Soúgia

Der kleine Badeort Soúgia an der Südküste zwischen Paleochóra und Chóra Sfakíon ist zwar durch eine Straße und auch durch Busverbindungen mit dem übrigen Kreta verbunden, wirkt aber dennoch immer noch ein wenig wie das verlängerte Rückgrat der Welt: ruhig (außer abends, wenn die unvermeidliche Diskos zuschlagen) und ziemlich abgeschieden. In Soúgia wird wildes Zelten bisher noch toleriert (manchmal gibt es zwar Polizeirazzien, aber die haben keine weitergehenden Konsequenzen), wer es bequemer haben will, findet diverse Unterkünfte vor.

Baden
Die Soúgia Bucht ist sehr schön zum Baden, wenn auch kieselig.


Letzten Meldungen zufolge sind im Sommer 2009 an einigen Stränden Kretas Sonnenschirme und Strandliegen verboten, so auch am Strand von Soúgia (mit einer Ausnahme). Die Polizei soll die Einhaltung dieses Verbots stichprobenartig kontrollieren. Unter diesen Umständen wird es wohl auch mit dem wilden Campen schwierig werden.


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Vathý Iremía

PicturesOG/stille.jpgAm Kloster Odigítrias (an der Straße von Kalí Liménes nach Sívas im Süden der Insel) zweigt links ein Fahrweg ab, an dem ein Schild „Vathý Iremía“ aufgestellt ist. Wenn man aus Richtung Mátala kommt, weist der Wegweiser natürlich entsprechend nach rechts.

Als ich ihn das erste Mal sah, las ich versehentlich „Vathý Erimiá“, was „tiefe Einsamkeit“ bedeutet, und war natürlich sehr gespannt, was das für eine Einsamkeit sein könne, in die es sogar einen Wegweiser gibt! Außerdem findet sich im weiteren Verlauf der Strecke mehrfach ein Hinweisschild nach Mártsalo (eine Kirche oberhalb des Meeres, nicht etwa die falsche Schreibweise von Mátala).

An einer der späteren Abzweigungen weist das Schild nach „Vathý Iremía“ rechts hinunter, der Fahrweg nach „Mártsalo“ führt weiter gerade aus. Wenig später wird der Weg deutlich schlechter und verlangt einen geübten Fahrer oder Allradantrieb, nicht um hinunter, aber um wieder hinauf zu kommen (am besten natürlich beides).

PicturesOG/stille3.jpgVathý Iremía- Die „tiefe Stille“ entpuppt sich als eine wunderschöne Badebucht, die zwischen dem Kap Líthino und Mátala liegt, sie schneidet tief in die Felshänge ein und verfügt über kristallklares Wasser sowie einen schönen (schattenlosen) Sand-Kieselstrand, dem in Mátala ähnlich. Trotz der großen Einsamkeit und der wirklich „tiefen Stille“ gibt es tatsächlich Abfalltonnen am Strand, die der einzige Bewohner und Eigentümer dieses schönen Fleckchens Erde, Nikos Sifákis, dessen Familie aus Gérgeri bei Zarós stammt, hier aufgestellt hat.Read More

Síssi

Das Dorf Síssi liegt am Ende der „Touristenmeile“ östlich von Iráklion an der Nordküste einige Kilometer hinter Mália. Die Zufahrtsstraße ist ca. 4 Kilometer östlich von Mália ausgeschildert.

PicturesOG/sissi.jpgDer eigentliche (ursprüngliche) Ort besteht nur aus einigen Dutzend Häusern rings um den Fischerhafen, noch fast ruhig und verschlafen, was sich aber bereits ändert. Síssi findet langsam Anschluss an das Gebiet Límin ChersonísouMália etc., im Umland wird eifrig gebaut.

Sehenswert
Síssi selbst bietet in dieser Hinsicht nicht viel. Viele eher lohnen da Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, z. B. nach Selinári, welches schön am Hang liegt und als Sehenswürdigkeit ein sehr hübsches Kloster bietet.Read More

Plakiás

Der hübsche und durchaus frequentierte Badeort liegt an der Südküste zwischen Chóra Sfakíon und Spíli. Man biegt entweder in Asómatos oder weiter westlich zwischen Mýrthios und Marioú von der Straße hinunter zum Meer ab (jeweils auch ausgeschildert).

PicturesOG/plakias4_gwg.jpgDie Bucht von Plakiás gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Buchten der Insel überhaupt: fast kreisrund, fast reiner Sandstrand, und dahinter steigen zuerst sanft, dann steil die Berge hinauf, ein tolles Hintergrundpanorama zum Baden, wie man es im Norden so eigentlich nirgendwo erleben kann.

Bis vor einigen Jahren war Plakiás auch einmal ein „Geheimtipp“, ein kleines Dorf an eben diesem herrlichen Strand, touristisch noch ohne großartige Infrastruktur, hier trafen sich die Rucksäckler, die „Kenner“ waren.

Aber mit jedem Tipp wurde es natürlich immer weniger „geheim“ und so sind diese Zeiten schon lange vorbei. Die Bewohner des ursprünglich kleinen Dorfes haben erkannt, was läuft, und stampf(t)en Plakiás resolut und konsequent aus dem Boden.Read More

Pitsídia / Komós-Strand

Pitsídia ist ein schönes (ein sehr schönes!) Binnendorf in der Messará-Ebene zwischen Festós und Mátala. Für viele ehemalige Fans von Mátala ist es längst ein mehr als gutes „Ausweichquartier“ geworden, was allerdings zur Folge hat, dass auch Pitsídia längst nicht mehr so ganz ruhig ist, sondern sich ebenfalls dankbar der Touristen annimmt. Die Preise sind hier aber durchweg etwas niedriger.

Baden
PicturesOG/Komos02_vk.jpgZum Strand von Komós biegt man mit dem Auto etwa in Ortsmitte von Pitsídia rechts (wenn man von Festós kommt) ab, ausgeschildert „Komós Beach“), fährt danach aber nicht die Steigung hoch, sondern biegt gleich wieder links ab. Die Straße ist bis auf die letzten paar hundert Meter asphaltiert. Hinter dem Strand gibt es einen zwar unebenen, aber benutzbaren Parkplatz, auf dem Strand selbst inzwischen auch die üblichen Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Außer der Taverne am Südende der Bucht am Strand gibt es auch noch eine „Kantina“ mit Fast Food und gekühlten Getränken. Der Strand ist grobsandig, leider gibt es direkt unterhalb des Parkplatzes eine ganze Menge flacher großer Steinplatten, die das Baden bei unruhigem Meer nicht erleichtern. Weiter südlich ist es angenehmer bzw. bequemer.Read More

Mátala

Mátala liegt an der Südküste, am unteren Ende der Messará-Ebene. Je näher man von der Straße aus Richtung Festós kommt, desto enger treten die Berge rechts und links zusammen. Die Bucht, in der alte Dorfkern liegt, ist recht eng und öffnet sich nach Westen, was den Besuchern (und den Bewohnern) jeden Abend einen herrlichen Sonnenuntergang beschert!

Aus Platzgründen breitet sich das Dorf mit Macht ins Hinterland aus, es entstehen immerzu neue Hotels und Zimmervermietungen.
Der alte Dorfkern ist seit einiger Zeit offiziell für Autos gesperrt (etwa ab Höhe des „Zafiría Cafés“), Einheimische halten sich aber nur sehr bedingt daran. Parkmöglichkeiten direkt am Ortseingang rechts vor dem Campingplatz oder auch rechts und links der Zufahrtsstraße auf den letzten paar hundert Metern. Direkt vor der Sperre führt links eine kleine Gasse hinein, in der ein paar Pensionen liegen.

PicturesOG/matala2.jpgBekannt wurde Mátala in erster Linie durch die zahlreichen Wohnhöhlen aus der Jungsteinzeit in der Felswand nördlich der Bucht. In den 60er Jahren wurde der Ort, bis dahin ein relativ verschlafenes Fischernest, von Hippies entdeckt.
Ein Tavernenwirt erzählte übrigens, dass vor der „Hippie-Zeit“ Mátala aber auch ein beliebter Sommerferienort für die Kreter selbst war. Einige besaßen (und besitzen noch) eines der kleinen Häuser im Dorf, andere richteten sich in den Höhlen ein, das war ebenso romantisch wie preiswert.

Auch die Hippies erkannten schnell, dass es sich in den Höhlen (zumindest im Sommer) recht gut wohnen ließ. Lange Zeit hausten sie hier, Bevölkerung und Staat tolerierten das, da die Hippies untereinander ein funktionierendes System der Ordnung und Hygiene aufrecht erhielten (sie wohnten schließlich länger dort und benutzten z. B. deshalb auch nur einige wenige Höhlen als Toiletten). Schwieriger wurde es, als die sommerlichen Vier-Wochen-Aussteiger folgten. Sie lebten mehr nach dem Motto „nach uns die Sintflut“, die Höhlen verdreckten in jeder Hinsicht. Die alten Hippies suchten das Weite und fanden es wohl in indischen Gefilden, in den Höhlen machte sich der Gestank von „Freiheit“ und Exkrementen breit.

Die Einheimischen reagierten irgendwann natürlich, das Übernachten in den Höhlen wurde verboten und ein Zaun gezogen, der sie absperrte. Am Zugang steht ein kleines Wärterhäuschen und es wird mittlerweile mal Eintritt verlangt und dann auch mal wieder nicht. Abends wird abgeschlossen und so gehören die oben erwähnten negativen Zustände ziemlich der Vergangenheit an. Es war höchste Zeit, denn in jener Zeit konnte man Mátala allerhöchstens das Prädikat „gesundheitsgefährdend“ zubilligen. Selbst das ansonsten auf Kreta überall köstliche Wasser barg Gefahr.

PicturesOG/matala.jpgHeute hat sich der Ort wieder erholt und versucht, mehr schlecht als recht mit den meist jüngeren Touristenmassen fertig zu werden. Sind die Aussteiger auch längst einem Publikum teils betuchterer Reisender gewichen, der Ort ist einfach zu klein und zu eng, um sie alle zu verkraften. Man weicht deshalb wie erwähnt zunehmend ins Hinterland aus. Und wer diesen Rummel erlebt, kann sich kaum vorstellen, daß hier im tiefen Winter nur noch etwa 15 Leute leben sollen … (denn dann ziehen die meisten Einheimischen nach Pitsídia hinauf).
Wobei aber nicht unerwähnt bleiben soll, daß es auch in Mátala in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden ist. Nicht nur hier klagen die Besitzer von Tavernen und Pensionen laut über sinkende Touristenzahlen.

Besonders viel ist im Dorf etwa zwischen 12 und 16 Uhr los, wenn hier die Reisebusse von „Erleben Sie Kreta – Rundreisen“ einfallen. Schon länger hier „ansässige“ Reisende amüsieren sich dann gerne über die Massen, die mit den obligatorischen Kreta-Käppis, kurzen Hosen, weißen Strümpfen und Sandalen und mindestens einer Video-Kamera bewaffnet ins Dorf strömen, um nach einer Weile festzustellen, dass es außer den Höhlen und dem Strand keine besonderen Sehenswürdigkeiten gibt.Read More

Maráthi

Dieses Dorf ligt an der Südostspitze der Halbinsel Akrotíri. Vorbei am Flughafen von Chaniá folgt man der Straße Richtung Stérnes, fährt durch den Ort hindurch und dann kurvenreich hinunter zum Meer.

Hier gibt es zwei Buchten: Die eine hat das hier allgegenwärtige griechische Militär in Beschlag genommen, in der anderen liegt Maráthi (man nehme die linke Abzweigung kurz hinter der Militärkontrollstelle). Das Dorf bietet einen kleinen und deshalb recht vollen, ab ansonsten hübschen sauberen Sandstrand, klares Wasser und mehrere Tavernen. Read More

Ierápetra

Ierápetra

Man erreicht diese einzige kretische Stadt an der Südküste (im Osten) entweder von der Nordküstenstraße Ágios Nikólaos – Sitía, indem man kurz hinter Pachiá Ámmos rechts abbiegt, oder ausgeschildert von Sitía aus.
Außerdem kann man von Iráklion aus auch nach Süden über Arkalochóri und Áno Viános fahren, oder aber die unter Istró beschriebene Strecke nehmen.

PicturesOG/napoleon.jpgNähert sich der Reisende diesem Ort egal aus welcher Richtung auch immer, fallen ihm die zahlreichen Plastikgewächshäuser auf. Auch hier lebt man vorwiegend vom Anbau von Tomaten etc. Abgebrannte Rucksäckler finden hier fast immer einen Job (wenn sie bereit sind, so billig zu arbeiten wie Albaner und Bulgaren).

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Goúves

Goúves

Goúves östlich von Iráklion an der Nordküste ist nicht unbedingt ein sehr hübsches Dorf, sorry! Resolut für den Tourismus aus dem Boden gestampft wie fast alles in dieser Region.

Dennoch gibt es auch positive Dinge zu erwähnen: Folgt man der Beschilderung zum Hotel „Marina“, gabelt sich die Straße nach etwa 40 Metern. Links geht es zum Campingplatz (s. u.), rechts u.a. zur Taverne „Asteria“ (griechisches Essen zu akzeptablen Preisen).Read More

Campingplätze auf Kreta

Campingplätze auf Kreta

Die Campingplätze auf Kreta erreichen nicht „mitteleuropäischen Standard“, es lässt sich aber sehr gut auf ihnen leben. Manche von ihnen sind noch relativ neu, dann sind sie besonders sauber und gepflegt, bieten aber weniger natürlichen Schatten – diesem Manko wurde auf einigen Plätzen dadurch abgeholfen, dass Schilfdächer aufgestellt wurden. Andere sind älter mit viel Schatten unter großen Bäumen – gepflegt und gemütlich sind sie in der Regel trotzdem.Read More