Chandrás

Der Ort Chandrás gab der südöstliche von Sitía gelegenen Hochebene seinen Namen. Die Ebene ist eines der Weinbauzentren der Insel mit Schwerpunkt auf derProduktion von Sultaninen. Ebenso wie im Gebiet südlich von Iráklion/Archánes kann man hier im Sommer überall die zum Trocknen ausgelegten oder aufgehängten Trauben sehen. Wehe, wenn es dann regnet …

Die Ebene wirkt ein bisschen wie ein „kleiner Bruder“ der Lassíthi-Hochebene, denn hier stehen (auch) noch Windmühlen – aber auch viele moderne große Windräder.

Essen und Trinken
Eigentlich ist die „Kafeteria Kamara“ nur ein besseres „Fastfoudádiko“ (ein Schnellimbiss). Sie liegt am kleinen Dorfplatz und sieht auf den ersten Blick auch nur bedingt einladend aus. Doch der Schein trügt. Alles, was es gibt (kleine Souvlákia, Tsatzíki, Patátes, Bauernsalat etc. – also eben auch nur eine beschränkte Auswahl), ist von weitaus besserer Qualität, als man vermuten könnte. Die Zutaten zum Bauernsalat sind extrem schmackhaft, das Tsatzíki garantiert nicht aus dem Eimer, sondern hausgemacht und mit ein wenig Olivenöl extra angerichtet und die Souvlákia haben genau den richtigen Fettanteil, der sie saftig schmecken lässt. Also ein erfreuliches Beispiel für „mehr sein als scheinen“!

Von Chandrás aus lohnt ein Abstecher in das unweit gelegene verlassene mittelalterliche Dorf  Voilá, nach Etiá oder nach Zíros. Oder man fährt hinunter nach Xerókambos, eine Tour, die schon wegen der bombastischen Ausblicke lohnenswert ist.

Xerókambos

Der abgelegene Weiler liegt an der äußersten Südostecke von Kreta und ist ausschließlich mit eigenem (oder gemieteten) Fahrzeug zu erreichen.

PicturesOG/xerokambos-schlucht2_gwg2.jpgKurz hinter Áno Zákros biegt man rechts von der Straße nach Káto Zákros ab, es sind von hier aus auf inzwischen fertiggestellter Asphaltstraße ca. 11 Kilometer. Landschaftlich ist die Strecke zumindest im zweiten Teil sehr interessant, vor allen Dingen wegen einer links der Straße verlaufenden Schlucht. Vielleicht laufen alle Beifahrer da mal eben durch, der Fahrer kann sie dann in Xerókambos wieder einsammeln.

Alternativ erreicht man Xerókambos über Chándras und Zíros von Nordwesten aus. Auch diese Strecke ist durchgehend asphaltiert und lohnt schon wegen der überwältigenden Ausblicke.

Das Dorf liegt etwa 1 Kilometer vom Strand entfernt und ist als Ort eher eine verstreute als besonders reizvolle Ansiedlung. Der Strand hingegen ist eine Offenbarung, flachfelsige Küste mit feinsandigen Buchten dazwischen. Einen schöneren Sandstrand gibt es auf Kreta kaum (vielleicht bei Elafonísi, aber der ist im Gegensatz zu hier sehr bevölkert). Allerdings ist der Strand leider schattenlos.

PicturesOG/xerokambos5_gwg2.jpgÜbrigens: Seit die Straße fertig asphaltiert ist, ist eine ziemlich heftige Bautätigkeit in Xerókambos ausgebrochen. Viele Griechen vom Festland ziehen ihre Villen hoch. Ein dicker Hotelkomplex ist auch geplant bzw. schon in der Mache. Außerdem hat sich die „Streusiedlung“ inzwischen auch in die westlich gelegene Nachbarbucht ausgebreitet. Xerókambos weiterlesen

Zíros

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Kleines Landstädtchen Zíros im äußersten Südosten der Insel, welches von Landwirtschaft (vor allen Dingen Weinbau) und Viehzucht lebt. Es liegt auf der Hochebene von Chandrás über dem Libyschen Meer an der Straße von Xerókambos nach Sitía.

Sehenswert
Die beiden Kirchen des Ortes oder (etwas profaner) die Weinfabrik „Oikonomou“.
In der Nähe von Chandrás das verlassene Dorf  Voilá.

Öffentliche Verkehrsmittel
2 x täglich Busverbindung mit Sitía (samstags und sonntags nicht, da der Bus wohl hauptsächlich zum Transport der Schulkinder dient).

Voilá

Voilá– Verlassenes mittelalterliches Dorf etwa 1 Kilometer entfernt von Chandrás in der gleichnamigen Hochebene ganz im Osten. Beeindruckende Lage und u. a. ein venezianischer Wohnturm. Nur wenige Besucher, man hat oft oder gar meist das ganze Dorf Voilá für sich.

In der Kapelle des Ágios Geórgios kann man – sofern nicht verschlossen – nicht besonders gut erhaltene Fresken sehen. Sehenswert ist außerdem ein türkischer Brunnen, aus dem immer noch Wasser fließt.

Die nicht asphaltierte Zufahrt zu Voilá ist von Chandrás ausgeschildert. Auch von Zíros aus ist ein Ausflug lohnenswert, es sind ja nur ein paar Kilometer.