Manolis und Nikos kamen am nächsten Spätnachmittag „pünktlich“ zu Jannis und holten mich ab, um von dort aus die wenigen Meter zur Mole zu fahren. Der Ablauf war der gleiche wie am Abend und in der Nacht zuvor … mit dem für mich entscheidenden Unterschied, dass wir die Paragádia dieses Mal wesentlich näher an den Paximádia-Inseln auslegten und wir deshalb …
Kreta 1975 – Teil 4
Auch die nächste Nacht war „Ruhenacht“ – Nikos pflegte wohl seinen Kater – aber am Nachmittag drauf tauchten sie alle vier wieder auf. „Éla, Niko Kapetánie, páme!“ Alles verlief ganz normal, nur etwas wunderte mich (ich fragte aber nicht nach): wir nahmen Michalis‘ kleines Boot ins Schlepptau, bevor wir wieder Richtung auf die Paximádia ablegten. Wozu das gut sein sollte, …
Kreta 1975 – Teil 5
Die Tage – oder besser die Nächte – vergingen wie im Flug. Zwischendurch kam mir dann und wann der Gedanke, dass ich doch eigentlich hier sei, um Urlaub zu machen und ein bisschen von der Insel zu sehen. Doch ich ließ diesen Gedanken jedes Mal an mir abprallen: Heute war Jetzt, ich würde ja sicher noch viele Jahre nach Kreta …
Kreta 1975 – Teil 6
Der Morgen graute und was er brachte, war wirklich grauenhaft. Hier in der ziemlich geschützten Bucht herrschte zwar nur ein leichter Wind, aber draußen wütete ein Sturm. Wir sahen die Wellen geradezu toben und selbst mir wurde klar, dass wir bei diesem Wetter nicht raus fahren konnten, um die Paragádia einzuholen. Auch wenn wir nicht ängstlich waren, hier hätten drei …
Martinis Katastrophenmanagement
Von Martin Keller Martini lag auf der Terrasse seines Hauses und ließ das Jahr Revue passieren. Nach einer Unterhaltung mit seinem Freund Frangiskos war er erstmals in seinem Leben ins Grübeln gekommen. Frangiskos war ein Freund, den man eigentlich nur aufsuchte, wenn alles schief lief und man dringenden Rat oder persönliche Hilfe brauchte. Frangiskos Hilfe war nicht umsonst, denn er …
Katastrophen-Management Teil 2
Von Martin Keller Stellvertretend für viele andere: Ein Katastrophentag in der in der 94-96er Gruppe. Martini begann mit dem zweiten Kasten Amstel und überlegte, was sind eigentlich für ihn persönlich solche kretischen Katastrophen? Dabei fiel ihm ein Tag der 94-96er Gruppe ein, der Frangiskos damals seinen ersten Lamborghini einbrachte. Aber der Reihe nach: Der erste Aufenthalt mit der „besten Lebensgefährtin …
Katastrophen-Management Teil 3
Von Martin Keller Nach fünf Kilometern war der Reservekanister leer. Die beste Beifahrerin errechnete freundlich einen durchschnittlichen Verbrauch von 100 Litern auf 100 Kilometer. Also stellten sie das Auto ab und dann rannten im mittlerweile strömenden Regen zur Bushaltestelle. Zeus sei Dank lag diese nur für Kilometer entfernt am Ausgangsort. Komischerweise kam der Bus sofort, was eigentlich nie etwas Gutes …
Abschied vom Großvater
Von Anja und Thomas Otto, im Gedenken an den am 19.09.2004 verstorbenen Großvater Wir sind wieder auf unserer Lieblingsinsel Kreta. Kurz vor unserer Abreise ist Großvater schwer erkrankt, aber niemand verwehrt uns unsere Urlaubsreise, denn Großvater ist ein zäher Bursche und hat schon tiefgreifenderen Ereignissen erfolgreich die Stirn geboten. Alle sind überzeugt, er wird auch dieses Mal die Oberhand behalten. …
Áno Méros: „Panagía Kalóidhena“ – Südwesten Kreta
Das kleine Dorf Áno Méros liegt an Kretas alten Straße von Agía Galíni aus Richtung Réthymnon am Hang des Kédros-Gebirges. Etwa in Ortsmitte von Áno Méros führt ein Fußweg links den Berg hinauf, es zweigen viele Pfade links und rechts ab, aber man achte darauf, dass es immer bergauf geht. Notfalls kann man auf Kreta auch fragen, ob der Weg noch …
Geld und Devisen
Griechenland ist Euro-Land. Und der Euro ist genau 340,75 Drachmen wert, d.h. für den, der immer noch in DM rechnet, ist diese 174,2 Drachmen wert. Euro-Touristen werden sich also zukünftig nicht mehr an der griechischen Inflation freuen können, im Gegenteil, die Preise sind schon wieder gestiegen, zum Teil sehr moderat, zum Teil aber auch ebenso heftig wie hierzulande. Trotzdem habe …