Damnóni – Südküste Kreta

Wer von Plakiás an der Südküste von Kreta, nach Osten läuft, dann links um den großen Berg herum durch die Olivenhaine, um nach ca. 40 Minuten den Strand von Damnóni zu erreichen, der übrigens bereits von der Zufahrtsstraße nach Plakiás ausgeschildert ist.

Das „Dorf“ Damnóni besteht aus einigen Tavernen und mehreren Hotels, darunter auch eine riesige Hapimag-Anlage (zehn mal so viele Häuser wie der übrige „Ort“). Früher tolerierten die Besitzer der Tavernen das wilde Zelten, da es ihnen natürlich auch Kundschaft brachte. Bei den Tavernen gibt es auch einige Süßwasserduschen am Strand. Auch die Tavernen vermieten z. T. Zimmer. Vermutlich werden aber die Hoteliers (wie oft auf Kreta) inzwischen zu verhindern wissen, dass hier wild gecampt wird, denn es könnte ja ihre Gäste stören .

An der Hapimag-Anlage werden Wassersportarten aller Art, vom Surfen und Tauchen über Bananaboat und Wasserski bis hin zum Paragliden angeboten.

Balí – Nordküste Kreta

Balí – Dieser Ort an der Nordküste von Kreta,  zwischen Iráklion und Réthymnon ist (leider) schon sehr stark touristisch erschlossen. Kommt man die „New Road“ von Kreta aus Iráklion herangefahren, sieht man schon aus einiger Entfernung Balí vorne auf einer großen Landzunge liegen, verteilt auf mehrere Buchten. Folgt man dann der inzwischen asphaltierten Stichstraße nach Balí hinein, so ist schnell zu erkennen, der Bauboom auf Kreta hat auch hier zugeschlagen. In den vorderen Buchten hat das erste Hotel „Bali-Beach“ reichlich Konkurrenz bekommen, diverse neue „Rent Rooms“ und große Hotelanlagen sind förmlich aus dem Boden geschossen.

Der eigentliche (und durchaus noch vorhandene) Ortskern von Balí  liegt in der zweiten Bucht, die durch eine Betonmole geschützt ist. Hier drängeln sich immer noch vor den Fischerbooten die Tavernen und auch viele Zimmervermieter, aber das Ganze doch noch in einem etwas ursprünglicheren Ambiente als weiter vorne.
Mal ist es erlaubt, mal ist es auch wieder verboten (im Moment glaube ich erlaubt), mit dem Auto bis direkt hinunter zum Strand in die Bucht von Balí  zu fahren. Wenn dann hier alles voll steht, ist das alles andere als romantisch.

Baden
kann man „zwischen den Autos“ in der Hafenbucht selbst oder an der Mole, schöner ist es allerdings nach 10- bis 15minütigem Fußweg am „Panórama“ vorbei in der dritten und hintersten Bucht nahe Balí . Hier gibt es richtigen Strand und bis jetzt noch recht sauberes Wasser. Inzwischen ist übrigens eine mit dem Auto befahrbare Schotterstraße in diese Bucht gebaut worden, die in der Nähe des Ortseinganges von Balí abzweigt. Und inzwischen wurde leider auch mal wieder fleißig auf Kreta gebaut. Drei Hotels und eine Taverne stehen hier, mit der Lauschigkeit ist es vorbei. Balí macht „Fortschritte“ … und da ich weiß, dass man es nicht verhindern kann, will ich auch nicht lamentieren.

Essen und Trinken
Trotz der Autos sitzt man in der Bucht noch schön, z. B. bei Vassílis, dem letzten Lokal in der Bucht. Panoramablick, anständiges Essen, ebensolche Zimmer machen es wert. Ich erhielt allerdings inzwischen einmal die Information, dass Vassílis es mit der Abfallbeseitigung nicht so sehr genau nehme, was zu Geruchsbelästigung führe. Es ist zu hoffen, dass dieser Zustand vorübergehend war. Als ich ihn das letzte Mal besuchte, fiel mir nichts negatives auf. Wenn doch (wieder), erbitte ich Nachricht!

Ebenfalls schön ist es im Lokal direkt davor, welches schlicht „Psarotavérna“ (Fischtaverne) heißt. Das Schild verheißt außerdem „Fresh Fish“ und den gibt es hier fast immer (Sohn oder Schwiegersohn ist nämlich Fischer), und meist auch die griechische Fischsuppe in Eier- und Zitronenbrühe (Psarósoupa), die lecker ist, allerdings meist reichlich Gräten enthält. Grundsätzlich sind aber – wie in solchen Orten üblich – die Qualität des Essens sowie die Preise in allen Tavernen mehr oder minder gleich, so daß sich jeder seine Lieblingstaverne selbst aussuchen kann, z. B. auch auf der anderen Seite der Bucht das „Panórama“. Wie der Name schon sagt, hat man hier einen noch schöneren Blick. Oder auch das „Krifí Foliá“, das „versteckte Nest“ (das Lokal heißt wohl inzwischen auf Neugriechisch „The Nest“), welches etwas zurück liegt und neben dem guten Essen leider den Blick auf einen hässlichen Parkplatz statt aufs Meer bietet. Es geht neben der Café-Bar „Skorpiós“ rechts rein.

Nachtleben bzw. Abendunterhaltung
für den, der den Abend nicht gemütlich in einer der Tavernen zubringen will, bieten o. g. „Skorpiós“ (rechts neben der „Psarotavérna“) oder die unübersehbare „Disco Hawai“. Über ein Treppchen steigt man zum „Roof Garden“ hinauf. Diese Lokale werden auch gerne von der einheimischen Jugend zum Zwecke des „Kamáki“ (der „Anmache“, siehe auch Sachregister) besucht.

 

Análipsi, Koutsourás und Makrygialós* (bei Ierápetra)

Die drei Dörfer Análipsi, Koutsourás und Makrygialós liegen an der Südküste von Kreta,  östlich von Ierápetra. Análipsi, Koutsourás und Makrygialós liegen auf der Landkarte von Kreta scheinbar weit auseinander, gehen aber faktisch ineinander über. Man merkt den Wechsel eigentlich nur am Ortsschild.

Diese Dörfer liegen an einem langen und grobsandigen Strand, der auch gut für Kinder geeignet ist (der Ortsname „Makrygialós“ bedeutet nichts anderes als „breiter“ oder auch „langer“ Strand) mit vielfältigem Angebot, es gibt auch sehr nette Tavernen am Strand oder am Hafen von Makrygialós (*übrigens findet man manchmal auch die Schreibweise „Makrýs Gialós“).

Die Umgebung von Análipsi, Koutsourás und Makrygialós  indes ist ansonsten nicht nur reizvoll. Die Gegend von Kreta wird sehr stark agrarisch genutzt, bis in die Dörfer hinein stehen die Gewächshäuser (in dieser Region von Kreta werden darin bevorzugt Bananen angebaut), die inzwischen aber immerhin fast ausschließlich nicht mehr Plastik bespannt sind, sondern verglast, sodass die Umweltverschmutzung in Form herumfliegender Plastikfetzen inzwischen ein Ende hat.

Natürlich ist es vor diesem Hintergrund nicht ganz einfach, diese Gegend von Kreta touristisch zu erschließen, und seien die existierenden (und in der Regel pauschal vermieteten) Hotels auch noch so luxuriös (und das ist vermutlich die Gefahr, denn diese Hotels werden natürlich in den entsprechenden Tourismusbroschüren von Kreta entsprechend vorteilhaft fotografiert, und dann kommt erst vor Ort möglicherweise die Enttäuschung über das Umfeld!).

Bei Koutsourás ist übrigens der Strand nicht mehr so schön, dafür gibt es eine Bank und eine Post an der Durchgangsstraße bzw. in Sichtweite davon.

Agía Fotiá – Kreta Südküste

Agía Fotiá ist ein kleiner „Badeort“ an der Südküste von Kreta,  östlich von Ierápetra, eigentlich kein richtiges Dorf, sondern nur einige flache Häuser im Hinterland der Bucht. Am Strand von Agía Fotiá gibt es Tavernen, einige der Häuser vermieten Zimmer. Jenseits der Durchgangsstraße am Hang stehen Appartmenthotels, aber hier haben die Götter von Kreta dann aber vor das Bad den Fußmarsch gesetzt.

Afráta – Kreta

Afráta auf Kreta- Ein Ausflug weiter nördlich auf die Halbinsel Rodópou bietet Kreta´s wilde felsige Landschaft und einen tollen Blick auf die Küstenlinie von Kreta – bei besonders klarem Wetter kann man bis nach Chaniá sehen – vom Dorf Afráta führt ein Feldweg hinunter zum Meer, vorbei an einem winzigen und sehenswerten Kirchlein.
Unten liegen die wenigen kleinen Boote der Fischer von Afráta, und hier kann man auch baden. Afráta auf Kreta

Kloster Arsaniou – Kreta

Arsaniou auf Kreta– Das knapp 10 Kilometer östlich von Réthymnon unweit der Nordküste gelegene Dorf Arsaniou bietet nichts Weltbewegendes an Sehenswürdigkeiten. Allerdings schon etwas Geschichtsträchtiges: Hier wurde nämlich der „Held von ArkÉdi“ Kóstas GiamboudÉkos geboren, der Mann, der die Fackel ins Pulverfass hielt. Eine Gedenktafel schmückt das Haus. Ansonsten ist das Dorf Arsaniou auf Kreta eher verschlafen, der touristische Betrieb spielt sich unweit nördlich an der Küste Kreta s  in der „Meerdependance“ Stavroménos ab. Zwischen Édele und Stavroménos liegt beim Dorf Pangalochóri das Kloster Arsaníou (16. Jahrhundert). Die Kreta – Kirche wurde in ihrer heutigen Form allerdings „erst“ Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. In der Kirche hängen sehr schöne Ikonen, auch die holzgeschnitzte Ikonostase ist prächtig. Ebenso lohnt ein Besuch des Klostermuseums (unweit des Eingangs), in dem alte Siegel, Kreuze, Evangelien und lithurgische Bücher aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Messgewänder und alte Fotografien zu sehen sind… Arsaniou auf Kreta