Route 19 – Von Chaniá nach Soúgia

Von Chaniá aus fährt man auf der alten Ausfallstraße nach Westen. Hinter der kleinen Brücke biegt links die Straße zur Omalós-Hochebene ab. Sie führt durch weitläufige Orangenhaine, hier befindet sich eines der Zentren des Zitrusfrüchteanbaus.

3 Kilometer hinter dem kleinen Dorf Agiá biegt man rechts ab Richtung Alikianós, welches man einen Kilometer später erreicht.
Eine kurze Besichtigung lohnt die Kuppel der dortigen Kirche des Ágios Geórgios aus dem 15. Jahrhundert allemal.

Von Alikianós fährt man nun ich Richtung Skinés und befindet sich damit schon auf der richtigen Straße nach Soúgia. In Chliaró (1 Kilometer hinter Skinés) sollte man noch einmal aufpassen, nicht falsch abzubiegen. Wer als nächsten Ort nicht Langós erreicht, ist auf der falschen Straße gelandet.

Die nächste wichtige Abzweigung liegt zwischen Agríles und Rodováni, hier geht es links nach Soúgia weiter. Ein paar Kilometer weiter erreicht man das kleine Dorf Moní, das wiederum wegen der dortigen Kirche des Ágios Nikólaos einen Zwischenhalt wert ist. Am Ortseingang zweigt der Weg zum 100 Meter entfernten Kirchlein ab, den Schlüssel bekommt man im ersten Haus. Die kleine Kirche ist wegen ihrer Fresken aus dem 14. Jahrhundert sehenswert. Ihr Schöpfer war der berühmte Maler Ioánnis Pagoménos.

Auf den letzten Kilometern hinunter nach Soúgia führt auch diese Straße durch ein hübsches Flusstal. Soúgia ist ein beliebtes Ziel für Individualtouristen, die sich hier allerdings noch nicht allzu sehr auf die Füße treten. Neben reinem Badeurlaub ist die Wanderung nach Lissós oder auch weiter nach Paleóchora zu empfehlen.

Soúgia

Der kleine Badeort Soúgia an der Südküste zwischen Paleochóra und Chóra Sfakíon ist zwar durch eine Straße und auch durch Busverbindungen mit dem übrigen Kreta verbunden, wirkt aber dennoch immer noch ein wenig wie das verlängerte Rückgrat der Welt: ruhig (außer abends, wenn die unvermeidliche Diskos zuschlagen) und ziemlich abgeschieden. In Soúgia wird wildes Zelten bisher noch toleriert (manchmal gibt es zwar Polizeirazzien, aber die haben keine weitergehenden Konsequenzen), wer es bequemer haben will, findet diverse Unterkünfte vor.

Baden
Die Soúgia Bucht ist sehr schön zum Baden, wenn auch kieselig.


Letzten Meldungen zufolge sind im Sommer 2009 an einigen Stränden Kretas Sonnenschirme und Strandliegen verboten, so auch am Strand von Soúgia (mit einer Ausnahme). Die Polizei soll die Einhaltung dieses Verbots stichprobenartig kontrollieren. Unter diesen Umständen wird es wohl auch mit dem wilden Campen schwierig werden.


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Lissós (Ausgrabungen)

Vom Hafen in Soúgia wandert man nach Westen zuerst in ein Flusstal hinein. Mit roten Punkten ist der Weg markiert, auch die Stelle, an der man links den Hang hinaufsteigen muss. Über eine kleine Hochebene erreicht man dann wieder einen Abstieg nach Lissós, der Ausgrabung eines (angeblich) römisch-antiken Heilbades, von dem man nicht mehr so sehr viel erkennt. Archäologen allerdings deuten die hier vorhandenen Reste als Brunnen, Tempel und Badewannen. Der Weg bis Lissós dauert ungefähr eineinhalb Stunden, ist also auch als Ausflug von Soúgia aus (mit anschließender Rückkehr) interessant (aber nicht in Strandsandalen!).

Ab Lissós nach Westen wird die Wanderung noch lohnenswerter. Von den Ausgrabungen aus wendet man sich nordwestlich den Hang hinauf, allerdings nur in die Richtung, in der man von nun an gelbe Punkte findet. Sie sind hier recht versteckt, und so ist dieses Stück fast die einzige Chance auf der Strecke, sich gleich mehrfach zu verlaufen.

Hat man erst einmal das nächste Kap umrundet, sieht man in der Ferne bereits Paleochóra vorgelagert auf einer Halbinsel liegen.
Der folgende immer noch gelb markierte Weg führt nun sehr abwechslungsreich ein Stück hoch über dem Meer entlang, dann hinunter und durch mehrere Buchten, die zum Baden geradezu einladen. Das letzte Stück ist dann weniger schön, da man auf einer Staubpiste entlangläuft, die zu den auch hier vorhandenen Tomatenpflanzungen und Gewächshäusern führt. Insgesamt ist die Strecke von Lissós bis Paleochóra bei nicht allzu strammem Wandertempo in ca. fünf Stunden zu laufen.

Die Wanderung in umgekehrter Richtung, also von Paleochóra über Lissós nach Soúgia finden Sie beschrieben.

Gávdos

Gávdos

Kreta hat mit allerlei Superlativen aufzuwarten, einen aber hat ihr die kleine Nachbarinsel Gávdos voraus: Sie ist der südlichste Punkt Europas.

Man erreicht die kleine Insel von Paleochóra aus mit Booten bzw. kleinen Schiffen, ebenso von Chóra Sfakíon, Agía Rouméli und Soúgia. Die Rückfahrt findet am nächsten Tag statt, wenn das Wetter es erlaubt. Wenn plötzlich heftiger Wind aufkommt, kann man unversehens mehrere Tage auf der Insel festsitzen. Ebenso sind die nur etwa 50 Bewohner der Insel vor allem im Winter oft mehrere Wochen lang von der Außenwelt abgeschnitten. Diese wackelige Verbindung und die damit verbundene Unsicherheit machen Gávdos nicht zu einem bevorzugten Touristenziel. Die Insel ist auf fremde Besucher immer noch auch nur sehr bedingt eingestellt, denn für diejenigen, die trotzdem kommen, reicht die bisherige Bettenkapazität kaum aus.Read More

Agía Rouméli

PicturesOG/ag_roumeli2_gwg.jpgAgía Rouméli am unteren Ende der Samariá-Schlucht lebt allein von den durchwandernden Scharen. Es gibt inzwischen mehrere Tavernen in Agía Rouméli, die alle auch Zimmer vermieten. Leider muss wieder einmal ein „leider“ eingefügt werden: Denn auch hier ist eine irrwitzige Bauwut ausgebrochen: Große und hässliche Betonklötze schießen wie Pilze aus dem Boden. Wer soll das denn alles bewohnen? Eine riesige Solaranlage von über 10.000 qm ist zwar sicher ökologisch sinnvoll, optisch verschandelt sie die Gegend von Kreta aber nachhaltig. Und auch die Preise! Hier nimmt man es von den „Überlebenden“, die froh sind, die Schlucht überstanden zu haben.

Agía Rouméli ist mit der Außenwelt nur durch den Seeweg verbunden, eine Straße hierher gibt es nicht. Den ganzen Tag über verkehren die Fährboote regelmäßig nach Chóra Sfakíon (das letzte um 18 Uhr – wie immer ohne Gewehr, ähhh …), einmal täglich auch über Soúgia nach Paleochóra.

Wandern (durch Schluchten und anderswo)

Wandern wird auf Kreta immer beliebter und das nicht zu Unrecht. Die ganze majestätische Schönheit der kretischen Bergwelt beispielsweise erschließt sich durchs Autofenster nur mangelhaft. Wer durch sie hindurchwandern will, sollte sich aber mit gutem Schuhwerk u.ä. versehen und die absoluten Hochsommermonate Juni bis Ende August besser meiden, denn dann ist es auf Kreta eigentlich viel zu heiß. Am schönsten ist es im Mai, denn dann ist die Insel grün und blumenbewachsen, oder im September, denn dann wird es wieder kühler, wenn sich auch die Flora mehrheitlich nur noch bräunlich verbrannt präsentiert.

Es wird nicht empfohlen, sich ohne einheimischen Führer oder gar ohne Begleiter allzu weit in die Wildnis zu wagen, man verläuft sich zu leicht, und ein falscher Tritt kann möglicherweise den Rückweg ohne Hilfe unmöglich machen. Deshalb also besser immer zu mehreren losziehen (und genügend Wasser mitnehmen, denn viele Quellen kennen und finden nur die Einheimischen).

Dies hier ist zwar kein ausgesprochener Wanderführer, aber eine Reihe von Beschreibungen habe ich natürlich anzubieten.
Zu den Schluchten auf Kreta

  1. Durch die Schlucht Ágio Fárango südlich der Messará-Ebene.
  2. Durch dieSchlucht Agía Iríni nördlich von Soúgia.
  3. Kleine (aber schöne) Wanderung um Doulianá.
  4. Vom Kloster Gouvernéto auf der Halbinsel Akrotíri über das Kloster Katholikó zum Meer (und zurück).
  5. Von Anógia auf den Psilorítis (das Ida-Gebirge).
  6. Von Kamáres aus zur Kamáres-Höhle.
  7. Durch das „Tal der Toten“ bei Káto Zákros.
  8. Von Paleochóra zum Kloster Chryssoskalítissa/Elafonísi.
  9. Von Paleochóra nach Lissós und Soúgia.
  10. Vom Kloster Kapsás in/durch die Perivolákia-Schlucht.
  11. Plakiás – Der „Riverwalk“.
  12. Durch die Roúvas-Schlucht am Südhang des Ida-Gebirges.
  13. Durch die Samariá-Schlucht, die „Mutter aller Wanderungen“.
  14. Durch die Sarakinás-Schlucht im Südosten Kretas.
  15. Von Soúgia nach Lissós und Paleóchora.
  16. Durch die Ímbros-Schlucht zwischen Chóra Sfakíon und Frangokástello im Süden
  17. Durch dieKritsá-Schlucht.
  18. In der Farángi Agíou Antoníou (Schlucht des Heiligen Antonios).
  19. Durch die Ríchtis-Schlucht bei Moulianá im Nordosten.