Avokándos (Avocados) á la Chaniá als Dessert

Ebenfalls ein Rezept von Regina alias Chaniá, aber warum sollte man hier nicht auch nicht traditionelle Gerichte aufnehmen, wenn sie lecker sind.

Zutaten
2 Avocados
1 frische Zitrone
2-3 Essl. Zucker

Zubereitung
Die Avocados längs bis zum Kern durchschneiden, die Hälften trennen und den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel in den Mixer auskratzen und sofort den Saft einer frisch gepressten Zitrone darüber geben. Den Zucker hinzugeben und das ganze pürieren, bis eine grüne cremige Masse entsteht.

Gut gekühlt ein wunderbares Dessert. Einfach mal ausprobieren.

Melitsánes tiganités / Kolokithákia tiganitá (Frittierte Auberginen und Zucchini)

Zutaten
3 mittelgroße Auberginen
3 mittelgroße Zucchini
reichlich Olivenöl
Salz

Zubereitung
Das Gemüse waschen und die Stiele entfernen. Die Zucchini quer und die Auberginen längs in ca. 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Auberginenscheiben von beiden Seiten salzen und ca. eine halbe Stunde Flüssigkeit ziehen lassen, dann vorsichtig unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.

Sehr viel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin zunächst die Zucchini und danach die Auberginen schwimmend goldgelb ausbacken (je nach Geschmack auch dunkler). Nach Belieben salzen.

Man kann die Scheiben vor dem Ausbacken in Mehl oder Kourkoúti (einem Ausbackteig) wenden.
Dazu reicht man am besten Skordaliá.

Keftedákia (Kleine Hackfleischbällchen)

Zutaten
500 g Hackfleisch von Schwein oder Lamm (oder beides gemischt)
1 Brötchen ohne Rinde oder die entsprechende Menge Weissbrot (eingeweicht)
1 Zwiebel, geschält und feingehackt
1 Ei
1/2 Tasse glattblättrige Petersilie, feingewiegt
Olivenöl
Mehl, Salz, Pfeffer, Oregano

Zubereitung
Die Zwiebel in reichlich Öl glasig werden lassen. Das eingeweichte Brot ausdrücken, mit Hackfleisch, Ei, den Gewürzen und der Petersilie vermischen. Zwiebel etwas abkühlen lassen und mit dem Öl untermischen. Fleischteig nach Möglichkeit ca. 1 Stunde zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Danach aus dem Teig kleine runde Bällchen formen, diese in Mehl wälzen und in reichlich Olivenöl in der Pfanne braten, anfangs auf höchster Stufe, dann herunter schalten. Nicht zu lange braten, sonst werden die Keftedákia zu trocken. Am besten nach 5 Minuten ein Bällchen herausnehmen und probieren.

Varianten

Man kann dem Hackfleischteig auch etwas geriebenen Kefalotýri oder Parmesan oder einige Blätter gehackter Minze hinzufügen. Oder man gibt in die Mitte jedes Bällchens ein kleines Stück Féta .

Für 4-6 Personen

Kalamarákia tiganitá (Gebackene kleine Tintenfische)

Zutaten
500 g kleine Tintenfische
Öl zum Ausbacken
Salz, Mehl
1-2 Zitronen

Zubereitung
Die kleinen Tintenfische waschen und ausnehmen, den oberen Teil mit den Augen abschneiden. Salzen, in Mehl wenden und in heißem Öl ausbacken, bis sie goldgelb sind. Sie sollten sehr heiß serviert und mit Zitronensaft beträufelt werden.

Einfacher und schneller geht es mit tiefgekühlten, bereits bratfertigen Tintenfischen, die nur noch aufgetaut, gesalzen und in Mehl gewälzt werden müssen, bevor man sie wie beschrieben ausbackt.

Kleinere Vorspeise für 4 Personen.

Essen und Trinken

PicturesOG/Fische_bettina.jpgWer Kreta auf der Landkarte betrachtet, findet es völlig vom Meer umschlossen (logisch, denn es ist schließlich eine Insel!). Und dass es im Meer Fische gibt, ist auch ohne Landkarte bekannt. Und sollte nicht die Spezialität einer Inselküche (also auch der Kretas) eigentlich eine frische reichhaltige und preiswerte Auswahl an Fisch sein?

Sollte schon, doch die Praxis sieht leider anders aus. Wer morgens kleinere Fischerboote beim Einlaufen beobachtet, der kann erleben, wie traurig oft ihr Fang aussieht. Einen nennenswerten Ertrag bringen eigentlich nur noch die wirklich großen Boote, die sehr weit hinausfahren und mit entsprechend großen und tiefergehenden Netzen fischen. Genau diese Trawler sind aber neben der kretisch-griechischen Unsitte des Dynamitfischens für eine immer stärkere Überfischung und Verarmung der Küstengewässer verantwortlich.

Sehr leckeren Fisch gibt es zwar natürlich auf Kreta, aber bedauerlicherweise ist er auch ziemlich teuer. Doch wo es ihn gibt, z.B. „Xifías“, den Schwertfisch, der fast nur aus Filet besteht und meist gegrillt mit Zitrone serviert wird, da sollte man ihn sich nicht entgehen lassen. Er schmeckt ausgesprochen lecker und hat praktisch keine Gräten.

Die besten und teuersten Fische sind „Barboúnia“, rötlich gefärbte Meerbarben, aber andere Fische schmecken frisch gegrillt kaum weniger gut. Es ist zu beachten, dass in den Speisekarten verzeichnete oder ausgehängte Preise sich fast nie auf die Portion beziehen, sondern fast immer auf das Kilogramm (oder einen Teil davon). Wenn also der nette Wirt noch einen Fisch dazulegt, ist das in der Regel keine Großzügigkeit, sondern verteuert die Mahlzeit.

Die weniger guten Fische werden gerne zu „Psarósoupa“ (auch „Kakaviá) verarbeitet, einer leckeren Fischsuppe mit Eier- und Zitronensauce, die aber in der Regel nicht durchgesiebt wird und deshalb reichlich (!) Gräten enthält.

In Hafenorten werden auch gerne Oktopus („Chtapódi“) oder Kalamári serviert, ersterer entweder gegrillt oder kalt mit Essig und Öl, Zwiebeln und/oder Petersilie, letzterer entweder auch gegrillt oder in Sauce gekocht (und in diesem Fall oft aus der Konservendose). Preiswerter als andere Fischgerichte. Ein gut zubereiteter Oktopus ist eine Delikatesse, die ich liebe, auf trockene Kalamaresringe in Panade verzichte ich hingegen gerne.

Zwei seltenere Fischspezialitäten sind Seeigel („Achinós“), deren Inneres roh serviert wird (ebenso wie Austern ist so etwas nicht jedermanns Sache), und Hummer („Astakós“), der aber wirklich nur zu empfehlen ist, wenn er bei der Bestellung noch zappelt (ansonsten ist er möglicherweise schon ein halbes dutzend Mal aufgetaut und wieder eingefroren worden).

Die genannten Fischgerichte gibt es aber nur in Lokalen in Hafenorten oder am Meer.

PicturesOG/Zourva Mittagessen 004.jpgDas Angebot einer normalen ländlichen Taverne beschränkt sich in der Regel auf kurzgebratenes Fleisch wie Souvláki oder Brisóla (Kotelett), Patátes tiganités (meist frische, frittierte Kartoffeln, aber auch schon immer öfter „echte“ labberige Pommes frites) und einen saisonbedingten Salat (im Sommer immer aus Gurken und Tomaten – mit Glück zuzüglich Oliven und/oder Zwiebeln und/oder Paprika. Kommt dann noch ein Stück Schafskäse drauf, wird der Salat zur „Choriátiki Saláta“, dem Bauernsalat, der mit Brot schon allein eine kleine Mahlzeit darstellt. Auf griechischen Speisekarten heißt er im englischsprachigen Teil meist „greek salad“, die deutsche Übersetzung „Bauernsalat“ ist korrekter. „Essen und Trinken“ weiterlesen

Chtipití oder Tyrokafterí (Pikante Käsepaste)

Zutaten
250 g Féta (Schafskäse)
1 kleine getrocknete Chilischote im Mörser zerstoßen oder eine gute Messerspitze Chilipulver
Olivenöl, ein wenig Essig
2-3 zerdrückte Knoblauchzehen (nach Geschmack)
Pfeffer

Zubereitung
Alle Zutaten mit einem Stabmixer oder einem Schneebesen gut durchrühren. Es soll eine cremige Masse entstehen, die entweder mit Brot aufgetunkt oder als Brotaufstrich verwendet wird.
Öl nur langsam hinzugeben, damit die Masse nicht zu dünnflüssig wird.
Die Knoblauch- und Chilimenge kann je nach persönlichem Geschmack variiert werden (ich tue gerne noch eine zweite Chilischote dazu). Auf einem flachen Teller z. B. mit Oliven und/oder eingelegten milden Peperoni anrichten und servieren.

Schmackhafte Variante
Die Kerne von 6-8 Walnüssen in einem Tielkühlbeutel o.ä. mit dem Nudelholz zerkleinern und die Brösel unter die Käsemasse mischen.

Avokándos (Avocados) á la Chaniá

Dies ist nicht etwa ein Spezialitäten-Rezept aus der Stadt Chaniá, sondern stammt von Regina, die mir ihren Nachnamen nicht verraten hat, und die auch unter dem Künstlernamen Chaniá in Erscheinung tritt.

Zutaten
2 Avocados
1 frische Zitrone
1 kleine Zwiebel
1 kleine Tomate (falls gewünscht)
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Avocados längs bis zum Kern durchschneiden, die Hälften trennen und den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch in ein Schüsselchen mit dem Löffel auskratzen und sofort den Saft einer frisch gepressten Zitrone darüber geben. Zwiebel und ggfs. Tomate sehr fein würfeln, das Ganze mit Salz und Pfeffer würzen und mit einer Gabel so fein zerdrücken und vermischen wie möglich.
Mit frisch aufgebackener Pítta oder fast noch besser frischem Weißbrot servieren. Als Frühstück oder als Mesé.