Réthymnon: Taverne „Fantastico“

Etwa drei Kilometer östlich von Réthymnon zweigt von der „Old Road“ die Straße Richtung Maroulás ab. Etwa einen Kilometer oberhalb hinter dem Ort weist ein auffälliges Schild auf die Taverne „Fantastico“ hin.

Vom Lokal aus bietet sich wirklich ein phantastischer Blick auf den über 16 Kilometer langen Strand von Réthymnon. Und wenn die Sonne untergeht, tut sie dies scheinbar genau im Hafenbecken der Stadt. Über der Prassánes-Schlucht, einem gewaltigen Einschnitt in der Bergkette kreisen stundenlang ohne einen Flügelschlag neun gewaltige Raubvögel. Es ist nicht zu erkennen, ob es Adler oder Geier sind.

Und wir sitzen da und genießen die Ruhe und den Ausblick, während auch der Magen bestens zu seinem Recht kommt. Die freundliche Familie, die das Lokal betreibt, verwöhnt uns nach allen Regeln der Kunst.

Von Christoph Halbey

Pitsídia: Taverne „Mystical View“

Im Süden Zentralkretas, zwischen den Ortschaften Pitsidia und Matala befindet sich eine Taverne mit dem erwartungsschwangeren Namen „Mystical View“. Man findet sie recht einfach:
Man verlässt Pitsidia auf der Hauptstraße in Richtung Matala. Die Straße steigt dort leicht bergan. Etwa 1,5 Kilometer hinter dem Ortsausgang steht auf der Anhöhe hinter einer Kuppe ein Hinweisschild auf die Taverne. Man biegt nach rechts auf den unbefestigten Weg ab, der einen nach wenigen Metern zum Ziel führt (es ist die hintere Taverne!).

Sie liegt direkt an der Klippe hoch über dem Strand von Kommós. Es eröffnet sich ein traumhafter Blick über die Golf von Messará und die Gegend um Agía Galíni. Über allem thront erhaben das Ida-Massiv. Bei klarem Wetter sind im Westen die bis weit in den Juni schneebedeckten Gipfel der Lefka Ori, der Weißen Berge, zu erkennen.

Man sollte noch bei Tageslicht anreisen und den Tag in die Nacht dämmern lassen: Das Tageslicht garantiert die Fernsicht und die Orientierung, die Dämmerung bietet ein einzigartiges Farbenspiel. Das (für uns) eigentliche Highlight erwartet den Besucher dann in der Dunkelheit: Der Blick auf die funkelnden Bergdörfer in den südlichen Abhängen des Ida-Gebirges ist schlichtweg atemberaubend! Im Vordergrund grüßt Agía Galíni mit seinen Lichtern. Wenn man das Glück hat, diese Szenerie bei Vollmond zu erleben, möchte man gar nicht mehr von hier fort!

Leider ist die Taverne selbst in den letzten Jahren ständig ausgebaut und modernisiert worden, was ihrem urigen Charme aus unserer Sicht nicht eben zuträglich war. Den einmaligen Blick muss man beim Testen der guten Küche nicht extra bezahlen, die Preise entsprechen denen einer typisch kretischen Landtaverne. Ein Abend auf der Terrasse ist ein unvergessliches Erlebnis und besonders Hochzeitsreisenden und Frischverliebten zu empfehlen!

Von Roger Möckel

Kournás: Taverne „Kalí Kardhiá“

Ein paar Kilometer oberhalb des Kournás-Sees südlich von Georgioúpolis liegt das eigentliche Dorf Kournás. Und hier gibt es einen guten Tipp für all jene, die gerne gut essen: Kommt man vom See aus in das Dorf hinein, liegt im Inneren einer Linkskurve ziemlich weit oben das Lokal mit dem Namen „I Kalí Kardhiá“ (= Das gute Herz), dessen Inhaber Konstantínos Agapinákis und seine Töchter ihre Spezialitäten auf dem Grill vor dem Haus an der Straße zubereiten.

Diese Spezialitäten sind vor allen Dingen die hausgemachten Würstchen (!) und „Apáki“, geräuchertes Schweinefleisch. Als Ergänzung dazu schmeckt besonders der hauseigene Salat, der hier besonders reichhaltig und schmackhaft angerichtet wird. Wer hier hinauf kommt, darf an diesem Lokal eigentlich nicht einfach nur vorbeifahren und muß außerdem einen ordentlichen Appetit mitbringen!

Keratókambos: Im „Lyvikon“ bei Manólis

Keratókambos ist nicht mehr so abgeschieden wie ehedem, spätestens seit die Straße hinunter asphaltiert ist.

PicturesKJ/kerato_manoli2.jpgDirekt an der Kirche liegen zwei Tavernen, eine davon ist das „Lyvikon“ von Manólis. Hier sitzt man herrlich direkt am Meer, welches meist sanft vor der Terrasse vor und zurück rollt. Ebenso beruhigend wie dieses gleichmäßige Geräusch ist der Wirt, den einfach nichts aus der Ruhe bringt. Und dabei hat er fast immer ein kleines verschmitztes Lächeln im Gesicht.

Das Essen, welches er serviert, ist außerdem auch noch erstklassig. Und wenn Manólis jemanden ins Herz geschlossen hat, muss derjenige aufpassen, dass er bei der Rechnung nicht im positiven Sinne „über’s Ohr gehauen wird“ (d.h. zu Manolis‘ Ungunsten!!!).

Kentrochóri: Taverna „Agamemnon“

Fährt man von Spíli Richtung Agía Galíni, zweigt etwa 6 Kilometer hinter Spili nach links eine kleine Straße zur Taverna Agamemnon am Rand des Örtchens Kentrochori ab.

Hier sind alle gut aufgehoben, die auf Trubel und bebilderte, 3-sprachige Speisekarten gut verzichten können. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick ins Grüne und innen sitzt es sich im Winter oder an kälteren Tagen gemütlich und warm. Die Taverna ist ganzjährig geöffnet. Es sind hier viele Kreter anzutreffen, im Sommer kommen aber auch schon einige Touristen hierher, die die noch ursprüngliche Atmosphäre zu schätzen wissen.

Agamemnon und seine Frau Ourania freuen sich sehr, wenn ein Gast der griechischen Sprache etwas mächtig ist, bemühen sich aber ansonsten mit Händen, Füßen, in die Küche schleppen, ein paar Bröckchen Englisch und der typischen kretischen Herzlichkeit, alles möglich zu machen, was der Gast wünscht.

Als erstes kommt das obligatorische Fläschchen Raki auf den Tisch, dann beugt man sich am besten den Empfehlungen von Agamemnon (ich bin jedes Jahr mehrmals dort und habe noch nie eine Speisekarte benötigt).

Sehr lecker sind die Schnecken (Kochlí), Chórta gemischt mit Zucchini und Bohnen, Lammkoteletts, das Hühnchen und – nicht immer vorrätig – die Ziege aus dem Ofen! Am besten von allem etwas bestellen – lígo ap’óla – und alles zusammen – óla masí – auf den Tisch. Auch der Hauswein ist nicht zu verachten.

Und wenn man denkt, man kriegt keinen Bissen mehr runter, zaubert Agamemnons Frau Ourania meist noch eine leckere Nachspeise herbei, die dann doch noch ein Plätzchen im Magen findet.

Von Gabi Moosegger

Kalýves: Taverne „Kianí Ákti“ (= „Blue Beach“)

Die Taverne von Níkos Vlamákis liegt am Ausgang der Soúda-Bucht westlich von Kalýves am Strand. Ich kenne sie seit nunmehr 38 Jahren, der heutige Inhaber war damals etwa 5 Jahre alt.

Seinerzeit aß ich hier morgens meine erste Portion Féta mit Oliven und trank meinen ersten Wein auf Kreta, während die Sonne aufging. Und ich habe mich unwiderruflich in diesen Ort (und im Anschluss daran in die ganze Insel) verliebt.

Seitdem hat sich hier nicht viel verändert (mal abgesehen davon, dass das alte Schilfdach einem neuen festen Dach weichen musste, aber so ist das nun mal), und wenn, dann nur zum Besseren, falls das überhaupt möglich war.

Die Taverne liegt direkt am Strand, nur durch den hier endenden Fahrweg von ihm getrennt. Ein hier ins Meer mündender Süßwasserfluß (der „Kiloiáris Potamós“), der das ganze Jahr über Wasser führt, erhöht das Badevergnügen.

Ich habe ohne Übertreibung hier hunderte Male gegessen und war immer zufrieden! Aus dem gleichen Grunde ist das Lokal bei den Einheimischen sehr beliebt, die mittags zum Baden und Essen, abends nur zum Essen kommen. Touristen sind hier immer noch eher selten, da es keine großartige Ausschilderung gibt, schon gar nicht von der „New Road“ zwischen Chaniá und Réthymnon, also ist man leicht vorbeigerauscht.

Der Zufahrtsweg zweigt unterhalb des Forts „Izzedine“ zwischen Kalámi und Kalýves von der alten (!) Straße ab. Immer geradeaus bis zum Ende des Weges und man ist da. (KK)

Pitsídia / Komós-Strand

Pitsídia ist ein schönes (ein sehr schönes!) Binnendorf in der Messará-Ebene zwischen Festós und Mátala. Für viele ehemalige Fans von Mátala ist es längst ein mehr als gutes „Ausweichquartier“ geworden, was allerdings zur Folge hat, dass auch Pitsídia längst nicht mehr so ganz ruhig ist, sondern sich ebenfalls dankbar der Touristen annimmt. Die Preise sind hier aber durchweg etwas niedriger.

Baden
PicturesOG/Komos02_vk.jpgZum Strand von Komós biegt man mit dem Auto etwa in Ortsmitte von Pitsídia rechts (wenn man von Festós kommt) ab, ausgeschildert „Komós Beach“), fährt danach aber nicht die Steigung hoch, sondern biegt gleich wieder links ab. Die Straße ist bis auf die letzten paar hundert Meter asphaltiert. Hinter dem Strand gibt es einen zwar unebenen, aber benutzbaren Parkplatz, auf dem Strand selbst inzwischen auch die üblichen Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Außer der Taverne am Südende der Bucht am Strand gibt es auch noch eine „Kantina“ mit Fast Food und gekühlten Getränken. Der Strand ist grobsandig, leider gibt es direkt unterhalb des Parkplatzes eine ganze Menge flacher großer Steinplatten, die das Baden bei unruhigem Meer nicht erleichtern. Weiter südlich ist es angenehmer bzw. bequemer.Read More

Mália

Mália ist das absolute Nonplusultra an touristischer Erschließung, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Ein Ort, den ich am liebsten ganz verschwiegen hätte, aber es gibt mehrere Gründe, warum das nicht geht – die Ausgrabungen des minoischen Palastes unweit des Ortes sind nur einer davon, wie Sie feststellen werden. Kritische Worte sind aber meines Erachtens nach absolut notwendig.

Vor knapp 25 Jahren stand hier noch ein kleines Straßendorf mit einer Stichstraße zum Meer hinunter, die über freies Feld führte. Zwei Hotels gab es unten am Strand, ich erinnere mich noch sehr gut daran. Nicht zuletzt dank dieses wirklich schönen Strandes und der kurzen Transferzeit von Iráklion hierher hat sich der Ort allerdings schnell zu einem der absoluten Zentren des pauschalen Tourismus entwickelt. Und wem es mehr oder weniger gleichgültig ist, welche Sonne seinen Bauch oder Busen bräunt, und wer darüber hinaus auf eine vielseitige Möglichkeit der Abendunterhaltung wert legt, der ist in Mália wahrscheinlich sogar gut aufgehoben, vor allen Dingen, wenn er Engländer ist. Denn diese haben den Ort recht fest in Beschlag genommen, allerdings nicht die angenehmen, die man anderswo treffen kann, sondern nur eine sehr spezielle Klientel, der es offensichtlich um Alkohol- und Drogenkonsum und Krawall ankommt, sorry!Read More

Maláxa

Maláxa ist ein nettes Bergdorf oberhalb von Chaniá. Man folge der ausgeschilderten (alten) Ausfallstraße aus Chaniá Richtung Réthymnon, kurz vor dem Ortsausgang ist die asphaltierte Strecke zum Dorf Maláxa (rechts) ausgeschildert.
Maláxa hatte noch bis vor einigen Jahren keinen Anschluss ans Trinkwassernetz (wie die meisten Bergdörfer) und leidet wie viele andere unter dem Problem der Landflucht der jüngeren Leute. Inzwischen aber sind mit der Wasserleitung auch neue Bewohner gekommen, man sieht, dass an den Häusern etwas getan wurde und wird.Read More

Loutró

Das kleine Fischerdorf liegt abgeschieden und malerisch an einer kleinen Bucht zwischen hohen Felsen. Keine Straße verbindet es (bisher) mit der Außenwelt, eine solche ist aber in Arbeit. Sie führt westlich von Anópolis bereits ein Stück hinunter. Es wird sicherlich aber nicht gelingen, diese Straße ganz bis nach Loutró hinein weiterzuführen, sonst müssten schon mehr als massive Eingriffe in die Geologie stattfinden. Leider ist den Kretern auch das zuzutrauen. Bis jetzt verbinden nur die Boote nach Agía Rouméli und Chóra Sfakíon mehrmals täglich das Dorf mit der Außenwelt.

PicturesOG/Loutro_wn.jpgDoch selbst hier hat sich durchaus bereits eine touristische Infrastruktur gebildet, da im Sommer inzwischen eine ganze Menge Besucher kommen, die gerade diese Abgeschiedenheit suchen (und sie hier auch finden).Read More