Kloster Kalivianí

PicturesOG/kaliviani2.jpgDas große Kloster liegt in der Messará-Ebene direkt an der Hauptstraße zwischen Míres und Timbáki (3-4 Kilometer von Míres entfernt). Viele Klöster leiden ja nicht nur auf Kreta sehr unter „Nachwuchsmangel“, dieses hier keineswegs, sondern hat sich vielen sozialen Aufgaben gewidmet, z. B. findet sich in der weitläufigen Anlage mit ihrer reichhaltigen Blumen- und Pflanzenwelt ein Waisenhaus, ein Krankenhaus mit Altersheim, ein Mädchenpensionat. Außerdem klostereigene Werkstätten für Web- und sonstige Handarbeiten, in denen unterrichtet wird und deren Erzeugnisse man auch kaufen kann.

Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse zwischen Iráklion, Timbáki, Mátala und Agía Galíni halten bei Bedarf.

Dríros (Ausgrabungen)

Dríros (Ausgrabungen)

Die Ausgrabungen des antiken Dríros liegen etwa 3 Kilometer nordöstlich von Neápolisim Osten der Insel  (man nehme die alte Straße Richtung Kouroúnes und Nofaliás, ein Stück nach Unterquerung der „New Road“ geht es rechts ab).

Dríros war eine der bedeutendsten dorischen Städte Kretas. Die Ausgrabungen lassen einen Marktplatz, ein Heiligtum und sonstige Gebäude erkennen. Einige kleinere Statuetten, die hier gefunden wurden, befinden sich heute im Archäologischen Museum von Iráklion.

Áno Zákros

Áno Zákros

„Binnendorf“ im äußersten Osten Kretas. Von Palékastro sind es auf kurvenreicher asphaltierter Straße ca. 17 Kilometer durch die ostkretischen Berge. Die Landschaft wird immer karger und gleichzeitig atemberaubender. Die wenigen Dörfer an der Straße wirken fast ausgestorben. Auffällig der rote Farbton der Erde rechts und links der Straße. Ich habe versucht herauszubekommen, was diesen Farbton verursacht: Es ist ein Mineral namens „Jolífa“ (so nennen es die Einheimischen), niemand aber konnte mir bisher verraten, wie ich dieses ins allgemeine Griechisch oder gar ins Deutsche übersetzen könnte. „Áno Zákros“ weiterlesen

Vái

PicturesOG/vai1_gwg2.jpgDer Palmenhain von Vái im äußersten Osten Kretas zählt zu den bekanntesten und am meisten fotografisch abgebildeten Plätzen der Insel. Der Legende nach wurde dieser Palmenhain unabsichtlich von arabischen Seeräubern angelegt, die hier auf Kreta anlegten, Datteln kauten und die Kerne in den Sand spuckten, wo sie wurzelten und zu Bäumen wurden. Mehr als eine Legende ist diese Geschichte aber nicht, denn Botaniker bezeichnen diese Art der Dattelpalme nicht als Importgewächs, sondern als einheimische und nur auf Kreta vorkommende Pflanze. Oder sollten auch an der Mündung des Megalopotamós arabische Seeräuber gelandet sein? Das zumindest wäre eine neue Entdeckung!

Der Palmenstrand von Vái ist jedenfalls ein sehr hübsches Fleckchen Erde, dessen Entdeckung durch die ersten Rucksackler schon schnell viel fahrendes Volk anzog (mich selbst 1971 das erste Mal, und ich war begeistert!). Der Strand und auch der Palmenhain von Vái verdreckten leider durch viele wilde Camper und Strandschläfer (und „Wildk…“) völlig, bis vor mehreren Jahren die kretischen Behörden reagierten: Sie zäunten den größten Teil des Palmenwaldes in Vái ein und erklärten ihn zum Naturschutzgebiet – Betreten verboten.

PicturesOG/vai2_gwg2.jpgDer Strand und der kleine weiterhin betretbare Teil des Palmenhains darf heutzutage nur von 7 Uhr morgens bis 21 Uhr abends betreten werden. Übernachten oder gar Campen ist verboten! Abends wird der Strand im wahrsten Sinne des Wortes „geschlossen“. Das ist auch ganz gut so (auch wenn man grundsätzlich gegen restriktive Maßnahmen aller Art ist und sein darf!), denn so – und leider nur so – konnte die Schönheit dieses Fleckchens Erde gerettet werden. Für Vái war es wirklich 5 vor 12!

Trotz dieser Einschränkungen hat Vái augenscheinlich seine Anziehungskraft nicht verloren, hier ist immer reichlich was los, auch wenn sich die Klientel sehr verändert hat. Ein Restaurant hat sich rechts am Hang eingerichtet. Trotz der relativen Monopolstellung des „Estiatório Vái“ von Antónis Kalambókis (denn die nicht weit entfernte Snack-Bar am Strand stellt eine ziemliche Zumutung dar) sind die Preise normaler Durchschnitt und die Essensqualität erstaunlich gut. Beim Essen bietet sich zudem ein schöner Blick über die Bucht gratis.

Vor allem mittags fahren hier viele Reisebusse der „Eastern-Crete-in-5-Hours-Touren“ (die heißen natürlich nicht wirklich so) vor und speien ihre Fracht aus. Entsprechend voll ist es dann, das Lokal und sein Personal werden aber bisher damit recht gut fertig. Durchaus zu empfehlen, vor allen Dingen, weil sich das Essensangebot nicht nur auf das übliche Tavernenessen beschränkt, sondern auch Leckeres aus Topf oder Backofen angeboten wird.

Da sich der Strand von Vái vom Rucksäcklerparadies zum Tagesbadestrand von (durchaus auch sehr vielen individuellen) Ausflüglern aus Sitía gewandelt hat, ist natürlich eine entsprechende Infrastruktur vorhanden: Man kann Windsurfbretter und Tretboote, Sonnenschirme und Strandliegen mieten, kurz alles, was man so braucht. In der Saison ist sogar Wasserski im Angebot.
Der Strand selbst ist grob sandig und sehr schön. Im Wasser trifft man aber auf diverse Felsplatten. Ganz hält also das Meer nicht, was der Strand verspricht.

PicturesOG/vai3_gwg2.jpgKlettert man die Steintreppe links neben dem Restaurant hinauf und überquert den Aussichtsfelsen, so erreicht man (immer den roten Punkten folgend) eine weitere Badebucht, die fast noch schöner ist. Sie ist allerdings nicht für kleine Kinder geeignet, da das Wasser hier (im Gegensatz zur eigentlichen Bucht von Vái) recht steil tiefer wird.

Eine öffentliche Toilette und eine Süßwasserdusche (beide gebührenpflichtig) findet man am (ebenfalls gebührenpflichtigen) Parkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel
Etwa 5 x täglich kommt der Bus aus Sitía hierher.

Gerüchten zufolge (aber die gibt es schon seit Jahren) soll oberhalb von Vái der größte europäische Ferienclub mit 7.500 (!) Betten und einer eigenen Meerwasserentsalzungsanlage entstehen. Der Bauherr soll ein englischer Konzern sein. Dann wäre leider ziemlich Feierabend hier … oder sieht das jemand anders?

Lassíthi-Hochebene

Lassíthi-Hochebene

PicturesOG/windmuehle.jpgEin Ausflug von Iráklion (oder benachbarten Orten)…

Wer diesen Ausflug von Osten her unternehmen möchte, fährt am besten von Ágios Nikólaos über Neápolis zur Lassithi-Ebene hinauf. Auch diese Strecke ist entsprechend beeindruckend und kurvenreich.

Etwa 22 Kilometer östlich von Iráklion biegt man von der Nordküstenstraße rechts Richtung Lassíthi-Hochebene ab (ausgeschildert: Kastélli 15 Kilometer). Nach ca. 7 Kilometern biegt man nach links Richtung Goniés ab und folgt sodann immer der Ausschilderung Richtung Lassíthi-Hochebene bzw. zum Hauptort derselben, Tzermiádon. „Lassíthi-Hochebene“ weiterlesen