Archánes

Archánes

Ein Besuch des Dorfes südlich von Iráklion lohnt (nicht nur) wegen der dortigen Ausgrabungen. Die meisten Funde von hier sind im Archäologischen Museum in Iráklion ausgestellt.

Man nimmt von Iráklion die Ausfallstraße an Knossós vorbei und biegt ca. 7 KM später (zwischen Spília und Kournávi) rechts nach Káto Archánes ab. Rechter Hand an der Abzweigung steht übrigens eine Skulptur – ein zerbrochener Stab mit Stacheldraht – die an die Entführung des Generals Kreipe während der deutschen Besatzungszeit erinnert (Näheres dazu siehe Anógia).

Durch Káto Archánes fährt man bis Epáno Archánes (welches im folgenden nur noch als Archánes bezeichnet wird) weiter.

PicturesOG/arne-archanes.jpgDas Dorf ist eines der Zentren der Weinbauregion südlich von Iráklion und wurde in den letzten Jahren erfreulich liebevoll hergerichtet bzw. restauriert. Viele Geschäfte haben „auf alt getrimmte“ gemalte Ladenschilder. Das Rathaus aus der Türkenzeit bietet vor allen Dingen abends durch dezente Beleuchtung einen schönen Anblick.
Neben dem Rathaus gibt es ein Volkskundemuseum, das ich aber bisher noch nicht von innen gesehen haben. Man kann ja auch nicht alles gesehen haben. „Archánes“ weiterlesen

Anógia

Anógia

Anógia ist das größte Bergdorf Kretas am Nordhang des Ída-Gebirges. Um zu diesem Dorf zu kommen, biegt man von der alten Straße Iráklion-Réthymnon etwa 11 Kilometer hinter Iráklion links ab (Anógia, Axós). Von Réthymnon aus kommend, biegt man kurz hinter Pérama rechts von der Alten Straße ab. Die gleiche Strecke nimmt man übrigens auch zum Nachbardorf Axós.

Das Dorf ist eines der Zentren kretischer Volksmusik, von hier stammen die Familien Xyloúris (Níkos Xyloúris, der berühmteste der drei Brüder, starb leider viel zu früh an Kehlkopfkrebs, aber seine beiden Brüder, „Psarantónis“ und „Psarojánnis“ singen nach wie vor – sehr unterschiedlich, aber beide auf ihre Art einmalig) und Skoulás (Vassílis Skoulás gehört nicht zu Unrecht zu den beliebtesten und anerkanntesten Musikern der Insel). „Anógia“ weiterlesen

Áno Asítes

Áno Asítes

Das Dorf liegt an den östlichen Ausläufern des Ida-Gebirges etwa 30 Kilometer südlich von Iráklion. Von der „New Road“ von Iráklion Richtung Westen nehme man die Ausfahrt Richtung Ágios Míronas. Obwohl nur wenige Kilometer von der Metropole entfernt, fühlt man sich hier fast augenblicklich wie in einer anderen Welt. Die Gegend ist stark landwirtschaftlich genutzt, Weinberge, Obstbäume und Ackerflächen wechseln einander ab. Ein Stück ursprüngliches Kreta, vom Tourismus noch wenig entdeckt, obwohl es dort doch einiges zu sehen gibt.
Ich danke an dieser Stelle Reinhilde Digruber, die mir erlaubt hat, ihre Informationen hier zu verwenden.

PicturesOG/Asites09_ww.jpg „Áno Asítes“ weiterlesen

Amnissós und Plas Tobroúk

Amnissós und Plas Tobroúk

In minoischer Zeit war Amnissós der Haupthafen von Knossós, davon ist allerdings heute nichts mehr zu sehen, wenn man von den ausgegrabenen Grundmauern einer minoischen Villa am Westende des Strandes absieht. Heute ist es der nächste östlich gelegene Badeort von Iráklion (ca. 8 Kilometer), der außer dem beliebtesten Badestrand der Iraklióten nicht sonderlich viel bietet.

PicturesOG/amnissos.jpgNur unweit östlich davon liegt der Strand von „Plas Tobroúk“ (das „s“ von Plas spricht sich stimmhaft wie in „Rose“ aus und bedeutet „Strand“). Die Bewirtschafterin des hiesigen Kiosk erzählt einem gern die Geschichte des ausgefallenen Namens dieser kleinen Ansammlung von Häusern, ein Dorf kann man es kaum nennen: Hier soll ein sehr spleeniger Engländer seine Villa am Strand gebaut haben, inmitten eines ihm gehörenden Geländes. Er war alter Afrikakämpfer und benannte deshalb die Gegend nach der im Zweiten Weltkrieg stark umkämpften Stadt Tobruk an der ostlibyschen Küste. Als dann andere Häuser dazukamen, hatte sich der Name bereits eingebürgert … und so gibt es ihn heute noch. „Amnissós und Plas Tobroúk“ weiterlesen

Agía Pelagía

An Agía Pelagía an der Nordküste von Kreta unweit westlich von Iráklion scheiden sich möglicherweise die Geister. Wer Tourismus immer dann nicht mag, wenn er sich zu sehr knubbelt, PicturesOG/Agia Pelagia_ww.jpgder braucht hier eigentlich nicht hinzufahren. Andererseits höre ich auch immer wieder von Leuten (auch hier im Internet), die dort einen wunderschönen Kreta Urlaub verlebt haben. Und das zweifele ich nicht an, denn auch hier gilt wieder einmal: Jedem das Seine.
Agía Pelagía wird in den Prospekten vieler Reiseveranstalter als „nettes Fischerdorf mit Charme und kretischem Flair“ angepriesen, aber tatsächlich ist er inzwischen nicht viel anderes als eine aus dem Boden gestampfte Touristensiedlung. Das „Fischerdorf“ habe ich nicht gefunden.
Biegt man von der „New Road“ aus hinunter nach Agía Pelagía ab, so bewundert man zuerst einmal die wilde zerklüftete Landschaft, die wirklich großartig ist.

Baden

Der schmale, aber einladende Sandstrand in der „Hauptbucht“ von Agía Pelagía ist naturgemäß stark bevölkert. Das Meer ist hier in der Regel ruhig, weil das Kap im Nordosten von Kreta gut vor dem Wind schützt. Wen es nicht stört, dass er sich praktisch ausschließlich unter seinesgleichen befindet, wen es nicht stört, dass er wirklich kaum noch feststellen kann, unter welcher südlichen Sonne er sich befindet, der ist hier tatsächlich gut aufgehoben. Eine touristische Infrastruktur ist jedenfalls vorhanden, man kann Wasserski fahren oder gar Fallschirmsegeln, Tauchgänge oder Bootsausflüge unternehmen und was in solchen Orten eben alles geboten wird.
Wem es hier zu voll und zu eng ist, der weicht in die – ebenfalls allerdings nicht ganz unbelebten – Nachbarbuchten aus: Im Nordosten z. B. die Mononáftis-Bucht oder im Südwesten Lygariá und Madé (alle diese Buchten sind „natürlich“ auch durch Tavernen und/oder „Beach-Bars“ bewirtschaftet).

Essen und Trinken
Am Strand liegen die meisten Lokale des Ortes, genannt seien hier nur stellvertretend für andere die Lokale „Sokratis (Socrates)“, „Kochyli“ und „To Votsalo“. Hier isst man gut.
Einen Tipp schickte mir Melanie Dress: „… das allerbeste Restaurant in Agía Pelagía ist wirklich „Irini“, und das liegt nicht am Strand, sondern in der Hauptstraße. Der Chefkoch versteht es wirklich, frische Dinge zuzubereiten!“ Danke für den Hinweis.

Informationen, Tickets, Autos, Wohnungen
Ebenfalls in der Hauptstraße bei „Kritinet Travel“.

Sehenswert
Ausgrabungen spätminoischer Gräber und die Kirche der Agía Pelagía auf einem Felsen am Meer.
„Agía Pelagía“ weiterlesen

Pérama

Pérama ist ein kleines kretisches Provinzstädtchen an der Alten Straße zwischen Iráklion und Réthymnon (54 Kilometer von Iráklion).
An der Hauptstraße findet man Post, Bank, Einkaufsmöglichkeiten aller Art (die aber mehr auf die einheimischen Bedürfnisse ausgerichtet sind), aber auch Kartenverkaufsstellen der beiden kretischen Reedereien A.N.E.K. und Minoikés Grammés.

Die Post ist täglich von 7.30 bis 14.30 Uhr, die Bank Mo.-Do. von 8 bis 14 Uhr, Fr. von 8 bis 13.30 Uhr geöffnet.
Etwa in Ortsmitte biegt die Straße nach Pánormos und zur „New Road“, der Küstenschnellstraße, ab. Etwa 100 Meter diese Straße hinein auf der linken Seite das Büro des OTE (Telefon- und Telegrafenamt), geöffnet von 7.30 bis 15.10 Uhr an Werktagen (auch Kartentelefon).
Der Ort kennt Touristen eigentlich nur vom Durchfahren, und er bietet selbst weiter auch nichts Interessantes.

Sehenswert
Unweit des Ortes liegt die Melidóni-Höhle, die einen Besuch wert ist.

Öffentliche Verkehrsmittel
Diese Strecke wird von alle Bussen befahren, die zwischen Iráklion und Réthymnon die Alte Straße benutzen.

Pánormos

Pánormos ist ein kleiner Badeort an der Nordküste von Kreta zwischen Iráklion und Réthymnon. Genau an dieser Stelle verliert die kretische Nordküste ihre vorübergehende felsige Wildheit, von der sie zwischen Agía Pelagía und Pánormos geprägt war. Die Berge fallen wieder flacher ins Meer ab, es entstehen kleine Ebenen als Hinterland des Küstenstreifens.
Das Dorf Pánormos erreicht man über eine kurze Stichstraße (1 Kilometer) von der „New Road“ aus. An der gleichen Stelle zweigt übrigens auch die Straße ins Landesinnere nach Pérama ab, die so die alte Straße durch die Berge und die „New Road“ verbindet. Entfernung ab hier 8 Kilometer.

In Pánormos findet man einen kleinen und (immer noch) relativ verschlafenen Ort auf Kreta vor, auch wenn die Einheimischen erklären, seit einigen Jahren hätte der Tourismus auch hier sehr zugenommen. Die entsprechende Infrastruktur haben sie schon geschaffen oder sind eifrig dabei.
Der Strand neben dem Hafen ist zwar sandig, allerdings auch ziemlich klein.

Das eigentliche Dorfzentrum liegt oberhalb des kleinen Hafens (ganz unten am Hafen übrigens die beste Parkmöglichkeit für Durchreisende), der nur aus einer kleinen Mole besteht, die die flache Bucht abschirmt. Hier finden sich auch mehrere kleine Tavernen, die leider alle Schatten nur unter einem Stoffdach bieten. Preise und Essen sind in Ordnung, in der Taverne „Mourágio“ fand ich besonders das „Saganáki“ (eine Eierspeise mit Käse) sehr gelungen.

Weiter oben im älteren Ortskern, in der gleichen Straße wie die Post, das Büro von „Kastélli Tours“. Hier kann man Leihwagen mieten, Ausflüge buchen, Zimmer bekommen … oder aber auch einfach nur eine Auskunft, man versteht sich gleichzeitig als eine Art „Tourist-Information“.
Schräg gegenüber ein kleines und ziemlich uriges Lebensmittelgeschäft für Selbstversorger, ein Stück dahinter die Post, und am Ende der Gasse ein gemütliches altes Kafenío, welches sich in seiner deutschsprachigen Karte aber auch schon auf die Touristen eingestellt hat. Hoffentlich weicht es nicht ganz einer Café-Bar. „Pánormos“ weiterlesen