem Dorf Prína liegt links unterhalb der Straße die Taverne „Pitopolous“, in der man gemütlich unter Olivenbäumen sitzt und gut essen kann, ganz Kreta typisch. Am Wochenende greift Wirt Dimítris auch gerne zur Lyra.

Auf dem Weg nach Kalamáfka , geht es hinter Prína weiter steil den Berg hinauf und dann bietet sich ein Blick, den man auf Kreta nicht oft hat: Man kann von hier aus nämlich gleichzeitig im Norden den Golf von Mirabéllo und im Süden das Libysche Meer bei Ierápetra sehen.


PicturesOG/kalamafka02.jpgEin kleines Stück hinter dieser Wasserscheide erreicht man das Dorf  Kalamáfka. Im hinteren Ortsteil führt links eine Treppe zum Kirchlein „Tou Timíou Stavroú“ (des Heiligen Kreuzes) hinauf, das oben auf einem Felsen liegt. Das Hinaufsteigen lohnt sich …

Essen und Trinken
Es gibt mehrere Lokale an der Durchgangsstraße in Kalamáfka, von denen ich aber nur eines von innen kenne: Kafeníon Taverna „Oasis“ im oberen Ortsteil. Das Lokal sieht außen wie innen recht unscheinbar und nur bedingt einladend aus, die Qualität des Essens wie auch die Freundlichkeit der Wirtsleute sind aber ohne Zweifel. Lediglich die Souvlákia waren mir etwas zu trocken, da – guten Willens – ausgesprochen mageres Fleisch verwendet wurde. Ein bisschen Fett habe ich lieber.
Besonders geschmeckt hat mir das unaufgefordert servierte Zicklein mit Mangold aus dem Kochtopf – sehr zart und schmackhaft. Auch wenn man offiziell nichts zu essen bestellt, kommt (in der Regel) zu Bier oder Wein ein großer Teller mit Tomaten, Gurken, Käse, Fleischwurst und sehr leckeren, selbst eingelegten Oliven. Überhaupt verwendet der Wirt Nikos fast ausschließlich Lebensmittel aus eigener Produktion.


Fährt man von Kalamáfka dann weiter den Berg Richtung Ierápetra hinunter, entdeckt man links der Straße überrascht einen recht großen See mit hellgrünem Wasser, überrascht deshalb, weil doch angeblich der Kournás-See bei Georgioúpolis der einzige Binnensee Kretas sein soll.

Dieser hier ist allerdings auch künstlicher Natur, ein Stausee nämlich (von denen es auf Kreta inzwischen einige gibt), der dazu dient, das im Winter reichlich von den Bergen fließende Wasser zu sammeln, um es im Sommer zur Bewässerung der Gewächshäuser zu verwenden. Ein Schotterweg führt um den ganzen (eingezäunten) See herum und man erkennt, dass er nebenbei auch noch so eine Art Naturschutzgebiet darstellt: „Jagen und Lärmen verboten!“

Zusammenfassend: Diese etwa 27 Kilometer lange Strecke zwischen Istró und Ierápetra ist ganz besonders etwas für Naturliebhaber von Kreta und für Leute, die gerne jedmögliche Kirche besichtigen. Davon gibt es hier nämlich unzählige, in viele abzweigende Wege weisen kleine Schilder, man kann sich sozusagen „von Kirche zu Kirche hangeln“. Weniger schön ist der letzte Teil der Strecke, da sieht man rechts und links nur noch Gewächshäuser.

Wer diese Strecke umgekehrt befahren will, nehme von Ierápetra die Straße nach Gra Ligiá und Mýrtos. Am Ortsausgang von Ierápetra biegt man direkt hinter einer Kirche rechts ab (hier weist auch ein Schild nach Kalamáfka, wenn es nicht gerade mal wieder umgefallen ist – oder wie 2009 kaum noch leserlich).