Perivolákia-Schlucht

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Die Perivolákia-Schlucht  heißt nach dem gleichnamigen Dorf an ihrem oberen Ende. Sie ist auch unter dem Namen Kapsás-Schlucht bekannt, da an ihrem unteren Ende das Kloster Moní Kapsás liegt.

Die Perivolákia-Schlucht ist etwa 3,5 Kilometer lang. Im unteren Bereich vom Kloster aus ist sie ziemlich einfach zu gehen (gutes Schuhwerk ist aber auch hier erforderlich). Es gibt Wegmarkierungen in Form von roten Punkten, aber eigentlich kann man sich innerhalb der Perivolákia-Schlucht nicht wirklich verlaufen.

PicturesOG/Kapsaschlucht_gwg2.jpgZuerst führt ein Pfad mit sandigem Untergrund in die Schlucht, später führt er durch das Geröll des Flussbettes weiter (d. h. er überquert oftmals das Flussbett, man wandert mal rechts, mal links).

Mit fortschreitender Strecke werden die Markierungen allerdings spärlicher und es sind immer größere Hindernisse zu überklettern, für die vor allen Dingen etwas kleiner gewachsene Leute eine helfende Hand brauchen (also – und das gilt eigentlich für alle Wanderungen – diese Tour niemals alleine unternehmen). An einer Stelle gibt es allerdings sogar eine Leiter … aber es sind schon viele umgekehrt, bevor sie überhaupt diese Stelle erreichten.

Die Kletterei hat noch lange keine Ende … deshalb sollte man sich überlegen, was man tut. Im Dorf Perivolákia gibt es zwar ein Kafenío, aber man muss ja trotzdem wieder runter (zum Auto). Und der Rückweg oben herum auf einem Pfad ist ca. 3 Kilometer länger. Insgesamt wären also etwa 10 Kilometer zurückzulegen, die geübte Wanderer angeblich in ca. 5 Stunden schaffen sollen … aber ich erwähnte ja ein anderer Stelle schon, dass ich eher ein Flachlandtiroler bin!

 

Topólia

Topólia liegt an Straße von Kastélli nach Elafonísi im westlichen Inselinneren. In diesem Dorf gibt es zwei sehenswerte Kirchen: Agía Paraskevi und Ágios Geórgios …. und sonst nicht viel, ein normales kretisches Bergdorf eben.

Hinter dem Dorf Topólia verengt sich das Tal des Flusses Gíflos zu einer Schlucht, ein kleines Stück führt die Straße sogar durch einen Tunnel. Hier kann es evtl. Probleme mit dem Gegenverkehr geben, da sich im Tunnel zu allem Überfluss eine Kurve befindet und zwei Autos kaum oder gar nicht aneinander vorbeipassen.

PicturesOG/topolia_agsofia_gwg.jpgInzwischen wurde das Ganze allerdings durch eine Ampel entschärft, die immer nur eine Fahrtrichtung freigibt. Oder zumindest sollte es entschärft sein, ist es aber nicht wirklich. Denn einschlägigen Berichten zufolge ist die Ampel entweder außer Betrieb, oder es hält sich keiner dran. Also stellt der Tunnel immer noch ein nettes Abenteuer dar! „Topólia“ weiterlesen

Samariá-Schlucht

Sie gehört zu Kretas beliebtesten Postkartenmotiven: die Samariá-Schlucht. Dekorativ winzig sieht man auf vielen dieser Postkarten auch mal einen vereinzelten Wanderer.

PicturesOG/samariaeingang.jpgIn der Saison allerdings wälzt sich durch die Schlucht ein nicht abreißender Strom von Wanderern, Einsamkeit ist hier nicht mehr drin. Und außerhalb der Saison ist das Durchwandern der Schlucht verboten (jedenfalls von November bis April), da es wegen Hochwassers oder Steinschlags zu gefährlich ist. Ebenso verboten ist (inzwischen leider) auch das Übernachten in der Schlucht.

Der Zufahrtsweg zur Omalós-Hochebene und damit zur Samariá-Schlucht sei hier nur in aller Kürze beschrieben, denn in diesem Fall ist das individuelle Verkehrsmittel ungünstiger als der Linien- oder Charterbus. Das „Problem“ ist nämlich, dass das Fahrzeug dann oben am Ende der Schlucht steht, während sich der Wanderer unten befindet …

PicturesOG/samaria1_gwg.jpgFür den, der trotzdem auf eigenen Reifen hinauf will, hier nur der Hinweis: Die Straße biegt am Ortsausgang von Chaniá Richtung Kastélli links ab (ausgeschildert „Omalós“). Es ist aber wie gesagt empfehlenswerter, hier einmal ein Pauschalangebot wahrzunehmen, denn das macht das Ganze doch wesentlich bequemer. Dabei ist allerdings nur ein bestimmtes Pauschalangebot gemeint, das des staatlichen Busunternehmens KTEL nämlich, welches von allen Nordküstenorten zwischen Réthymnon und Kastélli ein recht preiswertes Package umfaßt: Zufahrt nach Omalós zum Anfang der Schlucht und Rückfahrt von Chóra Sfakíon bis zum Ausgangsort. Das Bootsticket von Agía Rouméli, dem Zielort der Wanderung, nach Chóra Sfakíon ist im Preis nicht inbegriffen. „Samariá-Schlucht“ weiterlesen

Roúvas-Schlucht

Diese Schlucht am Südhang des Ida-Gebirges erreicht man am besten vom Dorf Zarós aus.

Ausgangspunkt der hier beschriebenen Wanderung ist der künstliche See oberhalb des Dorfes mit der Taverne „Limni“. Die Rouvas-Schlucht ist zwar nicht so spektakulär ist wie die Samariá-Schlucht, aber landschaftlich bombastisch genug und zudem fast menschenleer.

Die Strecke beträgt bis zum Kirchlein des Ágios Ioánnis oben auf dem Berg ca. 5 KM, die man dann aber auch wieder herunter laufen muss. Der Weg ist insofern teils recht beschwerlich, da er z. T. über steile Holztreppen führt und nur sehr langsam an Höhe gewinnt (es geht immer wieder nach unten). Es ist deshalb zu empfehlen, in der warmen Jahreszeit möglichst früh aufzubrechen, und sowohl gutes Schuhwerk als auch unbedingt genügend Trinkwasser mitzunehmen. Die Wasserstellen, auf die am Weg laufend hingewiesen wird, sind nämlich entweder nicht zu finden oder defekt.

Man folgt der Ausschilderung an der Taverne „Límni“ den Berg hinauf. Nach einem knappen Kilometer erreicht man das Kloster Ágios Nikólaos. Hier befindet sich praktisch die einzige Möglichkeit, sich zu verlaufen. Man folge nicht dem scheinbaren Hauptpfad, sondern biege direkt hinter dem Kloster schräg links hinunter zum Bachbett ab (geradeaus weist ein Schildchen zum Kirchlein Ágios Evthýmios, wenn man dort ankommt, ist man zu weit). „Roúvas-Schlucht“ weiterlesen

Wandern (durch Schluchten und anderswo)

Wandern wird auf Kreta immer beliebter und das nicht zu Unrecht. Die ganze majestätische Schönheit der kretischen Bergwelt beispielsweise erschließt sich durchs Autofenster nur mangelhaft. Wer durch sie hindurchwandern will, sollte sich aber mit gutem Schuhwerk u.ä. versehen und die absoluten Hochsommermonate Juni bis Ende August besser meiden, denn dann ist es auf Kreta eigentlich viel zu heiß. Am schönsten ist es im Mai, denn dann ist die Insel grün und blumenbewachsen, oder im September, denn dann wird es wieder kühler, wenn sich auch die Flora mehrheitlich nur noch bräunlich verbrannt präsentiert. „Wandern (durch Schluchten und anderswo)“ weiterlesen

Kritsá-Schlucht

Die folgende Beschreibung der Schluchtdurchwanderung schickte mir Frank Bageritz.
Die Strasse von Kritsá zur Ausgrabung der dorischen Stadt Láto überquert kurz nach dem Ortsausgang von Kritsá ein im Sommer ausgetrocknetes Flussbett. Hier weist ein kleines verrostetes Schild mit der Aufschrift „Farángi Kritsás“ nach links den Weg zum eigentlichen „Einstieg“ in die Schlucht.

PicturesOG/kritsaschlucht001.jpegMan auch schon an der Brücke in das Flussbett klettern. Wer nicht erst durch Kritsa hindurch will, kann sogar mit der Wanderung schon hinter der Kirche „Pánagia i Kerá“ ins Flussbett einsteigen. Es sei aber nicht verschwiegen, dass bis zur oben genannten Brücke der Weg eher einer Müllhalde als einem Flussbett ähnelt.

Schöner ist es, hinter der Brücke erst einmal den Weg bis zu einem kleinen Kirchlein zu laufen, denn erst dahinter beginnt die eigentliche Schlucht. Für einen Sonntagsspaziergang mit Kind und Kegel ist diese Wanderung wirklich nicht empfehlen. „Kritsá-Schlucht“ weiterlesen

Kourtaliótiko-Schlucht

Von Spíli aus folgt man nach Norden der Straße nach Réthymnon und biegt zum Dorf Koxaré ca. 8 Kilometer weiter links ab (umgekehrt von Réthymnon aus ist diese Aussage hoffentlich auch nachvollziehbar bzw. konvertierbar).

Hinter dem Dorf Koxaré tritt die Straße in die Kourtaliótiko-Schlucht ein. Es gibt ja nicht so sehr viele Schluchten auf Kreta, durch die man bequem mit dem Auto fahren kann und die dennoch sehr beeindruckend sind. Es lohnt sich also, an einem der Parkplätze mit Aussichtspunkten mal anzuhalten und einen Blick in die Schlucht zu genießen.

In der Schlucht entspringen die Quellen des Megalopotamós, der bei Préveli ins Meer fließt. Mehr dazu unter Kirchlein des Ágios Nikólaos.

PicturesOG/agkyriak2.jpgEin nettes kleines Höhlenkirchlein, welches der Agía Kyriakí geweiht ist, liegt wenige Treppenstufen oberhalb der Straße. Kommt man von Norden, sieht man es praktisch nicht.
Man kann dort nicht ganz einfach parken, aber wo ein Wille ist …

 

Komitádes

Komitádes

Das hübsche Dorf liegt ca. 4,5 Kilometer östlich von Chóra Sfakíon an der Straße nach Frangokástello am unteren Ende der Ímbros-Schlucht.

Geschichte und Allgemeines
In der Vergangenheit wurde das Dorf oft von sarazenischen Seeräubern überfallen. Mit Hilfe des Ágios Geórgios gelang es den Bewohnern aber, diese zu vertreiben. So weit die Überlieferung. Zum Dank errichteten sie dem Heiligen eine ihm geweihte Kirche, deren Fresken von niemand Geringerem als Ioánnis Pagoménos stammen (14. Jahrhundert). Man erreicht die Kirche unterhalb des Dorfes über einen Pfad, der an der heutigen Dorfkirche beginnt (immer links halten).

PicturesOG/komitades2.jpgDas Dorf ist nicht mehr so reich wie vordem, als die Bewohner überwiegend vom Handel lebten. Heute hat auch hier die allgemeine Landflucht Spuren hinterlassen, die Einheimischen ernähren sich nun hauptsächlich von der Landwirtschaft. Das Olivenöl aus dieser Gegend ist ebenso bekannt und beliebt wie der örtliche Berghonig. „Komitádes“ weiterlesen

Kapsás (Kloster)

Kapsás (Kloster)

Eines der schönsten Klöster Kretas liegt im äußersten Südosten. Man biegt von der Straße Ierápetra-Sitía in der Nähe des Dorfes Pilalímata ab (ausgeschildert!) und folgt der Schotterpiste an der Südküste entlang nach Osten.

PicturesOG/kapsa-kloster1_gwg2.jpgDas Kloster klebt wie ein Schwalbennest verschachtelt am Felsen, seine weiß gekalkten Außenwände wirken in der wilden Umgebung wie ein strahlender Farbtupfer. Es stammt aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber von den Türken völlig zerstört und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder in der heutigen Form aufgebaut. „Kapsás (Kloster)“ weiterlesen

Ímbros-Schlucht

Ímbros-Schlucht

PicturesOG/imbros3_gwg.jpgDie Schlucht verläuft östlich parallel zur Straße von Vrýsses nach Chóra Sfakíon. Sie bietet eine ernst zu nehmende Alternative zur berühmten Samariá-Schlucht, sie ist landschaftlich fast genauso beeindruckend, aber im Gegensatz zur anderen fast menschenleer. Wie bei der Samariá ist die Durchwanderung von oben nach unten natürlich weniger anstrengend (und leider kostet es wie bei der Samariá-Schlucht inzwischen Eintritt). Eine Beschreibung der Durchwanderung ist relativ einfach, denn hat man die Schlucht einmal betreten, kommt man sowieso erst am Ende wieder heraus. „Ímbros-Schlucht“ weiterlesen