Route 25 – Von Ágios Nikólaos nach Sitía

Um die Nordküstenstraße weiter nach Osten zu fahren, verlässt man Ágios Nikólaos über die Platía El. Venizélou (die gibt es natürlich auch hier), ausgeschildert Richtung Sitía. Außerhalb des Ortes trifft man auf die „New Road“, die ab hier nicht mehr so super „new“ ist, was Kurven und Breite betrifft … es laufen seit Jahren aber schon großzügige Baumaßnahmen, um auch hier eine Art „Autobahn“ hinzuklotzen.

Bisher führt die Straße reizvoll an der Küste entlang und vorbei an manchen (z. T. nur mäßig schönen) Badebuchten. Hinter dem Dorf Istró bietet sich noch mal ein besonders schöner Blick zurück auf das Panorama von Ágios Nikólaos. Wer übrigens ab Istró eine andere Strecke nehmen will, nämlich auf landschaftlich reizvoller Straße hinunter nach Ierápetra, diese ist dort ebenfalls beschrieben.

Etwa 7 Kilometer weiter liegt links unterhalb der Straße der Platz Camping Goúrnia Moon.

Nach weiteren 3 Kilometer erreicht man rechts der Straße die Ausgrabungen der minoischen Stadt Goúrnia.

Danach führt die Straße ein kleines Stück den Berg hinauf (rechts noch mal ein schöner Fernblick auf die Ausgrabungen, dann senkt sie sich in die Bucht von Pachiá Ámmos hinunter.
Gleich rechts hinter Pachiá Ámmos biegt rechts die Straße nach Ierápetra (siehe Fahrtroute 26) ab.

Bis zum hübschen Dorf Kavoúsi, von dem aus man einen Abstecher zum Strand von Thólos unternehmen kann (4 Kilometer), steigt die Straße nun gemächlich an, dahinter wird es dann steiler. Der Blick links hinunter wird immer beeindruckender, einen Höhepunkt bietet der „Pseudoort“ Plátanos, der nur aus zwei Tavernen besteht. Hier lohnt wegen des bombastischen Ausblicks ein Halt unbedingt.

Nach weiteren etwa 1,5 Kilometer zweigt links die Straße nach Móchlos ab.

Ist man wieder auf der Hauptstraße, wird diese im folgenden immer kurvenreicher. Etwa 17 Kilometer hinter Sfáka weist rechts ein Schild auf einen Hügel hinauf zu den Ausgrabungen einer minoischen Villa. Bemerkenswert an dieser Villa ist ihre ovale Grundform, wie man sie sonst nirgendwo auf Kreta bisher gefunden hat. Inzwischen sind sich die Archäologen auch nicht mehr ganz einig, ob es sich wirklich um eine Villa handelte, es könnte auch ein Gipfelheiligtum gewesen sein.

Wenig später erreicht man dann das Dorf Chamézi.

Nun senkt sich die Straße in die Bucht von Sitía hinab. Von hier aus präsentiert sich der Ort allerdings nur bedingt reizvoll … Links und rechts der Straße wird eifrig gebaut und Sitía selbst wirkt vornehmlich grau in grau. Keine Sorge, von drinnen sieht es wesentlich freundlicher aus!

Plátanos

Der „Ort“ Plátanos liegt an der Straße von Agios Nikólaos nach Sitía einige Kilometer hinter Pachiá Ámmos. „Ort“ deshalb, weil er eigentlich nur aus zwei Tavernen besteht.
Von Pachiá Ammos aus ist die Straße stetig angestiegen, und die beiden Lokale liegen nicht aus Versehen an einem imposanten Aussichtspunkt.

PicturesOG/platanos_wn.jpgBesonders empfehlenswert hier die Aussichtsterrasse links der Straße mit Bewirtschaftung (wenn gerade mal kein Bus gehalten hat, denn dann ist es hier doch manchmal ziemlich hektisch). Read More

Móchlos

PicturesOG/mochlos_gwg2.jpgDer kleine Badeort liegt etwa auf halber Strecke zwischen Ágios Nikólaos und Sitiá an der Nordküste (allerdings nicht direkt an der „New Road“, sondern unten am Meer, wie es sich für einen Badeort gehört). Beide Zufahrtstraßen sind zwar kurvenreich, aber asphaltiert, gut zu befahren und ausgeschildert.

Móchlos war und ist ein recht beschauliches Dörfchen am Meer, ohne den „Club Aldiana“ beim Dorf wäre es sogar verschlafen (allerdings hat der Club wohl seine Pforten wieder – für immer – geschlossen).Read More

Istró

Istró

Istró liegt ca. 10 Kilometer östlich von Ágios Nikólaos an der Straße nach Sitía. Das langgestreckte Straßendorf ist sozusagen der „Ableger“ des Dorfes Kaló Chorió am Meer. Die Straße durch das Dorf ist gut ausgebaut, was leider zur negativen Folge hat, dass auch große LKWs viel zu schnell durchbrausen.

Baden
Mehrere Stichstraßen führen zum nahen Meer hinunter. Die Bucht(en) sind mehr sandig als kieselig, das Meer sauber, es gibt Liegen und Sonnenschirme zu mieten und auch kühle Getränke am Strand zu kaufen. Gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet! „Mittelalte“ Kinder werden die nächtlichen Unterhaltungsmöglichkeiten vermissen.Read More

Goúrnia (Ausgrabungen)

Goúrnia (Ausgrabungen)

PicturesOG/gournia2.jpgRechts der Nordküstenstraße von Ágios Nikólaos liegen nach ca. 16 Kilometern die Ausgrabungen der minoischen Stadt Goúrnia. Diesmal ist es kein alter Palast, den es zu besichtigen gilt, sondern ein verwinkeltes Städtchen. Zur Ausgrabung gehört allerdings auch ein kleinerer palastartiger Bau, in dem wohl ein Gouverneur residierte.

Begünstigt durch die Lage an der schmalsten Stelle der Insel, fast einer Wespentaille, war Goúrnia seinerzeit ein Zentrum der kretischen Wirtschaft und des Handels, denn viele reisende Kaufleute schafften ihre Waren lieber auf dem Landweg über die etwa 15 Kilometer zur Südküste, das war einfacher und ungefährlicher als die Schiffsreise um die komplette Ostspitze der Insel herum.

Die Häuser Gourniás sind klein und liegen dicht verschachtelt beieinander, so sehen kretische Bergdörfer oft heute noch aus. Die Funde aus Goúrnia sind in Iráklion im Archäologischen Museum zu besichtigen. Die Ausgrabungen sind täglich von 9-15 Uhr geöffnet, der Eintritt ist bisher frei.

Öffentliche Verkehrsmittel
Die Busse von Ágios Nikólaos nach Sitía oder Ierápetra und zurück halten bei Bedarf. Allerdings muss man dann auf den nächsten warten.

Chamézi

Chamézi

PicturesOG/chamezi_gwg2.jpgDas relativ kleine Dorf liegt ca. 11 Kilometer vor Sitía an der Nordküstenstraße von Ágios Nikólaos aus. Auf den ersten Durchfahrtsblick sieht es aus wie alle anderen Dörfer an der Strecke, aber es hat seine eigene kleine Sehenswürdigkeit zu bieten, ein Heimatmuseum (von der Straße ausgeschildert), geöffnet täglich von 8 bis 13 und von 17 bis 20 Uhr.Read More

Thólos

PicturesOG/tholos2_gwg2.jpgThólos – An der Nordküstenstraße von Kreta, zwischen Ágios Nikólaos und Sitía erreicht man einige KM hinter Pachiá Ámmos das Dörfchen Kavoúsi. Hier zweigt die Straße hinunter zum „Thólos Beach“ ab (4 Kilometer).

Der Strand der schönen Bucht ist bei Thólos recht grobkieselig, es gibt eine einfache kleine Taverne, praktisch sonst bisher aber keine großartige „touristische Infrastruktur“. Etwa einen knappen Kilometer landeinwärts liegt an der Zufahrtsstraße das „Tholos Beach Café Restaurant“, wo man auch Zimmer mieten kann.

PicturesOG/tholos1_gwg2.jpgIn Strandnähe von Thólosliegen einige spärliche Ausgrabungen römischer Gebäude, auf dem vorgelagerten Inselchen Psíra Reste einer frühminoischen Ansiedlung. Vielleicht fährt ein Fischer herüber, aber natürlich nicht ganz umsonst. Der Besuch von Psíra ist eigentlich auch nur für den ein „Muss“, der später mal von sich behaupten will, jeden (!) minoischen Stein auf Kreta gesehen zu haben.

Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse zwischen Ágios Nikólaos und Sitía halten in Kavoúsi.

Pachiá Ámmos

Pachiá Ámmos

Sowohl das Dorf als auch der durch den Namen beschworene „dicke (Sand)Strand“ sind leider nur bedingt reizvoll. Der Strand besteht zum größeren Teil aus Kieseln und Müll.
Auch das Dorf erscheint nicht viel anheimelnder. Read More