Im Dorf Týlissos an der Straße von Iráklion nach Anógia (etwa 15 Kilometer von Iráklion, etwa 19 Kilometer von Anógia) sind Ausgrabungen minoischer Häuser zu besichtigen (am Ortseingang von Iráklion aus der Beschilderung links zu Fuß folgen). Sie wurden Anfang dieses Jahrhunderts gefunden und ausgegraben, die meisten Funde von hier sind heute im Archäologischen Museum in Iráklion im Saal VII ausgestellt, weil sie hier wahrscheinlich geklaut würden.
Es handelt sich um drei Feudalvillen (ca. 1600 v. Chr.), die zwar zusammenhängen, aber getrennte Wohnungen darstellen. Im Parterre befanden sich Magazine und Kulträume, die Wohnungen darüber. Man vermutet, dass hier früher eine größere Siedlung gelegen hat, die wohl eine der ältesten der Insel war.
Solche Feudalvillen kommen in ihrem Luxus und ihren Ausmaßen den Palästen schon nahe, sie lagen gewöhnlich weit auseinander und gelten als die Häuser höherer Verwaltungsbeamter (ja, so was gab es auch schon damals). Diese einsam liegenden und ungeschützten Anlagen erhärten die Vermutung, dass im minoischen Reich nicht nur äußerer Friede, sondern auch „innere Sicherheit“ herrschten.
Die Ausgrabungen sind täglich von 9 bis 15.30 Uhr geöffnet, sonntags nur von 10 bis 15 Uhr.
Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse von Iráklion nach Anógia und zurück halten hier (6 x täglich, sonntags nur 2 x).