Jorgos kommt pünktlich um 8 Uhr, um mich zum Flughafen zu bringen. Von hier aus sind es nicht einmal 10 Minuten. Da wir ja gestern Abend länger unseren Abschied „gefeiert“ haben, geht es heute wieder ruckzuck. Erstens schaut einer der allgegenwärtigen Polizisten sofort grimmig, als Jorgos direkt vor der Abfertigungshalle stoppt, und zweitens sieht man sich ja noch mal im Leben.
Drinnen herrscht das übliche Gedränge, aber ich habe es schon zehnmal schlimmer erlebt. Dennoch ärgert mich insgeheim, dass es immer wieder genug Leute gibt, die sich unter Einsatz spitzer Kofferecken „unauffällig“ nach vorne schmuggeln wollen. Bin ich zu deutsch? Einige Leute mit Sonnenbrand grüßen mich, sie waren auch in der Maschine hierher.
Nach dem Einchecken schnell noch der obligatorische Einkauf im Duty-Free-Shop, Zigaretten und den guten Jubel-Metaxas für meinen Bruder (ca. 40 Mark). Auch mein üblicher Trick wird nicht vergessen: Ein Six-Pack Bier im Shop kostet etwa einen Tausender, ein einziges 0,33er Bier unten in der Wartehalle 700! Es hat sich noch nie einer daran gestört, dass ich eine Dose aufgemacht habe. Einem Bekannten vom Hinflug biete ich eine an. Wir müssen schnell trinken, denn da wird schon unser Flug aufgerufen. Die Organisation heute ist ja beinahe phänomenal.
Auch der Flug vergeht wie im selben, ebenso wie die Abfertigung in Köln. Und zum guten Schluss vergesse ich im Taxi die Duty-Free-Tüte mit dem Kognak und den Zigaretten, weil ich es beim Aussteigen wegen des strömenden Regens eilig habe. Drei Stunden später bringt der kölsche Taxi-Fahrer sie bei mir zu Hause vorbei. Zum Glück kann einem so etwas durchaus nicht nur in Griechenland passieren! Woher er wusste, zu welchem seiner Fahrgäste die Tüte gehörte, ist ja wohl selbstverständlich *ggg.
Ende – auch ich fand es zu kurz!