Kalógraeon (Kloster)

Kalógraeon (Kloster)

Ein weiteres Kloster auf Akrotíri, welches im Gegensatz zu Agía Triáda oder Gouvernéto noch recht lebhaft bewohnt wird: Das Moní Kalógraeon (was zu deutsch nichts weiter als „Nonnenkloster“ heißt) beim bzw. im Dorf Korakiés. Man erreicht es von der Hauptstraße Richtung Stérnes (Ausschilderung links kurz vor der Abzweigung rechts hinunter nach Soúda) oder auch von Kounoupidianá aus Richtung Korakiés und der (schlecht) ausgeschilderten Abzweigung rechts folgend.Read More

Pezá / Kloster Angaráthou

Pezá / Kloster Angaráthou

Pezá ist kein großes Dorf (knapp 400 Einwohner), aber eines der landwirtschaftlich leistungsfähigsten Zentren der Insel. Es liegt an der Straße von Iráklion nach Süden über Arkalochóri und Áno Viános nach Ierápetra (von Iráklion ca. 18 KM). Auch hier lebt man vorwiegend vom Anbau von Oliven und Weintrauben

Sehenswert
In Pezá befindet sich die Fabrik des Weinherstellers „Minos“, den man auch hierzulande oft in den Regalen der Supermärkte findet. Eine Besichtigung und Verkostung ist möglich.
Auch der örtliche „Winzerverein“ von Pezá hat ein kleines volkskundliches Museum eingerichtet, daß interessante Dinge über den Wein- und Olivenanbau und -weiterverarbeitung zeigt.

Außerdem 11 Kilometer von Pezá entfernt das Kloster Angaráthou.Read More

Arsaníou (Kloster)

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Etwa 15 Kilometer östlich von Rethymnon liegt beim Dorf Pangalochóri das Kloster Arsaníou (16. Jahrhundert). Die Kirche wurde in ihrer heutigen Form allerdings „erst“ Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. In der Kirche hängen sehr schöne Ikonen, auch die holzgeschnitzte Ikonostase ist prächtig.

Ebenso lohnt ein Besuch des Klostermuseums (unweit des Eingangs), in dem alte Siegel, Kreuze, Evangelien und lithurgische Bücher aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Messgewänder und alte Fotografien zu sehen sind.

Kloster Kalivianí

PicturesOG/kaliviani2.jpgDas große Kloster liegt in der Messará-Ebene direkt an der Hauptstraße zwischen Míres und Timbáki (3-4 Kilometer von Míres entfernt). Viele Klöster leiden ja nicht nur auf Kreta sehr unter „Nachwuchsmangel“, dieses hier keineswegs, sondern hat sich vielen sozialen Aufgaben gewidmet, z. B. findet sich in der weitläufigen Anlage mit ihrer reichhaltigen Blumen- und Pflanzenwelt ein Waisenhaus, ein Krankenhaus mit Altersheim, ein Mädchenpensionat. Außerdem klostereigene Werkstätten für Web- und sonstige Handarbeiten, in denen unterrichtet wird und deren Erzeugnisse man auch kaufen kann.

Öffentliche Verkehrsmittel
Alle Busse zwischen Iráklion, Timbáki, Mátala und Agía Galíni halten bei Bedarf.

Gouvernéto (Kloster)

Gouvernéto (Kloster)

Das Kloster liegt oberhalb der Nordküste auf der HalbinselAkrotíri.
Am Vorplatz des Klosters Agía Triáda biegt die inzwischen vollkommen asphaltierte Zufahrtsstraße zum Kloster Gouvernéto ab (zu Fuß etwa 45 Minuten).

PicturesOG/gouverneto01.jpgDas Kloster Gouvernéto ist bekannt durch den Eremiten Johannes, der hier in der Nähe (genauer gesagt eher in der Nähe des verlassenen Klosters Katholikó) in einer Höhle lebte. Er starb auch hier, und zwar durch die Kugel (auf manchen Bildern auch durch einen Pfeil) eines Jägers, der den pflanzensammelnden Eremiten ob seiner Pelzkleidung für einen Bären hielt. Der Heilige Johannes kam (so wird erzählt) mit seinen Getreuen zuerst in Azogirés an, bevor er sich entschloss, hier im Norden als Eremit zu leben (und leider zu sterben).Read More

Goniás (Kloster)

Goniás (Kloster)

Das Kloster liegt ein kurzes Stück nördlich von Kolymbári im Nordwesten der Insel auf der  Halbinsel Rodópou. Hier wurde 1968 vom Metropoliten des Bezirkes Kissámou, Irenáeus, die „Orthodoxe Akademie“ gegründet. Bischof Irenáeus wurde über Kretas Grenzen hinaus bekannt, als ihn die kretische Bevölkerung „entführte“ und so lange versteckt hielt, bis die Kirche nachgab und ihn nach Kreta zurückversetzte (zuvor war der Sozialreformer auf Betreiben der Militärjunta nach Deutschland „abgeschoben“ worden).

PicturesOG/Gonias.jpgDie „Orthodoxe Akademie“ stellt einen bemerkenswerten Beitrag zur Weltöffnung der ansonsten allem Weltlichen abgekehrten orthodoxen Kirche dar. Sie kümmert sich um die Probleme der Bewohner Kretas, kultureller, ökonomischer oder familiärer Natur. Read More

Arkádi (Kloster)

PicturesOG/arkadi5_gwg2.jpgDas Kloster Arkádi ist fast ein kretisches Nationalheiligtum, seit sich über tausend Kreter im Jahre 1866 hier selbst zusammen mit den übermächtigen türkischen Eroberern in die Luft sprengten. Nicht umsonst gibt es im Andenken daran überall auf Kreta unzählige Straßen namens Odós 1866.

Der 8. November, der Tag, an dem es passierte, ist kretischer Nationalfeiertag. Und in Réthymnon steht ein Denkmal für Kóstas Giamboudákis, der seinerzeit die Fackel ins Pulverfass senkte.
Das Kloster liegt am nordwestlichen Ende des Ida-Gebirges. Fährt man von Réthymnon nach Osten Richtung Iráklion, biegt man etwa 4 Kilometer entfernt beim Dorf Plátanias auf die ausgeschilderte Straße nach Arkádi ab (noch etwa 18 Kilometer).

„Und schließlich war der Moment gekommen. Die Verteidiger hatten keine Chance mehr, die Angreifer stürmten durch alle Tore, die zuvor von den Kanonen zerschossen worden waren. Den im Arsenal Versammelten wurde zum letzten Mal freigestellt, zu fliehen, keiner ging. Dann zündete Giamboudákis das Pulver (übrigens gibt es verschiedene Versionen: Bei der einen senkte er eine Fackel ins Fass, bei der anderen schoss er hinein). Egal, wie er das Pulver entzündete, es gab eine gewaltige Explosion. Zusammen mit allen Eingeschlossenen starben auch viele der anstürmenden Türken, die schon an die Tür des Arsenals hieben.“

PicturesOG/arkapla.jpgAuch heute noch wirkt das Kloster wie eine Festung, die es seinerzeit war, ein recht schmuckloser viereckiger Bau. Man betritt das Kloster durch den wieder aufgebauten Torbogen der Westpforte (1) und steht vor der zwar durch die Kämpfe beschädigten, aber ansonsten gut erhaltenen venezianischen Kirche (2), die im Jahre 1587 erbaut wurde und eines der schönsten und am besten erhaltenen Bauwerke aus venezianischer Zeit darstellt (wer wirklich keine Gelegenheit hat, Arkádi zu besuchen, kann sich die Kirche auch auf dem griechischen 100-Drachmen-Schein ansehen, falls er noch einen findet). Die Restaurierung hat nicht alle Schäden beseitigt oder beseitigen können. Die schöne Ikonostase im zweischiffigen Inneren der Kirche stammt aus dem Beginn dieses Jahrhunderts, die alte Ikonenwand wurde ebenfalls völlig zerstört. Die alte Pracht der Kirche ist aber trotz der Schäden unverkennbar.

Vor der Kirche steht eine hohe Zypresse, die den Sturm der Türken und die Explosion überstanden hat. Wenn sie erzählen könnte, würde sie sicher auch mitteilen, was dran ist an der Geschichte, daß einer der Eingeschlossenen in ihren Zweigen versteckt das Drama überlebt habe.

PicturesOG/arkadi2_gwg2.jpgWendet man sich nun nach links zum Nordflügel des Klosters, so liegt ganz in der Nähe in der nordwestlichen Ecke die Zelle des Abtes Gabriel (3), etwa in der Mitte das Gästehaus (4) und daneben das Refektorium, der Speisesaal (5), direkt daneben wieder die Küche (6). Die Tische und Bänke im Refektorium zeigen deutliche Hiebspuren, die angeblich noch von dem Gemetzel stammen, das die eingedrungenen Türken hier drin veranstalteten.

Weiter nach Osten erreicht man dann an der äußersten Ecke den Raum, der Geschichte machte: die Pulverkammer (7). Das bei der Explosion weggerissene Dach fehlt nach wie vor. Der Ost- und der Südteil des Klosters enthielten ebenso wie der größte Teil des Westflügels die Mönchszellen (8).

PicturesOG/arkadi4_gwg2.jpgFast in der südwestlichen Ecke auch das kleine Museum des Klosters (9), das im 1. Stock liegt und über eine Außentreppe erreichbar ist. Hier sind in erster Linie Ausstellungsstücke aus der Geschichte des Klosters bzw. seines Freiheitskampfes zu sehen, wie Fotos und Gemälde, Waffen aus der Zeit der Revolution, die alte Fahne, die bei der Explosion schwer beschädigt wurde, Stücke der alten Ikonostase, Stücke alter Fresken und Skulpturen, alte Ikonen und Messgewänder, Weihrauchgefäße und Kelche. Vor allem die kirchlichen Gegenstände und die Messgewänder hatten die Mönche in den Krypten verstecken können, bevor das Kloster fiel. Sonst wären sie heute sicher nicht mehr erhalten. Nach der Zerstörung wanderten drei Mönche heimlich zum Kloster und bargen alles aus den Ruinen. Sie brachten es zum Archimandriten. Dort wurden die Schätze archiviert und zusammen mit anderen in einer Höhle bei Amári versteckt. Erst nach der Befreiung wurden sie zum Kloster zurückgebracht.

PicturesOG/arkadi3_gwg2.jpgVerlässt man das Kloster wieder durch den Haupteingang und überquert den davor liegenden Platz, erreicht man eine kleine Gedenkstätte mit vier Büsten, die von rechts nach links eine besonders tapfere Verteidigerin namens Charíklia Daskaláki, den Abt des Klosters, Gabriel, Kóstas Giamboudákis (den Mann, der die Fackel ins Pulverfass hielt) und den militärischen Führer des Widerstandes, Ioánnis Dimakókoulos, zeigen. Außerdem sind hier in einer Kapelle ein Treppchen höher in einem Beinhaus Schädel von Gefallenen ausgestellt, die zum Teil Verletzungen durch Hieb- und Schusswunden aufweisen. Ein makaberer Anblick, den ein nistendes Schwalbenpärchen über der Tür nur bedingt relativiert(e).

Das Kloster ist auch heute noch ein Mahnmal für den kretischen Freiheitswillen und alles das, was die Kreter bereit waren, für ihre Freiheit auf sich zu nehmen. Eine Freiheit, die ihnen in ihrer langen Geschichte nur selten zuteil wurde.

Vor dem Kloster gibt es auch einen Touristenpavillon mit Übernachtungsmöglichkeit (nicht billig). Der Eintritt ins Kloster kostet inzwischen 2-2,50 Euro (offiziell „für Renovierungskosten“). Aber für den Besuch des Klosters kann man meiner Meinung nach durchaus auf ein Bier verzichten, was in der Regel sogar mehr kostet (je nachdem wo).

Öffentliche Verkehrsmittel
Von Réthymnon verkehrt 3 x täglich ein Bus zum Kloster (Abfahrt an der Platía Agnóstou – dem Platz des Unbekannten Soldaten).

 

Bildergallerie

Roúvas-Schlucht

Diese Schlucht am Südhang des Ida-Gebirges erreicht man am besten vom Dorf Zarós aus.

Ausgangspunkt der hier beschriebenen Wanderung ist der künstliche See oberhalb des Dorfes mit der Taverne „Limni“. Die Rouvas-Schlucht ist zwar nicht so spektakulär ist wie die Samariá-Schlucht, aber landschaftlich bombastisch genug und zudem fast menschenleer.

Die Strecke beträgt bis zum Kirchlein des Ágios Ioánnis oben auf dem Berg ca. 5 KM, die man dann aber auch wieder herunter laufen muss. Der Weg ist insofern teils recht beschwerlich, da er z. T. über steile Holztreppen führt und nur sehr langsam an Höhe gewinnt (es geht immer wieder nach unten). Es ist deshalb zu empfehlen, in der warmen Jahreszeit möglichst früh aufzubrechen, und sowohl gutes Schuhwerk als auch unbedingt genügend Trinkwasser mitzunehmen. Die Wasserstellen, auf die am Weg laufend hingewiesen wird, sind nämlich entweder nicht zu finden oder defekt.

Man folgt der Ausschilderung an der Taverne „Límni“ den Berg hinauf. Nach einem knappen Kilometer erreicht man das Kloster Ágios Nikólaos. Hier befindet sich praktisch die einzige Möglichkeit, sich zu verlaufen. Man folge nicht dem scheinbaren Hauptpfad, sondern biege direkt hinter dem Kloster schräg links hinunter zum Bachbett ab (geradeaus weist ein Schildchen zum Kirchlein Ágios Evthýmios, wenn man dort ankommt, ist man zu weit). Direkt hinter dem Kloster kreuzt man das Bachbett und steigt auf der anderen Seite in Serpentinen den Hang hinauf (die Kennzeichnung des Weges mit roten Pfeilen ist manchmal etwas diskret, aber wenn man die Abzweigung am Kloster nicht verpasst, kann eigentlich nicht mehr viel passieren).

Ungefähr in halber Höhe führt der Pfad dann weiter nach rechts ins Tal hinein. Wenig später treten die Wände der Schlucht näher zusammen, für ein Weilchen muss man sich den Pfad durchs Bachbett suchen, dann aber wird der Weg wieder deutlich erkennbar und befestigt. Von hier aus  geht es in vielen Serpentinen und holzbefestigten Stufen bergauf und bergab, vorwitzige Ziegen beäugen den Wanderer, bis man – oh Frust – wieder einmal ein Stück hinunter steigt und vor einer Felswand steht. Hier geht es nicht ganz deutlich zu erkennen nach links weiter, dann wird der Weg wieder klarer und führt mal wieder den Berg hinauf.

An einer (ausgeschilderten) Weggabelung halte man sich rechts und nun wird es immer steiler und landschaftlich reizvoller. Ein niedliches Hinweisschild weist unterwegs darauf hin: „To dásos íne dhikó sou, dhíxe tou móno agápi“, was soviel heißt wie: „Der Wald ist deiner, zeige ihm nur Liebe“. Tatsächlich sieht es hier überall erfreulich sauber aus.

Wer übrigens enttäuscht geglaubt hatte, das enge Stück weiter unten sei schon die Schlucht gewesen, wird nun angenehm enttäuscht, denn die eigentliche Schlucht liegt hier und jetzt vor ihm. Und immer geht es außer hinauf auch wieder hinunter (insgesamt sind es sicher etwa 500 Höhenmeter, die zu überwinden sind, aber es ist wie beim berühmten „zwei-vor-eins-zurück“.
Ist man dann durch die Schlucht hindurch, weisen im Wald knapp 500 Meter vor dem Ziel die Wegweiser in zwei Richtungen nach Ágios Ioánnis, die Qual der Wahl ist keine solche, denn beide Wege führen hin. Ich persönlich finde den rechten reizvoller.

Ágios Ioánnis selbst ist ein kleines weißes Kirchlein, das leider in der Regel abgeschlossen ist. In der Nähe laden Bänke und Tische unter Bäumen an einem Bach zum Picknick ein. Grundsätzlich gilt hier aber, daß der Weg wichtiger als das Ziel ist.

Und wer sich hier ein Weilchen ausgeruht hat, dem geht der Rückweg wesentlich flotter von der Hand bzw. vom Fuß.

Zu den Schluchten auf Kreta

Ágios Fanoúrios (Kirche) / Kloster Varsamónero

PicturesOG/varsamonero.JPGAuch Ágios Fanoúrios Varsamónero (auch: Valsamónero) ist einen Abstecher wert. Folgt man von Zarós aus der Straße Richtung Kamáres am Südhang des Ida-Gebirges, so zweigt direkt vor dem westlichen Ortsende des Dorfes Vorizía der Fahrweg zur Kirche links ab (noch ca. 3 Kilometer). Die Ortsdurchfahrt in Vorízia ist sehr eng und unübersichtlich! Kurz hinter dem Dorf gabelt sich die Straße, ein kleines Holzschild weist nach links.

Sehr interessant an der Kirche ist sicherlich die Architektur, sie entstand nämlich in vier Etappen. Der älteste Teil ist das Nordschiff, das vermutlich 1332 erbaut wurde und der Muttergottes, der Panagía geweiht war. Etwa 70 Jahre später wurde dann das Johannes dem Täufer geweihte Südschiff angebaut, das nur ein halbrundes Gewölbe hat (auch etwas schmaler ist als das Nordschiff). Westlich der beiden ersteren liegt ein Westschiff, das etwa um 1426 erbaut wurde, und vor diesem wiederum der noch später erbaute „Narthex“ (altgriech. „Kästchen“), eine schmale Binnenvorhalle, wie sie in byzantinischen und altchristlichen Kirchen vorkommt.

An den Ikonostasen hängen heute fast keine Ikonen mehr. Diese wurden in die Kirche des Klosters Vrontisíou gebracht, da sie hier nicht sicher genug waren: Bei einem Einbruch in die Kirche im Jahre 1975 wurde z. B. die große Ikone der Muttergottes entwendet.
Immer noch zu bewundern (und auch kaum zu klauen) sind die zahlreichen Fresken, die alle vier Teile der Kirche schmücken.

Leider fällt das Bewundern oft schwer, denn das Gelände ist häufig verschlossen. Gerüchteweise soll es dienstags bis sonntags von 9.00-15.00 Uhr geöffnet sein, ich würde mich nicht darauf verlassen. Für das Foto bin ich ein ganzes Stück den Berg hochgeklettert …

Agía Triáda (Kloster)

Das Kloster Agía Triáda liegt auf der Halbinsel Akrotíri nördlich der Soúdabucht im Westen von Kreta. Man folgt von der Markthalle in Chaniá aus zunächst einfach der Ausschilderung zum Flughafen. Die Straße verlässt nach einer ganzen Weile das Meer und führt steil den Berg hinauf. Auf der Höhe angekommen, erreicht man die Abzweigung links zu den Gräbern der Venizélos-Familie, in erster Linie von Elevthérios Venizélos, dem kretischen Nationalhelden und späteren griechischen Ministerpräsidenten.
Ein Abstecher zu den Gräbern lohnt auf jeden Fall wegen der Aussicht auf Chaniá hinunter. Es gibt hier auch ein Café, in dem man eben jenen Ausblick in Ruhe genießen kann.

Zurück an der Straße fährt man weiter nach Kounoupidianá. In Kounoupidianá kann man sich leicht verfahren, da zwar vielerlei Schilder in viele Richtungen weisen, an der Gabelung im Ort vor einer Taverne aber nicht ein einziges steht (dies ist bereits die zweite Gabelung). An der ersten weist ein Schild links nach Ágios Onoúfrios. Hier fährt man geradeaus. An der eben genannten zweiten Gabelung etwa 50 Meter weiter nimmt man die linke Möglichkeit und trifft wundersamerweise hinter dem Ort wieder auf ein Hinweisschild, das links nach Stavrós weist.
Von hier aus führt die Straße erst einmal wieder zum Meer hinunter in das Örtchen Kalathás, das auf den meisten Karten nicht eingetragen ist, inzwischen aber infolge eines irrwitzigen Baubooms eine kleine Großstadt geworden ist. Es ist kein Ende dieser Bauerei abzusehen, es mag das eine oder andere Wochenendhaus eines chaniotischen Bürgers dabei sein, die meisten Gebäude sind oder werden aber Zimmervermietungen und kleine Hotels. Es gibt unterhalb des Ortes einen hübschen, aber kleinen Sandstrand, der die wichtigste Infrastruktur wie Sonnenschirm-, Tretboot und Strandliegenvermietung bereits aufweist. Er ist allerdings schattenlos und liegt wie so oft viel zu dicht an der Straße. Das Lokal in der Badebucht ist aber durchaus nicht schlecht.
Die Straße führt hinter Kalathás wieder vom Meer weg den Berg hinauf bis zum Dorf Chorafákia, wo man an einem T-Stück rechts abbiegt (links geht es nach Stavrós – hier ordentliche Beschilderung).

Nach 4-5 Kilometern erreicht man die Abzweigung nach links zum Kloster Agía Triáda (noch etwa 1 km).
Das alte Kloster beherbergt heute ein Priesterseminar, es ist vor wenigen Jahren frisch renoviert worden und sieht entsprechend gepflegt aus.

PicturesOG/agtria_kloster02.jpg

Direkt wenn man hineinkommt, rechts ein Kuriosum: ein Orangenbaum, dem zusätzlich die Zweige dreier anderer Zitrusfrüchte (Limonen, Zitronen und Mandarinen) aufgepfropft wurde. Und das Ganze wächst und gedeiht: Der Baum trägt gleichzeitig vier verschiedene Früchte. Am Baum vorbei bewegt man sich auf eine offene Tür zu, aus der dann oft einer der freundlichen hier lebenden Mönche heraustritt, den Reisenden hineinzubitten. Drinnen im kleinen Raum gibt es ein Gästebuch und für den Gast einen kretischen Rakí und süße Bonbons (hoffen wir, dass diese nette Sitte nicht völlig ausstirbt).

Die Klosterkirche ist interessant angelegt: Eine rechteckige Vorkirche und dahinter eine Hauptkirche bzw. ein Chor mit einer großen Rundkuppel und kleineren Kuppeln ringsherum. In dieser Hauptkirche eine besonders reich verzierte Ikonostase mit Ikonen darin, sie stammt aus dem Jahre 1887. Die Deckenmalereien sind sehr gut restauriert. Das Fotografieren ist übrigens untersagt. Es wird gerne auch andernorts damit begründet, dass das Blitzlicht den Ikonen und Fresken Schaden zufügen könne. Der wirkliche Grund ist aber wohl, dass das Kloster seine Ansichtskarten verkaufen möchte. Auch Mönche müssen was essen.

Von hier aus bietet es sich an, zum Kloster Gouverneto weiterzufahren

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung 2 x täglich mit Chaniá.