Volkskunst

Produkte der kretischen Volkskunst sind vor allen Dingen Teppiche und Decken mit Ornamenten und naiven Darstellungen mythologischer Motive oder Schafwollpullover, Lederwaren und das berühmte „Mávro mantíli“, das schwarze Tuch, das ältere kretische Männer auch heute noch um den Kopf geschlungen tragen.

PicturesOG/hochzeitsbrote.jpgBesonders in Réthymnon sieht man die „Hochzeits- oder Geschenkbrote“. Dies sind runde oder ringförmige Brote mit allerlei daraufgebackenen Verzierungen, sie sind zum Essen nicht nur zu schade, sondern auch gar nicht dafür gedacht und geeignet. Sie dienen einzig und allein als Geschenke zu diversen Anlässen (die Hochzeit ist nur einer davon) oder als Mitbringsel der Touristen für die Lieben daheim.
Hebt man sie allerdings zu lange auf, nistet gern Ungeziefer darin…

Verhalten im Lande

Dann und wann habe ich Dinge erlebt, von denen ich mich mit Grausen abwenden musste, und deshalb seien ein paar Worte zu diesem Thema erlaubt.

So nicht: Während die soeben gelandete Touristenschar am Band auf das Gepäck wartet, entledigt sich eine jüngere (zugegeben attraktive) Reisende ihrer Jeans (direkt neben dem Gepäckband). Der Slip ist allerdings ein Bikinihöschen, in dem sie dann später dem Bus zustrebt.

So auch nicht: Ein mit griechischen Familien (!) belebter Badestrand – zwei junge Männer entledigen sich sämtlicher Kleidungsstücke und bewegen sich fortan adamsmäßig – trotz missbilligender Blicke umsitzender griechischer Familienmütter und -omas (2. Akt übrigens: Sie kriegten tatsächlich Prügel!)

Und so schon gar nicht: Griechenland-Reisende erhalten in einem Reiseführer den Tipp, Griechenland sei ein gastfreundliches Land und hier könne man so billig reisen wie nirgendwo, man könne sich prächtig durchschnorren.Read More

Unterhaltung

Die ursprünglichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind auf Kreta vor allen Dingen in kleineren Orten und Dörfern alles andere als vielfältig. Die Lieblingsbeschäftigung der Einheimischen besteht aus dem abendlichen Spaziergang, der „Vólta“, dem Essen, Trinken, Sitzen und Schauen – und natürlich auf dem Dorf dem „Gléndi“, dem Dorffest, bzw. in den größeren Orten dem „Kéntro“, dem Lokal mit Live-Musik von Lýra und Laoúto.

Wohl vom griechischen Festland importiert sind die „Bousoúkia“, Nachtlokale (es geht erst gegen Mitternacht richtig los) mit Live-Musik, hier aber mit moderneren Ensembles. Wie der Name schon sagt, das Bousoúki fehlt nie. Read More

Umweltbewusstsein

Nicht ohne Veranlassung sind wir Mitteleuropäer in den letzten Jahren immer stärker sensibilisiert worden für die Probleme, die die Menschen ihrer Umwelt bereiten, und damit natürlich auch sich selbst. So erstaunt es uns immer wieder, dass die Südländer, die doch meist ländlich lebend viel eher ein engeres Verhältnis zur Natur haben müssten als wir urbanen Ignoranten, genau eben das nicht haben.

Sie brauchten das vermutlich früher auch nicht. Die Abfälle waren immer organischer Natur und die Verpackungsmaterialien ausschließlich Papiertüten. Eine funktionierende Müllabfuhr war deshalb nicht vonnöten: Man warf den ganzen Kram einfach irgendwo einen Hang hinunter, in kürzester Zeit war alles verrottet und sorgte sogar noch für Düngung.Read More

Paréa

Paréa – Was ist das?
Übersetzen wir es einmal wörtlich, so finden wir da Worte wie Freundeskreis, Gesellschaft oder Clique. Ich will mal versuchen, mich dem Begriff etwas anzunähern, so gut ich das als „außenstehender Deutscher“ überhaupt kann.

Eine Paréa ist z.B. eine Gesellschaft, die abends zusammen essen geht. Die Großfamilie, die Freunde und Nachbarn, alle zusammen, je mehr, desto besser (man geht als Grieche eben nicht gern allein essen), bezahlt wird natürlich nicht getrennt, sondern entweder von einem oder von mehreren, die locker zusammenschmeißen. Man ist fröhlich, laut und chaotisch und genießt das Beisammensein, ein immer noch wesentlicher Faktor in Griechenland.Read More

Musik und Tanz

Das, was man hierzulande als griechische „Folklore“ gerne vorgesetzt bekommt (sei es nun die Musik des ansonsten zu Recht verehrten Theodorákis oder irgendein Belcanto knödelndes Männerterzett), hat mit ihr wenig zu tun. Ebensowenig ist das Bousoúki ein griechisches Volksmusikinstrument (siehe da!), auch der Sirtáki (bzw. das, was uns Anthony Quinn als Aléxis Sorbás auf kretischem Strand vorführt) ist kein Volkstanz.

Die griechische Volksmusik stützt sich auf Blas-, Zupf- und Schlaginstrumente wie Flöten, Klarinetten, Dudelsäcke, Lauten, Fiedeln und aller Art Trommeln und Tambourins.Read More

LIDL-Märkte auf Kreta

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Benötigen Sie weitere Infos zu  Lidl auf Kreta?

Nicht jeden wird diese Information brennend interessieren, aber da doch öfter auch danach gefragt wird, bitte sehr:
LIDLs gibt es in/bei
Ágios Nikólaos – Agios Nikolaos 721 00, Griechenland

Lidl Chaniá – Profiti Ilia, Chalepa 731 33,
Lidl Chaniá – Leoforos Mournion 53,
Lidl Chaniá – Ag.  Apostolon, Chania 731 00

Ierápetra – 5,, Kon/nou Karamanli, Ierapetra 722 00,

Iráklion – Machis Kritis 10, Iraklio 713 03, Griechenland
Iráklion – Gazi Irakliou 714 14, Griechenland
Iráklion – Lisistratis, Iraklio 713 04, Griechenland

Míres

Plataniás

Réthymnon

Sitía

Ich werde selbst dort wohl niemals einkaufen, es gibt genug einheimische große und kleine „Super Markets“, denen ich mich mehr zugetan fühle. Für auf Kreta lebende ausländische Residenten mag es aber schon sehr schön sein und natürlich auch für Kreter… jedem das Seine.

Übersicht – Kreta Klaus

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Kinder auf Kreta

Ich bin mehr als ein Jahrzehnt lang nach Kreta gefahren, ohne ein Kind dabei zu haben. Dann etwa 15 Jahre mit einem bzw. zwei solchen (inzwischen sind sie zu alt und ich/wir fahre(n) wieder alleine) und habe in diesen Jahren die Kreter noch einmal ganz neu kennengelernt. Und wenn ich sie nicht schon vorher gemocht hätte, jetzt ganz bestimmt.

Reisen mit Kindern ist auf Kreta wie in ganz Griechenland schlicht eine wahre Freude, denn die Kreter reagieren auf eigene wie auf fremde Kinder ganz anders, als wir das hierzulande (leider) gewohnt sind. Read More

Unterkunft

Gehörte es noch vor 20 bis 30 Jahren zu den besonderen Tips, Klöster seien als Herberge zum Übernachten sehr gut geeignet, so ist heute das Gastgewerbe auf Kreta wesentlich professionalisierter. Unterkünfte und „rent rooms“ finden sich in jedem Dorf, und wenn nicht, dann ist Gastfreundschaft noch in Reinkultur zu erleben, immer noch wird manchmal für den Fremden das eigene Schlafzimmer geräumt. Aber natürlich ist es in den heutigen Zeiten mehr als selten geworden, und es muss ja auch nicht sein.
Deshalb seien im folgenden mehr die „offiziellen“ Unterkunftsmöglichkeiten angesprochen.Read More

Geographie und Klima

Kreta trennt einerseits die Ägäis vom Lybischen Meer wie ein langgestreckter Riegel ab. Die Insel ist ca. 250 km lang, aber nur zwischen 60 und 12 KM breit. Andererseits bildet Kreta das Bindeglied einer gebirgigen Landbrücke zwischen der Peloponnes und dem südwestlichen Kleinasien.

PicturesOG/chora_sweet_gwg.jpgDer Charakter der Insel wird durch ihre zahlreichen größeren und kleineren Gebirgszüge bestimmt, sie ist trotz ihrer relativen Größe nicht weiträumig, sondern verschachtelt und unzugänglich, was es den jeweiligen Besitzern bzw. Besatzern um so schwerer machte, sie völlig zu beherrschen. Besonders die Sfakiá und die „Lefká Óri“, die Weißen Berge, sind sehr unzugänglich (gewesen, denn heute führen natürlich recht gute Straßen hinein).

Vier große Gebirgszüge bestimmen Kreta: Von Westen nach Osten sind das die Lefká Óri, das Ida-Gebirge mit dem Psilorítis als höchstem Gipfel, das Díkte-Gebirge und der Aféndis Kavoússi, das kleinste der vier großen Massive. Doch darüber hinaus ist auch die gesamte andere kretische Landschaft von Gebirgen bestimmt. In diese eingebettet findet man zahlreiche Hochebenen („oropédia“) wie die Omalós-Ebene in den Weißen Bergen, die Nída-Hochebene im Ida-Gebirge, die Lassíthi-Hochebene im Díkte-Gebirge und viele andere kleinere. Als fruchtbare Tiefebene gibt es nur im zentralen Süden die Messará, die aber wiederum nach Süden durch einen Gebirgszug, die Asteroússia-Berge, vom Meer getrennt wird.

So wie jeder der großen Gebirgszüge anders aussieht, so vielfältig ist Kretas Landschaft allgemein, eigentlich kann man jede Landschaftsform des Mittelmeerraums irgendwo auch auf der Insel finden. Wenn man verallgemeinern darf, so kann man sagen, daß Kreta von Westen nach Osten immer weniger grün, immer schroffer und verkarsteter wird. Wer z.B. abends in Chaniá einschläft und morgens in Sitía wach wird (theoretisch, denn es gibt keine Eisenbahn mit Schlafwagen), wird im ersten Moment kaum glauben, dass er sich immer noch auf derselben Insel befindet.

Kreta war früher stark bewaldet und grün. Dass das nicht mehr so ist, ist dem jahrhundertelangen Raubbau an den kretischen Holzbeständen schon im Altertum zu verdanken. Der Grundwasserspiegel sank, und der Wiederaufforstung, so sehr sie auch vielerorts angestrebt wird, widersetzen sich bisher erfolgreich die überall frei herumlaufenden Ziegen, die alles Grüne mit Begeisterung verzehren. Eine echte Lösung des Problems ist nicht in Sicht.

PicturesOG/Landschaft_ww.jpgAuch die Nord- und Südküste Kretas unterscheiden sich erheblich: Im Norden fallen die Berge relativ sanft zum Meer hin ab und bieten somit reichlich Siedlungsraum (nicht umsonst liegen praktisch alle größeren Orte Kretas an der Nordküste) und z.T. lange weitläufige Sandstrände (die wiederum für eine Konzentration der Pauschaltourismusindustrie im Norden sorgen), im Süden geht es meist steil hinab ins Meer. Read More