Kirchlein Ágios Nikólaos in der Kourtaliótiko-Schlucht

Kourtaliótiko-Schlucht – Der Besuch dieses kleinen Kirchleins Ágios Nikólaos zwischen Spíli und Préveli lohnt sich weniger wegen dieser einen von Hunderten dem Ágios Nikólaos geweihten Stellen auf Kreta als mehr wegen der unweit dort entspringenden Quellen des „Megalopotamós„, des „Großen Flusses“, der bei Préveli ins Meer fließt.

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar). Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. Es lohnt sich, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

PicturesOG/agnik_kirche 01.jpgIrgendwann ist auf der Schluchtseite statt der sonst vorhandenen Leitplanke ein Natursteinmäuerchen zu sehen (es gibt inzwischen auch eine Beschilderung zur Kirche).
Hier bitte parken (auch wenn es nur einen schmalen Parkplatz gibt) und die Treppe ins Tal hinunter steigen. Auf halber Höhe etwa gabelt sich diese Treppe, rechts geht es bis ganz zur Schlucht hinunter, von wo aus man von unten in die Klamm hineinschauen kann, aus der die vereinigten Quellen des Flusses schon als solcher hervortreten. Noch reizvoller ist der linke Abzweig, auf dem man schon bald das Kirchlein des Ágios Nikólaos erreicht, ein kleines weißes Gebäude mit einem winzigen Glockenturm und frei hängender Glocke.

Die Ikonen im Inneren zeigen vorwiegend die Heiligen Nikólaos und Nektários (letzter genießt vor allen Dingen in diesem Teil Kretas größte Verehrung). Fast allen Ikonen sind die Gesichter ausgekratzt, was den türkischen Besatzern zugeschrieben wird. Diese Erklärung wirkt allerdings nicht sehr glaubhaft, da in einer so abgelegenen und unverschlossenen Kirche mit Sicherheit nicht solch alten Ikonen hängen würden. Denn in der Vergangenheit wurden so viele davon geklaut, dass die Kreter das Vertrauen in die ausländischen Besucher verloren haben.

PicturesOG/quellen_megpot.jpgAußerdem hängen auch hier wie in vielen anderen Kirchlein und Ikonostássia viele der kleinen Votivtäfelchen, mit denen z. B. um die Geburt eines Kindes oder die Heilung eines Gebrechens gebeten wird.

Rechts an der Kirche vorbei führt der Pfad noch ein Stück weiter, und man hört es schon aus einiger Entfernung rauschen. Dann tut sich (wiederum) rechts des Weges eine steile Klamm auf, aus deren Felswand unzählige wasserreiche Quellen entspringen und in die Tiefe stürzen. Weiter unten treten sie dann bereits als Fluss aus der Klamm heraus, das Loch ist von hier oben gut zu erkennen. Vorsicht beim Herumklettern, denn es ist alles etwas nass und glitschig. Von der kleinen Aussichtsterrasse aus sieht man auch alles sehr gut. Ein Platz zum Sitzen und Träumen, sehr ruhig. Wesentlich beeindruckender als die berühmteren Wasserfälle von Argyroúpolis.

Zu den Schluchten auf Kreta

Route 12 – Von Spíli über Préveli, Plakiás und Frangokástello nach Chóra Sfakíon

sowie von dort aus nach Norden bis Vrýsses und Georgioúpolis

PicturesOG/kourtaliotiko_gwg.jpgEtwa 8 Kilometer hinter Spíli (siehe Fahrtroute 11) zweigt die Straße ab, die im Süden bis nach Chóra Sfakíon führt. Es ist eine wirklich spannende Strecke mit vielen interessanten Plätzen zum Verweilen.

Doch von Anfang an: Man biegt also von der Haupstraße Agía Galíni – Réthymnon ab und erreicht schon nach einem Kilometer  das Dorf Koxaré. Hinter diesem Dorf wird die Landschaft schnell karger und rauher, dann tritt die Straße in eine lange Schlucht ein (Kourtaliótiko Farángi) und führt in dieser am rechten Hang entlang. Fast am Ende der Schlucht verbreitert sich die Straße zu einer Art Parkplatz, es ist zu empfehlen, hier ein Päuschen einzulegen und zur Kirche des Ágios Nikólaos und den Quellen des Megalopotamós hinunter zu steigen.

Etwa 7 Kilometer von Koxaré aus erreicht man Asómatos, ein etwas größeres Dorf im Landesinneren. Direkt am Ortseingang ist links die Abzweigung in Richtung Plakiás ausgeschildert, man folge ihr, wenn man zum Kloster Préveli will. Wer diesen (lohnenswerten) Abstecher nicht machen will, kann getrost auf der Hauptstraße durch das Dorf weiterfahren, denn es gibt kurz vor dem Dorf Mýrthios eine weitere Abzweigung nach Plakiás.

Man biegt also in Asómatos links ein. Einen Kilometer weiter gabelt sich die Straße erneut, links ist es nach Préveli ausgeschildert. Die Straße bis zum Kloster Préveli ist asphaltiert.

PicturesOG/plakias_gwg.jpg

Nach der Besichtigung des Klosters und einem erfrischenden Bad an der Mündung des  Megalopótamos fährt man weiter nach Westen. Man biegt auf der Rückfahrt nun Richtung Lefkógia ab. Bald darauf trifft man auf die andere Zufahrtsmöglichkeit nach Plakiás, nämlich auf die schon erwähnte Straße, die kurz vor Mýrthios aus hinunter führt.

Wer von hier aus weiter Richtung Westen fahren will, kann weiter durch den Ort Richtung Soúda-Bucht fahren. Kurz vor der Soúda-Bucht biegt die neue Straße hoch nach Séllia ab, sehr schöne Aussichten auf die Bucht von Plakiás. Von Séllia dann weiter die Südküstenstraße nach Westen.

Will man aber das bereits  erwähnte hübsche Dorf Mýrthios erleben, fährt man wieder ein Stück zurück, wie man gekommen ist, und folgt dann der ersten Beschilderung wieder den Berg hinauf.

Von hier aus steigt die Straße weiter an, bis sie sich kurz vor Séllia mit der schon erwähnten anderen Strecke trifft (und in Séllia selbst auf die erwähnte neuere Straße aus der Soúda-Bucht).

Die weitere Strecke nach Westen ist einfach erlebenswert, wenn auch nicht immer und überall locker befahrbar (immerhin aber inzwischen komplett asphaltiert).

Sehr romantisch liegen die Dörfer Áno und Káto Rodákino, sie lohnen durchaus einen Aufenthalt.

Dann nimmt die steile Felsküste wieder allmählich weichere Formen an und weicht etwas zurück, 2 Kilometer hinter dem Dorf Skalóti biegt man nach Frangokástello ab.

Von hier aus zurück zur „Hauptstraße“ sind es 3 Kilometer. Anschließend durchfährt man einige  Dörfer am Straßenrand (unter anderem Komitádes, wo man einkehren sollte oder auch länger bleiben kann) und erreicht nach etwa 12 Kilometern die Abzweigung, an der man sich entscheiden muß: Geradeaus noch 4 Kilometer bis Chóra Sfakíon, rechts hinauf in die Berge und wieder hinunter nach Vrýsses (es wird ein wenig weiter unten beschrieben).

PicturesOG/chorasfak3_gwg.jpgZuerst fahren wir geradeaus nach Chóra Sfakíon.

Zurück fährt man die 4 Kilometer bis zu erwähnten Strecke durch die Berge, die besonders atemberaubend ist. Viele Serpentinen schrauben sich hinauf, entlang der Ímbros-Schlucht wurden diverse Tunnel durch den Berg gesprengt und inzwischen auch fertig gestellt, es geht über die Askífou-Hochebene zurück in den Norden. Read More

Préveli (Kloster)

Die beiden Klöster liegen an der Südküste unweit von Plakiás. Man erreicht sie, indem man ca. 7 Kilometer nödlich von Spíli beim Dorf Koxaré abbiegt, durch die Kourtaliótiko-Schlucht fährt und in Asómatos links abbiegt.

Das alte Kloster Préveli
Das alte Kloster liegt direkt am Fluss Megalopotamós und hieß früher auch „Moní Méga Potámou“ („Kloster des Großen Flusses“) Es ist heute verlassen und teilweise verfallen, doch nicht nur der Quelle im Inneren wegen ist es interessant hindurchzugehen.

Hinter dem alten Kloster steigt die Straße wieder an, nach wenigen Kilometern erreicht man

Das neue Kloster Préveli
PicturesOG/preveli.jpgDas Kloster war neben Arkádi das wohl bekannteste Widerstandsnest gegen die fremden Herren aller Zeiten. Es diente während des 2. Weltkrieges als Zwischenunterkunft für englische Soldaten, die auf der Flucht vor den Deutschen hier darauf warteten, von U-Booten evakuiert zu werden.Read More

Megalopotamós (Fluss und Palmenstrand)

PicturesOG/Preveli 3_vk.jpgAuf der neuen Straße von Agía Galíni nach Réthymnon von Süden kommend, biegt man ca. 7 Kilometer hinter Spíli links Richtung Plakiás ab (von Norden kommend ist es umgekehrt. Hinter dem Dorf Koxare führt die Straße durch die Schlucht „Kourtaliótiko Farángi“, in der der Megalopótamos unweit des Kirchleins des des Ágios Nikólaos entspringt. Der Weg ist derzeit von der Straße aus nicht mehr ausgeschildert, man erkennt die Stelle aber an dem kleinen Mäuerchen links der Straße, wo man aus- und hinuntersteigen sollte. Es ist wirklich ein herrliches Fleckchen Erde!Read More

Ágios Nikólaos (Kirche) – Quellen des Megalopotamós

Der Besuch dieses kleinen Kirchleins zwischen Spíli und Préveli lohnt sich weniger wegen dieser einen von Hunderten dem Ágios Nikólaos geweihten Stellen auf Kreta als mehr wegen der unweit dort entspringenden Quellen des „Megalopotamós„, des „Großen Flusses“, der bei Préveli ins Meer fließt.

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar). Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. (Zu den Schluchten auf Kreta) Es lohnt sich, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

PicturesOG/agnikkirche_gwg2.jpgIrgendwann ist auf der Schluchtseite statt der sonst vorhandenen Leitplanke ein Natursteinmäuerchen zu sehen (es gibt inzwischen auch eine Beschilderung zur Kirche).

Hier bitte parken (auch wenn es nur einen schmalen Parkplatz gibt) und die Treppe ins Tal hinunter steigen. Auf halber Höhe etwa gabelt sich diese Treppe, rechts geht es bis ganz zur Schlucht hinunter, von wo aus man von unten in die Klamm hineinschauen kann, aus der die vereinigten Quellen des Flusses Megalopotamós schon als solcher hervortreten.

Noch reizvoller ist der linke Abzweig, auf dem man schon bald das Kirchlein des Ágios Nikólaos erreicht, ein kleines weißes Gebäude mit einem winzigen Glockenturm und frei hängender Glocke.
Die Ikonen im Inneren zeigen vorwiegend die Heiligen Nikólaos und Nektários (letzter genießt vor allen Dingen in diesem Teil Kretas größte Verehrung). Fast allen Ikonen sind die Gesichter ausgekratzt, was den türkischen Besatzern zugeschrieben wird. Diese Erklärung wirkt allerdings nicht sehr glaubhaft, da in einer so abgelegenen und unverschlossenen Kirche mit Sicherheit nicht solch alten Ikonen hängen würden. Denn in der Vergangenheit wurden so viele davon geklaut, dass die Kreter das Vertrauen in die ausländischen Besucher verloren haben.

Außerdem hängen auch hier wie in vielen anderen Kirchlein und Ikonostássia viele der kleinen Votivtäfelchen, mit denen z. B. um die Geburt eines Kindes oder die Heilung eines Gebrechens gebeten wird.

PicturesOG/quellen_megpot.jpgRechts an der Kirche vorbei führt der Pfad noch ein Stück weiter, und man hört es schon aus einiger Entfernung rauschen. Dann tut sich (wiederum) rechts des Weges eine steile Klamm auf, aus deren Felswand unzählige wasserreiche Quellen von Megalopotamós entspringen und in die Tiefe stürzen. Weiter unten treten sie dann bereits als Fluss aus der Klamm heraus, das Loch ist von hier oben gut zu erkennen. Vorsicht beim Herumklettern, denn es ist alles etwas nass und glitschig. Von der kleinen Aussichtsterrasse aus sieht man auch alles sehr gut. Ein Platz zum Sitzen und Träumen, sehr ruhig. Wesentlich beeindruckender als die berühmten Wasserfälle von Argyroúpolis.

Öffentliche Verkehrsmittel
Keine

Vái

PicturesOG/vai1_gwg2.jpgDer Palmenhain von Vái im äußersten Osten Kretas zählt zu den bekanntesten und am meisten fotografisch abgebildeten Plätzen der Insel. Der Legende nach wurde dieser Palmenhain unabsichtlich von arabischen Seeräubern angelegt, die hier auf Kreta anlegten, Datteln kauten und die Kerne in den Sand spuckten, wo sie wurzelten und zu Bäumen wurden. Mehr als eine Legende ist diese Geschichte aber nicht, denn Botaniker bezeichnen diese Art der Dattelpalme nicht als Importgewächs, sondern als einheimische und nur auf Kreta vorkommende Pflanze. Oder sollten auch an der Mündung des Megalopotamós arabische Seeräuber gelandet sein? Das zumindest wäre eine neue Entdeckung!

Der Palmenstrand von Vái ist jedenfalls ein sehr hübsches Fleckchen Erde, dessen Entdeckung durch die ersten Rucksackler schon schnell viel fahrendes Volk anzog (mich selbst 1971 das erste Mal, und ich war begeistert!). Der Strand und auch der Palmenhain von Vái verdreckten leider durch viele wilde Camper und Strandschläfer (und „Wildk…“) völlig, bis vor mehreren Jahren die kretischen Behörden reagierten: Sie zäunten den größten Teil des Palmenwaldes in Vái ein und erklärten ihn zum Naturschutzgebiet – Betreten verboten.

PicturesOG/vai2_gwg2.jpgDer Strand und der kleine weiterhin betretbare Teil des Palmenhains darf heutzutage nur von 7 Uhr morgens bis 21 Uhr abends betreten werden. Übernachten oder gar Campen ist verboten! Abends wird der Strand im wahrsten Sinne des Wortes „geschlossen“. Das ist auch ganz gut so (auch wenn man grundsätzlich gegen restriktive Maßnahmen aller Art ist und sein darf!), denn so – und leider nur so – konnte die Schönheit dieses Fleckchens Erde gerettet werden. Für Vái war es wirklich 5 vor 12!

Trotz dieser Einschränkungen hat Vái augenscheinlich seine Anziehungskraft nicht verloren, hier ist immer reichlich was los, auch wenn sich die Klientel sehr verändert hat. Ein Restaurant hat sich rechts am Hang eingerichtet. Trotz der relativen Monopolstellung des „Estiatório Vái“ von Antónis Kalambókis (denn die nicht weit entfernte Snack-Bar am Strand stellt eine ziemliche Zumutung dar) sind die Preise normaler Durchschnitt und die Essensqualität erstaunlich gut. Beim Essen bietet sich zudem ein schöner Blick über die Bucht gratis.

Vor allem mittags fahren hier viele Reisebusse der „Eastern-Crete-in-5-Hours-Touren“ (die heißen natürlich nicht wirklich so) vor und speien ihre Fracht aus. Entsprechend voll ist es dann, das Lokal und sein Personal werden aber bisher damit recht gut fertig. Durchaus zu empfehlen, vor allen Dingen, weil sich das Essensangebot nicht nur auf das übliche Tavernenessen beschränkt, sondern auch Leckeres aus Topf oder Backofen angeboten wird.

Da sich der Strand von Vái vom Rucksäcklerparadies zum Tagesbadestrand von (durchaus auch sehr vielen individuellen) Ausflüglern aus Sitía gewandelt hat, ist natürlich eine entsprechende Infrastruktur vorhanden: Man kann Windsurfbretter und Tretboote, Sonnenschirme und Strandliegen mieten, kurz alles, was man so braucht. In der Saison ist sogar Wasserski im Angebot.
Der Strand selbst ist grob sandig und sehr schön. Im Wasser trifft man aber auf diverse Felsplatten. Ganz hält also das Meer nicht, was der Strand verspricht.

PicturesOG/vai3_gwg2.jpgKlettert man die Steintreppe links neben dem Restaurant hinauf und überquert den Aussichtsfelsen, so erreicht man (immer den roten Punkten folgend) eine weitere Badebucht, die fast noch schöner ist. Sie ist allerdings nicht für kleine Kinder geeignet, da das Wasser hier (im Gegensatz zur eigentlichen Bucht von Vái) recht steil tiefer wird.

Eine öffentliche Toilette und eine Süßwasserdusche (beide gebührenpflichtig) findet man am (ebenfalls gebührenpflichtigen) Parkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel
Etwa 5 x täglich kommt der Bus aus Sitía hierher.

Gerüchten zufolge (aber die gibt es schon seit Jahren) soll oberhalb von Vái der größte europäische Ferienclub mit 7.500 (!) Betten und einer eigenen Meerwasserentsalzungsanlage entstehen. Der Bauherr soll ein englischer Konzern sein. Dann wäre leider ziemlich Feierabend hier … oder sieht das jemand anders?