Route 22 – Von Mália nach Osten bis Ágios Nikólaos

Rechts und links der Straße hinter Mália stehen Gewächshäuser, in denen die schmackhaften kleinen kretischen Bananen gedeihen.

Ca. 3 Kilometer hinter dem Ortsausgang von Mália (direkt an der großen Karte, die den „Grenzübertritt“ in den Bezirk Lassíthi anzeigt) biegt links ein recht unscheinbarer Weg ab, der zum Campingplatz von Síssi führt. Von hier aus sind es auf teils schlechter Schotterstrecke ca. 2 Kilometer. Etwas später biegt aber die normale Straße nach Síssi ab und die zweite Zufahrt (siehe Síssi) ist zwar nur geringfügig, doch etwas besser. >Síssi und der Nachbarort Mílatos sind noch nicht ganz so überlaufen wie das übrige Gebiet zwischen Iráklion und hier (wenn man auch hier keinesfalls Ruhe und Abgeschiedenheit erwarten darf).

Wer nicht nach Síssi oder Mílatos abgebogen ist, verlässt auf der „New Road“ nun die Küste. Die Straße führt in weit geschwungenen Kurven die Berge hinauf bis zum Kloster Selinári.

Wenig später fährt man durch einen der wenigen Straßentunnel Kretas, dieser ist sogar 275 Meter lang. Von hier aus geht es dann nur noch bergab bis nach Ágios Nikólaos.

Knapp 3 Kilometer hinter dem Tunnel erreicht man die Abzweigung nach Neápolis, und von da aus bremst einen nichts mehr (außer vielleicht der Polizei), bis man Ágios Nikólaos erreicht hat. Alternativ kann man bei Neápolis aber auch die „New Road“ verlassen und gemütlich über die kurvenreiche alte Straße nach Ágios Nikólaos gondeln.

Route 21 – Von Iráklion nach Osten bis Mália

Vom Zentrum Iráklions aus erreicht man die Straße nach Osten über die Ausfallstraße nach Knossós. Diese beginnt an der Platía Elevtherías, dem großen Kreisverkehr, der unter Iráklion öfters erwähnt wird. Die Auffahrt auf die „New Road“ ist dann nach Ágios Nikólaos ausgeschildert.
Viele ankommende Reisende (vor allen Dingen der größte Teil der Pauschalurlauber) wenden sich allerdings meist direkt vom Flughafen aus nach Osten, und das dann meistens per Zubringerbus. Das Gebiet zwischen Iráklion und Mália ist schließlich das absolute Zentrum des Pauschaltourismus, hier reiht sich Ort an Ort, Hotel an Hotel …

Auch mit dem Mietwagen kann man seit einigen Jahren direkt am Flughafen auf die „New Road“ auffahren. Die alte Straße führt zwischen der „New Road“ und dem Meer parallel bis etwa Goúves. Sie ist nicht reizvoller als die neue, aber wer vor Goúves an den Strand will (z.B. an den von Amnissós), der nehme doch besser die alte Straße. Diese Strecke sei hier kurz beschrieben, zur neuen Straße braucht es keine weiteren Hinweise.

Etwa 3 KM hinter Iráklion liegt rechts der Straße wieder eine dieser kleinen Kapellen, die in den Felsüberhang hinein gebaut wurden, und deren Dach eben dieser Felsen bildet. Sie ist den Märtyrern Ágii Ioánnis und Níkonos geweiht, die von den Römern getötet wurden. Sie wurde allerdings zur Erinnerung an eines der vielen Massaker während der Türkenherrschaft erbaut.
Der erste Badestrand an der Strecke ist der von Amnissós.

Kurz hinter Amnissós ist rechts die Straße nach Episkopí ausgeschildert. Wer sich die Kulthöhle „Spilaéo Ilithyía“ anschauen will, die etwa 2 KM von dieser Abzweigung entfernt links unterhalb der Straße liegt, biege hier ab. An der Straße steht ein ziemlich vergammeltes Schild, das nur den auf die Höhle hinweist, der sehr aufmerksam ist.

Zurück auf der alten Straße nach Osten ist der nächste kleine „Ort“ Plas Tobroúk.
Auch hier und an der folgenden Strecke bemerkt man (wie schon angesprochen), dass man sich hier im Einzugsgebiet des Pauschaltourismus befindet (vom Flughafen Iráklion aus gesehen). Eine Hotelsiedlung löst die nächste ab. Kleine Ortschaften wie Cháni Kókkini bestehen fast ausschließlich aus Lokalen und „Rent Rooms“. Und im nächsten Dorf Goúrnes sieht es nicht anders aus.

Um mich nicht all zu oft zu wiederholen: In den folgenden Orten Goúves, Límin Chersonísou, Stális (auch Stalída genannt) oder schließlich in Mália ändert sich an der Szenerie von Hotels, Lokalen und halbfertigen Bauten nicht viel.

Erwähnenswert ist aber jedenfalls die Abzweigung zur Lassíthi-Hochebene (siehe Fahrtroute 23) etwa 5 KM hinter Goúves.

Stális

Stális (oder Stalída) liegt östlich von Iráklion an der Nordküste im Haupttouristengebiet zwischen Límin Chersonísou und Mália und ist leider nicht viel mehr als eine Ansammlung von Hotels und Lokalen in bedingt schöner Lage.

Der Strand ist allerdings sehr schön. Auch hier wird natürlich fleißig und ständig weitergebaut, so dass zwischen den fertigen Unterkünften die Rohbauten stehen und fröhlicher Baulärm herrscht. Zum Strand wandert man leider oft über die dicht befahrene Hauptstraße. „Stális“ weiterlesen

Síssi

Das Dorf Síssi liegt am Ende der „Touristenmeile“ östlich von Iráklion an der Nordküste einige Kilometer hinter Mália. Die Zufahrtsstraße ist ca. 4 Kilometer östlich von Mália ausgeschildert.

PicturesOG/sissi.jpgDer eigentliche (ursprüngliche) Ort besteht nur aus einigen Dutzend Häusern rings um den Fischerhafen, noch fast ruhig und verschlafen, was sich aber bereits ändert. Síssi findet langsam Anschluss an das Gebiet Límin ChersonísouMália etc., im Umland wird eifrig gebaut.

Sehenswert
Síssi selbst bietet in dieser Hinsicht nicht viel. Viele eher lohnen da Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, z. B. nach Selinári, welches schön am Hang liegt und als Sehenswürdigkeit ein sehr hübsches Kloster bietet. „Síssi“ weiterlesen

Mochós

Das Dorf liegt etwa 9 Kilometer südlich von Stális an der Nordküste östlich von Iráklion (die Straße biegt von der Nordküstenstrecke zwischen Stális und Mália ab).
Am Dorfplatz mehrere gute Tavernen: Ein Tip von Herrmann ist das „Platía“ (man spricht sogar deutsch und serviert u.a. herrliches „Stifádo“ vom Karnickel). „Mochós“ weiterlesen

Mílatos / Paralía Milátou

Das Dorf Mílatos (bzw. dessen Strandableger Paralía Milátou) liegen an der Nordküste östlich von Mália und Síssi. An dieser Stelle soll die gleichnamige minoische Siedlung gelegen haben, die im 3. Jahrtausend vor Christi durch die Stadt Lýttos zerstört wurde, die damals neben Knossós zu den mächtigsten der Insel zählte.

In Mílatos ist es noch ein bisschen verschlafener als im benachbarten Síssi, aber es gibt gute Tavernen und Unterkünfte zu angenehmen Preisen. Für einen etwas ruhigeren (Familien)Urlaub sehr geeignet. Außerdem bezeichnen (fast) alle Surflehrer die Bucht von Mílatos wegen des Windes als ideales Revier! Der Strand allerdings ist kieselig.
Das alte Dorf Mílatos liegt etwa 1 Kilometer vom Meer entfernt. „Mílatos / Paralía Milátou“ weiterlesen

Mália

Mália ist das absolute Nonplusultra an touristischer Erschließung, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Ein Ort, den ich am liebsten ganz verschwiegen hätte, aber es gibt mehrere Gründe, warum das nicht geht – die Ausgrabungen des minoischen Palastes unweit des Ortes sind nur einer davon, wie Sie feststellen werden. Kritische Worte sind aber meines Erachtens nach absolut notwendig.

Vor knapp 25 Jahren stand hier noch ein kleines Straßendorf mit einer Stichstraße zum Meer hinunter, die über freies Feld führte. Zwei Hotels gab es unten am Strand, ich erinnere mich noch sehr gut daran. Nicht zuletzt dank dieses wirklich schönen Strandes und der kurzen Transferzeit von Iráklion hierher hat sich der Ort allerdings schnell zu einem der absoluten Zentren des pauschalen Tourismus entwickelt. Und wem es mehr oder weniger gleichgültig ist, welche Sonne seinen Bauch oder Busen bräunt, und wer darüber hinaus auf eine vielseitige Möglichkeit der Abendunterhaltung wert legt, der ist in Mália wahrscheinlich sogar gut aufgehoben, vor allen Dingen, wenn er Engländer ist. Denn diese haben den Ort recht fest in Beschlag genommen, allerdings nicht die angenehmen, die man anderswo treffen kann, sondern nur eine sehr spezielle Klientel, der es offensichtlich um Alkohol- und Drogenkonsum und Krawall ankommt, sorry! „Mália“ weiterlesen

Goúrnes

Goúrnes

Bei vielen Reisenden erstaunlich (ich darf es mal vorsichtig so ausdrücken) beliebter Badeort an der Nordküste östlich von Iráklion. Viele Privatzimmer und Hotels sowie ein Campingplatz, der Ort an sich ist aber nicht sehr reizvoll. Der Sandstrand ist künstlich aufgeschüttet, allerdings recht gepflegt, die einschwebenden Flugzeuge nach Iráklion sorgen für die Hintergrundmusik, eine Militärbasis für die romantische Optik.

Sonstiges
Im Hinterland gibt es bei Anópolis des große Spaßbad „Water City“ mit allem Drum und Dran, mit dem mich die Kinder unserer griechisch-österreichischen Freunde in Agía Galíni gerne und ausgiebig nervten: „Klaus, gemma Water City!“ Wer unbedingt so ein Bad braucht, wenn er selbst direkt (und zwar wirklich direkt!) am Meer wohnt …

Öffentliche Verkehrsmittel
Mindestens alle halbe Stunde Bus von und nach Iráklion und Mália.

Episkopí (Bezirk Iráklion)

Episkopí (Bezirk Iráklion)

Kleines Dorf mit knapp 1.000 Einwohnern südöstlich von Iráklion. Man fahre die Straße Richtung Mália bis zum Dorf Karterós und biege dann nach Süden ab. Über Ágios Ioánnis kommt man nach Episkopí (insgesamt etwa 20 Kilometer). Das Dorf gilt als eines der ältesten auf Kreta.

Sehenswert
sind u. a. drei byzantinische Kirchen: „Agía Paraskeví“ (13. Jahrhundert), „Ágios Fókas“ (10. Jahrhundert) und „Tou Archangélou Michaíl“ (Erzengel Michael aus dem 14. Jahrhundert), einige jüngere Kirchen und ein paar alte Wassermühlen.

Sonstiges
Alljährlich werden hier Mitte August künstlerische Ausstellungen und Sportwettkämpfe organisiert.

Öffentliche Verkehrsmittel
Busverbindung von Iráklion 3 x täglich nach Sgourokefáli (fährt über Episkopí).